Nicht nur, wenn Sie Kinder haben, könnte es Ihnen bekannt vorkommen: Sobald Chips, Pommes oder andere Snacks im Auto gegessen werden, sind Spuren unvermeidbar. In der Wohnung fliegen die Krümel manchmal unter Tische, Bänke oder auch die Heizung. Und wer Haustiere hat, findet nicht selten Haare in Ecken, in denen sie nicht sein sollten. Genau für solche Situationen lohnt sich ein Handstaubsauger: ein praktisches Tool, das auch an die unzugänglichsten Stellen gelangt und in der Regel ohne Kabel auskommt. Wichtig dafür: Es sollte handlich und leistungsstark sein. Der stern hat in einem Handstaubsauger-Test fünf Modelle genauer überprüft, um sie auf diese und andere Aspekte hin bewerten zu können.
Update: 24. September 2026
Wir haben zwei weitere Geräte getestet: den Rowenta X-Touch Akku-Handstaubsauger und den Bosch Akku-Handstaubsauger UniversalVac 18.
Handstaubsauger-Test: die ausgewählten Geräte
Andere lohnenswerte Modelle
Folgende Modelle wurden nicht selbst ausführlich getestet, sind aber in der Recherche aufgefallen:
Testergebnis: Welcher ist der beste Handstaubsauger?
Das Beste kommt in diesem Fall nicht zum Schluss, sondern vorab: Als Testsieger der stern-Kaufkosmos-Redaktion setzt sich das Modell von Severin durch. Es ist leistungsstark, kann auch nass saugen und kommt mit vielen Aufsätzen.
Allerdings: Jedes der getesteten Geräte hat seine Vor- und Nachteile. So überzeugen die Modelle von Severin, Bosch, Rowenta, Shark und Kobold mit unterschiedlichen Eigenschaften im Praxistest. Keines der Modelle enttäuscht. Das Modell von Severin ist für diejenigen geeignet, die ein Gerät benötigen, das vielfältig einsetzbar, solide und vergleichsweise günstig ist. Der Bosch UniversalVac 18 punktet mit seiner starken Saugleistung, der kompakten Bauform und der einfachen Reinigung. Der Rowenta überzeugt mit seiner einfachen Handhabung und der starken Saugleistung. Diejenigen, die ein modernes, schlankes, leises Gerät suchen, können auf den Shark-Handstaubsauger zurückgreifen. Verbraucher, die viel Wert auf Optik, ein cleveres Gerät und eine ausführliche Beratung legen, sind mit dem Modell von Kobold gut bedient.
Alle Details, Eindrücke und Testergebnisse finden Sie in den Einzeltests weiter unten.
Über die Testerin
Alltagsgeräte sollen für mich bestenfalls nur einen Zweck erfüllen: den Alltag wirklich erleichtern. Das gilt auch für Handstaubsauger. Ihnen sollte nicht zu schnell die Puste ausgehen, sie sollten handlich und kraftvoll sein und passend für schwierig zugängliche Stellen. Wenn ein Gerät all das erfüllt, kann es auch seinen Preis haben − solange es zuverlässig und langlebig ist. Weitere Informationen über Mareike Fangmann
Über die Testerin
Bei einem Handstaubsauger kommt es für mich vor allem darauf an, dass er sich im Alltag unkompliziert einsetzen lässt. Er sollte schnell zur Hand sein, ordentlich Leistung bringen und auch dort zuverlässig reinigen, wo man mit größeren Geräten nur schwer hinkommt. Wichtig sind mir außerdem eine gute Handhabung und eine ausreichende Akkulaufzeit. Für ein überzeugendes Gerät darf der Preis ruhig etwas höher liegen – entscheidend ist, dass Leistung und Qualität langfristig stimmen.
Weitere Informationen über Anna Scheibe
Vergleichstabelle Handstaubsauger
| Bewertung | Nicht in der Wertung | Nicht in der Wertung | Nicht in der Wertung | Nicht in der Wertung | Nicht in der Wertung | |||||
| Abmessungen* | 13,5 x 44 x 12,5 cm | 15,3 x 5,8 x 8,4 cm | 22,5 x 12,3 x 47,2 cm | 38,5 x 9,5 x 22 cm | 8,7 × 9,2 × 45,9 cm | 45,3 x 17,6 x 10,5 cm | 38 x 11 x 13,5 cm | 29,3 x 25 x 114,6 cm (in der Handsauger-Variante weniger) | 48 x 14 x 19 cm | 15,5 x, 15,5, 42,5 cm |
| Fassungsvermögen* | 550 ml/150 ml Flüssigkeit | 500 ml | 200 ml | 100 ml | k.A. | 130 ml | 300 ml | k.A. | 540 ml | 350 ml |
| Akkulaufzeit | 30 min. | 20 min. | 10 min. | 8 min. | 20 min. | 15 min.* | 40 min.* | 90 min.* | 46 min.* | 16 min.* |
| Ladezeit | 5 h | 43 min. | 1,15 h | 2,5 h | 2 h | 10 h* | 5 h* | 4 h* | 6 h* | 15 h* |
| Stufen | 2 | 1 | 1 | 1 | 2 | 2 | 1 | 3 | 1 | 1 |
| Gewicht* | 1099 g | 900 g (ohne Akku) | 600 g | 600 g | 840 g | 1320 g | 1100 g | 3000 g (in der Handsauger-Variante weniger) | 850 g | k.A. |
| Leistung* | 120 W | k.A. | 80 W | 80 W | 75 W | 24 W | 115 W | 210 AW | 42 mbar | k.A. |
| Lautstärke | ~ 80/90 dB | - 88 dB | ~ 75 dB | ~ 77 dB | ~ 74/84 dB | k.A. | 80 dB* | 70-75 dB* | 80 dB* | k.A. |
| Extras | 4 Aufsätze, Nasssaugfunktion, LED-Beleuchtung | Bürstendüse, Fugendüse, Bodendüse, 2 Verlängerungsrohre, Filtereinheit, Zubehörhalterung | Ladestation, kleine Bürste, Fugendüse, LED-Kontrolllicht | 2 Aufsätze | aufklappbare Düse, Duftchips | 2 Aufsätze | Fugenbürste, Zubehör kann separat gekauft werden | 3 Modi, LED-Beleuchtung, 3 Aufsätze, biegbares Saugrohr | 3 Düsen, Verlängerungsrohr | 2 Düsen |
| Erhältlich bei |
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* Herstellerangabe
So haben wir die Produkte ausgewählt
Nach diesen Kriterien haben wir die Produkte für den Handstaubsauger-Test ausgewählt:
- Markenprodukte bzw. Produkte bekannter Hersteller im getesteten Bereich
- akkubetriebene Modelle in möglichst kompaktem Format
- gute Verfügbarkeit
- Geräte haben in anderen Tests bereits gut abgeschnitten
So haben wir getestet
Los ging es mit dem ersten Eindruck: Karton öffnen, Lieferumfang prüfen, Verarbeitung ansehen, mögliche Schäden ausschließen. Im zweiten Schritt wurden die Geräte geladen, dann angeschaltet. Getestet haben wir die Geräte mit dem Standardaufsatz, um eine Vergleichbarkeit zu haben. Wer saugt hier am kraftvollsten?
Weitere Fragen des Tests: Gibt es unterschiedliche Stufen? Wie viel Dreck kann das Gerät einsaugen? Und ist es dabei sehr laut? Letzteres haben wir mit einer App überprüft. Weiterhin haben wir die Handstaubsauger in puncto Design, Zubehör und Laufzeit hin überprüft und bewertet. Nachfolgend die Einzelergebnisse.
1. Der Praktische: Severin – unser Testsieger
Optik: Der Handstaubsauger von Severin ist kein besonders durchdesigntes Gerät. Muss es aber auch nicht, denn es soll ja nicht gut aussehen, sondern praktisch sein. Es kommt mit einem großen Griff und einer großen Saugöffnung daher, auch der Behälter ist voluminös. Im Vergleich zu den anderen beiden Modellen im Test ist es deutlich breiter. Die Knöpfe sind rot abgesetzt und damit sehr deutlich erkennbar. Es hat zwei Stufen ("Eco" und "Max") und lädt auf einer Station. Zudem ist eine Wandhalterung vorhanden, für alle, die das Gerät an einem festen Platz anbringen möchten. Die Halterung bietet auch Platz für die unterschiedlichen Aufsätze. Von diesen gibt es vier. Neben den Aufsätzen und der Ladestation liegen dem Gerät eine ausführliche und eine Kurzanleitung bei. Zudem hat das Gerät eine LED-Beleuchtung. Beim Severin-Handstaubsauger gilt ganz offensichtlich: Funktionalität vor Design. Er ist vielfältig und praktisch. Vor der ersten Nutzung sollte er voll geladen werden.
Handhabung: Das Gerät ist ganz unkompliziert zu bedienen. Es gibt zwei Stufen: Auf Stufe eins ("Eco") arbeitet das Gerät leise und weniger stark. Stufe zwei ist die "Max"-Variante und macht ihrem Namen alle Ehre: Hier saugt das Gerät laut und kraftvoll. Neben den unterschiedlichen Stufen gibt es unterschiedliche Aufsätze: eine Gummidüse für das Nasssaugen, eine Möbelbürste für empfindliche Oberflächen, eine Bodendüse mit angetriebener Bürstenwalze und eine Fugendüse für schwer erreichbare Stellen. Der Handstaubsauger kann auch ohne Aufsatz genutzt werden, allerdings ist das Aufsaugen von Flüssigkeiten dann nicht möglich. Die LED-Beleuchtung soll Verschmutzungen leichter erkennbar machen und ist tatsächlich hilfreich, vor allem im Auto, wenn man unter dem Sitz reinigen möchte.
Saugleistung: Die Leistung auf der ersten Stufe ist ausreichend, um frische Krümel und Fussel einsaugen zu können. Auf Stufe zwei bietet das Gerät genügend Power, um auch schwierig einzusaugende Verschmutzungen zu erwischen und mit der Nasssaugfunktion Polster wirklich sauber zu bekommen. Vor allem auf der zweiten Stufe steht das kompakte Modell größeren Akkusaugern in puncto Leistung in nichts nach. Auch kleine Steine oder gar Gummibärchen finden den Weg ins Innere des Saugers.
Reinigung: Die Reinigung gestaltet sich im Grunde unkompliziert. Es können fast alle Teile abgenommen und mit Wasser gespült werden. Das ist besonders nach einer Nassreinigung ratsam. Allerdings: Das Gerät lässt sich gar nicht so einfach öffnen. Etwas Kraft braucht es dazu schon − und zwar nicht nur, um den Behälter vom Gerät zu trennen. Auch das Abnehmen des Einsatzes ist kein Kinderspiel, ebenso wie das Einsetzen. Positiv dagegen: Es fallen keinerlei Krümel oder Fussel aus dem Gerät, wenn es gekippt wird.
Fazit: Der Severin-Handstaubsauger bietet alles, was ein gutes Gerät können sollte. Er hat eine lange Laufzeit, ist stufenverstellbar, hat viel Zubehör und kann für unterschiedliche Situationen genutzt werden. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist fair, und man bekommt ein solides, robustes Gerät, das tut, was es soll. Besonders die Nasssaugfunktion ist ein Plus. Im Max-Modus ist es allerdings lauter als die anderen Modelle im Handstaubsauger-Test.
➕ Vorteile:
- Nasssauger-Funktion
- Vielfältigkeit
- großer Behälter
- LED-Beleuchtung
- leistungsstark
- zwei Stufen
- lange Akkulaufzeit
- viel Zubehör
- Preis-Leistungs-Verhältnis
➖ Nachteile:
- etwas unhandlich
- vergleichsweise schwer
- schwieriges Abnehmen und Einsetzen der Teile bei der Reinigung
- laut auf maximaler Stufe
2. Der Starke: Bosch – unser Preis-Leistungs-Tipp
Optik: Der Akku-Handstaubsauger von Bosch kommt im klassischen Bosch-Grün-Design und sieht hochwertig aus. Die Bauform ist kurz und kompakt. Beim Auspacken sind der Sauger und die Düsen in Plastik gehüllt, ansonsten kommt zur Stabilisation nur Pappe zum Einsatz. Der Lieferumfang ist vollständig, sichtbare Schäden gibt es keine. Zum Zubehör gehören zwei Verlängerungsrohre, eine Filtereinheit und eine Zubehörhalterung sowie eine Bürstendüse, eine Fugendüse und eine Bodendüse. Die Bürstendüse eignet sich für Polster, die Fugendüse hingegen für Schlitze und die Bodendüse wiederum für Untergründe. Mit der Zubehörhalterung soll alles zusammenbleiben und wenig Platz wegnehmen
Handhabung: Die Bedienung ist sehr einfach, denn es gibt nur eine An-/Aus-Taste. Der Sauger liegt dabei angenehm in der Hand und lässt sich gut halten. Empfehlenswert ist dabei der kleinere 2,5-Ah-Akku. Denn mit dem größeren 4-Ah-Akku wird das Gerät deutlich schwerer. Dank der verschiedenen Aufsätze und der zusätzlichen Verlängerungsrohre lassen sich auch schwer erreichbare Stellen gut erreichen. Die Laufzeit beträgt 20 Minuten.
Saugleistung: Hier überzeugt der Sauger auf ganzer Linie. Bosch gibt für das Modell einen maximalen Unterdruck von 88 mbar an, dadurch werden frische Krümel und Fussel in Sekundenschnelle eingesogen. Und auch schwierig einzusaugende Verschmutzungen sind dank der großen Öffnung kein Problem. Kleine Steine und ein Gummibärchen nimmt das Gerät ebenfalls problemlos auf. Polster hingegen lassen sich mit der Bürste oder ohne Aufsatz reinigen, Krümel und lose Haare werden dabei mit Leichtigkeit entfernt. Eine Auswahl verschiedener Leistungsstufen gibt es jedoch nicht.
Reinigung: Der Staubbehälter lässt sich per Druckknopf öffnen und der Schmutz anschließend leicht entleeren. Der Filter kann herausgenommen und von Hand gereinigt werden, die übrigen Teile lassen sich über einen Druckknopf einfach abnehmen und wieder einsetzen. Mit Wasser darf der Filter (laut Hersteller) allerdings nicht gereinigt werden. Ist er verschmutzt, muss er abgebürstet werden. Was noch auffällt: Beim Kippen fallen keine Krümel oder Fussel aus dem Gerät. Feine Haare bleiben zwar im Filter hängen, können dort aber von Hand entfernt werden.
Fazit: Der Bosch UniversalVac 18 überzeugt mit einer sehr starken Saugleistung und einer einfachen Handhabung. Das kompakte Modell liegt angenehm in der Hand und erreicht mit seinen verschiedenen Aufsätzen und Verlängerungsrohren selbst schwer zugängliche Stellen. Auch die Reinigung gestaltet sich unkompliziert. Abstriche gibt allerdings es bei der Lautstärke von 88 Dezibel. Zudem bietet der Sauger keine unterschiedlichen Leistungsstufen.
➕ Vorteile:
- sehr starke Saugleistung
- kompakte Bauform
- einfache Bedienung
- verschiedene Aufsätze und Verlängerungsrohre
- einfache Reinigung
- Zubehörhalterung
➖ Nachteile:
- keine unterschiedlichen Leistungsstufen
- 88 Dezibel laut
- Filter darf nicht nass werden
3. Der Kompakte: Rowenta
Optik: Der Rowenta-Handstaubsauger ist schmal und länglich gebaut. Dadurch wirkt er kompakt und nimmt auch bei der Aufbewahrung wenig Platz ein. Das Design ist schlicht und modern, ohne besonders auffällige Elemente. Auch bei der Verarbeitung gibt es nichts auszusetzen: Das Gerät wirkt hochwertig. Der Griff ist vergleichsweise schmal und passt damit gut zur gesamten Bauform. Insgesamt setzt der Hersteller hier eher auf eine unaufdringliche Optik als auf ein dezentes Design.
Handhabung: Der Rowenta ist sehr einfach zu bedienen. Mehr als eine An-/Aus-Taste gibt es nicht, sodass man sich nicht erst mit verschiedenen Einstellungen beschäftigen muss. Der schmale Griff liegt angenehm in der Hand und das geringe Gewicht macht das Saugen leicht. Praktisch ist auch der verlängerbare Aufsatz: Zusammen mit der schmalen Öffnung kommt man damit gut in Fugen und andere enge Stellen, etwa zwischen Sofapolstern. Nach einigen Minuten wird das Gerät allerdings recht warm in der Hand.
Saugleistung: Bei der Saugleistung kann der Rowenta überzeugen. Frische Krümel und Fussel sind innerhalb weniger Sekunden verschwunden. Auch größere Verschmutzungen sowie kleine Steine lassen sich problemlos einsaugen. Ein Gummibärchen stellt ebenfalls kein Problem dar. Für Polster kann das Gerät mit der kleinen Bürste genutzt werden, lose Haare und Krümel werden damit zuverlässig entfernt. Mit dem verlängerten Aufsatz kommt man zwar besser in Sofaritzen und andere schwer erreichbare Stellen, allerdings ist die Saugleistung dann etwas geringer.
Reinigung: Auch die Reinigung ist unkompliziert. Das Gerät lässt sich mit einer einfachen Drehbewegung öffnen, ebenso können die einzelnen Teile leicht abgenommen und wieder eingesetzt werden. Gröberer Schmutz lässt sich direkt über die große Öffnung des Behälters ausleeren. Für feinen Staub und Haare muss der Behälter geöffnet und der Filter herausgenommen werden. Auch das funktioniert ohne Schwierigkeiten. Fast alle Teile können mit Wasser gereinigt werden, der Filter ist davon ausgenommen. Positiv: Beim Kippen fallen keine Krümel oder Fussel aus dem Gerät.
Fazit: Der Rowenta-Handstaubsauger ist ein kompakter und unkomplizierter Helfer für die schnelle Reinigung zwischendurch. Er lässt sich einfach bedienen, liegt angenehm in der Hand und überzeugt vor allem bei der Saugleistung. Im Test wurden sowohl kleine als auch größere Verschmutzungen problemlos aufgenommen. Auch für Polster und schwer zugängliche Stellen lässt sich das Gerät einsetzen. Bei der Ausstattung fällt der Rowenta dagegen etwas schlichter aus und die Akkulaufzeit von zehn Minuten ist eher kurz. Außerdem gibt es nur eine Leistungsstufe und das Gerät wird bei längerer Nutzung warm. Für kurze Einsätze ist der Rowenta dennoch ein leistungsstarkes und praktisches Gerät.
➕ Vorteile:
- schlichtes, modernes Design
- sehr einfache Bedienung
- geringes Gewicht
- schmaler, angenehmer Griff
- gute Saugleistung
- nimmt auch größere Verschmutzungen auf
- gut für Fugen und Sofaritzen geeignet
- einfache Reinigung
➖ Nachteile:
- kurze Akkulaufzeit
- nur eine Leistungsstufe
- wenig Zubehör
- wird bei längerer Nutzung warm
- etwas geringere Saugleistung mit dem verlängerten Aufsatz
4. Der Moderne: Shark
Optik: Der Handstaubsauger von Shark ist der schlankste im Praxistest. Er ist auch ohne Aufsätze so geformt, dass er in unzugänglichste Ecken kommt und sie problemlos reinigen kann. Dabei wirkt er sehr modern und durchdacht. Er kommt mit zwei Aufsätzen (Fugen- und Tierhaardüse), einer Ladestation, einem Zubehörstaufach und einer umfangreichen Anleitung. Letztere braucht es nicht unbedingt, denn das Gerät ist – typisch für die Marke – intuitiv bedienbar. Es besteht kein Risiko, etwas falsch zu machen, und es gibt nur zwei Schalter, die schwarz abgesetzt sind: zum Einschalten und zum Öffnen für die Reinigung. Das Gerät ist handlich, modern und selbsterklärend.
Handhabung: Dieser Eindruck zeigt sich auch in der Praxis: Es braucht nur einen Schalter, damit das Gerät tut, was es soll: saugen. Das tut es auch sehr zuverlässig. Es ist sehr handlich und kommt fast überallhin. Dabei ist der Handstaubsauger sehr leicht und angenehm zu halten. Außerdem arbeitet das Gerät vergleichsweise leise.
Saugleistung: Das Modell von Shark bietet im Gegensatz zum Severin-Handstaubsauger weniger Leistung. Dies ist aber kein Problem, wenn der Helfer nicht nass saugen muss. Für Krümel und alltägliche Verschmutzungen ist das Gerät völlig ausreichend. Probleme hat es dagegen bei größeren Dingen wie beispielsweise einem Gummibärchen.
Reinigung: Die Reinigung ist ebenso einfach wie das Saugen. Dafür genügt es, den Entriegelungsschalter zu betätigen, während Sie das Gerät über einen Abfalleimer halten. So öffnet sich das Fach, und der Schmutz kann herausfallen. Fertig. Ab und zu und bei stärkeren Verschmutzungen ist es ratsam, Staubbehälter und Filter mit lauwarmem Wasser abzuspülen und trocknen zu lassen. Zudem sollten Sie den Behälter regelmäßig leeren, da das Fassungsvermögen nicht sehr hoch ist. Die Reinigung ist kinderleicht. Allerdings: Beim Kippen des Geräts kann es vorkommen, dass vorn aus der Öffnung Krümel herausfallen.
Fazit: Der Handstaubsauger von Shark ist ein zuverlässiges, kompaktes Gerät für den Alltag, das tut, was es soll, und dabei schick aussieht. Es ist handlich, leicht und praktisch. Für das schnelle Reinigen zwischendurch eignet er sich gut. Und: Das Gerät ist häufig im Preis reduziert, sodass sich die angegebenen über 100 Euro schnell mal relativieren und sich ein noch besseres Preis-Leistungs-Verhältnis ergibt.
➕ Vorteile:
- moderne Optik
- sehr schlank
- geringes Gewicht
- einfache Bedienung und Reinigung
- faires Preis-Leistungs-Verhältnis
➖ Nachteile:
- kurze Laufzeit
- kleiner Behälter
- vergleichsweise geringe Saugleistung
5. Der Stylische: Kobold
Optik: Schwarz-weiß, clean, hochwertig: So kommt der Handstaubsauger von Kobold (beziehungsweise Vorwerk) daher. Er liegt mit seinem schlanken Griff besonders gut in der Hand. Die gerillte Oberfläche wirkt wertig. Auch das Zubehör passt in dieses Bild und ist minimalistisch gehalten, ebenso wie die Verpackung: Da ist nichts Unnötiges und generell sehr wenig Verpackungsmüll. Ein Pluspunkt. Neben dem Ladegerät gibt es noch eine Wandhalterung. Auffällig: keine Aufsätze, keine Anleitung. Wie erwähnt, nur das Nötigste ist vorhanden. Das ist allerdings markenspezifisch: Vorwerk und auch Kobold arbeiten mit Vertretern und stellen Produkte gern von Angesicht zu Angesicht vor. Kauft man ein Gerät, ist es also möglich, es sich detailliert vorführen und zeigen zu lassen. Bei Bedarf kann man sich die Anleitungen online herunterladen, dafür ist auch extra ein QR-Code an der Unterseite des Geräts zu finden.
Und: Es ist möglich, sich separat Duftchips dazuzukaufen, die in den Handstaubsauger eingelegt werden können und für einen angenehmen Duft sorgen sollen. Auch sie sind ansehnlich, duften elegant und haben eine besondere Form, die mit einem Klicksystem eingelegt werden kann. Minimalistisch und elegant: Das ist hier das Motto.
Handhabung: Der Handstaubsauger von Kobold ist einfach zu bedienen: Durch Betätigen des Knopfes an der Unterseite startet das Gerät die Reinigung. Hält man den Knopf gedrückt, wird die Saugleistung erhöht. Betätigt man den vorderen Schalter auf der Oberseite, wird die Düse erweitert und breiter. Diese kleinen Extras machen die Handhabung des Kobold-Handstaubsaugers zu einem Erlebnis. Zudem arbeitet das Modell vergleichsweise leise, auf Stufe zwei dagegen deutlich lauter. Es liegt gut in der Hand und ist nicht zu schwer. Positiv ist die schicke LED-Anzeige des Akkustands: drei Linien für einen geladenen, zwei für einen sinkenden und eine für einen kritischen Akkustand.
Saugleistung: Die Saugleistung des Kobold-Modells ist im Vergleich zu Severin etwas geringer, im Vergleich zu Shark etwas höher, wenn man es auf der höchsten Stufe nutzt. Es ist ausreichend, um alltägliche Verschmutzungen zu entfernen, allerdings passen größere Dinge wie Gummibärchen nur schwer bis gar nicht durch die schmale Öffnung des Geräts. Bei der Reinigung von Polstern fehlt das passende Zubehör.
Reinigung: Die Reinigung ist ebenso einfach wie das Starten des Geräts: Durch die Betätigung des hinteren Schalters öffnet sich das Fach auf der Unterseite, und der Schmutz fällt heraus. Die Klappe lässt sich kinderleicht abnehmen und wieder ansetzen. So kann man nicht nur problemlos den Filter herausnehmen und bei Bedarf mit Wasser spülen. Mit diesem Kniff lässt sich auch der Duftchip einfach einsetzen, indem man ihn in die vorgesehene Öffnung schiebt. Der Chip ist transparent und elegant und riecht in allen Varianten angenehm. Zu haben sind sechs unterschiedliche Duftnoten, die blumig oder fruchtig riechen und beim Saugen ihren Duft verteilen. Beim Reinigen fällt allerdings noch auf, dass sich im Schlitz der ausfahrbaren Düse einzelne Haare sammeln können.
Fazit: Wer Wert auf ein schickes Alltagsgerät legt, das in der Wohnung gut anzusehen und für den schnellen Gebrauch gedacht ist, liegt mit dem Modell von Kobold richtig. Die Handhabung ist gut durchdacht, und die Nutzung macht Spaß. Es ist sehr hochwertig, und auch die Möglichkeit, angenehmen Duft durch einen Chip zu erzeugen, ist ein Plus. Allerdings sollte das nötige Kleingeld vorhanden sein. Dafür bekommen Sie ein Gerät, das für das schnelle Saugen zwischendurch prima geeignet ist. Für Tierhaare und Co. fehlt es allerdings an Zubehör.
➕ Vorteile:
- schicke Optik
- durchdachtes Design
- praktische LED-Anzeige mit Akkustand
- Möglichkeit, Duftchips einzusetzen
- ausfahrbare Düse
➖ Nachteile:
- hoher Preis
- wenig Zubehör
Handstaubsauger: Die wichtigsten Fragen & Antworten
Welche Arten von Handstaubsaugern gibt es?
- Stromanschluss:
- Kabelgebunden: Diese Geräte haben natürlich keine Probleme mit der Laufzeit, dafür aber mit der Reichweite. Für das Säubern des Autos sind sie beispielsweise nicht sehr geeignet, sofern keine Steckdose in der Nähe ist.
- Akku: Gängiger und praktischer sind Modelle, die ohne Kabel funktionieren. Bei diesen gibt es meist eine sehr begrenze Laufzeit, dafür sind sie sehr flexibel nutzbar.
- Staubbehälter:
- Beutel: Weniger moderne Geräte arbeiten mit wechselbaren Staubbeuteln, die den Schmutz auffangen. Hier bleibt das Innere sauber, aber die Beutel müssen getauscht werden, und es fällt somit Müll an.
- Beutellos: Diese Handstaubsauger arbeiten mit einem Auffangbehälter, der einfach entleert werden kann. Schmutz muss möglichweise im Inneren abgewaschen werden.
- Art:
- Klassisch: Diese Modelle kommen im Handstaubsauger-Test zum Einsatz. Sie sind kompakt und leicht und für schnelle Reinigungsaufgaben gedacht.
- 2-in-1: Diese Kombi-Modelle lassen sich vom klassischen Staubsauger in handliche Geräte umfunktionieren, so wie das vorgestellte Modell von Roborock. Sie sind für viele Aufgaben im Haushalt geeignet, aber meist auch hochpreisiger.
- Nass-Trocken-Sauger: So wie der Sauger von Severin aus dem Handstaubsauger-Test können diese Geräte sowohl trocken als auch nass saugen und eignen sich daher prima für das Reinigen von Polstern. Sie erfordern allerdings eine gründlichere Reinigung im Nachhinein.
- Tischsauger: Manche Modelle sind für die Reinigung von Tischoberflächen konzipiert und besonders klein und handlich. Sie kommen mit einer flachen, breiten Düse daher.
- USB: Hier handelt es sich um sehr kleine Geräte, die über einen USB-Anschluss aufgeladen oder betrieben werden. Solche Modelle sind ideal für das Säubern von Tastaturen oder für kleine Schmutzpartikel.
- Auto: Wer nur das Auto reinigen möchte, kann auf spezielle Akku-Autostaubsauger-Modelle zurückgreifen, die oft über einen Anschluss für den Zigarettenanzünder verfügen. Auch die Polsterbürsten sind für die Reinigung im Auto ausgelegt, ebenso die Fugendüse für schwer erreichbare Stellen.
Welche Leistung sollte ein guter Handstaubsauger haben?
Vorab: Manche Hersteller geben die Leistung mit einer Wattzahl an, andere nutzen Saugkraftangaben in Pascal (Pa), Airwatt (AW) oder Kilopascal (kPa), seltener auch Millibar (mbar). Die Leistung in Watt ist deutlich weniger aussagekräftig als die Saugkraftangabe in Pa, AW oder kPa. Der Grund: Moderne Geräte können mit deutlich geringerer Wattzahl eine höhere Effizienz erreichen. Dennoch weisen viele Hersteller häufig nur die Wattzahl aus. Generell ist eine gute Saugkraft für hartnäckigen Schmutz, Tierhaare oder Teppichböden ein wichtiger Faktor beim Kauf. Zur Orientierung gilt:
- Pa: 8000 bis 15.000 Pa sind empfehlenswert. Für eine sehr gute Leistung sollten es zwischen 13.000 und 20.000 Pa sein.
- AW: Zwischen 250 und 400 AW gilt die Saugkraft als sehr stark.
- kPa: Ein Wert zwischen 13 und 25 kPa ist ein guter Richtwert für eine hohe Saugleistung.
Welches Zubehör ist ratsam?
Damit der Handstaubsauger in vielen Situationen zum Einsatz kommen kann, sollte er neben einer großen Öffnung auch eine Polsterbürste für empfindlichere Oberflächen sowie eine Fugenbürste für schwer zugängliche Stellen aufweisen.
Worauf sollte ich noch bei einem Kauf achten?
- Akkulaufzeit: Für Familien ist es ratsam, eine Akkulaufzeit von mindestens 20 Minuten zu haben. Auch für das Reinigen des Autos sollten Geräte möglichst lange durchhalten.
- Lautstärke: Ab einer Lautstärke von über 80 dB wird es etwas unangenehm, nicht nur für Sie, sondern möglicherweise auch für die Nachbarn. Geräte, die leise, aber effektiv arbeiten, sind ideal.
- Behältervolumen: Ein Behälter mit mindestens 500 Millilitern Fassungsvermögen ist sinnvoll, um nicht nach jedem Einsatz leeren zu müssen. Solche Modelle sind dann allerdings auch weniger kompakt. Hier sollten Sie überlegen, welcher Aspekt Ihnen wichtiger ist.
- Gewicht: Ein Gerät unter zwei Kilogramm ist einfach zu handhaben, darüber wird es weniger handlich.
- Zubehör: Verschiedene Düsen für unterschiedliche Anwendungen (etwa Polster, Fugen, Tierhaare) machen Handstaubsauger vielfältig nutzbar und sollten beim Kauf beachtet werden, um nicht im Nachhinein für Kosten zu sorgen, wenn Zubehör nachgekauft werden muss.
- Filter: Ein guter Filter, idealerweise ein HEPA-Filter, ist für Allergikerinnen und Allergiker ein wichtiger Kauffaktor.
Hat die Stiftung Warentest Handstaubsauger getestet?
Die Stiftung Warentest hat zuletzt keine Handstaubsauger getestet, verweist auf seiner Website aber auf einen aktuellen Test ihrer niederländischen Partnerorganisation Consumentenbond, die im Sommer 2025 17 unterschiedliche Modelle unter die Lupe genommen hat. Dabei schnitten Geräte von Shark (WV270EU), Black & Decker (HLVC320B11-QW) sowie Bosch (BHN16L und BHN24L) sehr gut ab. Von sehr günstigen Geräten raten die Testerinnen und Tester dagegen ab. Bei Stiftung Warentest heißt es dazu: "Ihnen fehlte es im Test schlicht an Power."
Wie pflege und reinige ich einen Handstaubsauger richtig, damit er lange hält?
Entleeren Sie den Staubbehälter regelmäßig und reinigen Sie Filter sowie Behälter je nach Nutzung mit lauwarmem Wasser, damit die Saugleistung nicht nachlässt. Wichtig ist, alle Teile vollständig trocknen zu lassen, bevor Sie sie wieder einsetzen, um Gerüche oder Schimmelbildung zu vermeiden. Beutellose Handstaubsauger erfordern etwas mehr Pflege, sind dafür aber auf Dauer günstiger, weil keine Beutel nachgekauft werden müssen. Kontrollieren Sie außerdem Düsen und Bürsten auf Haare und Fussel, damit sie nicht verstopfen und die Reinigungsleistung erhalten bleibt.
Hinweis: Dieser Text wurde teilweise mit maschineller Unterstützung erstellt und nach den üblichen, strengen redaktionellen Kriterien bearbeitet und geprüft.
Quellen: Stiftung Warentest / Consumentenbond / SWR