Nicht nur für Wetterfrösche
Wetterstationen im Test: Sechs Modelle für Wohnung, Garten & Balkon

Der große stern-Wetterstationen-Test 2026: Sie ermitteln nicht nur Feuchtigkeit und Temperatur, sondern sind auch nützliche Helfer für ein sicheres und komfortables Zuhause.
Wetterstation Test: Sechs Modelle im Test
Im stern-Test zeigt sich schnell: Das Angebot an Wetterstationen ist bunt und vielfältig
© Mathis Vogel / stern

Wetterstationen sind heute weit mehr als einfache Thermometer mit Funkuhr – auch wenn diese Geräte noch immer existieren und beliebt sind. Moderne Geräte messen nicht nur Temperatur und Luftfeuchtigkeit, sondern analysieren Luftdruckverläufe, erfassen Niederschlag oder Wind und binden sich über WLAN und Apps in den Alltag ein. Während klassische Funkstationen vor allem durch Einfachheit punkten, versprechen App-gestützte Systeme detaillierte Auswertungen, Warnmeldungen und langfristige Wetterdaten. Der Markt ist entsprechend unübersichtlich geworden. Der stern hat sechs häufig gekaufte Wetterstationen miteinander verglichen, vom klassischen Funkmodell bis zur vernetzten Smart-Home-Lösung.

Wetterstationen: Diese Geräte haben wir getestet

Weitere lohnende Wetterstationen

Folgende Wetterstationen haben wir nicht selbst getestet, sie sind uns aber bei der Recherche aufgefallen:

Fazit: Die beste Wetterstation

Der Test macht deutlich, wie unterschiedlich Wetterstationen heute genutzt werden können. Ein universell bestes Modell gibt es nicht, entscheidend ist, wie viel Information man wirklich braucht. Die Netatmo Wetterstation Original 2 hat unseren Test gewonnen, weil sie die größte Datentiefe und die ausgereifteste App bietet. Sie richtet sich an Anwender, die Wetter- und Raumklimadaten langfristig auswerten und in Smart-Home-Strukturen einbinden möchten. Mit zusätzlichen Sensoren landet man bei Smart-Home-Systemen aber auch schnell jenseits der 300 Euro, weshalb sich klassische Wetterstationen mit LC-Display weiterhin großer Beliebtheit erfreuen. Die TFA Dostmann TFA.me ID-02 schlägt einen Mittelweg ein: klassische Anzeige kombiniert mit Online-Prognose, alltagstauglich und ohne Datenüberforderung. Noch etwas besser schnitt unser Preis-Leistungs-Sieger Technoline WLAN ED2700 ab, weil Datenmenge, Übersichtlichkeit und App-Anbindung einen Tick ausgewogener gelöst sind – der beste Kompromiss zwischen einfach zu bedienender Basisstation und Live-Wetterdaten aus dem Internet.  

Mit der TFA Dostmann Season 2 und der TFA Dostmann Xena zeigen sich die Stärken klassischer Funkstationen: direkte Ablesbarkeit, einfache Bedienung, kein App-Zwang. Die Technoline WS 9767 ist eine sehr einfache Lösung für Basiswerte, ein besseres Thermometer für innen und außen.

Mathis Vogel

Über den Tester

Man muss kein Outdoor-Enthusiast oder Landwirt sein, um abhängig vom Wetter zu leben. Auch als Hamburger gehört es zu meinem Alltag, Wetterdaten zu überprüfen: die Frage nach Regen am Morgen, nach Wind und Temperatur für den Nachmittag oder für die Wochenendplanung. Ich prüfe Wetterdaten ganz selbstverständlich mehrmals täglich – per App, über den Smartspeaker oder über automatisierte Ansagen, die mir freitags das Wochenende und sonntags die kommende Woche zusammenfassen. Genau deshalb wollte ich Wetterstationen systematisch ausprobieren, zunächst vor allem die smarten. Dabei zeigte sich schnell, dass selbst vermeintlich "unsmarte" Geräte inzwischen vernetzte Funktionen bieten. Und, dass es seinen ganz eigenen Reiz hat, diese Daten vor der eigenen Haustür zu erheben und sie ständig übersichtlich präsentiert zu bekommen.

Weitere Informationen über Mathis Vogel

Alle Details, Eindrücke und Testergebnisse finden Sie in den Einzeltests unter der Tabelle.

Vergleichstabelle Wetterstationen

Daten / ModellNetatmo Wetterstation Original 2Technoline WLAN ED2700TFA Dostmann TFA.me ID-02 (35.8100)TFA Dostmann Season 2 (35.1118)TFA Dostmann XenaTechnoline WS 9767Ecowitt WLAN-Wetterstation WS2910*Newentor Wetterstation*Bresser Clear View Wetterstation 7-in-1*
Gesamteindruck (max. 5 Sterne)⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Testsieger
⭐️⭐️⭐️⭐️

Preis-Leistungs-Tipp
⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️Nicht in der WertungNicht in der WertungNicht in der Wertung
Einordnung / KonzeptSmart-Wetterstation mit App-FokusWLAN-Station mit AppWLAN-Hybrid mit Online-PrognoseKlassische Funk-WetterstationKlassischer Funk-AllrounderEinfache Funk-BasisstationKomplettes WLAN-MesssystemPreiswerte Funkstation mit großem DisplayKomplettes WLAN-All-in-one-System
Messgrößen innenTemperatur, Luftfeuchte, CO₂, Luftdruck, LautstärkeTemperatur, LuftfeuchteTemperatur, LuftfeuchteTemperatur, LuftfeuchteTemperatur, LuftfeuchteTemperaturTemperatur, Luftfeuchte, LuftdruckTemperatur, LuftfeuchteTemperatur, Luftfeuchte, Luftdruck
Messgrößen außenTemperatur, Luftfeuchte (erweiterbar)Temperatur, LuftfeuchteTemperatur, LuftfeuchteTemperatur, LuftfeuchteTemperatur, LuftfeuchteTemperaturTemperatur, Luftfeuchte, Wind, RegenTemperatur, LuftfeuchteTemperatur, Luftfeuchte, Wind, Regen, UV, Licht
Luftdruck / TrendJaJaJaJaJaNeinJaJaJa
WettervorhersageApp-basiertApp-basiert (Quelle nicht transparent benannt)Online-Prognose (TFA.me)Symbolbasiert (Trend)SymbolbasiertEinfacher TrendApp-/Cloud-basiertSymbolbasiertSymbolbasiert + Cloud
KonnektivitätWLANWLANWLANFunk (433 MHz)FunkFunkWLANFunkWLAN
App / Web-PortalJa (Netatmo-App)Ja (DirektWetter)Ja (TFA.me)NeinNeinNeinJa (Ecowitt Cloud)NeinJa (Weathercloud / WU je nach Version)
Smart-Home-IntegrationHomeKit, Alexa, GoogleNeinNeinNeinNeinNeinTeilweise (Alexa, Drittanbieter)NeinNein
DisplayKein DisplayFarbdisplayFarbdisplayFarbdisplay, dimmbarFarbdisplayMonochromFarbdisplayGroßes FarbdisplayGroßes Farbdisplay
ErweiterbarkeitHoch (Regen, Wind, Zusatzsensoren)TeilweiseTeilweiseBis zu 3 SensorenTeilweiseNeinNein, aber 7-in-1-Sensor im LieferumfangGeringNein, festes 7-in-1-System
Abmessungen Basis (ca.)4,5 × 4,5 × 15,5 cm17 × 11 × 3 cm18 × 12 × 3 cm14 × 10 × 3 cm15 × 11 × 3 cm12 × 7 × 2,5 cmca. 18 × 12 × 3 cmca. 17 × 12 × 3 cmca. 19 × 14 × 3 cm
Gewicht Basis~185 g~320 g~350 g~250 g~300 g~180 g~350 g~330 g~370 g
AußensensorThermo-HygroThermo-HygroThermo-HygroThermo-HygroThermo-HygroTemperaturKombisensor (7-in-1)Thermo-HygroKombisensor (7-in-1)
StromversorgungBatteriebetriebenNetzteil + Batterien SensorNetzteil + Batterien SensorNetzteil + Batterie-BackupNetzteil + Batterien SensorBatteriebetriebenNetzteil + Batterien Sensor (Solar möglich)Netzteil + Batterien SensorNetzteil Basis, Solarpanel + Batterien Sensor
Zubehör im LieferumfangInnen- & AußenmodulBasis, Sensor, NetzteilBasis, Sensor, NetzteilBasis, Sensor, NetzteilBasis, SensorBasis, SensorBasis, Sensor(en), NetzteilBasis, Sensor, NetzteilBasis, 7-in-1-Sensor, Netzteil
BesonderheitenCO₂-Messung, App-TiefeApp-HistorieMehrtägige Online-PrognoseMondkalender, FunkuhrKlassischer AllrounderMinimalistischSehr datenlastig, Community-FokusViel Anzeige fürs GeldUV- & Lichtmessung, WM-typischer All-in-one-Sensor
Preis (UVP)190 Euro85 Euro80 Euro60 Euro30 Euro30 Euro168 Euro60 Euro170 Euro

* Herstellerangabe

So haben wir die Wetterstationen ausgewählt

Nach diesen Kriterien haben wir die Produkte für den Wetterstationen-Test ausgewählt:

  • Marken- bzw. bekannter Hersteller im getesteten Bereich
  • eine Auswahl an Geräten für diverse Anwendungsfälle
  • gute Verfügbarkeit bei einschlägigen Online-Händlern
  • Geräte haben in anderen Tests bereits gut abgeschnitten

So haben wir die Wetterstationen getestet

Los ging es mit dem ersten Eindruck: Verpackung öffnen, Lieferumfang prüfen, Verarbeitung und Materialqualität begutachten, mögliche Transportschäden ausschließen. Anschließend haben wir alle Wetterstationen über mehrere Tage hinweg im realen Alltag eingesetzt. Bewertet haben wir Ablesbarkeit und Verarbeitungsqualität der Displays, Bedienlogik und Menüführung, die Zuverlässigkeit der Messwerte für Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck, die Funk- oder WLAN-Stabilität sowie die Alltagstauglichkeit der Sensoren und ihrer Montage. Zusätzlich flossen Aspekte wie Reaktionsgeschwindigkeit bei Wetterwechseln, die Verständlichkeit von Prognosen und Warnhinweisen, Stromversorgung und Batterielaufzeit sowie optionale Funktionen wie App-Anbindung, Datenhistorie oder Smart-Home-Integration in die Bewertung ein.

Als Vergleichsdaten haben wir die Wettervorhersagen von meteoblue.com herangezogen – eine Plattform, die aus der Forschung an der Universität Basel hervorgegangen ist und mehr als 40 Wettermodelle zur standortgenauen Berechnung nutzt. Wo sinnvoll, haben wir öffentlich zugängliche Labortests, Vergleichsmessungen und Daten aus seriösen Verbraucher- und Fachquellen ergänzend herangezogen. Alle Geräte haben wir mit dem mitgelieferten Zubehör betrieben und nach Herstellerangaben eingerichtet, um vergleichbare Ausgangsbedingungen zu gewährleisten. Es fand keine inhaltliche Zusammenarbeit mit Herstellern statt; sämtliche Wetterstationen wurden ohne inhaltliche Vorgaben von den Herstellern zur Verfügung gestellt.

1. Das vernetzte Referenzmodell: Netatmo Wetterstation Original 2

Verarbeitung und Ausstattung
Die Netatmo Wetterstation ist bereits seit einigen Jahren am Markt. Auch die aktuelle Version Original 2 aus dem Sommer 2025 setzt auf das bekannte, minimalistische Zylinderdesign aus Aluminium. Innen- und Außenmodul wirken hochwertig verarbeitet, stabil und unaufdringlich, eher Wohnaccessoire als Technikgerät. Das Außenelement ist wetterfest ausgelegt und batteriebetrieben, das Innenmodul versorgen Sie per USB mit Strom. Im Lieferumfang enthalten sind Basisstation und Außensensor; Regen- und Windsensoren ergänzen Sie optional, für diesen Test hat der Hersteller sie ebenfalls zur Verfügung gestellt. Neu gegenüber früheren Generationen ist vor allem der erweiterte Datenumfang: Neben Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck liefert die Station inzwischen auch UV-Index- und Polleninformationen, die allerdings aus externen Umweltdatenquellen in die App gelangen. Die Sensor-Hardware entspricht im Wesentlichen den bisherigen Modulen. Neue Funktionen hat der Hersteller vor allem softwareseitig ergänzt. Das Gerät ist kompatibel mit den Smart-Home-Steuersystemen Apple Homekit, Amazon Alexa und Google Assistant.

Bedienung und Alltagstauglichkeit
Die Inbetriebnahme erfolgt ausschließlich über die Netatmo-App. Das Set-up ist grundsätzlich selbsterklärend, erfordert aber eine stabile WLAN-Verbindung und etwas Geduld bei Firmware-Updates. Die Platzierung der Sensoren folgt klaren Empfehlungen: Das Innenmodul sollte nicht in direkter Nähe zu Heizquellen stehen, der Außensensor schattig und gut belüftet montiert werden. Regen- und Windsensoren verlangen – wie bei allen Wetterstationen – sorgfältige Positionierung, um realistische Werte zu liefern.

Das Herzstück der Netatmo Wetterstation ist die App. Sie stellt aktuelle Messwerte übersichtlich dar, erlaubt das Durchblättern einzelner Module und visualisiert Verläufe in Diagrammen. Ein direktes Ablesen von etwa der Temperatur an einem Display am Gerät ist nicht möglich. Positiv fällt uns die klare Trennung zwischen lokal gemessenen Daten wie Temperatur, Feuchte, CO₂, Lautstärke und extern zugespielten Umweltinformationen wie Pollenbelastung oder UV-Index auf. Durch die mögliche Smart-Home-Integration sind viele Automationen möglich, wie etwa eine smarte Glühbirne blau leuchten zu lassen, sobald die Station Regen meldet. Oder aber, dank CO₂- und Lautstärkesensor der Basisstation, eine umfassende Überwachung des Babyzimmers. Homekit stellt hier naturgemäß weniger Messdaten zur Verfügung, etwa Kohlendioxid, Luftqualität innen, Temperatur und Feuchtigkeit innen oder außen, als offene Systeme, wie etwa das beim Smart-Home-Tüftlern beliebte Home Assistant.

Kritisch bleibt, dass Netatmo konsequent auf Cloud-Zugriff setzt: Ohne Internetverbindung rufen Sie Messwerte nur eingeschränkt ab. Die Diagrammfunktion ist funktional, wirkt aber gestalterisch nicht auf dem Niveau spezialisierter Analyse-Apps. Für tiefergehende Auswertungen greift man eher auf Exportfunktionen oder Drittanbieter zurück. Die Daten exportieren Sie zu diesem Zweck leicht.

Messqualität und Datenaufbereitung
Im Test liefert die Netatmo Original 2 plausible, stabile Messwerte, sowohl innen als auch außen. Temperatur- und Feuchtewerte bewegen sich nah an Vergleichsgeräten, der CO₂-Sensor reagiert sensibel auf veränderte Raumluft. Die zusätzlichen Umweltinformationen – UV-Index und Pollenflug – ersetzen keine medizinische Beratung, bieten aber eine sinnvolle Alltagseinordnung, etwa für Allergiker oder Familien. In Kombination mit Regen- und Windsensoren wird die Station zu einem umfassenden Wettersystem. Bei einer Mietwohnung mit Balkon hatten wir beim optionalen Regenmesser das Problem, ihn weit genug von der Hauswand entfernt zu platzieren, um ausreichende Regenmengen für die Messung einzufangen. An Dächern oder eigens im Garten installierten Gestängen fühlen sich Regenmesser und Anemometer (Windsensor) wohler. Die mitgelieferte Anleitung gibt dazu Aufstelltipps.

Ein entscheidender Fortschritt gegenüber früheren Versionen ist die Homekit-Unterstützung ab Werk. Temperatur, Luftfeuchtigkeit und CO₂ rufen Sie direkt in Apple Home ab und nutzen die Informationen für Automationen. Einschränkungen bleiben: Regen- und Winddaten stehen HomeKit systembedingt nicht vollständig zur Verfügung. Einen Alarm vor einsetzendem Regen stellen Sie dafür in der Netatmo-App ein. Wer tiefer integrieren möchte, kann über Home Assistant oder Drittplattformen weitere Wege gehen – das erfordert allerdings technisches Know-how.

Wetterstation Test: Netatmo Original 2
Der Außensensor der Netatmo Original 2 besteht wie auch die Basisstation aus Aluminium in gedeckten Farben. An der Aussparung hängen Sie ihn mit einem Nagel auf
© Mathis Vogel / stern

Fazit
Die Stärke der Netatmo Wetterstation Original 2 ist ihre lokale Datenerfassung. Denn was bringt es einem, wenn man die Wetterdaten für seine Stadt über einen Wetterdienst empfängt, selbst aber im Speckgürtel oder auf dem Land lebt und andere Wind- und Temperaturdaten benötigt? Hier kommt ein datenorientiertes Langzeit-Werkzeug wie die Original 2 ins Spiel. App, Cloud und Smart-Home-Anbindung machen sie besonders für technikaffine Anwender attraktiv. Der Preis liegt weit über klassischen Funkstationen – vor allem, wenn Sie Regensensor und Windmesser dazukaufen. Die Messqualität, Erweiterbarkeit und die inzwischen deutlich verbesserte Integration rechtfertigen das. Wer lediglich wissen möchte, wie warm es draußen ist, braucht sie nicht – wer Zusammenhänge erkennen und Daten sinnvoll nutzen will, schon eher. Wer Spaß an Wetterdaten und Auswertung am Computer hat, kann hier ein kleines Hobby für sich entdecken.

2. Smartes Portal mit Ausbaupotenzial: TFA Dostmann TFA.me ID-02

Verarbeitung und Ausstattung: Beim Auspacken der TFA Dostmann TFA.me ID-02 sticht uns zunächst das vergleichsweise große Innenmodul mit Farbdisplay ins Auge, das vollständig aus Kunststoff besteht, sauber verarbeitet ist, aber optisch deutlich funktionaler wirkt als designorientiert. Spaltmaße und Verarbeitung geben keinen Anlass zur Kritik, erreichen jedoch nicht die Materialanmutung von Metallgehäusen wie bei Netatmo. Der Rahmen in gebürsteter-Stahl-Optik wirkt gar ein wenig aus der Zeit gefallen. Zum Lieferumfang gehören neben der Basisstation ein kombinierter Außensensor für Temperatur und Luftfeuchtigkeit, Netzteil, Batterien sowie Montagematerial. Der Außensensor ist spritzwassergeschützt, robust und für den dauerhaften Einsatz im Freien ausgelegt. Insgesamt vermittelt das Set den Eindruck eines soliden, auf Alltagstauglichkeit ausgelegten Systems ohne Premium-Ambitionen.

Bedienung und Alltagstauglichkeit
Das Display zeigt Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wettertrend, Uhrzeit und weitere Basisinformationen dauerhaft und gut ablesbar an – auch aus mehreren Metern Entfernung. Die Einrichtung über das TFA.me-Online-Portal verlief im Test reibungslos, der dreistufige Prozess aus Eingabe der Gerätenummer, Bestätigung per Gateway-Knopf am Gerät selbst und Wahl zwischen Standort per Adresse oder Karte ist erfreulich simpel gehalten. Den Außensensor stellen wir per Schieberegler im Batteriefach auf den passenden Kanal, der dann dauerhaft oben rechts im Display erscheint. Per Knopf wechseln Sie zwischen Kanälen, sollten Sie noch weitere Sensoren kaufen und andere Bereiche messen wollen. Im Alltag erwies sich die Funkverbindung zwischen Innen- und Außensensor als stabil, ebenso die WLAN-Anbindung an die Cloud. Die App selbst ist funktional gestaltet, verzichtet auf spielerische Elemente und stellt Messwerte, Verläufe und einfache Prognosen übersichtlich dar.

Unterhalb von Innen- und Außentemperatur, sowie Uhrzeit und Datum, verändern Sie das Anzeigefeld per Knopfdruck: Der mittlere Bereich zeigt dabei einen bestimmten Zeitabschnitt mit Höchst- und Tiefstwerten, Regenmenge und -wahrscheinlichkeit, Sonnenstunden, UV-Index, Windstärke und -richtung an. Die Daten stehen für entweder heute, morgen, in zwei Tagen, in drei Tagen – oder all diese Tage zusammen bereit, dann aber lediglich mit Anzeige von Höchst- und Tiefstwerten. Der untere Teil zeigt jeweils noch für zwei Zeiteinheiten mehr die Maximalwerte an und bis zu fünf Tage im Voraus. Die Lösung mit Einblendungen wie "in 3 days" fanden wir etwas umständlich und nicht so gut gelöst, wie bei der Technoline WLAN ED2700, die konkrete Wochentage anzeigt, ohne umständliches Umrechnen.

Messqualität und Datenaufbereitung
Im Test lieferte die TFA.me ID-02 nachvollziehbare und stabile Messwerte für Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Änderungen durch Wetterumschwünge erfasst das System zeitnah, ohne auffällige Sprünge oder Verzögerungen. Die Wettertrendanzeige bezieht ihre Daten vom bewährten Anbieter wetter.com. Die Stärke der Station liegt weniger in der Tiefe der Datenanalyse als in der kontinuierlichen, zuverlässigen Erfassung und Darstellung. Historien rufen Sie über das Online-Portal ab und exportieren diese auch als Datensatz. Der Hersteller gibt an, die Wetterdaten zwölf Monate lang zu speichern. Für Nutzerinnen und Nutzer, die ihre Wetterdaten eher beobachten als auswerten möchten, ist das vollkommen ausreichend. Im Vergleich zu reinen App-Systemen fehlt es an komplexen Diagrammen oder langfristigen Auswertungen, was im Alltag jedoch kaum ins Gewicht fällt. Die Funktion von Wetter-Alarmen per E-Mail fanden wir im Test ein wenig zu umständlich und indirekt.

Wetterstation Test: TFA Dostmann TFA.me ID-02
Wetterdaten aus dem Internet: Bei der Anzeige der TFA Dostmann TFA.me ID-02 wählen Sie zwischen den Maximalwerten für fünf Tage oder entscheiden sich für mehr Daten und weniger Tage Ausblick
© Mathis Vogel / stern

Fazit
Die TFA Dostmann TFA.me ID-02 ist eine ausgewogene WLAN-Wetterstation für alle, die klassische Anzeige und App-Anbindung kombinieren möchten. Sie punktet mit gut ablesbarem Display, solider Messqualität und unkomplizierter Nutzung im Alltag. Im Gegenzug verzichtet sie auf tiefgehende Datenanalysen, Smart-Home-Integration oder modulare Erweiterungen. Wer eine verlässliche Wetterstation sucht, die auch ohne Smartphone dauerhaft funktioniert und grundlegende Wetterinformationen übersichtlich bereitstellt, findet hier ein stimmiges Gesamtpaket.

3. Mehr Wetterdaten per WLAN: Technoline ED2700

Verarbeitung und Ausstattung
Die Technoline ED2700 Wetterstation ist wie auch die beiden großen TFA Dostmann-Modelle (TFA.me ID-02 und Season 2) ein Gerät mit großem Horizontaldisplay. Das Innenmodul besteht aus schwarzem Kunststoff, hat ausklappbare Standfüße und alle Knöpfe sind entlang der Seitenkante angeordnet. Das Display ist ausreichend groß, kontrastreich und zeigt die wichtigsten Daten gleichzeitig an: Innen- und Außentemperatur, Luftfeuchtigkeit, Tageszeit und Wettertrend in Form einfacher Piktogramme, dazu gefühlte Temperatur, Windrichtung und Windstärke sowie Luftdruck. Es gibt vier Helligkeitsstufen, und auf der höchsten Stufe ist das Display auch aus größerer Entfernung klar abzulesen. Der mitgelieferte Außensensor ist kompakt und wetterfest und funkte im Test stabil zur Basisstation. Er hat ein Display, das Temperatur und Luftfeuchtigkeit anzeigt, aber aufgrund der geringen Größe schwierig abzulesen ist.

Bedienung und Alltagstauglichkeit
Die Einrichtung der Technoline ED2700 erfolgt zweistufig: Zunächst koppeln Sie Innenstation und Außensensor klassisch per Funk, binden Sie die Basisstation ins heimische WLAN ein. Die Ersteinrichtung über die zugehörige DirektWetter-App erfordert etwas mehr Aufmerksamkeit als bei reinen Funkmodellen, ist aber schnell gemacht. Nach der WLAN-Anbindung überträgt die Station ihre Messdaten regelmäßig an den Onlinedienst und macht sie mobil abrufbar. Temperatur- und Feuchtewerte lassen sich dann auch unterwegs einsehen, historische Verläufe werden gespeichert und übersichtlich dargestellt nach Tag, Woche und Monat. Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsalarme lösen jeweils bei einem festgelegten Minimal- bzw. Maximalwert aus und senden eine Push-Benachrichtigung aufs Handy. Das sind optionale Zusatzfunktionen, denn das Handy benötigen Sie für den Regelbetrieb nicht zwangsläufig. 

Die Funkverbindung zum Außensensor erwies sich im Test als stabil, ebenso die WLAN-Anbindung nach der einmaligen Einrichtung. Kleinere Verzögerungen bei schnellen Wetterwechseln sind möglich, bewegen sich jedoch im Rahmen dessen, was für diese Geräteklasse typisch ist. Das Gerät hat auf den ersten, schnellen Blick ein sehr informationsdichtes Display mit vielen Farben – es sollte sich aber als der im Test beste Kompromiss aus Ablesbarkeit und Informationsdichte entpuppen. Alle Anzeigeeinheiten grenzt der Hersteller klar mit Trennstrichen ab, was beim Erfassen hilft. Zudem haben Innen-, Außen- und gefühlte Temperatur, sowie die Windanzeige unterschiedliche Farben, so weiß man nach kurzer Eingewöhnung immer, wonach man sucht. Gerade die gefühlte Temperatur macht in Haushalten mit kälteempfindlichen Menschen einen großen Unterschied. Auch die Anzeige der Regenwahrscheinlichkeit ist ein Alleinstellungsmerkmal, das man aus Smartphone-Apps kennt und auch bei einer Wetterstation nicht missen möchte. Im unteren Displaybereich sieht man die Vorhersage für die kommenden vier Tage mit Höchst- und Tiefsttemperatur, sowie einer grafischen Wetterprognose. Einziger Kritikpunkt ist die sehr klein am oberen linken Rand angezeigte Uhr mit Kalender.

Messqualität und Datenaufbereitung
In der Praxis liefert die Technoline ED2700 glaubwürdige und stabile Werte für Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Innen- und Außentemperatur bewegen sich im erwarteten Bereich, Abweichungen gegenüber Vergleichsgeräten sind klein und für den Alltag unkritisch. Die Wettertrendanzeige, die auf relativen Änderungen der Messwerte basiert, gibt eine grobe Richtung vor, ohne tiefergehende meteorologische Analyse. Von welchem Wetterdienst die per WLAN abgerufenen Daten kommen, konnten wir leider nicht nachvollziehen. Technoline gibt hier nur an, auf "professionelle Wetterdaten" zurückzugreifen.

Wetterstation Test: Technoline WLAN ED2700
Trotz vieler verschiedener Infos hat die Technoline ED2700 das am besten abzulesende Display im Test
© Mathis Vogel / stern

Fazit
Die Technoline ED2700 verbindet klassische Funktechnik mit einer einfachen WLAN-Anbindung und positioniert sich damit zwischen reiner Basis-Station und vollwertigem Smart-System. Sie zeigt Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Innen- und Außenbereich übersichtlich direkt am Gerät an und ergänzt diese Informationen sinnvoll über die DirektWetter-App, in der Messwerte gespeichert und als Verlaufsdaten abrufbar sind. Die Bedienung bleibt trotz Vernetzung vergleichsweise unkompliziert, das Display jederzeit nutzbar, auch ohne Smartphone. Wer eine preislich moderate Wetterstation mit App-Anbindung und einfacher Datenaufbereitung sucht, erhält hier ein ausgewogenes Gesamtpaket.

4. Klar, übersichtlich und ohne App: TFA Dostmann Season 2

Verarbeitung und Ausstattung
Die TFA Dostmann Season 2 setzt dort an, wo viele Wetterstationen den Bogen zum Überladen schlagen. Sie konzentriert sich auf das Wesentliche: Das Innenmodul besteht aus unempfindlichem, schwarzem Kunststoff, Display und Tasten sind sauber eingefasst. Bei unserem Testgerät war aber der Aufdruck auf der "- / Min"-Taste nicht ganz sauber ausgeführt. Der Außensensor ist derselbe wie bei der etwas besser ausgestatteten TFA.me ID-02. Er kommt in einem einfachen, wetterfesten Gehäuse, lässt sich unkompliziert montieren und hält Wind und Wetter ohne erkennbare Schwachstellen stand. Zum Lieferumfang gehören Station, Außensensor, Netzkabel, aber leider keine Batterien, die das Gerät nutzt, um im Falle eines Stromausfalls die Daten weiterhin zu sichern. Das Gerät stellen Sie wahlweise auf oder hängen es an die Wand.

Bedienung und Alltagstauglichkeit
Die Stärke der Season 2 ist ihre reduzierte Bedienung: keine App, kein WLAN, keine Cloud – alles lesen Sie direkt am Gerät ab. Das LC-Display ist groß und kontrastreich. Temperatur, Luftfeuchtigkeit sowie einen einfachen Wettertrend zeigt es gleichzeitig und sehr groß an. Saisonabhängig angepasst zeigen Bäume und Wolken den Wettertrend an. Als einzige Wetterstation im Test hat die Season 2 einen Mondphasenkalender. Die Anordnung der Tasten unter dem Display ist logisch, die Bedienung intuitiv. Dennoch hätten auf der Oberseite angeordnete Knöpfe das Gerät eleganter wirken lassen. Dort befindet sich lediglich eine Touchfläche zur Anpassung der Displaybeleuchtung, wobei "Licht aus" und "Stufe 1" eher etwas für das Schlafzimmer sind. Im Wohnzimmer braucht es schon eine höhere Stufe, weil nicht alle Blickwinkel optimal sind, vor allem wenn das Gerät oberhalb der Augenhöhe positioniert ist. Auf höchster Stufe ist das Farb-LCD aus den meisten Blickwinkeln aber prächtig und übersichtlich. Der Außensensor hat eine Temperatur- und Luftfeuchte-Anzeige und kann damit auch als Terrassenthermometer dienen. Im Alltag zeigte sich die Funkreichweite als solide; die Station reagierte schnell auf Temperaturwechsel im Innen- und Außenbereich, und die automatische Zeit- und Tagesanzeige ist klar strukturiert und hebt sich mit der orangefarbenen Digital-Wecker-Optik klar von den anderen Daten ab. So suchen wir nicht lange nach der Uhrzeit. Der Wettertrend orientiert sich mangels App-Anbindung lediglich am Luftdruck und war folglich im Test nicht immer zuverlässig. Vor allem dann, wenn plötzliche Wetterumschwünge technikbedingt erst kurz vor dem Eintreten prognostiziert werden konnten.

Messqualität und Datenaufbereitung
Für eine stationäre Wetterstation ohne smarte Anbindung liefert die Season 2 stabile und nachvollziehbare Werte. Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Innenraum stimmen mit anderen Vergleichsgeräten überein; auch der Außensensor reagiert zügig auf Wetterveränderungen. Der Wettertrend, abgeleitet aus Temperatur- und Feuchtigkeitsverlauf, gibt eine grobe Richtung vor, ersetzt aber keine detaillierte Prognose. Langzeitdaten speichert und visualisiert das Gerät nicht. Das entspricht jedoch dem Konzept dieses Modells. Für Anwender, die Wetterdaten live und direkt vor Augen haben möchten, reicht das völlig aus. Wer hingegen Diagramme, Historien oder Warnungen über Apps erwartet, wird hier nicht fündig. Dafür punktet das Gerät mit Zuverlässigkeit und Übersichtlichkeit, ohne dass Sie Einstellungen oder Verbindungen prüfen müssen.

Wetterstation Test: TFA Dostmann Season 2
Die Season 2 präsentiert die Vorschau als kleine, farbige Wettergrafik. Als einzige im Testfeld hat sie einen Mondphasenkalender
© Mathis Vogel / stern

Fazit
Die TFA Dostmann Season 2 hat ein gut ablesbares Display, solide Messwerte und eine Bedienung, die ohne App- oder Netz-Einrichtung auskommt. Sie richtet sich an alle, die einfach und direkt Informationen über Temperatur, Luftfeuchte und Wettertrend erhalten wollen. Das Gerät kauft man, weil man die Anzeige und das Design mag – oder einem Datensätze und Internetanbindung egal sind. Für nur wenige Euro mehr bekommt man vom selben Hersteller die zuvor vorgestellte TFA.me ID-02 mit Wettervorhersagen, Daten von Wetter.com und grafischer Auswertung. Wer Smart-Home-Features, Cloud-Daten oder Diagramm-Analysen sucht, schaut also besser in andere Kategorien; für den Alltag im Wohnzimmer, Büro oder Kinderzimmer ist dieses Modell jedoch eine überraschend runde, unkomplizierte Lösung.

5. Klassischer Funk-Allrounder: TFA Dostmann Xena

Verarbeitung und Ausstattung
Die TFA Dostmann Xena ist im Grunde das Modell Wetterstation, das man schon einmal bei Freunden und Verwandten gesehen hat und das es als Einstiegsmodell auf den Warentischen von Kaffee-Läden und diversen Discountern so oder so ähnlich in zig Ausführungen gab. Ein kompaktes, gut ablesbares LC-Display zeigt Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Uhrzeit und Datum gleichzeitig an. Zudem zeigt eine Wolke oder Sonne den Wettertrend an. Die Verarbeitung des grauen Gehäuses mit silberfarbener Front ist sauber und robust, alle Tasten befinden sich vorn am unteren Rand. Das Gerät stellen Sie auf oder montieren es an der Wand. Der Außensender ist vor Wetter geschützt, mit dem mitgelieferten Montagematerial montieren Sie ihn einfach im Garten oder auf dem Balkon – es ist das einfachere TFA-Dostmann-Modell ohne Kanalwahl und somit nicht mit anderen Stationen kombinierbar. Die zwei benötigten AA-Batterien (Mignon) lagen nicht bei.

Bedienung und Alltagstauglichkeit
Die Xena ist ein Basis-Modell ohne Schnickschnack. Die Einrichtung beschränkt sich darauf, Außensensor und Basisstation per Funk zu koppeln und, falls gewünscht, Stadt- oder Regionseinstellungen für die Funkuhr vorzunehmen. Das kleine Menü bedienen wir intuitiv. Wer eine Minute lang herumklickt, hat praktisch alle Funktionen einmal ausprobiert. Das Display ist gut ablesbar, auch aus mehreren Metern Entfernung; Symbole und Ziffern sind ausreichend groß und kontrastreich. Praktisch ist die integrierte Funkuhr, die sich automatisch synchronisiert. Die Reichweite zwischen Innen- und Außensensoren war im Test erfreulich stabil, selbst durch leichte Wände oder über mittlere Distanzen auf dem Balkon hinweg. Funktionen wie Alarm für bestimmte Temperaturbereiche oder Min-/Max-Speicher erweitern die Funktionen sinnvoll.

Messqualität und Datenaufbereitung
Die Messwerte der Xena liegen in einem soliden, erwartbaren Bereich: Innen- und Außentemperatur sowie Luftfeuchtigkeit erfasste sie im Test kontinuierlich und plausibel. Besonders die Außentemperatur reagierte zügig auf Wetterwechsel, ohne auffällige Sprünge oder Verzögerungen. Die Wettertrendanzeige, basierend auf Änderungen der Luftfeuchte und Temperatur, gibt eine grobe Richtung vor und hilft bei der Einschätzung kurzfristiger Wetterlagen, ersetzt aber keine detaillierte Vorhersage. Langzeit-Auswertungen, historische Diagramme oder Alarmfunktionen über Drittgeräte fehlen, doch das ist kein Manko, sondern eine bewusste, auf Einfachheit und Übersicht ausgerichtete Entscheidung. Für Anwender, die Wetterdaten live und direkt auf dem Display sehen wollen, ist die Anzeige insgesamt übersichtlich und aussagekräftig genug.

Wetterstation Test: TFA Dostmann Xena
Die TFA Dostmann Xena ist das Budget-Modell für Jedermann: Temperatur, Luftfeuchtigkeit, große Uhr und intuitive Vorschau-Symbolik
© Mathis Vogel / stern

Fazit
Die TFA Dostmann Xena ist eine klassische Einsteiger-Wetterstation, für alle, die vor allem Temperatur und Uhrzeit gut ablesbar im Wohnzimmer installieren wollen. Sie tut genau das, was man von einer klassischen Wetterstation erwartet: stabile Messwerte, klare Anzeige, einfache Bedienung und eine robuste, funktionale Verarbeitung.

6. Minimalistisch und günstig: Technoline WS 9767

Verarbeitung und Ausstattung
Ähnlich günstig bekommt man fast alles, was die Xena kann, bei der Technoline WS 9767. Auch sie ist eine klassische Funk-Wetterstation. Das Innenmodul hat ein klar strukturiertes, gut ablesbares Display, das Temperatur innen und außen, Uhrzeit, Datum, Wochentag, aber keinen Wettertrend darstellt. Sie läuft mit zwei AA-Batterien, die nicht beiliegen. Das Gehäuse ist schmal und hoch, mit schwarzer Hochglanzfront und silbernem Sockel. Der Außensensor, für den Sie zwei AAA-Batterien benötigen, ist wettergeschützt, kleiner als bei der Xena und hat zudem eine Kanalwahl, da Sie bis zu drei Sensoren an der Station betreiben. Ein eigenes Display, auf dem man die Temperatur auch auf dem Balkon direkt ablesen könnte, hat der Außensensor aber nicht.

Bedienung und Alltagstauglichkeit
Die Einrichtung der WS 9767 ist unkompliziert. Außensender mit Batterien bestücken, Basisstation mit Batterien versorgen, und schon stellt das Gerät die Funkverbindung automatisch her. Das Menü ist übersichtlich strukturiert, und alle wichtigen Einstellungen nehmen Sie direkt am Gerät vor. Neben standardmäßigen Funktionen wie Min-/Max-Speicherung, gibt es noch eine Temperaturtrend-Anzeige mit einem kleinen, nach oben oder unten zeigenden Pfeil. Die Bedienung ist etwas fummeliger als bei der Xena, denn am Technoline-Modell befinden sich die winzigen Knöpfe allesamt auf der Rückseite. Ein länglicher Knopf am Kopfende ist lediglich für Kanalwahl und Snooze-Funktion zuständig.

Messqualität und Datenaufbereitung
In puncto Messwerte liefert die WS 9767 eine akzeptable Performance: Innen- und Außentemperatur zeigt die Station durchgehend plausibel und stabil an, es kam aber im wenige Tage dauernden Test zu zwei Funkabbrüchen des Außensensors – den Grund konnten wir nicht nachvollziehen. Die Basisstation hatte bei der Innentemperatur zudem die größte Abweichung im Testfeld mit knapp einem Grad über dem gesamt gemittelten Messwert.

Wetterstation Test: Technoline WS 9767
Durch die Klavierlackoptik der durchgehenden Plastikfront kommt es zu Spiegelungen
© Mathis Vogel / stern

Fazit
Die Technoline WS 9767 ist keine klassische Wetterstation, sondern ein Thermometer – und wird auch als solches beworben. Sie punktet mit übersichtlicher Anzeige und Preis. Kunden werden wohl vor allem aus ästhetischen Gründen zu ihr greifen oder aufgrund der relativ guten Ablesbarkeit. Denn darüber hinaus bietet die Xena von TFA Dostmann für den gleichen Preis (je nach aktuellem Angebot) die Anzeige der relativen Luftfeuchte und einen Außensensor mit Display.

Weitere lohnende Wetterstationen

Ecowitt WLAN-Wetterstation WS2910

Die Ecowitt WS2910 richtet sich an Anwender, die Wetterdaten nicht nur punktuell abrufen, sondern kontinuierlich erfassen und nachvollziehen möchten. Ein kombinierter Außensensor misst Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, Windgeschwindigkeit, Windrichtung sowie Niederschlag und funkt die Daten an die Basisstation, die sie per WLAN weiterleitet. Im Gegenzug bietet die WS2910 eine dichte, kontinuierliche Datenerfassung, speichert Messwerte automatisch in der Cloud und stellt sie als Zeitverläufe und Diagramme bereit. Exportmöglichkeiten und die Anbindung an externe Wetterplattformen machen sie vor allem für fortgeschrittene Nutzerinnen und Nutzer interessant, die sich dennoch nicht mit einem vollständig modularen System auseinandersetzen wollen.

Newentor Wetterstation

Die Newentor Wetterstation richtet sich klar an preisbewusste Anwenderinnen und Anwender, die vor allem möglichst viele Informationen auf einen Blick erhalten möchten. Charakteristisch für dieses Modell ist das große, farbige Display, das Innen- und Außentemperatur besonders groß anzeigt, daneben Luftfeuchtigkeit, Wettertrend, Uhrzeit und Mondphasen sowie weitere Basisinformationen. Die Station arbeitet klassisch per Funk mit Außensensor und verzichtet auf WLAN- oder Cloud-Anbindung, was die Einrichtung unkompliziert hält und mögliche App-Probleme von vornherein ausschließt. Die Messwerte sind für den Alltag plausibel und stabil, die Darstellung steht klar im Vordergrund. Historische Daten oder detaillierte Langzeitdiagramme gibt es hier nicht, dafür überzeugt die Station mit einer hohen Informationsdichte direkt am Gerät. Als Wohnzimmer- oder Küchenstation bietet dieses Newentor-Modell viel Anzeige fürs Geld.

Bresser Clear View Wetterstation 7-in-1

Die Bresser WLAN ClearView Wetterstation ist eine sehr umfassend ausgestattete 7-in-1-Station, die Temperatur, Luftfeuchtigkeit innen und außen, Luftdruck, Niederschlag, Windgeschwindigkeit und Windrichtung sowie UV-Strahlung und Lichtintensität misst und alles auf einem großen Farbdisplay darstellt. Sie richtet sich vor allem an wetteraffine Nutzer, Hobby-Meteorologen, Garten- und Balkonbesitzer oder Leute mit Haus und Grundstück, die lokale Wetterdaten für Planung (Gartenbewässerung, Grillen, Radsport, Laufen etc.) genauer im Blick haben wollen als mit einer einfachen Funkstation oder Handy-App. Stark ist sie, weil der Profi-Außensensor relativ viele Werte in einem Gerät kombiniert, die Daten per Funk zuverlässig zur Basis sendet und über WLAN zusätzlich an Wetterplattformen wie Weather Underground oder Weathercloud übergeben kann, wodurch langfristige Auswertungen und der Zugriff von überall möglich sind. Eine eigenständige App des Herstellers gibt es dagegen nicht.

Wetterstationen: Die wichtigsten Fragen & Antworten

Was Sie beim Kauf einer Wetterstation beachten sollten

Stellen Sie sich vor dem Kauf einer Wetterstation die Frage, welche Wetterdaten Sie regelmäßig einsehen wollen. Geht es lediglich um die Temperatur und vielleicht eine Wetterprognose? Oder wollen Sie auch Regenmengen und Windgeschwindigkeiten oder andere Messwerte erheben? Wer Temperaturen, Luftfeuchte und Wettertrend lediglich ablesen will, ist mit einer klassischen Funkstation oft besser bedient: Sie ist schnell eingerichtet, unabhängig von Apps oder Cloud-Diensten und arbeitet meist über Jahre stabil. WLAN-Modelle spielen ihre Stärke erst dann aus, wenn Sie Wetterdaten auswerten, speichern oder unterwegs abrufen möchten. Dafür verlangen sie ein stabiles Heimnetz, regelmäßige App-Updates und teils die Anlage eines Nutzerkontos. 

Auch die Erweiterbarkeit sollten Sie bedenken: Regen- oder Windsensoren rüsten Sie nicht bei allen Systemen nach. Unabhängig vom Modell ist die Sensorplatzierung zentral: Direkte Sonneneinstrahlung, Hauswände oder Balkone mit Wärmestau verfälschen Messwerte oft stärker als technische Ungenauigkeiten des Geräts selbst. Wenn Sie den Außensensor beispielsweise an der Hauswand anbringen, kann die Abwärme des Hauses das Messergebnis bereits um rund ein Grad nach oben abweichen lassen.

Wetterstation einrichten und sinnvoll nutzen

Damit eine Wetterstation zuverlässige Daten liefert, ist die Einrichtung entscheidend. Außensensoren sollten Sie möglichst schattig, gut belüftet und nicht in unmittelbarer Nähe von Fassaden, Heizungsabluft oder reflektierenden Flächen montieren. Schon wenige Grad Abweichung durch falsche Platzierung können Trends verfälschen. Bei WLAN-Stationen empfiehlt es sich, die Ersteinrichtung in Routernähe vorzunehmen und auf ein stabiles 2,4-GHz-Netz zu achten. Im Alltag bewährt es sich, Warnungen und Alarme bewusst sparsam einzustellen: Frost-, Hitze- oder Feuchtewarnungen können sinnvoll sein, zu viele Push-Meldungen hingegen stören und gehen unter – das wurde im Test über verschiedene Geräte hinweg deutlich. Wer regelmäßig einen Blick auf Verlaufsdaten wirft, erkennt zudem Zusammenhänge besser als durch Einzelwerte.

Quellen: Meteoblue.com

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