Wohnungen, Häuser und Büros sind heutzutage bestens gedämmt. Das drückt zwar die Heizkosten, kann sich aber auch auf das Wohlbefinden auswirken: Zu trockene Raumluft reizt die Augen und Schleimhäute, entzieht der Haut Feuchtigkeit und kann sogar zu Atemwegs- und Konzentrationsproblemen führen. Zu trockene Schleimhäute sind zudem anfälliger für Infektionen. Luftbefeuchter sollen Abhilfe schaffen, indem sie die Luftfeuchtigkeit gezielt erhöhen und auf einem stabilen Niveau halten. Allerdings arbeitet nicht jedes Modell gleich leise oder effektiv – also haben wir fünf Modelle genauer geprüft.
Luftbefeuchter: Diese Geräte haben wir getestet
Weitere lohnende Luftbefeuchter
Folgende Luftbefeuchter haben wir nicht selbst getestet, sie sind uns aber bei der Recherche aufgefallen:
Fazit: Diese Modelle konnten im Luftbefeuchter-Test überzeugen
Vorweg: Wer zu Hause mit trockener Raumluft oder gereizten Schleimhäuten zu kämpfen hat, trifft mit keinem der von uns getesteten Geräte die falsche Entscheidung. Alle fünf Geräte optimierten in unserem Test erfolgreich die Luftfeuchtigkeit und sorgten für ein angenehmes Raumklima, keines der Geräte verströmte einen üblen Geruch oder machte schwerwiegende Probleme.
Als Testsieger setzt sich der Xiaomi Smart Evaporative Humidifier durch. Der Grund: Er bietet das beste Gesamtpaket aus durchdachter Konstruktion, unkomplizierter Bedienung und guter Befeuchtungsleistung, wartet mit zahlreichen Smarthome- und Komfortfunktionen auf und ist noch dazu besonders günstig. Mit einer UVP von aktuell 89,99 Euro ist er das preiswerteste Gerät in unserem Test. Einen Wermutstropfen gibt es allerdings: Das Gerät ist aktuell vielerorts vergriffen oder nur zu hohen Preisen zu bekommen. Der Hersteller hat jedoch einen weiteren Luftbefeuchter im Programm. Der hört auf den Namen Xiaomi Smart Humidifier 2 und ist noch günstiger. Allerdings ist er kein Kaltverdunster, sondern ein Ultraschall-Befeuchter. Er wartet mit 4,5 Liter großem Wassertank und einer Verdunstungsleistung von bis zu 350 Millilitern pro Stunde für einen kontinuierlichen Betrieb von bis zu 32 Stunden auf. Die verbaute UV-Technologie soll das Wasser sterilisieren. Weitere Details zum nicht getesteten Schwestermodell lesen Sie weiter unten im Text.
Wer keinen Ultraschall-Luftbefeuchter nutzen möchte und stattdessen lieber auf Kaltverdunster setzt, könnte indes bei Philips fündig werden: Der Philips 5000 Series Kaltverdunster steht dem Xiaomi-Gerät in Funktion, Bedienung und Reinigung in nichts nach, fällt aber durch seine vergleichsweise etwas mutigere Gestaltung und die schicke Ambientebeleuchtung auf. Für uns ist er deshalb der Designtipp. Auch das Philips-Gerät bietet eine Smartphone-App mit praktischen Funktionen. Der Philips 5000 Series befeuchtet die Raumluft zuverlässig und zügig, ist einfach zu befüllen und bietet zudem ein Aromafach für ätherische Öle. Aktuell ist er ab 129,99 Euro erhältlich.
Wer einfach nur einen verlässlichen Luftbefeuchter ohne viel Tamtam, ohne Smarthome-Funktionen oder App, dafür aber mit simplem Bedienkonzept und einem Fokus auf Hygiene sucht, ist mit dem Meaco Armin 300 gut beraten: Luftbefeuchter Armin ist überaus kompakt, laufruhig und misst die aktuelle Luftfeuchte so präzise wie kein anderes Gerät im Test. Auch ein besonders stiller Nachtmodus ist vorhanden, noch dazu legt der Hersteller antibakterielle Filter und ein Silberionen-Modul bei. Das kleine Bedienpanel des Meaco Armin 300 ist intuitiv und lässt kaum Raum für Missverständnisse – und die große Einfüllklappe an der Seite macht das Befüllen zum Kinderspiel. Zum Testzeitpunkt liegt der Preis unter 150 Euro.
Über den Tester
Wer beruflich viel Zeit am Schreibtisch und somit in Innenräumen verbringt, lernt ein gutes Raumklima schnell zu schätzen. Die passende Temperatur und Luftfeuchtigkeit sind schließlich nicht nur angenehm, sondern auch gesund und förderlich für die Konzentration. Wer mit Allergien oder empfindlichen Schleimhäuten zu kämpfen hat, wird ein angenehmes Raumklima umso mehr zu schätzen wissen. Mit diesem Vergleichstest möchte ich herausfinden, welche Luftbefeuchter solch ein Raumklima besonders effektiv herstellen können – und ob sie dabei auch leise, energieeffizient und einfach zu reinigen sind.
Weitere Informationen über Tobias Stahl
Alle Details, Eindrücke und Testergebnisse finden Sie in den Einzeltests unter der Tabelle.
Vergleichstabelle Luftbefeuchter
| Xiaomi Smart Evaporative Humidifier | Philips 5000 Series | Meaco Armin 300 | Stadler Form Oliver | Beurer LB 300 Plus | Xiaomi Smart Humidifier 2 | Philips 2000 Series | Dreo HM713S | Rosekm KC-KM13S | |
| Gesamteindruck (max. 5 Sterne) | ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Testsieger | ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Designtipp | ⭐️⭐️⭐️⭐️ | ⭐️⭐️⭐️⭐️ | ⭐️⭐️⭐️⭐️ | Nicht in der Wertung | Nicht in der Wertung | Nicht in der Wertung | Nicht in der Wertung |
| Gerätetyp | Kaltverdunster | Kaltverdunster | Kaltverdunster | Ultraschall-Verdunster | Kaltverdunster | Ultraschall-Verdunster | Kaltverdunster | Ultraschall-Verdunster | Ultraschall-Verdunster |
| Größe (HxBxT) | 390 x 230 ø mm | 378 x 233 ø mm | 270 x 278 x 228 mm | 375 x 185 x 185 mm | 398 x 280 x 280 mm | 335 x 190 ø mm | 350 x 220 ø mm | 354 x 290 x 156 mm | 296 x 173 x 173 mm |
| Empf. max. Raumgröße | k. A. | 56 m² | 44 m² | 60 m² | 45 m² | k. A. | 32 m² | k. A. | k. A. |
| Fassungsvermögen Wassertank | 4 Liter | 4,5 Liter | 2,4 Liter | 6,8 Liter | 3 Liter | 4,5 Liter | 2 Liter | 6 Liter | 4,5 Liter |
| Max. Verdungstungsrate | ca. 500 ml/h | 400 ml/h | 300 ml/h | 420 ml/h | 300 ml/h | 350 ml/h | 200 ml/h | 500 ml/h | 250 ml/h |
| Max. Leistungsaufnahme | 9 W | 14,1 W | 6 W | 85 W | 26 W | 28 W | 17 W | 280 W | k.A. |
| Hygrostat | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Nachtmodus | Ja | Ja | Ja | Nein | Ja | Nein | Ja | Ja | Ja |
| App-Steuerung/WLAN | Ja | Ja | Nein | Nein | Nein | Ja | Nein | Ja | Nein |
| Max. Geräuschpegel | <50 dB(A) | 34 dB(A) | 42 dB(A) | 38 dB(A) | ca. 36 dB(A) (eigene Messung) | 38 dB(A) | 34 dB(A) | 35 dB(A) | 26 dB(A) |
| Lieferumfang | Luftbefeuchter, Netzkabel, Bedienungsanleitung | Luftbefeuchter, Netzkabel, Bedienungsanleitung, 3 Aroma-Pads | Luftbefeuchter, Netzkabel, Bedienungsanleitung | Luftbefeuchter, Netzkabel, Fernbedienung, Bedienungsanleitung | Luftbefeuchter, Netzkabel, Bedienungsanleitung | Luftbefeuchter, Netzkabel, Benutzerhandbuch, 3 Aroma-Pads | Luftbefeuchter, Netzkabel, Bedienungsanleitung | Luftbefeuchter, Netzkabel, Bedienungsanleitung | Luftbefeuchter, Netzkabel, Reinigungsbürste, Bedienungsanleitung |
| Bemerkungen | Mit Silberionen-Modul | Mit Stimmungs-/Statusleuchte und Aromafach | Mit Silberionen-Modul und antibakteriellen Verdungstungsfiltern | Mit Fernbedienung und Aromafach | mit Statusleuchte | – | – | Mit Statusleuchter und Aromafach | – |
| Preis (UVP) | 89,99 Euro | 159,99 Euro | 149,99 Euro | 119,99 Euro | 179,99 Euro | 48,38 Euro | 78,99 Euro | 99,99 Euro | 35,99 Euro |
* Herstellerangabe
So haben wir die Luftbefeuchter ausgewählt
Nach diesen Kriterien haben wir die Produkte für den Luftbefeuchter-Test ausgewählt:
- Luftbefeuchter von Marken- bzw. bekannten Herstellern
- Kaltverdunster oder Ultraschall-Luftbefeuchter (keine Dampfbefeuchter)
- gute Verfügbarkeit in bekannten Onlineshops
- Deutsch- oder englischsprachiger Kundenservice
So haben wir die Luftbefeuchter getestet
Unser Test startete mit dem Unboxing: Karton öffnen, Inhalt sichten und Lieferumfang prüfen. Wir haben die Geräte aus ihrer Verpackung entnommen, auf Schäden überprüft und uns bei der Gelegenheit gleich einen ersten Eindruck vom Design und der Verarbeitung verschafft, die in die Wertung einfließen.
Vor der ersten Benutzung haben wir die Gebrauchsanweisungen der Geräte studiert: Was ist vor der ersten Inbetriebnahme zu beachten? Wie befüllt man das Gerät und wo sollte man es am besten aufstellen? Gibt es eine App fürs Smartphone? Falls ja, haben wir diese installiert und uns mit ihr vertraut gemacht sowie ihren Nutzen eingeschätzt.
Anschließend ging es ans Eingemachte: Wir haben die Geräte in einem rund 22 Quadratmeter großen Raum aufgestellt und mit kaltem Leitungswasser gefüllt. Das Leitungswasser vor Ort erreicht rund 15 Grad deutscher Härte – es ist also hart, entspricht aber in etwa dem deutschen Durchschnitt, wenngleich die Werte regional stark schwanken können.
Es folgte die Inbetriebnahme: Unser Testraum bietet mit einer typischen relativen Luftfeuchte von 40 bis 45 Prozent schon ein ganz angenehmes Klima. Wir haben uns für einen Zielwert von 60 Prozent relativer Luftfeuchte entschieden, da das der sinnvollen Obergrenze in den meisten Räumen entspricht. Lediglich Keller und Badezimmer dürfen auch mal minimal feuchter sein. Wir haben geprüft, wie zuverlässig und zügig die Geräte diesen Wert erreichen. Wir nutzten dafür jeweils den smarten oder adaptiven Modus, der die Befeuchtungsleistung der Geräte an die aktuelle und gewünschte Luftfeuchtigkeit anpasst, um möglichst energieeffizient und leise arbeiten zu können.
Die Geräteangaben zur Luftfeuchtigkeit haben wir mit einem simplen digitalen Hygrometer überprüft, das wir in rund anderthalb Metern Abstand auf einem Meter Höhe platziert haben. Da im Umkreis der Geräte ein unvermeidlicher Feuchtegradient entsteht, der etwa durch Luftbewegung beeinflusst werden kann, maßen wir uns nicht an, dass wir unter Laborbedingungen getestet haben. Die Befeuchtungsleistung, die sich unter anderem in der Menge an verdunstetem Wasser pro Stunde ausdrückt, war der zentrale Bewertungsfaktor in unserem Test.
Wir haben die Geräte zudem eine Weile lang auf maximaler Leistung arbeiten lassen, um ihre Geräuschentwicklung zu prüfen. Auch der Nachtmodus war – sofern vorhanden – Teil unseres Tests: Wir wollten wissen, wie leise die Geräte in diesem Modus tatsächlich sind. Sowohl die Einfachheit der Bedienung als auch die Geräuschentwicklung flossen in die Bewertung mit ein.
Die Reinigung und Hygiene der Geräte war ebenfalls ein wichtiger Bewertungsfaktor: Keime können sich in stehendem Wasser oder in feuchten Filtern schnell vermehren und anschließend an die Luft abgegeben werden. Wir wollten wissen, wie die Hersteller das verhindern – und wie aufwendig oder einfach die Geräte zu reinigen sind.
Im Folgenden erfahren Sie, wie die einzelnen Modelle abgeschnitten haben.
Unser Testsieger: Xiaomi Smart Evaporative Humidifier
Design & Funktionen: Der Xiaomi Smart Evaporative Humidifier erinnert an ein zu klein geratenes Düsentriebwerk: zylinderförmig, weiß und mit Lamellen am Luftauslass. Ansonsten ist das Gerät recht minimalistisch gehalten. Ein Display zeigt die aktuelle Luftfeuchtigkeit an, kleine Symbole mit nebenstehenden Lämpchen zeigen die wichtigsten Informationen, etwa ob der Wasserstand zu niedrig ist oder ob die Kindersicherung, WLAN-Verbindung, der Nachtmodus oder der Dauerbetrieb aktiviert sind. Den Füllstand lesen wir an einem Pegel mit Schwimmer unten am Gerät ab. Der antibakterielle Schwebefilter im Inneren des Geräts ist so konstruiert, dass er nicht dauerhaft im Wasser steht – dadurch können wir den Filter mit dem Trocknungsmodus besonders schnell trocknen, um Bakterienbefall oder Schimmel vorzubeugen. Der Xiaomi Smart Evaporative Humidifier verfügt außerdem über eine Silberionen-Box, die der Ausbreitung von Bakterien im Wasser Einhalt gebieten soll. Spätestens alle sechs Monate sollten Sie diese Box und den Filter ersetzen, empfiehlt der Hersteller.
Bedienung: Wir befüllen das Gerät, indem wir den oberen Korpus abnehmen und Wasser in das Auffangbehältnis geben – wenn wir das Gerät ausschalten, können wir das Wasser aber auch einfach direkt auf die obere Abdeckung gießen, woraufhin es am Lüfter vorbei nach unten ins Behältnis läuft. Das wirkt anfangs ungewöhnlich und macht uns etwas nervös (immerhin ist ein Elektromotor im Weg), funktioniert aber tadellos. Drei unterschiedliche Befeuchtungsmodi stehen uns zur Auswahl: der adaptive Modus namens "konstante Luftfeuchtigkeit", bei dem das Gerät die eingestellte Zielfeuchtigkeit möglichst energieeffizient anvisiert, "Hochleistung" oder der Nachtmodus, der besonders leise arbeitet.
Während wir noch direkt am Gerät zwischen den einzelnen Modi wechseln können, müssen wir zum Einstellen der Zielfeuchtigkeit die "Mi Home"-App des Herstellers verwenden, über die man auch zahlreiche andere Xiaomi-Haushaltsgeräte bedienen kann. Das empfinden wir als etwas umständlich. Immerhin: Die App funktioniert intuitiv, das Gerät verbinden wir problemlos mit dem heimischen WLAN und stellen die Zielfeuchtigkeit in Ein-Prozent-Schritten ein – das erlaubt kein anderes Gerät im Luftbefeuchter-Test. Die App bietet zudem zahlreiche praktische Funktionen: Wir können etwa einen Reinigungs- und einen Trocknungsmodus aktivieren, Zeitpläne für den Betrieb erstellen, den Zustand des Filters einsehen oder den Luftbefeuchter ins Smarthome integrieren. Zusammen mit anderen smarten Xiaomi-Geräten können wir so eigene Automationen erstellen. Angesichts des großen Funktionsumfangs und der intuitiven Bedienung fallen dann auch die oft etwas holprigen Übersetzungen in der App nicht so stark ins Gewicht.
Befeuchtungsleistung: Im Betrieb ist das Gerät leise, die Befeuchtungsleistung ist mit bis zu 400 Millilitern Wasser pro Stunde ausreichend für Räume von bis zu 40 Quadratmetern. Auf seiner Website weist Xiaomi darauf hin, dass das Gerät im stärksten Modus sogar gut 500 Milliliter pro Stunde verdunsten kann. In diesem Hochleistungsmodus ist das Gebläse dann aber schon deutlicher zu hören. Im Modus "konstante Luftfeuchtigkeit" überzeugt uns das Gerät aber mit Laufruhe, einem zügigen Erreichen des Zielwertes und dem konstanten Halten der anvisierten Luftfeuchte. Zwar schießt der Luftbefeuchter bisweilen leicht übers Ziel hinaus, reguliert dann aber nach. Insgesamt schlagen die Feuchtigkeitswerte weder nach oben noch nach unten zu stark aus. Der Vergleich mit unserem kleinen digitalen Hygrometer zeigt, dass der Hygrostat im Xiaomi-Gerät recht präzise arbeitet und die Luftfeuchtigkeit allenfalls zwei bis drei Prozent zu hoch angibt. Bei unserem Test stellen wir keine Kalkflecken im Umkreis des Geräts fest. Im Nachtmodus arbeitet das Gerät etwas langsamer, ist dafür aber kaum noch hörbar.
Reinigung: Wie bei allen Luftbefeuchtern gilt auch hier: Wenn Sie das Gerät länger als einen Tag nicht verwenden, sollten Sie den Wasserbehälter entleeren, um Bakterien- und Geruchsbildung vorzubeugen. In der App existiert außerdem eine Funktion, die den Filter automatisch trocknet, wenn Sie das Gerät ausschalten. Gelegentlich sollten Sie den Filter reinigen, das ist ganz einfach unter fließendem Wasser möglich. Bei regelmäßigem Gebrauch sollten Sie zudem ein- bis zweimal wöchentlich den Wasserbehälter auswischen. Das funktionierte in unserem Test reibungslos: Zunächst heben wir den Korpus des Geräts nach oben ab. Anschließend können wir den Schwebefilter und die Halterung, die den Filter oberhalb des Wasserspiegels hält, ebenso nach oben herausnehmen.
An der Halterung befindet sich auch die Silberionen-Box, die wir laut Hersteller – genau wie den Filter – spätestens alle sechs Monate austauschen sollten. Anschließend wischen wir Wasserbehälter und Halterung mit einem feuchten Tuch aus und spülen den Filter kurz unter fließendem Wasser. Bei hartem Wasser – wie in unserem Testszenario – braucht das Gerät spätestens alle zwei Monate eine Entkalkung, der Hersteller empfiehlt dafür Zitronensäure. Der Xiaomi-Befeuchter beherrscht einen Reinigungsmodus: Diesen aktivieren wir über Tastendruck oder die App, nachdem wir die Zitronensäure nach Anleitung in Wasser aufgelöst und die Flüssigkeit in den Wasserbehälter gegeben haben. Anschließend reinigt das Gerät seine Wasserleitungen mit der Zitronensäure, die Reinigung dauert eine halbe Stunde. Insgesamt empfinden wir den Auseinander- und Zusammenbau sowie die Reinigung als simpel, weil sie nach dem Lego-Prinzip funktionieren. Die einzelnen Bauteile sind allerdings nicht spülmaschinenfest. Positiv fallen uns außerdem die Informationen zum Zustand des Filters auf, die wir bequem in der App abrufen können.
Fazit: Mit klugem Design, ansprechender Verarbeitung, intuitiver Bedienung, der guten Smartphone-App, einer tollen Befeuchtungsleistung und guter Energieeffizienz wird der Xiaomi Smart Evaporative Humidifier zum Gesamtsieger in unserem Test – auch, weil er mit einer UVP von gerade einmal 89,99 Euro das mit Abstand günstigste Gerät im Test ist. Ein paar Mäkel konnten wir im Test zwar identifizieren: etwa, dass bestimmte, elementare Funktionen wie die Einstellung des Luftfeuchte-Zielwerts nicht am Gerät, sondern nur über die App möglich sind – das könnte weniger digital-affine Leute abschrecken. Auch hätten wir uns weitere Farbvarianten gewünscht, zumindest eine schwarze Ausführung. Das ist allerdings Meckern auf hohem Niveau: Der Luftbefeuchter von Xiaomi arbeitet leise, präzise und effektiv, bietet zahlreiche Funktionen und ist mit einem Preis von aktuell 89,99 Euro noch dazu erschwinglich – ein Top-Gesamtpaket.
Nach Fertigstellung des Tests war das Gerät im Onlinehandel nur noch schwer oder zu hohen Preisen zu bekommen. Der Hersteller hat mit dem Xiaomi Smart Humidifier 2 eine interessante und günstige Alternative im Angebot, die allerdings mit Ultraschall arbeitet. Das Gerät stellen wir Ihnen weiter unten näher vor.
Mit App-Anbindung und Stimmungsleuchte: Philips 5000 Series
Design & Funktionen: Das Design des Philips 5000 Series fällt auf: Die obere Hälfte, die den Lüfter samt Motor beherbergt, besteht aus durchsichtigem Kunststoff. Der Rest des zylinderförmigen Geräts ist in unserem Fall dunkelgrau, der Luftbefeuchter ist aber auch in Weiß erhältlich. Auf der unteren Hälfte befinden sich eine Wasserstandsanzeige mit Schwimmer und eine kleine Klappe zum Nachfüllen von Wasser. In der Mitte des Geräts gibt es eine Schublade, in die wir eins der drei beigelegten Aromapads einlegen können. Dabei handelt es sich im Grunde um kleine Wattepads, die wir auf Wunsch mit ätherischen Ölen beträufeln können.
Das Bedienfeld auf der Oberseite beherbergt Tasten für die wichtigsten Funktionen: einen Ein-/Ausschalter, eine Taste zur Einstellung der Zielfeuchtigkeit, eine Auswahltaste für den Betriebsmodus, eine Timertaste und eine Taste für den Leuchtring. Er zeigt die aktuelle Luftfeuchtigkeit über ein Farbschema an. Wir können den Leuchtring aber auch einfach als Stimmungslicht nutzen. Die Farbeinstellung tätigen wir – wie zahlreiche andere Einstellungen – über die "Air+"-App des Herstellers. In der App können wir uns auch die aktuelle Außenluftqualität an unserem Standort anzeigen lassen, das empfinden wir aber eher als nettes kleines Gimmick, schließlich kann das Gerät daran ohnehin nichts ändern. Die seitliche Klappe zum Nachfüllen von Wasser empfinden wir hingegen als ebenso praktisch wie das Aromafach. Im Inneren des Geräts erwartet uns ein separat verpackter, ringförmiger Filter.
Bedienung: Zusammenbau und Befüllung des Philips 5000 Series Luftbefeuchters sind simpel. Auch die Einrichtung der Smartphone-App klappt reibungslos – anders als beim Xiaomi-Gerät gibt es hier auch keine holprigen Übersetzungen. Nachdem wir uns mit der App vertraut gemacht haben, entschließen wir uns dazu, das Gerät hauptsächlich über das Smartphone zu bedienen, denn die Software punktet mit Übersichtlichkeit, einer intuitiven Bedienung und kurzen Reaktionszeiten. Die App zeigt nicht nur die aktuelle Luftfeuchtigkeit, sondern auch die Temperatur an. Wir können hier die Zielfeuchtigkeit und die Lüftergeschwindigkeit einstellen, Zeitpläne festlegen oder die Kindersicherung aktivieren. Die App kündigt außerdem an, wenn eine Filterreinigung oder ein Filterwechsel erforderlich sind. Wir entscheiden uns zunächst für den Betrieb im Automodus.
Befeuchtungsleistung: Philips wirbt mit der unternehmenseigenen "NanoCloud"-Technologie: Sie soll das Wasser in so kleine Tropfen verdunsten, dass Krankheitserreger oder Schimmelsporen nicht damit transportiert werden können. Der Luftbefeuchter arbeitet in Räumen von bis zu 56 Quadratmetern Größe und soll mit seinem 4,5 Liter großen Wasserbehälter bis zu 37 Stunden Dauerbetrieb ermöglichen – das ist ein beachtlicher Wert. Die maximale Befeuchtungsleistung liegt bei 400 Millilitern pro Stunde, das ist der dritthöchste Wert unter unseren Testgeräten. Nach der Inbetriebnahme erreicht der Luftbefeuchter in rund einer halben Stunde den anvisierten Wert von 60 Prozent Luftfeuchte. Dabei fällt uns auf, dass das Gerät bei Annäherung an den Zielwert langsamer arbeitet, mutmaßlich um möglichst nicht darüber hinauszuschießen. Teilweise rutscht der Wert während der Betriebsstunden dennoch auf bis zu 65 Prozent.
Das Gerät ist die meiste Zeit über kaum zu hören, auch in den höheren Leistungsstufen arbeitet es noch vergleichsweise leise – ein klarer Pluspunkt. Wer empfindlich auf Geräusche reagiert, kann den Philips aber entweder auf niedrigere Geschwindigkeit oder auf den Nachtmodus schalten. Wir nehmen die Befeuchtungsleistung insgesamt als gleichmäßig wahr, das Gerät arbeitet zudem recht zügig. Wasser- oder gar Kalkflecken stellen wir in der Umgebung des Luftbefeuchters nicht fest.
Reinigung: Philips empfiehlt, das Innere des Geräts einmal wöchentlich mit etwas Spülmittel zu reinigen. Dazu heben wir einfach den Korpus vom Gerät ab, nehmen den Filter heraus und geben etwas Wasser mit Spülmittel in den Wasserbehälter, bevor wir das Innere des Geräts gründlich auswischen. Schwer zu erreichende Stellen gibt es keine. Auch den Filter sollten Sie wöchentlich reinigen. Dazu legen wir ihn eine Stunde lang in mit Wasser verdünnte Zitronensäure oder verdünnten Haushaltsessig ein. Da der Filter ringförmig und relativ hoch ist, nutzen wir hierfür einen Eimer. Anschließend spülen wir den Filter unter fließendem Wasser aus und lassen ihn abtropfen. Auch das Aromafach sollen wir reinigen, zumindest, bevor wir zu einem neuen ätherischen Öl wechseln. Dazu können wir das Fach einfach aus dem Gerät nehmen und mit Wasser und Spülmittel auswaschen.
Für mehrtägige Pausen zwischen dem Gebrauch gilt: Wasser aus dem Behälter entleeren und die Filtertrocknungsfunktion nutzen. Diese starten Sie manuell über die App – dort gibt es auch eine ab Werk aktivierte Funktion, um den Filter bei leerem Wassertank automatisch trocknen zu lassen. Der Trocknungsprozess kann aber – je nach Raumbedingungen – bis zu vier Stunden in Anspruch nehmen. Wenn es an der Zeit ist, den Filter auszutauschen, informiert uns das Philips-Modell über die App und über eine Statusleuchte am Gerät selbst.
Fazit: Der Philips 5000 Series Luftbefeuchter überzeugt mit einem modernen, eigenständigen Design, einer tollen Verarbeitungsqualität, solider Befeuchtungsleistung, einer guten App und praktischen Zusatzfunktionen. Besonders der recht große Wassertank, die lange Laufzeit und der angenehm leise Betrieb fallen uns im Test positiv auf. Das Gerät regelt insgesamt präzise, neigt aber bisweilen dazu, über den Zielwert hinauszuschießen. Die App kann im alltäglichen Gebrauch eine echte Hilfe sein, allerdings macht uns das etwas stärker vom Smartphone abhängig, als unbedingt nötig. Wir freuen uns über durchdachte Kleinigkeiten wie das Aromafach, die auch aus dem Stand gut ablesbare Wasserstandsanzeige und die praktische, wenn auch etwas klein geratene Nachfüllklappe. Der 5000 Series präsentiert sich insgesamt als leistungsstarker Luftbefeuchter für größere Räume, der dank Stimmungslicht auch als Dekogegenstand durchgehen könnte. Interessenten müssen allerdings bereit sein, etwas tiefer in die Tasche zu greifen: Die UVP für den Philips 5000 Series liegt bei 159,99 Euro, zum Testzeitpunkt lag der Marktpreis bei etwa 130 Euro.
Hygienisch dank Silberpad: Meaco Armin 300
Design & Funktionen: Der Meaco Armin 300 ist mit einer Höhe von knapp 28 Zentimetern inklusive seiner Standfüße das kompakteste Gerät in unserem Test. Das zeigt sich allerdings auch am Wasserbehälter, der lediglich 2,4 Liter fasst. Der Kaltverdunster ist insgesamt auf das Nötigste reduziert: Auf dem sehr kompakten Bedienpanel, das sich oben in der Mitte des Luftauslasses befindet, stellen wir die Zielfeuchte ein und aktivieren den Nacht- oder den Turbomodus. Eine Kindersicherung ist auch mit an Bord. Diese wird aktiviert, wenn wir die Taste für den Nachtmodus drei Sekunden lang gedrückt halten. Eine großzügig dimensionierte Klappe an der Seite ermöglicht das Befüllen im laufenden Betrieb, wir können aber natürlich auch die obere Hälfte des Geräts abnehmen und den Wassertank direkt per Gießkanne oder am Wasserhahn auffüllen. Im Inneren des Geräts befinden sich zwei herausnehmbare Verdunstungsfilter, die sich mit Wasser vollsaugen. Auf dem Boden des Wassertanks befindet sich außerdem ein kleines Silvertex-Kissen: ein Pad, das optisch an Stahlwolle erinnert, aber mit Silber beschichtet ist und kontinuierlich Silberionen ins Wasser abgibt, die Keime abtöten sollen. Den aktuellen Füllstand lesen wir über ein Sichtfenster am unteren Rand des Geräts ab, aus dem Stand ist das allerdings nicht immer problemlos möglich.
Bedienung: So simpel wie der Aufbau des Meaco Armin 300 ist auch seine Bedienung: Wir packen die beiden Filter aus, setzen sie ins Gerät, füllen den Wassertank und schließen den Luftbefeuchter an die Steckdose an. Es gibt keine riesige Auswahl an unterschiedlichen Lüftergeschwindigkeiten: Standardmäßig verfolgt das Gerät einen intelligenten Betriebsmodus, der sich an der aktuellen Luftfeuchtigkeit und dem Sollwert orientiert. Drückt man die Taste für den Turbomodus, gibt das Gerät hingegen alles – der Lüfter erzeugt dabei aber auch eine deutlich wahrnehmbare Geräuschkulisse. Im intelligenten Modus ist das Gerät ebenfalls hörbar, das Lüftergeräusch ist allerdings gleichförmig und stört uns beim Arbeiten nicht. Die Zielfeuchtigkeit können wir in Fünf-Prozent-Schritten auf Werte zwischen 40 und 70 Prozent einstellen, wir können das Gerät aber auch auf Dauerbetrieb stellen. Als besonders praktisch empfinden wir auch hier wieder das aufklappbare Fach zum Nachfüllen von Wasser. Es ist deutlich größer als beim Philips-Gerät, umso leichter fällt uns das Nachfüllen im laufenden Betrieb.
Befeuchtungsleistung: Mit einer maximalen Verdunstungsrate von rund 300 Millilitern pro Stunde zählt der Meaco Armin 300 nicht zu den leistungsstärksten Geräten im Test – dafür ist der Luftbefeuchter mit einem Verbrauch von maximal sechs Watt aber besonders sparsam. Der verbaute Hygrostat neigte in unserem Test dazu, die Luftfeuchtigkeit wenige Prozentpunkte niedriger anzugeben als unser Vergleichs-Hygrometer – die Abweichung lag aber stets unterhalb von fünf Prozentpunkten und somit im Bereich erwartbarer Messfehler oder -toleranzen. Der Punkt Hygiene erhält bei Meaco besonderes Augenmerk: Die Verdunstungspads sind antimikrobiell beschichtet, in Verbindung mit dem Silvertex-Wasserentkeimungspad soll die befeuchtete Luft keimfrei sein. Positiv fällt auch die lange Lebensdauer der Verdunstungsfilter auf: Laut Hersteller können sie bis zu viermal gewendet werden (von oben nach unten und von vorn nach hinten), wenn Kalkablagerungen sichtbar sind oder die Pads nach Kalk riechen. Reinigen müssen wir die Pads nicht – allerdings gibt Meaco auch keine konkrete Lebensdauer für die Pads an, diese hängt von der lokalen Wasserhärte ab. Auch nach längerem Betrieb stellen wir im Umkreis des Geräts keine Wasser- oder Kalkablagerungen fest.
Reinigung: Meaco empfiehlt, den Wasserbehälter des Geräts alle zwei bis vier Wochen zu reinigen. Das ist verglichen mit den Empfehlungen anderer Hersteller ein langer Zeitraum. Tatsächlich können wir – anders als bei anderen Geräten im Test – auch nach mehreren Tagen ohne Wasserwechsel keinen unangenehmen Geruch im Inneren feststellen, was auf das Silberionen-Pad zurückzuführen sein könnte. Eine Reinigung alle vier Wochen erscheint uns dennoch als zu selten, also machen wir uns an die Arbeit: Meaco erlaubt es uns als einziger Hersteller im Test, das obere Lüftungsgitter abzunehmen, um die Lüfterflügel zu reinigen. Das ist allerdings nur bei sichtbarer Verschmutzung nötig. Auch das Silvertex-Pad selbst muss nicht gereinigt, sondern einmal im Jahr ausgetauscht werden. Der Wassertank ist spülmaschinenfest – eine Möglichkeit, die wir dankend annehmen, da der Behälter relativ klein ist und die ein oder andere schwierig zu erreichende Stelle beherbergt. Wer nicht gerade riesige Hände hat, kann den Behälter aber auch per Hand auswischen.
Fazit: Mit dem Armin 300 verfolgt der britische Hersteller Meaco einen puristischen Ansatz: eine kompakte, aber durchdachte Bauform ohne Schnickschnack, eine simple Bedienung und ein klarer Fokus auf einen hygienischen Betrieb. In der Praxis überzeugt uns das Gerät mit einem niedrigen Stromverbrauch, einem verlässlichen Hygrostat und einer soliden Regelung im adaptiven Modus. Die Befeuchtungsleistung fällt zwar moderat aus, auch der Wassertank ist recht klein – für die angegebene maximale Raumgröße von 44 Quadratmetern ist das aber in jedem Fall ausreichend. Negativ fällt uns allein der Preis auf: Die aktuell rund 150 Euro wirken ambitioniert für ein Gerät, das auf eine WLAN-Anbindung und Smart-Home-Funktionen verzichtet. Für Nutzer, die bewusst auf smarte Funktionen verzichten möchten und einen besonderen Fokus auf Hygiene legen, ist der Meaco Armin 300 dennoch eine gute Wahl. Bonuspunkte gibt es für die dreijährige Herstellergarantie.
Macht ordentlich Dampf: Stadler Form Oliver
Design & Funktionen: Der Luftbefeuchter Stadler Form Oliver nimmt eine Sonderstellung in unserem Vergleichstest ein: Er ist das einzige Gerät, das nicht nach dem Kaltverdunstungsprinzip, sondern mit Ultraschall arbeitet. Wie sich beide Prinzipien unterscheiden, erklären wir am Ende des Artikels. Die Ultraschallfunktion sieht man dem Stadler Form im Betrieb an: Statt eines großen Luftauslasses an der Oberseite verfügt der Ultraschall-Luftbefeuchter nur über eine kleine Auslassöffnung. Das Wasser tritt hier nicht unsichtbar in Form befeuchteter, kalter Luft aus, sondern als sichtbarer Nebel. Die Auslassöffnung ist drehbar, so können wir kontrollieren, in welche Richtung der Nebel austritt – das ist vor allem bei gesundheitlichen Beschwerden oder zum gezielten Befeuchten von Zimmerpflanzen praktisch. Optisch ist das würfelförmige Gerät mit seinen abgerundeten Ecken im besten Sinne unauffällig: Der Wasserstand lässt sich direkt über ein großes Sichtfenster ablesen, ein LED-Display am unteren Rand des Geräts zeigt in großen Pixeln die aktuelle Luftfeuchtigkeit.
Auch den gewählten Betriebsmodus oder die Zielfeuchtigkeit zeigt das Gerät hier an. Neben unterschiedlichen Leistungsstufen beherrscht der Stadler Form Oliver auch einen intelligenten Betriebsmodus. Auf der Rückseite verfügt Oliver über ein kleines Aromafach mit Wattepad, das wir nach Bedarf mit ätherischen Ölen benetzen. Der Wassertank ist mit 6,8 Litern Fassungsvermögen mit Abstand der größte in unserem Test, auch bei der Befeuchtungsleistung erreicht der Stadler Form Oliver mit bis zu 420 Millilitern pro Stunde einen Topwert. Mit zum Lieferumfang gehören außerdem ein Teststreifen zur Überprüfung der Wasserhärte sowie eine Anti-Kalk-Kartusche, die wir vor dem ersten Gebrauch 24 Stunden in Wasser einlegen müssen.
Bedienung: Stadler Form platziert die Tasten am unteren Rand des Luftbefeuchters, was denkbar ungünstig ist, wenn das Gerät auf dem Boden steht. Allerdings liefert das Schweizer Unternehmen eine praktische kleine Fernbedienung mit, über die wir ebenfalls alle Einstellungen tätigen. Das funktioniert in unserem Test auch aus größerer Entfernung reibungslos. Da Ultraschall-Luftbefeuchter sichtbaren Wassernebel ausstoßen, neigen die Geräte auch viel eher dazu, Kalkflecken zu verursachen. Die beigelegte Anti-Kalk-Kartusche soll das verhindern: Zunächst müssen wir mit dem Teststreifen die Wasserhärte vor Ort prüfen – liegt der Wert bei über sieben Grad deutscher Härte, empfiehlt der Hersteller den Einsatz der Kartusche. Nachdem diese sich über Nacht mit Wasser vollsaugen konnte, lässt sie sich problemlos in die dafür vorgesehene Position im Wassertank einstecken. Anschließend heben wir den Wassertank vom Gerät und füllen ihn direkt am Wasserhahn. Nachdem wir den Tank wieder aufgesteckt haben, fließt Wasser durch die Anti-Kalk-Kartusche und füllt die darunter liegende Wasserwanne, in der sich auch der Ultraschall-Vernebler befindet. Die Befeuchtungsleistung verändern wir in sechs Stufen, die Zielfeuchtigkeit in Fünf-Prozent-Schritten. Der zugelassene Wert muss zwischen 30 und 75 Prozent liegen – das ist eine vergleichsweise große Bandbreite.
Befeuchtungsleistung: Nach dem Einschalten macht sich der Luftbefeuchter gleich sichtbar an die Arbeit: Kalter Nebel strömt aus dem Gerät und erreicht dabei eine Höhe von bis zu einem Meter. Wir wählen den adaptiven Betriebsmodus und schauen dem Gerät eine Weile lang bei der Arbeit zu – dabei steigt die Luftfeuchtigkeit im Raum relativ zügig an. Der Stadler Form Oliver verfügt über einen Warm-Modus, in dem das Wasser auf rund 50 Grad aufgewärmt wird, bevor es vernebelt wird. Der austretende Nebel ist dann nur handwarm. Das soll laut Hersteller einerseits angenehmer in den Wintermonaten sein und andererseits die Verdunstungsleistung leicht steigern.
Da das Gerät ohne Lüfter auskommt, arbeitet es leise, lautlos ist es jedoch nicht: Im Betrieb ist das leise Surren des Verneblers ebenso zu hören wie das Tröpfeln des Wassers, wenn es vom oberen Wasserbehälter in den darunter liegenden Tank läuft. Da das eingefüllte Wasser bei Ultraschall-Verneblern nicht in unsichtbar kleine, sondern durchaus sichtbare Tröpfchen zerstäubt wird, können sich theoretisch auch Keime und andere Krankheitserreger in der Luft verteilen. Stadler Form verhindert das über ein eingebautes UV-Licht: Eine unsichtbare, wartungsfreie UV-Lampe desinfiziert das Wasser, bevor es verdunstet. Wie für Ultraschallgeräte typisch, setzt sich ein Teil des Nebels nach einiger Zeit um das Gerät herum ab – Sie sollten es deshalb weder auf empfindlichen Böden, noch in der Nähe von empfindlichen Möbeln, Wänden oder anderen Gegenständen aufstellen, die keine Feuchtigkeit vertragen.
Reinigung: Zur Reinigung empfiehlt der Hersteller, den Wassertank täglich zu leeren und ihn bei Bedarf mit etwas Spülmittel oder Entkalker zu reinigen. Das bereitet uns keine Probleme. Alle zwei Wochen sollten Sie zudem die darunterliegende Wasserwanne gründlich mit Spülmittel, warmem Wasser und einem Tuch reinigen, was etwas umständlicher ist: In der Wasserwanne befinden sich die Ultraschallmembrane, eine Luftaustrittsöffnung und eine kleine Heizplatte – und somit auch viele eher schwierig zu reinigende Winkel und Ecken. Das erschwert die Reinigung doch merklich. Mindestens einmal monatlich empfiehlt Stadler Form, den Reinigungsmodus in Verbindung mit einem Entkalker zu nutzen, der vorsichtig in die kleine Wasserwanne eingefüllt werden muss, in der sich der Vernebler befindet. Auch beim Ausschütten des Entkalkungsmittels sollen wir besondere Vorsicht walten lassen und das Wasser ausschließlich über die rechte vordere Ecke des Geräts ausschütten, da keinesfalls Wasser in die Luftaustrittsöffnung gelangen darf – dann erlischt laut Hersteller die Gerätegarantie. Die Luftaustrittsöffnung ist allerdings so positioniert, dass das schnell mal passieren kann, wenn wir unvorsichtig sind oder nicht daran denken – das kommt uns unnötig riskant vor.
Auch den Nebelauslass sollen wir alle zwei Wochen reinigen, wozu wir die Auslassöffnung abnehmen können. Zur Reinigung des Nebelauslasses benötigen wir allerdings eine kleine Flaschenbürste oder einen Pfeifenreiniger. Wie häufig Sie die Anti-Kalk-Kartusche wechseln müssen, hängt von der jeweiligen Wasserhärte und vom individuellen Gebrauch ab. Bei sehr hartem Wasser hält die Kartusche lediglich 15 Tage, bei weichem Wasser bis zu 90 Tage – Grundlage für die Berechnung ist das Verdampfen von vier Litern Wasser pro Tag. Insgesamt müssen Sie für die Reinigung und Pflege des Stadler Form Oliver also mit einem deutlich höheren Aufwand als bei Kaltverdunstern rechnen.
Fazit: Der Ultraschall-Luftbefeuchter Stadler Form Oliver ist ein leistungsstarker Spezialist, der sich hinsichtlich seiner Funktionsweise von den Kaltverdunstern in unserem Test abhebt. Die Befeuchtungsleistung ist hoch, der Wassertank sehr groß und das Gerät entfaltet seine Wirkung spürbar schneller als ein Kaltverdunster, womit es sich besonders für große Räume oder Situationen eignet, in denen es auf Geschwindigkeit ankommt. Positiv fallen uns im Test der relativ leise Betrieb, der smarte Adaptivmodus, eine recht präzise Messung der aktuellen Luftfeuchte, das Aromafach und die praktische Fernbedienung auf. Die UV-Desinfektion und die Anti-Kalk-Kartusche federn zwei zentrale Schwächen von Ultraschall-Befeuchtern zwar wirksam ab – insgesamt gehen Ultraschallgeräte aber doch mit einem deutlich höheren Pflegeaufwand einher.
Auch ist das Gerät mit einer maximalen Leistungsaufnahme von 85 Watt, die vor allem auf die Vorwärmen-Funktion zurückzuführen sein dürfte, recht energiehungrig. Zwar gibt es im Stadler Form Oliver keinen Filter, der regelmäßig ausgetauscht werden müsste, die Anti-Kalk-Kartusche bringt aber ihre eigenen laufenden Kosten mit sich: Aktuell kostet sie rund 15,90 Euro, je nach Wasserhärte müssen wir sie alle 15 bis 90 Tage wechseln. Oliver ist also kein unkomplizierter, pflegeleichter Allrounder – für Nutzer, die die Besonderheiten von Ultraschall-Luftbefeuchtern kennen und ein leistungsstarkes Gerät mit ansprechendem Design suchen, kann er aber trotzdem die passende Wahl sein. Preislich ordnet sich das Gerät mit derzeit 119,99 Euro im Mittelfeld unserer Testgeräte ein.
Schick in Mattschwarz und Kupfer: Beurer LB 300 Plus
Design & Funktionen: Zurückhaltend-schick kommt er daher, der Luftbefeuchter Beurer LB 300 Plus: Das Gerät ist in mattschwarz gehalten, mit kupferfarbenen Akzenten und abgerundeten Ecken. Oben am Luftauslass befindet sich ein kleines Bedienpanel mit einem Display, vier Tasten und einigen weiteren Leuchtanzeigen. Hier stellen wir die Zielluftfeuchtigkeit, die optionale Timer-Funktion und den Betriebsmodus ein – beim Modus haben wir die Auswahl zwischen niedriger, mittlerer oder hoher Lüftergeschwindigkeit, dem Auto- oder dem Nachtmodus. Zwischen dem Bedienpanel und dem Luftauslass befindet sich außerdem ein LED-Leuchtring, der in zwei Farben leuchtet und so die aktuelle Luftfeuchtigkeit anzeigt: Er leuchtet weiß, wenn die Luftfeuchtigkeit unter 39 Prozent liegt, oder blau, wenn sie zwischen 40 und 70 Prozent liegt. Bei Werten über 70 Prozent schalten sich LED-Ring und Luftbefeuchter automatisch ab. Den LED-Ring schalten wir auf Wunsch komplett ab, im Nachtmodus geschieht das automatisch.
Den Füllstand des Wasserbehälters lesen wir am Pegel ab, der sich am unteren Rand des Geräts befindet. Auch bei anderen Geräten befindet sich die Wasserstandsanzeige am unteren Rand, allerdings hat das Beurer-Modell keinen Schwimmer, sodass wir zum Ablesen des Füllstands in die Hocke gehen müssen, wenn das Gerät auf dem Boden steht – das ist nicht wirklich schlimm, aber etwas umständlich. Sollte der Tank jedoch ganz leer sein, weist uns eine Leuchte auf der Oberseite des Geräts darauf hin. Wenn ein Filterwechsel nötig ist, zeigt der Luftbefeuchter das ebenfalls per Leuchte an. Nachdem wir den ringförmigen Filter im Inneren des Geräts ausgepackt und den Befeuchter mit Wasser befüllt haben, sollen wir laut Bedienungsanleitung 30 Minuten warten, damit der Filter sich vollsaugen kann. Anschließend ist das Gerät betriebsbereit.
Bedienung: Der Beurer LB 300 Plus kommt ohne App oder Fernbedienung daher, wir bedienen ihn also ausschließlich direkt am Gerät. Das Bedienkonzept müssen wir uns zweimal durchlesen, bis wir es wirklich verstehen: Wenn kein Sollwert eingestellt ist, arbeitet das Gerät bis zu einer Luftfeuchtigkeit von 70 Prozent und schaltet sich dann ab. Wir können auch selbst einen Zielwert von 40, 50 oder 60 Prozent einstellen, finden es jedoch schade, dass das nicht in Fünfer-, sondern nur in Zehnerschritten möglich ist. Darüber hinaus stellen wir die Lüftergeschwindigkeit auf niedrig, mittel oder hoch – wir können aber auch den Automatikmodus nutzen, bei dem das Gerät die Lüftergeschwindigkeit automatisch an den aktuellen Wert und den Zielwert anpasst. Der Luftbefeuchter bietet außerdem eine Filtertrocknungsfunktion: Nachdem wir den Wassertank entleert haben, drücken wir die Taste für die Lüftergeschwindigkeit für fünf Sekunden, anschließend läuft das Gerät drei Stunden lang auf höchster Stufe. Das Bedienkonzept ähnelt also im Grunde denen anderer Geräte im Test. Allerdings leidet die Bedienbarkeit etwas unter der aufgeräumten Optik des Geräts. Statt doppelt belegter Tasten hätten wir uns ein oder zwei zusätzliche Touchfelder gewünscht, das hätte die Bedienung merklich vereinfacht.
Befeuchtungsleistung: Anfangs kämpft das Gerät im Automodus eine ganze Weile lang damit, den eingestellten Zielwert von 60 Prozent Luftfeuchte zu erreichen. Der Anstieg von anfänglich rund 45 Prozent auf etwa 55 Prozent dauert allerdings nicht so lange, also könnte die gemächliche Arbeitsweise auch damit zusammenhängen, wie das Gerät sich dem eingestellten Sollwert nähert. Rund anderthalb Stunden lang pendelt sich das Gerät bei Werten zwischen 55 und knapp 60 Prozent Luftfeuchte ein, dabei läuft der Lüfter allerdings auf recht hoher Geschwindigkeit und somit deutlich hörbar. Die von uns gemessenen 35 Dezibel entsprechen in etwa Flüsterlautstärke, zudem ist die Geräuschkulisse gleichförmig und somit nicht wirklich störend. Als störend empfinden wir hingegen, dass das Gerät trotz einer Leistungsaufnahme von bis zu 26 Watt nur eine maximale Befeuchtungsleistung von rund 300 Millilitern pro Stunde erreicht.
Zum Vergleich: Unser Testsieger von Xiaomi verdunstet im Hochleistungsmodus bis zu 500 Milliliter Wasser pro Stunde, hat aber eine maximale Leistungsaufnahme von nur neun Watt. Auch der Wasserbehälter des Beurer LB 300 Plus zählt mit einem Fassungsvermögen von drei Litern zu den kleineren in unserem Test. Dennoch ist das Gerät für Räume von bis zu 45 Quadratmetern Größe geeignet. Nach dem eher gemächlichen Start arbeitet das Gerät weitestgehend geräuscharm und behält den eingestellten Zielwert gleichmäßig bei. Beim Vergleich mit unserem Hygrometer erweist sich der eingebaute Hygrostat als zuverlässig. Die vom Beurer LB 300 Plus ausgestoßene, angefeuchtete Luft empfinden wir als angenehm und geruchsneutral, Kalkflecken in der Umgebung können wir auch nach längerem Gebrauch nicht feststellen.
Reinigung: Bei Nichtgebrauch sollten Sie den Wassertank des Beurer LB 300 Plus entleeren und den Filter trocknen – entweder langsam an der Luft oder mit Hilfe des Filtertrocknungsmodus. Diesen aktivieren Sie, indem Sie bei leerem Wasserbehälter die Lüftergeschwindigkeits-Taste fünf Sekunden lang gedrückt halten – anschließend trocknet der Lüfter den Filter drei Stunden lang. Der Hersteller empfiehlt außerdem, den Filter wöchentlich unter fließendem Wasser auszuspülen. Spätestens alle sechs Monate sollten Sie den Filter ersetzen. Wassertank, Filterhalter und Wasserstandssensor sind spülmaschinenfest, diese Teile reinigen Sie bedarfsweise auch in der Spülmaschine bei bis zu 45 Grad. Auch eine Handwäsche ist spielend leicht möglich, da der Wasserbehälter wenig wiegt, in die meisten Spülbecken passt und keine schwierig zu erreichenden Ecken, Winkel oder Rillen bereithält. Entscheiden Sie sich für die Reinigung per Hand, können Sie den Wasserbehälter einfach mit einem Tuch und einem sanften Reinigungsmittel auswischen. Beurer rät, das Gerät wöchentlich mit einer Zitronensäurelösung zu entkalken – diese müssen Sie lediglich im Gerät oder Filter einwirken lassen, einen speziellen Reinigungsmodus gibt es nicht.
Fazit: Der Beurer LB 300 Plus präsentiert sich als unaufdringlich gestalteter, klassischer Luftbefeuchter, der bewusst auf App-Anbindung und Smart-Home-Funktionen verzichtet. Der Hersteller setzt jedoch auf eine solide Verarbeitung, einen zuverlässigen Hygrostaten und eine insgesamt gleichmäßige, angenehme Befeuchtung. In der Praxis arbeitet das Gerät nach einer etwas trägen Anlaufphase stabil und hält den eingestellten Zielwert sauber, ohne zu stark zu schwanken. Die Befeuchtungsleistung fällt allerdings eher moderat aus, der kleine Wassertank und die vergleichsweise hohe Leistungsaufnahme stehen nicht ganz im Verhältnis dazu. Auch die Bedienung könnte etwas intuitiver sein.
Punkten kann der Beurer LB 300 Plus hingegen bei Hygiene und Wartung: Spülmaschinenfeste Bauteile und ein effektiver Filtertrocknungsmodus stillen Hygienebedenken zuverlässig. Insgesamt ist der LB 300 Plus ein verlässlicher und überzeugender Luftbefeuchter für alle, die Wert auf schickes Design und eine ordentliche Verarbeitung legen. Wer auf der Suche nach maximaler Leistung oder smarten Extras ist, dürfte mit einem anderen Modell wohl besser beraten sein. Das gilt auch für Sparfüchse: Mit einer UVP von aktuell 179,99 Euro ist der Beurer LB 300 Plus das teuerste Gerät in unserem Test.
Weitere interessante Luftbefeuchter
Für Smarthome-Fans: Xiaomi Smart Humidifier 2
Mit dem Xiaomi Smart Humidifier 2 bietet der Hersteller auch einen Ultraschall-Luftbefeuchter an, der sichtbaren Nebel ausstößt. Seine Befeuchtungsleistung ist mit bis zu 350 Millilitern pro Stunde zwar niedriger als die des Xiaomi-Kaltverdunsters – allerdings ist der Tank mit 4,5 Litern Fassungsvermögen groß genug für bis zu 32 Stunden kontinuierlichen Betrieb. Mit einer Nennleistung von 28 Watt ist der Xiaomi Smart Humidifier 2 für einen Ultraschall-Luftbefeuchter recht energiesparend. Der Dunstauslass verfügt über zwei Auslassöffnungen und rotiert, um den Raum möglichst gleichmäßig zu befeuchten.
Das Gerät lässt sich ebenso wie sein Kaltverdunster-Kollege mit der Xiaomi Home-App verbinden und ins Smarthome integrieren. Auch hier können wir außerdem Wasser von oben ins Gerät nachfüllen, ohne den Korpus vorher abnehmen zu müssen. Der Smart Humidifier 2 wartet zudem mit einem Aromadiffusor für ätherische Öle auf, allerdings gibt es hier – anders als etwa beim Gerät von Stadler Form – keine Möglichkeit, den Nebel vorher aufzuwärmen. Aktuell kostet der Xiaomi Smart Humidifier 2 im Onlinehandel knapp 50 Euro. Das Gerät ist außerdem in einer kleineren Variante mit dem Zusatz "Lite" erhältlich – hier liegt die Verdunstungsrate bei bis zu 300 Millilitern pro Stunde und für die Hygiene sind Silberionen statt UV-Licht verantwortlich. Hier fällt der Preis mit knapp 40 Euro nochmals niedriger aus.
Für kleinere Räume: Philips 2000 Series
Dass Philips weiß, wie man einen guten Luftbefeuchter baut, hat der Hersteller in unserem Test mit dem 5000 Series unter Beweis gestellt. Der Luftbefeuchter Philips 2000 Series ist aber für kleinere Räume konzipiert: Mit einem zwei Liter großen Wassertank und einer Befeuchtungsleistung von 200 Millilitern pro Stunde eignet er sich für kleine und mittlere Räume bis 32 Quadratmeter Größe. Auch beim 2000 Series wirbt der Hersteller mit seiner "NanoCloud"-Technologie, die besonders kleine Wassertropfen verdunsten soll, sodass Keime gar nicht erst mit der angefeuchteten Luft transportiert werden können. Mit einem Geräuschpegel von weniger als 32 Dezibel ist das Gerät laufruhig, dank seiner kompakten Größe dürfte der 2000 Series zudem auch auf jedem Nachttisch Platz finden. Die UVP für das Gerät liegt bei 99,99 Euro – auf Amazon ist der Philips 2000 Series zum Testzeitpunkt für unter 80 Euro erhältlich.
Für größere Räume: Dreo HM713S
Wer auch in größeren Räumen für optimale Luftfeuchtigkeit sorgen möchte, ist mit dem Dreo HM713S Ultraschall-Befeuchter gut beraten. Das Gerät erreicht nicht nur eine sehr hohe Verdunstungsrate von 500 Millilitern pro Stunde, sondern verfügt auch über einen 6 Liter großen Tank. Den auf bis zu 43 Zentimeter Höhe ausgestoßenen Nebel können Sie auf Wunsch aufwärmen, um Zielfeuchtigkeiten zwischen 30 und 90 Prozent herzustellen. Das Gerät verfügt über Beleuchtung, ein Aromafach und eine eigene App fürs Smartphone. Aktuell ist der Ultraschall-Luftbefeuchter von Dreo für rund 100 Euro erhältlich.
Für Sparfüchse und Leichtschläfer: Rosekm KC-KM13S
Ein angenehmes Raumklima, ohne zu tief in die Tasche greifen zu müssen – das verspricht der Ultraschall-Luftbefeuchter Rosekm KC-KM13S. Mit einem 4,5 Liter großen Tank und einer Befeuchtungsleistung von bis zu 250 Millilitern pro Stunde eignet sich das Gerät vor allem für kleinere und mittelgroße Räume, kann dort auf niedrigster Stufe aber bis zu 40 Stunden am Stück arbeiten. Der Luftbefeuchter ist mit maximal 26 Dezibel extrem leise im Betrieb und dürfte selbst Leichtschläfer kaum stören. Auch dieses Gerät verfügt über einen Hygrostaten und einen adaptiven Modus, Sie müssen sich also keine Sorgen wegen zu hoher Luftfeuchtigkeit machen. Das eigentliche Aha-Erlebnis löst aber der Preis aus: Aktuell ist der Luftbefeuchter von Rosekm bei Amazon schon für 36 Euro erhältlich.
Luftbefeuchter: Die wichtigsten Fragen & Antworten
Wie hoch sollte die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen sein?
Als optimal gilt in den meisten Räumen eine relative Luftfeuchtigkeit von 40 bis 60 Prozent. Ausnahmen sind das Bad und der Keller, wo auch Werte von 65 oder 70 Prozent akzeptabel sein können. Liegt die relative Luftfeuchtigkeit dauerhaft bei über 60 Prozent, erhöht sich das Schimmelrisiko. Werte unter 40 Prozent können Schleimhäute und Atemwege oder die Haut austrocknen. Achten Sie deshalb darauf, dass Ihr Luftbefeuchter über einen Hygrostat verfügt oder prüfen Sie die Luftfeuchtigkeit mit einem separaten Gerät.
Was bedeutet Grad deutscher Härte (°dH)?
Grad deutscher Härte (°dH) ist eine Maßeinheit, die die Wasserhärte angibt. Sie gibt an, wie viel Calcium und Magnesium im Wasser gelöst sind. Das sind die beiden Mineralstoffe, die für Kalkablagerungen verantwortlich sind. Dabei gilt: Je höher der Wert, desto härter das Wasser. Ein Grad deutscher Härte entspricht so vielen Calcium- oder Magnesium-Ionen pro Liter Wasser, wie in zehn Milligramm Calciumoxid enthalten sind.
- Weich: bis 8,4 °dH
- Mittel: 8,4 bis 14,0 °dH
- Hart: mehr als 14,0 °dH
Kaltverdunster oder Ultraschall-Befeuchter: Was ist besser?
Das kommt ganz auf den Einsatzzweck und Ihre persönlichen Vorstellungen an: Ultraschall-Luftbefeuchter gelten als leistungsstärker und arbeiten insgesamt leiser, weil sie keinen Lüfter benötigen. Dafür sind sie in der Regel deutlich pflegeintensiver und können Wasser- oder Kalkflecken hinterlassen. Für Räume mit besonders empfindlichen Böden oder Möbelstücken sind sie deshalb oft weniger geeignet. Kaltverdunster arbeiten bei entsprechender Pflege hygienischer und ohne sichtbaren Nebel, sie erreichen die Zielwerte aber langsamer. Zudem sind Kaltverdunster meist energiesparender und einfacher zu reinigen als Ultraschallgeräte.
Sind Luftbefeuchter hygienisch unbedenklich?
Ja, bei guter Pflege und einer Nutzung entsprechend der Herstellervorgaben. Wichtig sind der regelmäßige Wasserwechsel und eine bestenfalls wöchentliche Reinigung. Außerdem sollten Sie darauf achten, dass die Verdunstungsfilter nicht zu lange feucht bleiben – dann können sich Keime oder Schimmelsporen dort festsetzen. Viele Geräte bieten deshalb einen speziellen Filtertrocknungsmodus. Bei Ultraschallgeräten sollten Sie darauf achten, dass entsprechende Hygienefunktionen wie eine UV-Reinigung verbaut sind.
Quellen: Pharmazeutische Zeitung, K. Bux, N. von Hahn: "Trockene Luft" - Literaturstudie zu den Auswirkungen auf die Gesundheit. Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin