VG-Wort Pixel

4. Spieltag in der Königsklasse Champions League: Leverkusen und Frankfurt stehen vor dem frühen Aus, Bayern marschieren ins Achtelfinale

Xabi Alsonso, Trainer von Bayer Leverkusen
Das erste Champions-League-Spiel als Trainer geht für Xabi Alonso gründlich daneben – die Leverkusener müssen sich im eigenen Stadion dem FC Porto mit 0:3 geschlagen geben
© Ina Fassbender / AFP
Für zwei deutsche Champions-League-Teilnehmer gibt es am Mittwochabend wenig zu feiern. Leverkusens neuer Coach Alonso muss einen herben Rückschlag hinnehmen, die Eintracht aus Frankfurt bekommt in London ihre Grenzen aufgezeigt. Nur die Bayern marschieren weiter problemlos durchs Turnier.

Xabi Alonso dürfte die Bühne Champions League kurz nach seinem Betreten als Trainer schon bald wieder verlassen. Nach dem 0:3 (0:1) am Mittwoch gegen den FC Porto steht sein neuer Club Bayer Leverkusen in der europäischen Königsklasse kurz vor dem Aus. Schon in zwei Wochen bei Atlético Madrid könnte sich der angestrebte Einzug ins Achtelfinale für die Rheinländer vorzeitig erledigt haben. Tore von Galeno (6. Minute) und Mehdi Taremi (53./54., jeweils Foulelfmeter) sorgten in einem unglücklichen Spiel für Leverkusen für die erste Niederlage in Bayers noch kurzen Alonso-Ära.

Bei nur drei Pünktchen aus vier Spielen helfen den katastrophal in die Saison gestarteten Leverkusenern in Madrid und gegen den bereits für die K.o.-Runde qualifizierten FC Brügge nun nur noch Siege und Schützenhilfe weiter. Aktuell ist Leverkusen in der Gruppe B Letzter hinter Brügge (10), Porto (6) und Atlético (4).

Niederlage im Londoner Tempel: Son und Kane zeigen Eintracht Frankfurt die Grenzen auf

Auch Europa-League-Sieger Eintracht Frankfurt hat in der Königsklasse eine schmerzhafte Niederlage hinnehmen müssen. Das Team von Cheftrainer Oliver Glasner verlor mit 2:3 (1:3) beim englischen Spitzenclub Tottenham Hotspur. Rund eine Woche nach dem 0:0 im Hinspiel droht den Hessen damit ebenso das vorzeitige Aus bei der Premiere in der Königsklasse.

Der überragende Ex-Bundesligaprofi Heung-Min Son erzielte zwei Tore (20. Minute/36.), dazu traf auch Englands Nationalstürmer Harry Kane (28.). Daichi Kamada (14.) erzielte vor rund 60.000 Zuschauern Frankfurts Führung, Faride Alidou (87.) machte in Unterzahl den späten Anschlusstreffer. Zuvor hatte Tuta (60.) Gelb-Rot gesehen. Frankfurt belegt in Gruppe D nun den vierten und letzten Platz.

Vier Spiele, vier Siege: FC Bayern ungehindert auf Achtelfinalkurs

Einzig der deutsche Rekordmeister marschiert weiter souverän durch die Gruppenphase. Die Bayern gewannen bei Viktoria Pilsen in Tschechien ungefährdet mit 4:2 (4:0) und kam im vierten Spiel der Königsklassen-Saison zum vierten Sieg. Schon eine Woche zuvor hatten die Bayern denselben Gegner mit 5:0 bezwungen. In Pilsen trafen Sadio Mané (10.), Thomas Müller (14.) und Leon Goretzka (25./35.). Adam Vlkanova (62.) und Jan Kliment (75.) verkürzten nach der Pause für die Gastgeber. Das Team von Trainer Julian Nagelsmann führt in der Gruppe C die Tabelle nun mit zwölf Punkten an und steht frühzeitig im Achtelfinale. 

Sorgen bereitete hingegen die Auswechselung von Müller. Der gerade von Corona genesene Stürmer war nach 25 Minuten vorzeitig vom Platz gegangen. "Vom Rücken hatte die Muskulatur etwas zugemacht. Nichts Schlimmes", gab Trainer Nagelsmann jedoch später Entwarnung. "Nichts Dramatisches. Kein Risiko für Wochenende." Dann müssen die Bayern in der Bundesliga am Sonntag im Topspiel gegen den SC Freiburg antreten.    

Klopp fährt Sieg ein, Lewandowski bewahrt Barcelona vor Enttäuschung

Jürgen Klopp steht mit dem FC Liverpool kurz vor dem Einzug ins Achtelfinale. Die Engländer siegten bei den Glasgow Rangers 7:1 (1:1). Roberto Firmino (24. Minute, 55.) traf doppelt für die Reds, nachdem Scott Arfield (17.) den schottischen Rekordmeister in Führung gebracht hatte. Darwin Núñez (66.) erhöhte, ehe der eingewechselte Mohamed Salah (75., 80., 81.) mit einem Hattrick alles klar machte. Es war der schnellste Dreierpack in der Geschichte der Champions League. Harvey Elliott (87.) erzielte den Endstand. 

Hinter dem bereits für die Runde der besten 16 qualifizierten SSC Neapel (12 Punkte) hat Liverpool (9) in Gruppe A bei noch zwei ausstehenden Spielen beste Chancen aufs Weiterkommen. Die Rangers (0) kämpfen nur noch um Platz drei, Ajax Amsterdam (3) hat noch eine kleine theoretische Chance auf Rang zwei. 

Stürmerstar Robert Lewandowski bewahrte den FC Barcelona vorerst vor der ersten großen Enttäuschung in dieser Saison. Der 34-Jährige traf gegen Inter Mailand spät zum 3:3 (1:0) - bei einer Heimniederlage wären die Katalanen in Gruppe C vorzeitig ausgeschieden. Der frühere Dortmunder Ousmane Dembelé (40. Minute) hatte Barcelona in Führung gebracht, doch Inter drehte das Spiel in der zweiten Halbzeit nach Toren von Nicolo Barrella (50.) und Lautaro Martinez (63.). Lewandowskis Ausgleich zum 2:2 (82.) hielt nur kurz, weil Robin Gosens (87.) traf. Lewandowski sorgte jedoch per Kopf (90.+2) für den Endstand, Torwart Marc-André ter Stegen rettete den wichtigen Punkt mit einer Weltklasse-Parade.

Vorzeitig im Achtelfinale stehen der FC Brügge und der SSC Neapel. In der Gruppe von Bayer Leverkusen reichte dem belgischen Fußball-Meister Brügge ein 0:0 bei Atlético Madrid, um erstmals in der Vereinsgeschichte in die Runde der besten 16 einzuziehen.

In Gruppe A gewann Neapel im Stadio Diego Armando Maradona gegen Ajax Amsterdam 4:2 (2:0). Durch den vierten Sieg im vierten Spiel qualifizierte sich die Mannschaft von Trainer Luciano Spalletti vorzeitig fürs Achtelfinale. 

yks DPA

Mehr zum Thema

Newsticker