Fußball-WM "Wandelnder Trauerflor": Wie Fußballtrikots zur Plattform von Protesten gegen Katar werden

Christian Eriksen
Christian Eriksen und die dänische Nationalmannschaft wollen bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar mit ihren Trikots ein Zeichen gegen Menschenrechtsverletzungen setzen
© Goran Stanzl/PIXSELL / Picture Alliance
Dänemark tritt bei der Weltmeisterschaft in Katar in schwarzen Shirts an, um auf die Verletzung von Menschenrechten auf der arabischen Halbinsel hinzuweisen. So viel Mut bringt das DFB-Team nicht auf: Es schließt sich stattdessen einer Kampagne an, die kaum jemand kennt.

Fußballtrikots sind die wohl teuersten Werbeflächen der Welt. Unternehmen zahlen zweistellige Millionenbeträge, um auf wenigen Quadratzentimetern Textil mit ihrem Logo präsent zu sein. Allein die Trikots von Nationalmannschaften müssen frei sein von Reklame, die Spieler sollen ihr Land repräsentieren – und sonst nichts und niemanden. So will es das Regelwerk des Weltfußballverbandes Fifa.

Wenige Wochen vor dem Start der Fußball-WM in Katar, die am 20. November beginnt, ist nun ein Streit darüber entbrannt, ob das Neutralitätsgebot streng ausgelegt werden muss oder ob Trikots nicht doch eine Plattform für Botschaften sein dürfen.

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