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CHEMIE: Aventis will CropScience an Bayer verkaufen

Die Pflanzenschutzsparte soll angeblich für geschätzte 7,25 Milliarden Euro an den Chemiekonzern Bayer gehen. Der Deal dürfte um den 12. September offiziell verkündet werden.

Die deutsch-französische Pharmagruppe Aventis wird nach Informationen aus Gewerkschaftskreisen den geplanten Verkauf ihrer Pflanzenschutzsparte Aventis CropScience an den Chemie- und Pharmakonzern Bayer etwa Mitte September ankündigen. Eine Aventis-Sprecherin bestätigte, dass man damit begonnen hat, die Beschäftigten der Sparte über den Verkauf von CropScience zu informieren. Eine Datumsangabe zur Verkaufsankündigung wollte die Sprecherin allerdings nicht machen. »Wir verhandeln derzeit mit Bayer, es gibt keinen exakten Termin. Wir hoffen, (den Verkauf) in naher Zukunft abschließen zu können«, fügte sie hinzu.

Beratung mit Arbeitnehmer-Vertreter dauern an

Bayer hatte am 9. August mitgeteilt, kurz vor Abschluss der Verhandlungen mit Aventis über die Übernahme von Aventis CropScience zu stehen. Das Abkommen soll voraussichtlich in der nahen Zukunft abgeschlossen werden, hatte der Leiter des Bayer-Geschäftbereichs Pflanzenschutz, Jochen Wulff, vor drei Wochen gesagt. Seit der Ankündigung von Exklusivverhandlungen sind die Gespräche sehr positiv verlaufen. Bevor unterschrieben werden kann, müssen allerdings noch die Beratungen mit den Arbeitnehmer-Vertretern abgeschlossen werden. Die notwendigen Schritte für die zuständigen Regulierungsbehörden werden bereits vorbereitet.

Bayer würde zweitgrößter Anbieter

Mit dem Kauf von Aventis CropScience würde Bayer zum weltweit zweitgrößten Anbieter in der Pflanzenschutzbranche aufsteigen. Zuletzt war in unternehmensnahen Kreisen ein Kaufpreis von rund 7,25 Milliarden Euro einschließlich Schulden genannt worden. Aventis hält 76 Prozent an Aventis CropScience, Schering ist mit 24 Prozent beteiligt.

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