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Mire27

Wie meinen Sie, ist Globalisierung unter Chinas Führung gut oder schlecht?

Vor kurzem las ich das Buch von Paul Ronzheimer "Sebastian Kurz – die Biografie" und dachte darüber nach, wie Globalisierung das Leben eines Menschen über Nacht ruinieren kann.

Wir können nicht leugnen, dass heute die Globalisierung unter Chinas Führung geht. Es gilt schon als Axiom, dass die Globalisierung der Schaffung neuer Arbeitsplätze fördert. Und jetzt will ich diese Tatsache in Frage stellen.

Im Jahr 2005 hat Josef Kurz (Vater von Sebastian Kurz) seinen Job wegen Verlagerung der Produktion aus Kostegründen nach China verloren. Damals arbeitete bei Philips. Josef weigerte sich nach China zu fahren, weil seiner Ansicht nach die Entwicklung und das Know-how nur in Wien passieren können. Aber sein Kollege, der diesen Job angenommen hat, wurde sozusagen betrogen. Josef Kurz: "Er sollte die Chinesen ausbilden. Nach einem Jahr haben sie dann zu ihm gesagt: Wir können das jetzt allein, und haben ihn entlassen. Er hat dann einen Herzinfarkt bekommen".
Frage Nummer 3000261964

Antworten (8)
rayer
Zur Frage eine Gegenfrage: Kann eine Führung unter einer kommunistischen Diktatur in irgendeiner Weise gut sein?
Die kapitalistische Struktur der westlichen Welt ist zwar auch ausbeuterisch und teilweise menschenverachtend, allerdings wird hier keiner mit Knast oder Todesstrafe rechnen müssen bei Fehlern oder Unfällen in seiner beruflichen/geschäftlichen Tätigkeit.
Zum Autor: Ich lese nichts, das aus der Feder eines Redakteurs der Bildzeitung stammt, auch wenn dem schon 2 wenig bedeutsame Medienpreise verliehen wurden.
Musca
Chinesen sind flexibel, schnell und kreativ. Warum sollte es ihnen nicht dass gelingen, was ein amerikanisches Milchgesicht namens Zuckerberg schon hinbekommen hat, nur etwas besser ?
miedelsbacher
Aha. Eine Tatsache in Frage stellen. Wie soll das denn gehen? Eine Tatsache (physikalische Gesetze etc.) ist eine Tatsache. Sie in Frage zu stellen ist sinnlos. Jetzt könnte es sein, dass Sie ihre THESE, dass die Globalisierung hauptsächlich von China ausgeht, in Frage stellen wollen. Wir anderen auch, denke ich.
wokk
In der Antike war es eine Tatsache, dass sich die Erde (eine Scheibe) im Mittelpunkt des Universums befindet!
Glücklicherweise war es nicht sinnlos, diese Tatsache in Frage zu stellen . . .
PezzeyRaus
wokk, da muss ich widersprechen. In der Antike war wahrscheinlich schon den Sumerern, sicher aber den Ägyptern um -1500 allgemein bekannt, dass die Erde keine Scheibe ist und auch, dass sie sich um die Sonne dreht. Im Mittelalter wurde dieses Wissen weitergegeben, allerdings nicht bei den hinterwäldlerischen Christen, denen ein geozentrisches Weltbild besser in den Kram passte. Dass die Erde kugelrund ist, war übrigens auch den halbwegs gebildeten Christen bekannt. Flachweltler sind eine moderne Erscheinung...
wokk
Ja, du hast recht. Ich hätte 'in der zivilisierten christlichen Welt' schreiben sollen.
Skorti
@Wokk
Auch das stimmt nicht. Bis auf wenige Ausnahmen war auch 'in der zivilisierten christlichen Welt' unbestritten, dass die Erde eine Kugel ist. Die "Verleumdung" des späten Mittelalters, der Glaube an eine flache Erde sei allgemein verbreitet gewesen, ist sogar recht jung. Die stammt aus dem frühen 19. Jahrhundert, aus einem Buch über Kolumbus.
Es gab damals, Ende des späten Mittelalters, einen Streit, ob man um die Erde segeln könnte, wobei es sich um die Berechnung des Umfangs handelte. Kolumbus berechnete den Umfang falsch, nämlich viel zu gering, fand dann aber an der Stelle, an der er Asien vermutete Amerika. Da der Autor nun Kolumbus nicht irren lassen wollte, verschob er den Streit auf die Kugelform. Dies hat sich lange in den Köpfen festgesetzt.
Roteg Rütze
Was uns erwartet, wenn wir nicht gegensteuern, sieht man an Nordkorea. Totale Überwachung ist in China schon sehr weit, die Roboterisierung der Menschen schreitet voran. Anbetung des Parteivorgesetzten. Andersdenkende in Lager verbannen.Kommunismus als Religion, die Führung stopft sich die Taschen voll auf Auslandskonten. Wir müssen dann längst weg sein, sagte Karl Marx auf die Frage, ob er seine Ideologie auch auf sich würde anwenden wollen. Dazu die ebenfalls totale wirtschaftliche Abhängigkeit, wozu der Ausverkauf der Industrien des dummen Westens, das Ködern der neuen Märkte in Afrika und an der neuen Seidenstrasse mit Krediten, zu deren Bedingungen auch der politische Einfluss gehört. Manchmal muss ich mich fragen, war (der "dumme")Trump der Einzige , der das bemerkt hat? Seit mehr als 10 Jahren habe ich das alles mit Entsetzen verfolgt. Unsere tumbe Politik hat das blind geschehen lassen. Frau Merkel wurde bei ihrem Abschied von Chinas Führung hochgelobt. Was nicht wirklich überraschen musste, denn sie war immer überzeugte Kommunistin, sie wollte nur einen "besseren" Sozialismus. Die Bücher Solschenizyns über Archipel Gulag hat sie wohl nie gelesen, auch unsere Politiker nicht. Menschenverachtend.