Keine Chance dem Schimmel
Luftentfeuchter im Test: Fünf Modelle für Wohnung und Keller

Der stern-Luftentfeuchter-Test 2026: Luftentfeuchter sollen für besseres Raumklima sorgen und vor Gefahren wie Schimmel schützen. Wie gut sie das können, haben wir geprüft.
Luftentfeuchter Test: Fünf Modelle im Test
Im Luftentfeuchter-Test des stern mussten fünf Produkte zeigen, wie gut sie ihren Job erledigen
© Mathis Vogel / stern

Luftentfeuchter gelten vielen noch immer als Spezialgeräte für professionelle Anwendungen, etwa nach einem Wasserschaden. Dabei sind Probleme mit zu hoher Luftfeuchtigkeit Alltag für viele Menschen. Gut gedämmte Gebäude, seltenes Stoßlüften, feuchte Kellerräume oder das Trocknen von Wäsche in Innenräumen sorgen schnell dafür, dass sich Feuchtigkeit staut. Mobile Luftentfeuchter sollen hier gegensteuern und größere Folgeschäden – wie etwa Schimmel – verhindern. Doch das Angebot ist groß, die Unterschiede sind es auch: bei der Entfeuchtungsleistung ebenso wie bei Lautstärke, Ausstattung und Bedienung. Der stern hat fünf gängige Modelle getestet und fünf weitere Geräte ergänzend eingeordnet.

Luftentfeuchter-Test: Diese Modelle haben wir getestet

Weitere lohnende Luftentfeuchter

Diese Luftentfeuchter haben wir nicht selbst getestet, ein Blick darauf kann sich jedoch lohnen:

Luftentfeuchter-Test: Diese Modelle konnten überzeugen

Der Test zeigt, wie unterschiedlich Luftentfeuchter konzipiert sind. Ein universell bestes Gerät für alle Einsatzbereiche gibt es nicht – entscheidend ist, ob ein Modell zum eigenen Raum, Nutzungsprofil und Lautstärkeanspruch passt. Der MeacoDry Arete One 20L hat den Test gewonnen, weil er Entfeuchtungsleistung, Lautstärke, Energieeffizienz und Bedienbarkeit am ausgewogensten kombiniert. Er eignet sich sowohl für Wohnräume als auch für Keller und meistert selbst längere Laufzeiten souverän.

Der Bosch Dry 4000 folgt dicht dahinter als verlässlicher Markenentfeuchter ohne echte Schwächen, während der Aktobis WDH-520EB klar auf maximale Leistung zielt und sich besonders für stark feuchte Keller oder größere Räume eignet. In Verbindung mit seinem geringen Preis ist er deshalb unser Preis-Leistungs-Sieger.

Mathis Vogel

Über den Tester

In einem Haushalt mit Kindern steht die Waschmaschine niemals still. Manchmal schlage ich mich mit so comichaft großen Wäschebergen herum, dass das Anstimmen der Worte „Neverending Laundry“ auf die Titelmelodie zu Michael Endes Buchverfilmung „Neverending Story“ schon zum Running Gag bei uns geworden ist. Weil die saubere Wäsche auch getrocknet werden will und in der Mietwohnung der Keller dafür fehlt, ist stets ein Zimmer feucht – bei uns zumeist das Büro. Im Winter ist es dann zu stickig zum Arbeiten oder zu kalt, weil gerade wieder gelüftet werden musste. Luftentfeuchter standen deshalb schon länger auf der Wunschliste. Der Test hat gezeigt: Den Komfort eines stets normal feuchten Raums samt der viel schneller trocknenden Wäsche will man so schnell nicht mehr aufgeben. Das Plug-and-Play der meisten Geräte machte die Bedienung für alle kinderleicht. Gewünscht hätten wir uns noch eine Smarthome-Integration, die den meisten Geräten leider fehlt. Sie hätte die Geräte dank Automationen sogar zu stillen Begleitern gemacht, bei denen man lediglich hier und da den Wassertank leeren muss.

Weitere Informationen über Mathis Vogel

Alle Details, Eindrücke und Testergebnisse finden Sie in den Einzeltests unter der Tabelle.

Vergleichstabelle Luftentfeuchter

Daten / ModellMeacoDry Arete One 20LBosch Dry 4000Aktobis WDH-520EBStadler Form TheoComfee MDDO-10DEN7Midea DF-20DEN7-WFTrotec TTK 28 ESuntec DryFix 20 ProStadler Form LukasPro Breeze PB-D-26
Gesamteindruck 
(max. 5 Sterne)
⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Testsieger
⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Preis-Leistungs-Tipp
⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️Nicht in der WertungNicht in der WertungNicht in der WertungNicht in der Wertung‍Nicht in der Wertung
Entfeuchtungsleistung*ca. 20 l/Tagca. 20 l/Tagca. 25 l/Tagca. 10 l/Tagca. 10 l/Tagca. 20 l/Tagca. 10 l/Tagca. 20 l/Tagca. 20 l/Tag‍ca. 20 l/Tag
Empf. Raumgröße*bis ca. 80 m²bis ca. 60 m²bis ca. 70 m²bis ca. 40 m²bis ca. 40 m²bis ca. 70 m²bis ca. 30 m²bis ca. 70 m²bis ca. 70 m²‍bis ca. 60 m²
App / WLANNeinNeinNeinNeinNeinJaNeinNeinNein‍Nein
Wassertank*ca. 4,8 lca. 2,5 lca. 5,5 lca. 2,1 lca. 2,0 lca. 4,8 lca. 1,8 lca. 5,0 lca. 5,0 l‍ca. 5,5 l
MobilitätRollen + ausfahrbarer TragegriffRollen + EingriffRollen + ausklappbarer TragegriffEingriffRollen + EingriffeRollenTragegriffRollenRollen‍Rollen + Tragegriff
Stromaufnahme (Watt)*ca. 216–330 Wca. 200–285 Wca. 500–530 Wca. 280 Wca. 340 Wca. 320–360 Wca. 250 Wca. 420–480 Wca. 420 W‍ca. 280–320 W
Gewicht*ca. 15 kgca. 14 kgca. 18 kgca. 11 kgca. 10 kgca. 15 kgca. 11 kgca. 18 kgca. 18 kg‍ca. 14 kg
Arbeitsbereich Luftfeuchte*ca. 30–90 % r. F.ca. 35–85 % r. F.ca. 30–90 % r. F.40 / 50 / 60 % r. F.ca. 35–85 % r. F.ca. 30–90 % r. F.ca. 35–85 % r. F.ca. 30–90 % r. F.ca. 30–90 % r. F.‍ca. 30–80 % r. F.
Arbeitsbereich Temperatur*ca. 5–35 °Cca. 5–35 °Cca. 5–35 °Cca. 5–32 °Cca. 5–32 °Cca. 5–35 °Cca. 5–32 °Cca. 5–35 °Cca. 5–35 °C‍ca. 5–32 °C
Schalldruckpegel dB(A)*ca. 38–45 dBca. 40–46 dBca. 50–55 dBca. 42 dBca. 36–45 dBca. 41–47 dBca. 43–45 dBca. 48–52 dBca. 44–50 dB‍k. A.
Filtertyp*Grobstaub + HEPA optionalGrobstaubfilterGrobstaubfilterGrobstaubfilterGrobstaubfilterGrobstaub + AktivkohleGrobstaubfilterGrobstaubfilterGrobstaub + optional Aktivkohle‍Grobstaubfilter
Preis (UVP)*269 Euro239 Euro209 Euro225 Euro159 Euro249 Euro200 Euro200 Euro418 Euro‍199 Euro

* Herstellerangabe

So haben wir die Luftentfeuchter für den Test ausgewählt

Nach diesen Kriterien haben wir die Luftentfeuchter für den Test zusammengestellt:

  • Berücksichtigt wurden Modelle etablierter Marken und bekannter Hersteller aus dem Bereich Raumklima und Haushaltstechnik.
  • Unterschiedliche Einsatzszenarien werden abgedeckt – vom Wohnraum über Keller bis hin zur Wäschetrocknung.
  • Alle Geräte waren zum Testzeitpunkt gut bei gängigen Online-Händlern verfügbar.
  • Zudem sollte das Testfeld verschiedene Preisklassen abbilden, um sowohl Einsteigergeräte als auch höher positionierte Modelle vergleichen zu können.

So haben wir die Luftentfeuchter getestet

Zu Beginn stand der Ersteindruck: Verpackung öffnen, Lieferumfang prüfen, Verarbeitung und Materialqualität begutachten sowie mögliche Transportschäden ausschließen. Anschließend haben wir alle Geräte über mehrere Tage hinweg im Alltagseinsatz betrieben.

Bewertet haben wir unter anderem Verarbeitungsqualität und Standfestigkeit, Bedienung und Menüführung, Entfeuchtungsleistung, Lautstärkeentwicklung, Energieverbrauch sowie die Alltagstauglichkeit von Wassertank, Ablaufschlauch und Filterzugang. Auch Zusatzfunktionen wie Hygrostat, Timer, Automatikprogramme, Wäschetrocknungsmodi oder App-Anbindung flossen in die Beurteilung ein.

Wo möglich, haben wir die eigenen Eindrücke durch öffentlich zugängliche Labormessungen, Herstellerangaben zur Entfeuchtungsleistung sowie Daten aus seriösen Verbraucher- und Fachquellen ergänzt. Zusätzlich haben wir die Entfeuchtungsleistung mittels eines Hygrometers der Firma Switchbot mit einer Genauigkeitstoleranz von 1 bis 2 Prozent bei 10 bis 90 Prozent relativer Feuchte überprüft. Die Verlaufsdaten des smarthomefähigen Geräts werteten wir auf dem Smartphone aus. Alle Geräte haben wir unter vergleichbaren Bedingungen betrieben, um möglichst gleiche Ausgangsvoraussetzungen zu schaffen.

1. Testsieger: MeacoDry Arete One 20L

Luftentfeuchter Test: MeacoDry Arete One 20L
Die Wäschefunktion funktionierte bei diesem Modell am zuverlässigsten und schnellsten und schaltete zügig ab, bei Erreichen der Zielfeuchte
© Mathis Vogel / stern

Verarbeitung & Ausstattung
Der MeacoDry Arete One 20L ist ein funktional und robust gebauter Luftentfeuchter, mit klarer Ausrichtung auf den Dauerbetrieb im Wohnraum. Das Gehäuse besteht aus stabilem Kunststoff, die Verarbeitung wirkt sauber und zweckmäßig, ein wenig erinnert die Optik an einen Designmülleimer – funktional und zurückhaltend. Charakteristisch ist die konkav geformte Rückseite, die eine sehr wandnahe Aufstellung ermöglicht, ohne den Luftstrom zu beeinträchtigen. Das ist praktisch für Flure, Treppenabsätze oder kleinere Räume. Der 4,8-Liter-Wassertank ist großzügig dimensioniert und mit einem stabilen Tragegriff ausgestattet. Er lässt sich komfortabel entnehmen und entleeren. Zusätzlich verfügt das Gerät über einen Anschluss für kontinuierliche Entwässerung, sowie eine integrierte Aufnahme für eine optionale Meaco-Kondensatpumpe, die automatisch vom Gerät gesteuert wird. Zur Ausstattung gehört ein waschbarer Staubfilter, der den Luftansaugkanal schützt. Ein optionaler HEPA-Filter lag dem Gerät ebenfalls bei. Wir steuern das Gerät über eine Bedienfläche auf der Oberseite, mit gut ablesbarem LC-Display und vier Buttons. Ein ausfahrbarer Griff und Rollen unter dem Gerät erleichtern die Positionierung.

Bedienung
Die Bedienung des Arete One 20 L empfinden wir insgesamt als unkompliziert und auf das Wesentliche reduziert. Über das große, oben platzierte Bedienfeld stellen wir Ziel-Luftfeuchte, Lüfterstufe und Betriebsmodus direkt ein; Symbole und Anzeige sind auch aus einiger Entfernung gut ablesbar. Der integrierte Hygrostat arbeitet zuverlässig und regelt den Betrieb selbstständig, sobald der gewünschte Feuchtewert erreicht ist. Positiv fiel uns der separate Wäschetrocknungsmodus auf, der ohne weitere Konfiguration aktiviert werden kann. HEPA-Filter und Wassertank entnehmen wir ohne Probleme, ohne Entriegelung oder sonstige Vorab-Schritte. Den Tragegriff am Wassertank empfanden wir als sehr nützlich, vor allem dann, wenn der Tank wirklich maximal gefüllt war. Eine kleine Einschränkung mag für manchen sein, dass die Bedienung vollständig am Gerät erfolgt: Eine App- oder Fernsteuerung bietet der Arete One nicht. Fein abgestufte Einstellungen oder zeitgesteuerte Automatikprogramme fehlen ebenfalls. Auch zeigt das Display zwar die aktuelle Luftfeuchte an, verzichtet jedoch auf detailliertere Informationen zum Betriebszustand. Für Nutzerinnen und Nutzer, die eine möglichst einfache, direkt zugängliche Steuerung suchen, ist das angenehm; wer mehr Kontrolle oder smarte Funktionen erwartet, stößt hier jedoch an Grenzen.

Luftentfeuchter Test: MeacoDry Arete One 20L
Der große Wassertank hat einen eigenen Griff, der das Entleeren erleichtert
© Mathis Vogel / stern

Entfeuchtungsleistung
Der Arete One 20 L ist auf den Einsatz in mittelgroßen bis größeren Wohnräumen ausgelegt. Und hier muss man gleich einmal grundlegend etwas klären: Den Nennwert von rund 20 Litern pro Tag erreicht der Luftentfeuchter nur unter Laborbedingungen bei 30 Grad Celsius und 80Prozent Luftfeuchte. Warme Luft kann sehr viel mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kühle. Bei 30 Grad ist die absolute Wassermenge in der Luft hoch, sodass der Verdampfer des Geräts mehr Wasser auskondensieren kann. Gleichzeitig arbeitet der Kompressor in diesem Temperaturbereich besonders effektiv, weil die Temperaturdifferenz zwischen Raumluft und Kühlfläche groß genug ist, um schnell den Taupunkt zu unterschreiten. So viel zur Erwartung. Im Alltagstest empfanden wir den Arete One vor allem in der Gleichmäßigkeit als angenehm: Der integrierte Hygrostat regelt den Betrieb zuverlässig, ohne starkes Takten oder spürbare Leistungseinbrüche. Bei sehr feuchten Ausgangsbedingungen – etwa nach dem Wäschetrocknen oder in schlecht belüfteten Räumen – benötigt der Arete One etwas Zeit, um das Feuchteniveau spürbar abzusenken, arbeitet dann aber kontinuierlich und effizient. Für typische Wohnprobleme wie Kondenswasser, muffige Gerüche oder dauerhaft erhöhte Luftfeuchte bietet die Entfeuchtungsleistung ausreichend Reserven, ohne in Richtung professioneller Bautrockner zu gehen. Die wohl am häufigsten genutzte Funktion im Test war der Wäschetrocknungsmodus. Das ist ein fest programmierter 6-Stunden-Turbo. Beim Start stellt das Gerät automatisch eine Zielfeuchtigkeit von 35 Prozent und hohe Lüfterdrehzahl ein und läuft dann bis zu sechs Stunden am Stück. Ein doppelter Druck auf die Wäsche-Taste zeigt die Restzeit an. Bei 32 Prozent Luftfeuchte schaltet das Gerät den Kompressor ab, lässt den Lüfter aber weiterlaufen. Ab 38 Prozent Luftfeuchte springt der Kompressor wieder an. Das funktionierte sogar mit zusätzlich aktiviertem Nachtmodus, bei dem der Lüfter auf niedrigster Stufe fährt und die Pieptöne ausgeschaltet sind. So trocknete Wäsche in der kalten Jahreszeit auch in unbeheizten Räumen relativ zügig.

Fazit
Der MeacoDry Arete One 20L vereint hohe Entfeuchtungsleistung, leisen Betrieb und einfache Bedienung zu einem sehr ausgewogenen Gesamtpaket. Er eignet sich sowohl für Wohnräume als auch für Keller und gewinnt den Test, weil er im Alltag am wenigsten Kompromisse verlangt. Wer noch mehr Lüftungspower benötigt, kann nach dem Arete Two 20 L Ausschau halten, der mit einem bürstenlosen Elektromotor ausgestattet ist und eine dritte Lüfterstufe bei gleichbleibendem Verbrauch bietet. Zudem kann hier der warme Abluftstrom per Klappe ausgerichtet werden, z.B. auf die Wäsche.

2. Zuverlässiges Markengerät: Bosch Dry 4000

Luftentfeuchter Test: Bosch Dry 4000
Das Bedienfeld des Bosch ist sehr aufgeräumt und das LC-Display ist exzellent ablesbar
© Mathis Vogel / stern

Verarbeitung & Ausstattung
Der Bosch Dry 4000 ist ein kompaktes Gerät mit einem Gewicht von rund 11 kg. Die Ausstattung umfasst einen semitransparenten 2,5-Liter-Wassertank für einfache Füllstandskontrolle und einen Ablaufschlauch für kontinuierliche Entleerung. Nicht im Lieferumfang enthalten ist der optionale 2-in-1-HEPA-Filter, der Schimmelsporen, Bakterien und Gerüche reduziert. Das Design zeigt klare Linien und die von Bosch gewohnte Verarbeitungsqualität. Durch einen Eingriff an der Rückseite sowie Rollen lässt sich das Gerät leicht manövrieren. Diese Designentscheidung fanden wir interessant: Wie eigentlich nur bei hochwertigen Möbeln üblich, ist seitlich ein kleines Textilfähnchen mit Bosch-Aufschrift angebracht – es soll wohl das Premium-Gefühl stärken.

Bedienung
Die Bedienung über berührungsempfindliche Symbole auf der Oberseite des Geräts ist intuitiv – es gibt einen An/Aus-Knopf, zwei Pfeile, um Werte zu erhöhen oder zu verringern, eine Wäschetrocknungsfunktion, einen Nachtmodus und eine Automatik. Ein kreisförmiges, beleuchtetes LC-Display und ein LED-Lichtring zeigen den Status an. Drei Modi stehen zur Wahl:

  • Auto mit anpassbarer Feuchtigkeit ab 50 Prozent
  • Nacht für minimale Geräusche
  • Wäschetrocknung mit Laufzeit-Anzeige

Das Gerät packen wir aus, stecken es an den Strom und nehmen es gleich in Betrieb – ein Vorteil für alle, die es einfach mögen. Eine App oder eine Smarthome-Anbindung gibt es dagegen nicht. Auch die Bedienungsanleitung ist recht einfach gehalten. Es fehlen etwa Angaben zur optimalen Positionierung des Geräts im Raum. Die wohl am meisten genutzten Funktionen Wäschetrocknung und Nachtmodus funktionierten im Test einwandfrei. Bei der Wäschetrocknungsfunktion stellt man die gewünschte Laufzeit ein, von einer bis zwölf Stunden. Standardmäßig startet das Gerät mit acht Stunden. Das Gerät läuft so lange, bis entweder der Timer abgelaufen oder die Zielfeuchtigkeit von 35 Prozent erreicht ist. Sollte die Feuchtigkeit dann wieder steigen, schaltet das Gerät sich innerhalb der festgelegten Timer-Zeit immer wieder automatisch ein und reguliert nach. Im Nachtbetrieb läuft das Gerät auf geringster Lüfterstufe und ohne Displaybeleuchtung und kontrolliert alle 20 Minuten die Luftfeuchtigkeit und reguliert sie bei Bedarf, um sich dann wieder abzuschalten. Die in einem Meter Abstand gemessene geringe Lautstärke von 42 dB(A) ist angenehm und entspricht etwa dem Nachlüftgeräusch von gerade benutzten Backöfen.

Luftentfeuchter Test: Bosch Dry 4000
Mit seinen kompakten Abmessungen eignet sich der Bosch-Luftentfeuchter auch für kleine Räume, ohne zu sehr aufzufallen
© Mathis Vogel / stern

Entfeuchtungsleistung
Laut Herstellerangaben entfeuchtet der Bosch Dry 4000 bei 30 Grad Celsius und 80 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit zwischen 16 und 20 Liter pro 24 Stunden und ist für Räume bis 33 Kubikmeter oder ca. 75 Quadratmeter geeignet. Das sind allerdings Idealwerte. Im Test hat sich der Bosch eher in kleinen Räumen bewährt und zog bei 21 Grad Celsius Raumtemperatur rechnerisch eher 6 bis 10 Liter Feuchtigkeit pro 24 Stunden aus der Luft. Das reichte zum Beispiel, um ein fensterloses Badezimmer von acht Quadratmetern mit rund 20 Kubikmetern Raumvolumen nach dem Duschen von 65 relativer Luftfeuchte in einer Viertelstunde spürbar trockener zu machen, sodass der Spiegel nicht mehr beschlägt. Für Normalwerte um 50 Prozent relative Luftfeuchte benötigte er ungefähr eine Stunde. Das waren aus unserer Sicht praktikable Werte. Zumal das nicht nur im Bad, sondern auch im Schlafzimmer gut funktioniert: Der ultraleise Betrieb ist mit 38 dB(A) angegeben, getestet haben wir ihn mit 42 dB(A). Aber selbst das dürfte empfindliche Schläfer kaum stören.

Fazit
Der Bosch Dry 4000 präsentiert sich als kompakter, hochwertig verarbeiteter Luftentfeuchter mit sehr einfacher Inbetriebnahme und klar strukturierter Bedienung. Im Alltag überzeugt er mit zuverlässig arbeitenden Automatik-, Nacht- und Wäschetrocknungsmodi sowie angenehm niedriger Lautstärke, verzichtet jedoch auf smarte Zusatzfunktionen und feinere Einstellmöglichkeiten. Die Entfeuchtungsleistung liegt im soliden Mittelfeld und reicht für typische Wohnraumszenarien aus, ohne besondere Leistungsreserven zu bieten.

3. Preis-Leistungs-Sieger: Aktobis WDH-520EB

Luftentfeuchter Test: Aktobis WDH-520EB
Die Leistung des Aktobis spricht für sich. Das weiche, leicht einzudrückende Plastik des Wassertanks dagegen eher nicht
© Mathis Vogel / stern

Verarbeitung & Ausstattung
Schon beim Auspacken zeigt sich: Der Aktobis WDH-520EB ist mehr Arbeitsgerät als Wohnraum-Accessoire. Das große, schwere Gehäuse wirkt sehr robust, Rollen, Griff und Tank sind sichtbar auf Dauerbetrieb und häufiges Bewegen ausgelegt. Optische Finessen spielen kaum eine Rolle, dafür steht die Funktion im Vordergrund. Der großzügig dimensionierte Wassertank und der Anschluss für den Dauerablauf zeigen, dass das Gerät für lange Laufzeiten und anspruchsvolle Einsatzorte konstruiert wurde. Zubehör gibt es nicht.

Bedienung
Die Bedienung erfolgt wie bei allen Geräten über ein Bedienfeld am Kopf des Geräts. Die laminierten Tasten und das billigst überlaminierte LC-Display, bei dem man die weiche Laminatschicht mit dem Finger eindrücken kann, sagen: Funktion vor Form. Und das erfüllt das Gerät: Die erhöhten Tasten bedienen wir auch mit nassen Fingern problemlos, die LC-Anzeige erinnert an alte Radiowecker und ist hell und gut ablesbar. Die Zielfeuchte ist in 5er-Schritten einstellbar, es gibt einen Timer in Stundenschritten und zwei Lüfterstufen – das war’s. Sperenzchen wie eine Wäsche- oder Nachtfunktion sucht man vergeblich. Dieses Gerät ist für den Dauerbetrieb in großen Räumen bis etwa 50 Quadratmeter ausgelegt. Dafür spricht auch, dass es nach einem Stromausfall wieder mit den eingestellten Parametern startet. Wir lesen diese anhand von grün leuchtenden Dioden einfach, aber gut ab. Eine solche Diode leuchtet beispielsweise auf, wenn der Wassertank voll ist. Und damit kommen wir zu dem, was uns bei der Bedienung störte: Der Wassertank ist aus dünnem, biegsamen Plastik und hat keinen Griff. Die Entleerung war mitunter eine etwas zu spritzige Angelegenheit. Auch der Griff sagte uns nicht zu. Zwar ist er ins Gerät versenkbar und dann quasi unsichtbar. Aber ausgefahren sieht man, dass er genau diese Linien nachvollzieht und damit kantig und schlecht zu umgreifen ist. Möchte man das schwere Gerät anheben, so schmerzt schnell die Hand.

Luftentfeuchter Test: Aktobis WDH-520EB
Der ausklappbare Griff des Aktobis ist hinten eckig im Profil und liegt durch das Gewicht des Geräts durchaus schmerzhaft in der Hand
© Mathis Vogel / stern

Entfeuchtungsleistung
Bei der Entfeuchtungsleistung spielt der Aktobis WDH-520EB seine größte Stärke aus. Selbst ein stark durchfeuchteter Raum mit Wäscheständern oder auch das Badezimmer nach dem Duschen trocknete er zügig und zuverlässig herunter, auch bei dauerhaft hoher Belastung. Nicht umsonst wird das Gerät häufig auch von Vermietungen für Wasserschäden oder Bautrocknung angeboten. Die hohe Luftumwälzung und Entfeuchtungsrate haben jedoch ihren Preis: Das Betriebsgeräusch liegt deutlich über typischen Wohnraumgeräten, gemessen haben wir 45 bzw. 50 dB(A). Für sensible Bereiche wie Schlafzimmer oder Wohnräume ist das nur bedingt angenehm, für Keller oder Technikräume dagegen verschmerzbar. Mit 25 Litern Entfeuchtungsleistung ist es das stärkste Gerät im Feld und hat dementsprechend mit 5 Litern auch den größten Tank. Wäsche trocknete hiermit etwas schneller als mit der Konkurrenz. Allerdings nimmt das Gerät im Dauerbetrieb 330 Watt auf, bei maximaler Einstellung sogar 505 Watt – damit liegt es bei der Stromaufnahme ungefähr doppelt so hoch, wie beispielsweise der MaecoDry Arete One im Nachtmodus.

Fazit
Der Aktobis WDH-520EB ist ein klar leistungsorientiertes Werkzeug für ernsthafte Feuchteprobleme. In Kellern, Waschräumen, Garagen oder selten genutzten Nebenräumen spielt er seine Stärken voll aus und bietet große Reserven für schwierige Bedingungen. Für dauerhaft bewohnte Räume ist er aufgrund von Größe, Lautstärke und Anmutung dagegen nur eingeschränkt zu empfehlen.

4. Mit elegantem Hüftschwung: Stadler Form Theo

Luftentfeuchter Test: Stadler Form Theo
Die etwas sehr einfache Darstellung von Werten durch Leuchtdioden und die wenigen Einstellungsmöglichkeiten für die Luftfeuchte haben uns enttäuscht
© Mathis Vogel / stern

Verarbeitung & Ausstattung
Der Stadler Form Theo ist wohl das eleganteste Gerät im Testfeld, mit kompakten Maßen und einem regelrechten „Hüftschwung“ im Design. Das Gehäuse wirkt sauber verarbeitet, Spaltmaße und Materialübergänge sind unauffällig, nichts klappert oder wirkt billig. Die Ausstattung ist überschaubar: Der obligatorische Schlauch für dauerhaftes Entwässern liegt bei. Auf Rollen oder ausladende Bedienelemente verzichtet das Gerät. Durch das geringe Gewicht tragen wir Theo dennoch problemlos von Raum zu Raum.

Bedienung
Auch bei der Steuerung verfolgt Stadler Form einen minimalistischen Ansatz. Die Bedienoberfläche ist sehr übersichtlich gestaltet. Die Zielfeuchte wird über einen Knopf in Zehnerschritten von 40 bis 60 Prozent, bzw. auf Dauerbetrieb eingestellt. Das war es, keine Wäscheprogramme, keine App, keine anderen Prozentwerte sind möglich. Der Timer ist so simpel gestaltet, dass er uns im ersten Testlauf zum Schmunzeln brachte: Das Display über dem Timer-Knopf zeigt eine 1, 2 und 3. Bei einer Stunde Timerlaufzeit leuchtet die Eins auf, bei zwei Stunden die Zwei und so weiter. Ab vier Stunden wird es interessant: Dann leuchtet die 1 und die 3 auf und zwingt den Nutzer zu einer kleinen Rechenaufgabe. Addieren Sie mal alle drei Zahlen zusammen, dann wissen Sie, wie lang die maximale Timerlaufzeit ist. Als angenehm empfanden wir die Klappe am Entlüftungsschlitz, mit der wir den Luftstrom etwa auf einen Wäscheständer richten. Den aus stabilem Plastik und mit einem großen Eingriff gestalteten Wasserbehälter greifen wir leicht. Schlechter hingegen ist die Einbuchtung zum Tragen: Sie befindet sich auf der Rückseite und ist für größere Hände einfach zu klein gestaltet. Ob die Übersimplifizierung des Geräts nun ein Manko oder eine Stärke ist, liegt im Auge des Nutzers. Will man einen Luftentfeuchter mit möglichst vielen Einstellungsmöglichkeiten und automatischen Programmen, etwa für das Entfeuchten beim Wäschetrocknen? Oder will man sich möglichst in keinem Menü verlieren und das Gerät einfach nur nutzen, auch bei geringem Interesse an Technik? Denn das bietet der Stadler Form Theo in einem ansprechenden Gehäuse.

Luftentfeuchter Test: Stadler Form Theo
Der Stadler Form Theo ist mit seiner kompakten Bauweise und dem „Hüftschwung“ eines der ästhetischsten Geräte im Testfeld
© Mathis Vogel / stern

Entfeuchtungsleistung
In der Praxis ist die Entfeuchtungsleistung klar auf kleinere bis mittelgroße Räume mit 40 Quadratmetern Fläche und moderat erhöhter Luftfeuchtigkeit ausgelegt. In Schlafzimmern, Arbeitszimmern oder Wohnbereichen mit gelegentlichen Feuchteproblemen arbeitet Theo gleichmäßig und zuverlässig. Die Luftfeuchtigkeit wird spürbar gesenkt, ohne dass das Gerät dauerhaft auf höchster Leistungsstufe laufen muss. Für dauerhaft feuchte Kellerräume oder stark belastete Waschküchen ist Theo hingegen nur eingeschränkt geeignet. Auf die maximale Entfeuchtungsleistung von 10 Litern pro Tag kamen wir im Test nicht, was aber in der Geräteklasse bei durchschnittlich geheizten Räumen normal ist. Aufgestellt in einem rund 40 Quadratmeter großen Doppelzimmer mit offener Verbindungstür kam das Gerät wesentlich langsamer ans eingestellte Ziel als die zuvor erwähnten Testgeräte – hier liegt das Maximum der Raumgröße.

Fazit: Der Stadler Form Theo ist ein Luftentfeuchter für den Wohnbereich und nicht für den Kampf gegen massive Feuchteprobleme. Er überzeugt mit seinem zurückhaltenden Design, der leisen Arbeitsweise und einer bewusst einfachen Bedienung. Wer ein unauffälliges Gerät für Schlaf- oder Arbeitszimmer sucht und lediglich moderate Luftfeuchtigkeit regulieren möchte, findet hier eine stilvolle und komfortable Lösung. Für größere Räume, hohe Dauerfeuchte oder Kellerbereiche ist Theo dagegen nicht die passende Wahl.

5. Funktionales Einstiegsmodell: Comfee MDDO-10DEN7

Luftentfeuchter Test: Comfee MDDO-10DEN7
Eine leichte Erhöhung unter dem weißen Lack führt die Finger zum richtigen Knopf
© Mathis Vogel / stern

Verarbeitung & Ausstattung
Der Luftentfeuchter von Comfee mit der sperrigen Kennung MDDO-10DEN7 präsentiert sich als funktionales Einstiegsgerät ohne gestalterische Ambitionen. Das Gehäuse ist kompakt und leicht, die Materialwahl klar auf Zweckmäßigkeit ausgerichtet. Hochwertige Oberflächen oder designorientierte Details sucht man vergeblich, stattdessen dominiert eine nüchterne Kunststoffoptik. Als Marke des Midea-Konzerns greift Comfee auf bewährte Basistechnik zurück, was sich in einer insgesamt soliden, aber einfachen Verarbeitung zeigt. Komfortmerkmale wie Rollen, besonders leise Lüfterstufen oder erweiterte Filterfunktionen fehlen. Der Fokus liegt auf dem niedrigen Einstiegspreis und dem Einsatz in kleinen Räumen.

Bedienung
Die Bedienung des Comfee ist unkompliziert und schnell erlernt. Unter einer weißen Laminatschicht verbergen sich die leicht erhabenen Bedientasten. Das Display erscheint weiß leuchtend erst bei Inbetriebnahme. Es gibt verschiedene Modi, von der Automatik, bei der Sie einen Zielwert wählen, über den Dauerbetrieb, bei dem das Gerät arbeitet, bis der Tank voll ist, bis zu einem Silent-Mode und einem Trocknungsmodus für Wäsche. Der Timer kann auf bis zu 24 Stunden gestellt werden, dazu gibt es zwei Lüfterstufen. Die Anzeigen sind gut ablesbar und schlicht gestaltet. Die wirklich kleinen Rollen sind die schlechtesten im Test und der Eindruck beim Einstecken in die vorgesehenen Aufnahmelöcher war eher prekär als vertrauenserweckend. Dafür lässt sich das leichte Gerät mit zwei Eingriffen am Kopfende relativ komfortabel tragen. Gut gefielen uns der von vorn entnehmbare Tank mit praktischem Füllstandfenster. Und eine Aufnahme für das Stromkabel auf der Rückseite, was eine saubere Lösung bei Nichtbetrieb ist.

Luftentfeuchter Test: Comfee MDDO-10DEN7
Der Tank und sein Füllstandssicherfenster sagten uns im Test zu
© Mathis Vogel / stern

Entfeuchtungsleistung
In kleinen Räumen mit leicht bis moderat erhöhter Luftfeuchtigkeit, etwa im fensterlosen Badezimmer nach 5 Minuten Duschzeit, arbeitet der Comfee zuverlässig und reduziert die Feuchte spürbar. Schlafzimmer, Abstellräume oder kleinere Wohnbereiche lassen sich damit wirksam trockener halten. Bei größerer Raumfläche oder dauerhaft hoher Luftfeuchtigkeit nimmt die Effektivität jedoch deutlich ab. Das Gerät ist nicht für stark belastete Kellerräume oder den permanenten Einsatz in Problemzonen konzipiert. Die Entfeuchtung erfolgt vergleichsweise langsam, und der kleine Wasserbehälter muss entsprechend häufiger geleert werden. Mit selbst gemessenen 38 bzw. 44 dB(A) ist das Gerät angenehm leise unterwegs. Angesichts des vergleichsweise günstigen Preises könnte man beinahe eine uneingeschränkte Empfehlung für kleinere Räume und gelegentliche Einsätze aussprechen, wäre da nicht die Stromaufnahme: Mit 340 Watt hat der kleine Entfeuchter einen etwa doppelt so großen Stromhunger, wie das insgesamt effizientere Testgerät von Bosch im Nachtmodus. Beim Wäschetrocknen mit intelligentem Wäscheprogramm über 6 Stunden Laufzeit kann das etwa zehn Cent Preisunterschied für die Stromkosten ausmachen – bei Dauerbetrieb mit konstant hoher Leistung liegt die Differenz dementsprechend höher.

Fazit
Der Comfee MDDO-10DEN7 ist ein klassischer Einstiegsluftentfeuchter für kleine Räume und sporadische Nutzung. Er punktet mit einfacher Bedienung und kompakter Bauform, zeigt aber deutliche Grenzen bei Ausstattung und Entfeuchtungsleistung. Wer lediglich gelegentlich Feuchtigkeit reduzieren möchte und dafür ein günstiges, unaufwendiges Gerät sucht, findet hier eine pragmatische Lösung. Für größere Räume, dauerhafte Feuchteprobleme oder höheren Komfortanspruch empfiehlt sich der Griff zu leistungsstärkeren Modellen.

Luftentfeuchter: Die wichtigsten Fragen & Antworten

Wie leistungsstark sollte ein Luftentfeuchter sein?

Die wichtigste Kennzahl bei Luftentfeuchtern ist nicht die Leistungsangabe in Watt, sondern die Entfeuchtungsleistung, angegeben in Litern pro Tag. Sie beschreibt, wie viel Wasser ein Gerät unter genormten Bedingungen, meist 30 Grad Celsius und 80 Prozent relativer Luftfeuchte, aus der Luft ziehen kann. Die elektrische Leistungsaufnahme in Watt sagt dagegen nur, wie viel Strom der Kompressor verbraucht – nicht, wie effizient das Gerät Feuchtigkeit entfernt. Für Wohnräume und durchschnittliches Feuchteaufkommen gelten 10 bis 12 Liter pro Tag als ausreichend, etwa für Schlafzimmer, Arbeitszimmer oder für kleinere Wohnungen. Geräte mit 20 Litern pro Tag eignen sich für größere Wohnflächen, Kellerräume oder für Haushalte, in denen regelmäßig Wäsche in Innenräumen getrocknet wird. Noch leistungsstärkere Modelle sind vor allem in sehr feuchten Kellern oder schlecht belüfteten Altbauten sinnvoll. Ein guter Entfeuchter erkennt zudem, wann die gewünschte Luftfeuchte erreicht ist, und schaltet den Kompressor zuverlässig ab. Geräte ohne präzisen Hygrostat laufen oft unnötig weiter – das erhöht Lautstärke und Stromverbrauch, ohne den Nutzen zu steigern.

Welche Ausstattung ist sinnvoll?

Ein integrierter Hygrostat ist unverzichtbar, um eine Ziel-Luftfeuchte einzustellen. Ohne ihn arbeitet ein Entfeuchter entweder dauerhaft oder schaltet zu früh ab. Ebenfalls wichtig ist ein ausreichend großer Wassertank, damit das Gerät nicht ständig geleert werden muss. Für den Dauerbetrieb – etwa im Keller – ist zusätzlich ein Schlauchanschluss für den permanenten Wasserablauf sinnvoll. Alltagstauglich machen Luftentfeuchter außerdem Rollen oder Tragegriffe, besonders bei Geräten über zehn Kilogramm. Ein Wäschetrocknungsmodus kann hilfreich sein, ersetzt aber keinen Trockner – er beschleunigt lediglich die Verdunstung in geschlossenen Räumen. Filter spielen eine untergeordnete Rolle: Sie dienen primär dem Schutz des Geräts vor Staub, nicht der Luftreinigung. Abwaschbare Filter sind dennoch praktisch, weil sie die Wartung vereinfachen. WLAN- oder App-Funktionen sind ein Komfortmerkmal, aber kein Muss. Sie ermöglichen Fernsteuerung und Kontrolle, bringen im Alltag jedoch nur dann einen echten Mehrwert, wenn das Gerät häufig unbeaufsichtigt läuft.

Worauf sollte ich beim Kauf achten?

  • Raumgröße: Die Entfeuchtungsleistung sollte zur Raumgröße passen. Ein zu schwaches Gerät läuft dauerhaft, ein überdimensioniertes arbeitet ineffizient.
  • Lautstärke: Unter 45 dB(A) gelten als wohnraumtauglich, über 50 dB(A) wird es in Schlaf- oder Arbeitszimmern schnell störend. Leistungsstarke Kellergeräte sind oft deutlich lauter.
  • Energieverbrauch: Gute Geräte kombinieren hohe Entfeuchtungsleistung mit moderatem Stromverbrauch, insbesondere im Automatikbetrieb.
  • Tankvolumen: Zwei bis fünf Liter sind praxisnah – je nach Einsatzbereich.
  • Bedienung: Klar beschriftete Tasten und ein gut ablesbares Display erleichtern den Alltag erheblich.
  • Dauerbetrieb: Wer Keller oder Waschräume dauerhaft trocken halten möchte, sollte auf einen Schlauchanschluss achten.

Wo sollte man den Luftentfeuchter aufstellen und wie einstellen?

Luftentfeuchter sollten frei im Raum stehen, mit Abstand zu Wänden und Möbeln, damit die feuchte Luft ungehindert angesaugt werden kann. Besonders sinnvoll ist der Einsatz dort, wo Feuchtigkeit entsteht oder sich sammelt, etwa in Schlafzimmern, Bädern ohne Fenster, Waschküchen oder in Raumecken mit schlechter Luftzirkulation. Als sinnvoller Zielbereich gilt eine relative Luftfeuchte zwischen 45 und 55 Prozent, da dieser Wert Schimmelbildung hemmt, ohne die Raumluft unnötig auszutrocknen. Automatik- oder Hygrostatprogramme eignen sich für den Dauerbetrieb besser als manuelle Maximalstufen, da sie das Gerät nur bei Bedarf laufen lassen und Strom sparen. Wäschetrocknungsprogramme sollten gezielt und zeitlich begrenzt eingesetzt werden, da sie mit hoher Leistung arbeiten und entsprechend laut sowie energieintensiv sind. Entscheidend ist zudem regelmäßiges Lüften: Luftentfeuchter ersetzen den Luftaustausch nicht, sondern ergänzen ihn dort, wo Feuchtigkeit allein durch Stoßlüften nicht ausreichend reduziert werden kann.

Hat die Stiftung Warentest Luftentfeuchter getestet?

Stiftung Warentest verweist bei ihrer Einordnung von Luftentfeuchtern auf Prüfergebnisse ihrer britischen Partnerorganisation Which, die Geräte unter standardisierten Laborbedingungen auf Entfeuchtungsleistung, Energieverbrauch, Lautstärke und Bedienkomfort untersucht hat. Dabei zeigte sich, dass viele Modelle die vom Hersteller angegebenen Tagesleistungen nur unter optimalen Bedingungen erreichen und im Alltagsbetrieb deutlich darunterbleiben. Besonders in kühleren Räumen verlieren klassische Kompressorgeräte spürbar an Effizienz, während Adsorptionstrockner dort zuverlässiger arbeiten, allerdings mehr Strom benötigen.

An der Spitze lag der Kondensationsentfeuchter Duux Bora Smart, der durch geringe Lautstärke, sparsamen Betrieb und moderne Bedienoptionen – etwa App-Steuerung – überzeugte. Knapp dahinter platzierte sich der Meaco Arete One 25 L, ebenfalls ein Kondensationsgerät, das sich gegenüber vielen Wettbewerbern durch seine vergleichsweise gute Entfeuchtungsleistung auch in kühleren Räumen auszeichnet. Bei den Adsorptionsentfeuchtern schnitten die Ecoair-Modelle DD1 Classic MK6 und DD3 Classic MK3 positiv ab; diese Geräte eignen sich besonders für unbeheizte oder kältere Umgebungen wie Keller oder Garagen, bringen aber einen höheren Energieverbrauch mit.

Insgesamt schnitten die geprüften Geräte überwiegend im mittleren Bewertungsbereich ab: Sie konnten die Luftfeuchtigkeit in kleinen bis mittelgroßen Räumen wirksam senken, erwiesen sich jedoch weder als schnelle Problemlöser für stark durchfeuchtete Keller noch als energiesparende Dauerlösung. Die Tester betonten zudem, dass Lautstärke und Wasserbehältergröße im Alltag oft stärker ins Gewicht fallen als reine Leistungsangaben auf dem Karton.

Quellen: Which