Mobile Saubermacher
Gegen Krümel, Sand und Haare: Fünf Autostaubsauger im Test

Autostaubsauger Test: Fünf Produkte im Vergleich
Die Teilnehmer im Autostaubsauger-Test könnten kaum bunter sein. Doch wie schlagen sich Einhell, Bosch, Stihl, Dyson und Fanttik wirklich?
© Tobias Stahl / stern

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Zum Autostaubsauger-Test treten fünf akkubetriebene Staubsauger fürs Auto oder den Campervan an. Die stern-Redaktion wollte wissen, ob sie auch unterwegs für Sauberkeit sorgen.

Wenn der Nachwuchs gedankenverloren Kekse auf die Rückbank krümelt, Hunde regelmäßig mitfahren oder ein Sommerurlaub mit Strandbesuch ansteht, bedeutet das für Autofahrer: Ausgiebiges Staubsaugen zu Hause, an der Tankstelle oder Waschstraße steht an.

Hersteller von Autostaubsaugern versprechen jedoch auch unterwegs oder weit entfernt von der nächsten Stromquelle krümelfreie Innenräume – ohne Kabelwirrwarr, dank Akkubetrieb. Doch wie ist es um Akkulaufzeiten und Saugleistung tatsächlich bestellt? Kann man mit dem Akkusauger zuverlässig Sitze, Ablagen, Armaturenbrett, Fuß- und Kofferraum reinigen? Wir haben fünf Geräte auf Herz und Nieren getestet, um diese Fragen für Sie zu beantworten. 

Autostaubsauger-Test: Die ausgewählten Modelle

  1. Einhell TE-HV 18/06 Li-Solo zum Shop
  2. Bosch UniversalVac 18 zum Shop
  3. Stihl SEA 20 zum Shop
  4. Fanttik Slim V8 Apex zum Shop
  5. Dyson Car+Boat zum Shop

Weitere lohnende Autostaubsauger

Folgende Geräte haben wir zwar nicht selbst getestet, sie sind aber auch einen Blick wert:

Testergebnis: Diese Autostaubsauger überzeugen im Test

Für die Eiligen kommen hier unsere Erkenntnisse im Überblick: Die drei Autostaubsauger, die es aufs Treppchen schaffen, ähneln sich nicht nur optisch. Auch hinsichtlich Saugleistung, Akkulaufzeit und Verarbeitung spielen die Geräte von Einhell, Bosch und Stihl in derselben Liga. Alle drei Geräte überzeugen im Praxiseinsatz und taugen als mobile Alternative zum kabelgebundenen Staubsauger daheim oder in der Waschstraße. Wer bereits akkubetriebene Geräte einer dieser Marken zu Hause hat, sollte in Erwägung ziehen, beim Staubsauger auf die gleiche Marke zu setzen – denn die Akkus sind innerhalb der Marken kompatibel.

Die Entscheidung war zwar knapp, einen Gesamtsieger gibt es in unserem Test trotzdem: Der Einhell TE-HV 18/06 Li-Solo setzt sich an die Spitze, weil er das beste Gesamtpaket aus Leistung, Verarbeitung und Preis bietet. Im Boost-Modus saugt er auch gröberen Schmutz zuverlässig auf, die gemessene Akkulaufzeit von gut 30 Minuten übertrifft sogar die Herstellerangabe und das Entleerungskonzept mit geschlossenem Auffangbehälter zählt zu den durchdachtesten im Testfeld. Hinzu kommt ein tolles Preis-Leistungs-Verhältnis: Den Sauger selbst gibt es aktuell ab 54,99 Euro, ein 4-Ah-Akku mit Ladegerät kostet rund 30 Euro. Die Akkus sind in verschiedenen Größen erhältlich – und auch beim Preis pro Wattstunde sind die Power-X-Change-Akkus die günstigsten im Test.

Unser Design-Tipp ist der Bosch UniversalVac 18: Mit seiner dezenten Gestaltung und der klaren Formensprache ist er für uns der ansprechendste Autostaubsauger im Test. Der UniversalVac 18 überzeugt aber auch abseits der Optik: Saugleistung, Akkulaufzeit und Ergonomie liegen auf hohem Niveau, der Filter mit flexiblem Rahmen ist eine kluge Designentscheidung. Zum Preis von rund 107 Euro inklusive Akku und Ladegerät bekommen Sie einen leistungsstarken Staubsauger für unterwegs. Besonders interessant ist das Modell für alle, die bereits im Power-for-All-Akkusystem unterwegs sind.

Alle Details, Eindrücke und Testergebnisse finden Sie in den Einzeltests unter der Tabelle.

Tobias Stahl

Über den Tester

Regelmäßige Ausflüge in die Natur bedeuten regelmäßige Besuche in der Waschstraße. Oft würde es mir schon reichen, den Fahrzeuginnenraum von Haaren, Sand und Dreck zu befreien – wenn das nur nicht so umständlich wäre. Mit einem Autostaubsauger soll es deutlich einfacher gehen, kabellos und bei Bedarf auch unterwegs. Aber halten die Geräte, was die Hersteller versprechen? Ich habe fünf verschiedene Modelle unter die Lupe genommen.
Weitere Informationen über Tobias Stahl

Vergleichstabelle: Autostaubsauger im Test

Preis
Testsieger
Einhell Akku-Handstaubsauger TE-HV 18/06
Einhell Akku-Handstaubsauger TE-HV 18/06*
1.
Design-Tipp
Bosch UniversalVac 18
Bosch UniversalVac 18*
2.
Stihl SEA 20
Stihl SEA 20*
3.
Fanttik Slim V8 APEX
Fanttik Slim V8 APEX*
4.
Dyson Car+Boat
Dyson Car+Boat*
5.
Black+Decker Dustbuster Gen 11 Pet 18 V
Black+Decker Dustbuster Gen 11 Pet 18 V*
6.
Kärcher CVH 3 Plus
Kärcher CVH 3 Plus*
7.
Severin HV 7146 4-in-1
Severin HV 7146 4-in-1*
8.
Makita DCL180ZB
Makita DCL180ZB*
9.
Fanttik Slim V10 APEX
Fanttik Slim V10 APEX*
10.
57,90 €
€ 100,99
€ 139,99
€ 66,48
€ 199,00
€ 93,13
€ 73,51
€ 55,99
€ 64,90
€ 94,97
Bewertung Nicht in der Wertung Nicht in der Wertung Nicht in der Wertung Nicht in der Wertung Nicht in der Wertung
Maße (BxHxT)* 390 x 195 x 118 mm 384 x 211 x 149 mm 465 x 187 x 113 mm 308 × 55 x 55 mm 331 x 206 x 131 mm Black+Decker Dustbuster Gen 11 Pet 18 V 330 × 76 x 76 mm 440 x 135 x 125 mm 476 x 152 x 114 mm 55 x 318 x 65 mm
Gewicht (ohne Akku, falls entnehmbar)* 0,95 kg 0,9 kg 1,1 kg 0,5 kg 1,9 kg 1,2 kg 0,55 kg 1,8 kg 0,9 kg 0,5 kg
Leistungsaufnahme* keine Angabe keine Angabe 100 W 120 W 425 W keine Angabe 70 W 120 W 30 W 120 W
Akkukapazität* 72 Wh (verschiedene Akkugrößen erhältlich) 45 Wh (verschiedene Akkugrößen erhältlich) 28 Wh keine Angabe 60 Wh 36 Wh 14,4 Wh 40 Wh Akku nicht inklusive keine Angabe
Wechselakku?
Akkulaufzeit bei max. Leistung (Herstellerangabe/eigene Messung) 25 min/31 min 18 min/18 min 14 min/14 min 13 min/13 min keine Angabe/7 min keine Angabe 10 min 30 min keine Angabe 15 min
Ladezeit (0-100 %) ca. 85 min ca. 60 min ca. 80 min ca. 150 min ca. 300 min 300 min 240 min 300 min je nach Akkugröße 180 min
Verfügbare Akkugrößen 36 - 144 Wh 27 - 108 Wh 28 Wh 27 - 216 Wh
Preis pro Wattstunde 0,41 Euro/Wh (4,0-Ah-Akku inkl. Ladegerät) 0,46 Euro/Wh (4,0-Ah-Akku exkl. Ladegerät) 1,50 Euro/Wh (2,1-Ah-Akku exkl. Ladegerät) Akku fest verbaut Akku fest verbaut Akku fest verbaut Akku fest verbaut Akku fest verbaut 0,90 Euro/Wh (3-Ah-Akku exkl. Ladegerät) Akku fest verbaut
Max. Saugkraft 72 mbar 90 mbar 65 mbar 190 mbar 115 Air Watt keine Angabe keine Angabe 5,5 Air Watt 42 mbar 190 mbar
Anzahl Leistungsstufen 2 1 1 2 2 2 2 1 Keine Angabe 2
Behältervolumen* 0,6 l 0,5 l 0,8 l 0,12 l 0,5 l 0,7 l 0,15 l 0,65 l 0,65 l 0,12 l
Filter waschbar Nein (Vorfilter waschbar) Nein (Vorfilter waschbar) Nein (Vorfilter waschbar) Ja Ja Ja Nein (Vorfilter waschbar) keine Angabe Nein Ja
Nasssaugfähigkeit Nein Nein Nein Nein Nein Nein Nein Ja Nein Nein
Lautstärke (gemessen in 1 m Abstand) ca. 53 dB ca. 53 dB ca. 54 dB ca. 48 dB ca. 51 dB nicht in der Wertung Nicht in der Wertung Nicht in der Wertung Nicht in der Wertung Nicht in der Wertung
Wandhalterung inkl.? Ja Nein Nein (Tasche inkl.) Nein (Tasche inkl.) Nein Ja Nein (Ladestation als Aufbewahrungsmöglichkeit) Ja Nein Nein
Düsen/Schläuche im Lieferumfang Fugendüse, Bodendüse, Polsterdüse, 2 Verlängerungsrohre, Wandhalterung Fugendüse, Bodendüse, Polsterdüse, 2 Verlängerungsrohre, Zubehörhalterung Fugendüse, Polsterdüse, Saugschlauch, Verlängerungsrohr, Aufbewahrungstasche Fugendüse, Polsterdüse, feste und weiche Gummibürste, Multifunktionsdüse, flexibler Schlauch, kurze und lange Blasdüse, Blasdüse mit Bürste, Multifunktionsblasdüse, Typ-C-Ladekabel, Reinigungsbürste, Ersatzfilter, Aufbewahrungstasche Fugendüse, Elektrobürste, Kombidüse Ausziehbare Fugendüse, Tierhaarbürste, Ladestation mit Wandhalterung 2-in-1-Fugendüse, Ladegerät + Adapter, Parkstation mit Ladefunktion Turbo-Tierhaarbürste, Fugendüse mit Möbel- oder Gummiaufsatz Bodendüse, 2 Fugendüsen, Saugrohr, Fugendüsenhalter Fugendüse, Hartgummi-Streifenbürste, Einschubbürste, Mehrflächenbürste, flexibler Schlauch, Aufbewahrungstasche, Typ‑C‑Ladekabel, kurze Blasdüse, lange Blasdüse, Multifunktions-Gebläse, Blasdüsenbürste, Ersatzfilter, Reinigungsbürste, Bürste mit weichem Gummistreifen
Erhältlich bei
-20 %
57,90 €
71,95 €
57,90 €
65,69 €
69,99 €
69,99 €
71,95 €
67,99 €
69,79 €
-31 %
100,99 €
146,99 €
106,90 €
-26 %
110,99 €
150,99 €
119,99 €
142,99 €
139,99 €
169,90 €
-34 %
66,48 €
99,99 €
-20 %
119,95 €
149,99 €
99,99 €
-29 %
199,00 €
279,00 €
199,00 €
199,00 €
-29 %
199,00 €
279,00 €
249,99 €
282,98 €
93,13 €
87,73 €
94,90 €
94,99 €
94,99 €
99,95 €
-21 %
110,98 €
139,95 €
73,51 €
74,90 €
-13 %
82,98 €
94,99 €
88,26 €
55,99 €
-49 %
55,99 €
109,90 €
61,99 €
74,99 €
64,90 €
-18 %
94,97 €
115,99 €

* Herstellerangabe

So haben wir die Produkte ausgewählt

Nach diesen Kriterien haben wir die Produkte für den Werkzeugkoffer-Test ausgewählt:

  • Markenbekanntheit: Wir haben Autostaubsauger von etablierten Herstellern getestet, die sich in diesem Segment einer gewissen Bekanntheit erfreuen, darunter Bosch, Dyson, Einhell und Stihl. Diese Hersteller decken das mittlere bis gehobene Verbrauchersegment ab.
  • Beliebtheit: Wir haben gängige Onlineshops wie Amazon und Otto nach Staubsaugern durchsucht, die Nutzer häufig gekauft und gut bewertet haben. Hier stach Fanttik ins Auge, als eher unbekannte, aber häufig gekaufte Marke.
  • Verfügbarkeit: Alle getesteten Staubsauger sind zum Zeitpunkt der Veröffentlichung in bekannten Onlineshops erhältlich. Produkte, die nur schwer oder unregelmäßig verfügbar sind, haben wir bewusst nicht getestet.
  • Akkubetrieb: Nicht jeder hat eine Garage. Außerdem möchten Sie gegebenenfalls auch unterwegs mal schnell das Auto reinigen. Deshalb haben wir ausschließlich akkubetriebene Staubsauger gewählt, die im Betrieb ohne Steckdose und Kabel auskommen.
  • Düsenauswahl: Die Hersteller mussten ihre Produkte nicht ausschließlich als Autostaubsauger bewerben. Wichtig war uns jedoch, dass verschiedene Saugdüsen zum Lieferumfang gehören, die man zur Reinigung eines Fahrzeugs benötigt – vor allem Polster- und Fugendüsen.

So haben wir getestet

Unser Test beginnt mit dem Auspacken und einer ersten Sichtprüfung: Wir prüfen alle Geräte auf etwaige Schäden und kontrollieren, ob das versprochene Zubehör vollzählig ist. Dabei verschaffen wir uns einen ersten Eindruck von der Optik und Verarbeitungsqualität der Staubsauger. Danach studieren wir die Bedienungsanleitung, um uns mit den Geräten und ihrer Bedienung vertraut zu machen. Anschließend laden wir die Staubsauger, genauer gesagt deren Akkus, vollständig auf, da diese sich bei längerem Nichtgebrauch entladen können.

Dann folgt der Kern unseres Produkttests: Wir wollen wissen, wie gut die Autostaubsauger saugen, ob die Düsenaufsätze praxistauglich sind und ob die Geräte die angegebene Akkulaufzeit einlösen. Um Vergleichbarkeit herzustellen, verwenden wir für unseren Test eine standardisierte Schmutzmischung aus einem Teil Sand (feiner, schwerer Schmutz) und zwei Teilen Haferflocken (gröberer, leichterer Schmutz). Für jeden Einzeltest verteilen wir die gleiche Menge dieser Mischung zusammen mit einer gleichbleibenden Menge an Hundehaaren auf einer Autofußmatte und arbeiten sie gründlich ein. Anschließend prüfen wir, wie gründlich die Geräte die Fußmatte reinigen und wie viel Zeit und Kraft das erfordert. Sofern verfügbar, nutzen wir dafür die beiliegende Polsterdüse.

Ferner testen wir alle Düsenaufsätze im Realbetrieb: Mit jedem Gerät reinigen wir den Innenraum unseres Testfahrzeugs vollständig – inklusive Sitze, Fußmatten, Kofferraum, Ritzen, Armaturenbrett sowie Ablagefächer. Verfügt ein Gerät über mehrere Leistungsstufen, prüfen wir alle Stufen im Praxiseinsatz. Die Akkulaufzeit messen wir ausschließlich auf der höchsten Leistungsstufe. Auch die Entleerung und Reinigung der Staubsauger sind Teil des Tests: Wir bewerten, wie einfach und sauber die Entleerung funktioniert, wie durchdacht das Filterkonzept ist und ob die Filter waschbar sind. 

Schließlich vergeben wir Schulnoten für die einzelnen Wertungskategorien und berechnen daraus eine gewichtete Gesamtnote. Diese setzt sich aus Saugleistung und Saugkraft (40 Prozent), Materialqualität und Verarbeitung (20 Prozent), Bedienung und Reinigung (20 Prozent), Optik und Haptik (10 Prozent) sowie Lieferumfang und Zubehör (10 Prozent) zusammen. Aus der Gesamtnote leiten wir abschließend eine Sternebewertung von bis zu fünf Sternen ab.

1. Unser Testsieger: Einhell TE-HV 18/06 Li-Solo

Saugleistung & Akkulaufzeit: Der Einhell TE-HV 18/06 verfügt über zwei Leistungsstufen (Eco und Boost) – in unserem Fußmatten-Test entfernt er Haare, Haferflocken und Sand mit wenigen Saugbewegungen und ohne großen Kraftaufwand. Auch Steinchen saugt das Einhell-Gerät im Boost-Modus zuverlässig auf. Im Eco-Modus zeigt der Staubsauger eine merklich geringere Leistung – solange wir aber keine großen Partikel aufsaugen möchten, kommt uns die Option zur Maximierung der Akkulaufzeit gelegen. Der Einhell TE-HV 18/06 kommt standardmäßig ohne Akku und Ladegerät – wir müssen uns für eine Akkugröße aus dem „Power X-Change“-Akkusystem (PXC) entscheiden. Unser Testgerät hat einen 4-Amperestunden-Akku, der eine ordentliche Laufzeit erreicht: Einhell verspricht bei dieser Akkugröße 25 Minuten im Boost-Modus – wir messen sogar 31 Minuten, wobei die Saugleistung nach rund 25 Minuten merklich abnimmt. Allerdings fällt auch die Ladezeit mit knapp 85 Minuten rund zehn Minuten länger aus als vom Hersteller angegeben. Die Auswahl an Akkugrößen ist angenehm groß: Einhell bietet Energiespeicher zwischen 2 und 8 Amperestunden (36 bis 144 Wattstunden) an, die mit einem Preis von knapp 50 Cent pro Wattstunde günstiger sind als bei allen anderen Herstellern mit Wechselakku in unserem Test.

Einhell Akku-Handstaubsauger TE-HV 18/06
Testsieger
Einhell Akku-Handstaubsauger TE-HV 18/06*
57,90 €
71,95 €
-20%
57,90 €
65,69 €
69,99 €
69,99 €
71,95 €
67,99 €
69,79 €

Bedienung & Entleerung: Über einen Schiebeschalter wählen wir eine der beiden Leistungsstufen aus – im Betrieb müssen wir also keinen Knopf gedrückt halten. Nach längerem Gebrauch merken wir das hohe Gewicht des Akkus im Handgelenk. Dennoch liegt der Einhell mit seinem gummierten Griff insgesamt gut in der Hand. Das Entleerungskonzept überzeugt besonders: Wie bei den Geräten von Stihl und Bosch lösen wir ein Scharnier am rund 600 Milliliter großen Auffangbehälter, um ihn zu entnehmen. Allerdings sitzt der Filter hier im Auffangbehälter und nicht vor dem Motor, sodass der Behälter auch nach der Entnahme geschlossen bleibt – das verhindert, dass Sie den aufgesaugten Dreck versehentlich verschütten. Am Mülleimer entnehmen wir dann einfach den Filter und kippen den Auffangbehälter aus. Sowohl den groben Schmutzfilter als auch den Stofffilter waschen wir bei Bedarf unter fließendem Wasser aus.

Autosaubsauger Test: Einhell TE-HV 18/06
Mit sehr guter Saugleistung, Verarbeitung, Ergonomie und vergleichsweise günstigen Akkus wird der Einhell TE-HV 18/06 unser Testsieger
© Tobias Stahl / stern

Optik & Verarbeitung: In markentypischem Schwarz-Rot macht der Einhell-Autostaubsauger eine gute Figur. Der leicht mattierte Kunststoff, der milchig-matte Auffangbehälter und der gummierte Griff fühlen sich gut an, wirken wertig und sind recht unempfindlich gegen Kratzer.

Lieferumfang & Zubehör: Der Einhell TE-HV 18/06 kommt mit drei Düsen: einer Polsterdüse mit Bürste, einer rund 26 cm langen Fugendüse und einer Bodendüse. Zusammen mit den zwei beiliegenden Verlängerungsrohren (insgesamt 70 cm) verwenden Sie das Gerät wahlweise als Bodenstaubsauger. Die Bodendüse erweist sich beim Saugen von Fuß- oder Kofferraum als praktisch. Insgesamt machen die Düsen im Vergleich zum Gerät selbst jedoch einen weniger wertigen Eindruck – hier stellen sich andere Hersteller in unserem Test besser an. Die Bürsten an der Polsterdüse sind etwas zu weich, und es fehlt ein Flexi-Schlauch, mit dem wir im Fahrzeug auch die engeren Ecken erreichen könnten. Mit den drei beiliegenden Düsen kommen Sie aber so gut wie überall hin. Zum Lieferumfang gehört außerdem eine simple Wandhalterung, mit der wir nicht nur die Düsen, sondern auch den Staubsauger verstauen – das ist vorbildlich. Nur lädt das Gerät in der Halterung nicht, da wir dazu den Akku entnehmen müssen.

Fazit: Mit dem besten Gesamtpaket aus Leistung, Verarbeitung und Preis setzt sich der Einhell TE-HV 18/06 an die Spitze unseres Vergleichstests. Im Boost-Modus saugt er auch gröberen Schmutz zuverlässig auf und fängt ihn im clever konstruierten, ausreichend großen Auffangbehälter. Die gemessene Akkulaufzeit von gut 30 Minuten übertrifft sogar die Herstellerangabe. Zwar wirken die Düsenaufsätze im Vergleich zum Gerät selbst weniger wertig, auch auf einen Flexi-Schlauch müssen Sie verzichten – gemessen am Preis von aktuell 54,99 Euro ohne Akku sind das aber Kleinigkeiten. Einen Akku mit 4,0 Amperestunden gibt es ab knapp 30 Euro inklusive Ladegerät, auch der Preis pro Wattstunde ist der günstigste in unserem Test. Im Paket kosten Gerät und Energiespeicher im Onlinehandel unter 75 Euro. Wer bereits akkubetriebene Einhell-Geräte besitzt und das Power-X-Change-Programm nutzt, profitiert gleich doppelt von den günstigen Akkus. Eine klare Empfehlung für alle, die einen simplen, aber leistungsstarken Staubsauger zur Autoreinigung suchen.

+ Vorteile: 

  • Starke Saugleistung im Boost-Modus
  • Gute Akkulaufzeit
  • Durchdachtes Entleerungssystem

– Nachteile:

  • Es fehlt ein flexibler Schlauch
  • Zubehör könnte hochwertiger wirken

2. Unser Design-Tipp: Bosch UniversalVac 18

Saugleistung & Akkulaufzeit: Rund 18 Minuten soll der Bosch UniversalVac 18 laut Hersteller durchhalten – und das schafft er auch: Nach 18 Minuten und 30 Sekunden ist Schluss. Angesichts der Akkukapazität von 45 Wattstunden und der ordentlichen Saugleistung ist das eine ansehnliche Laufzeit. Ein weiterer Pluspunkt: Die Saugleistung lässt mit abnehmender Akkuladung kaum nach. Auch Bosch setzt auf Wechselakkus, die mit anderen Produkten aus der „Power for All“-Allianz kompatibel sind – einem markenübergreifenden Akku-Bündnis, dem mehrere Hersteller angehören. Dazu zählen etwa Gardena, Husqvarna oder Ledvance. Haferflocken, Sand und Tierhaare entfernt der UniversalVac 18 fast vollständig aus der Fußmatte – auch in den Ablagefächern und Ritzen, auf Polstern, Armaturenbrett und im Kofferraum macht er eine insgesamt gute Figur. Größtes Manko: Das Rückschlagventil aus Gummi, das direkt am Lufteinlass im Auffangbehälter sitzt und ein Herausrieseln des aufgesammelten Drecks verhindern soll, schließt nicht immer vollständig. Halten wir den Staubsauger in ausgeschaltetem Zustand senkrecht nach unten, rieselt manchmal etwas Staub oder Dreck heraus. Das wäre vermeidbar: Auch die Autostaubsauger von Einhell und Stihl nutzen solche Rückschlagventile – die funktionieren aber deutlich besser.

Bosch UniversalVac 18
Design-Tipp
Bosch UniversalVac 18*
100,99 €
146,99 €
-31%
106,90 €
110,99 €
150,99 €
-26%
119,99 €
142,99 €

Bedienung & Entleerung: Den Bosch UniversalVac 18 schalten wir über einen Knopf auf der Oberseite ein und aus, es steht nur eine Leistungsstufe zur Auswahl. Über drei kleine Leuchten auf der Rückseite des Geräts sowie separate Leuchten am Wechselakku lesen wir den Ladestand ab. Das Gerät liegt dank geringem Gewicht, gummiertem Griff und körpernah sitzendem Akku hervorragend in der Hand, auch nach längerer Benutzung spüren wir keine Ermüdung im Handgelenk. Wir entleeren den Staubsauger direkt über dem Mülleimer, um nichts zu verschütten – der Bosch-Sauger verfügt nicht über einen baulich abgetrennten Auffangbehälter. Der Hersteller setzt auf ein besonderes Filterformat: Statt zylinderförmiger Lamellenfilter nutzt der UniversalVac 18 einen rechteckigen Filter mit flexiblem Rahmen und separatem Vorfilter. Laut Hersteller soll der Filter dank seiner Bauform besonders langlebig sein – unbestritten ist, dass er die Reinigung vereinfacht: Dank des flexiblen Rahmens biegen wir den Filter, um feinen Staub zwischen den Lamellen zu entfernen. Der flachere Filter nimmt weniger Raum im Auffangbehälter ein als bei den Geräten von Einhell, Stihl oder Dyson.

Autosaubsauger Test: Bosch UniversalVac 18
Bosch setzt beim UniversalVac 18 auf einen Filter mit flexiblem Rahmen – das vereinfacht die Reinigung deutlich
© Tobias Stahl / stern

Optik & Verarbeitung: Das Design des UniversalVac 18 zählt im direkten Vergleich mit den Wettbewerbern zu seinen größten Stärken: Im markentypischen, dezenten Dunkelgrau-Grün, mit klarer Linienführung und Formensprache, ohne unnötige Akzente oder dekorative Elemente – damit ist er für uns das schönste Gerät im Testfeld und unser Design-Tipp. 

Lieferumfang & Zubehör: Zum Lieferumfang gehören eine Polsterdüse, eine Fugendüse, eine Bodendüse und zwei Verlängerungsrohre, mit denen Sie den Bosch UniversalVac 18 auf Wunsch auch als Bodenstaubsauger nutzen. Die Verarbeitungsqualität der Düsen ist vergleichbar mit der des Testsiegers von Einhell: Sie wirken leidlich stabil und bieten eine gute Strömungsführung – ihre Qualität bleibt aber hinter der des eigentlichen Geräts zurück. Auch bei den Aufbewahrungsmöglichkeiten gäbe es Optimierungspotenzial: Bosch legt eine Halterung bei, die wir beispielsweise am montierten Verlängerungsrohr befestigen und in die wir die übrigen Düsenaufsätze einstecken – so sind Staubsauger und Aufsätze zumindest immer am selben Ort. Ein Aufbewahrungsbeutel oder eine Wandhalterung gehören indes nicht zum Lieferumfang.

Fazit: Der Bosch UniversalVac 18 sichert sich den zweiten Platz in unserem Test, weil er in mehrerlei Hinsicht überzeugen kann: Saugleistung und Akkulaufzeit liegen auf hohem Niveau, die Ergonomie ist dank gummiertem Griff und guter Ausbalancierung sehr gut. Das Filterkonzept wirkt durchdacht, auch wenn wir die Herstellerangaben zur Langlebigkeit im Rahmen unseres Tests nicht prüfen konnten. Hinzu kommt die ansprechende Optik: Das Design ist zurückhaltend, klar und ohne unnötige Akzente. Schwächen zeigen sich beim Entleeren: Das Rückschlagventil schließt nicht immer zuverlässig, einen baulich abgetrennten Auffangbehälter gibt es nicht. Das Zubehör ist funktional und wirkt stabil, die Düsen halten qualitativ aber nicht ganz mit dem Gerät mit. Zum aktuellen Preis von 107 Euro inklusive Akku und Ladegerät ist der Bosch UniversalVac 18 dennoch ein leistungsstarker, empfehlenswerter Staubsauger für unterwegs – besonders für alle, die schon Geräte aus der Power-for-All-Allianz nutzen.

+ Vorteile: 

  • Gute Saugleistung
  • Angenehme Handhabung
  • Verbreitetes Wechselakkusystem

– Nachteile:

  • Schmutz kann herausrieseln
  • Entleerung etwas unpraktisch

3. Mit flexiblem Saugschlauch: Stihl SEA 20

Saugleistung & Akkulaufzeit: Wie die Geräte von Einhell und Bosch kommt der Stihl SEA 20 mit einem Wechselakku aus der Akku-Plattform des Herstellers. Die benötigten „AS 2“-Akkus gibt es aber nur in einer Größe: 28 Wattstunden. Damit soll der Akku-Staubsauger rund 14 Minuten lang durchhalten – was er in unserem Test auch schafft. Je nach Verschmutzungsgrad und Größe des Autos dürften 14 Minuten für eine Komplettreinigung knapp bemessen sein, zumal die Ladezeit mit rund 80 Minuten vergleichsweise lang ausfällt. Das umgehen Sie, indem Sie mehrere Akkus kaufen, was sich jedoch nur rechnet, wenn man bereits andere Stihl-Geräte besitzt. Die Saugleistung des Stihl SEA 20 ist ordentlich: Haferflocken und Tierhaare entfernt der Staubsauger gut. Mit feinem Sand in der Fußmatte tut er sich etwas schwerer – den sollten Sie im Zweifel lieber ausklopfen als absaugen.

Stihl SEA 20
Stihl SEA 20*
139,99 €
169,90 €

Bedienung & Entleerung: Der Stihl SEA 20 verfügt nur über eine Leistungsstufe. Diese aktivieren wir über einen Druckschalter am Griff, wie man ihn auch von Bohrmaschinen kennt. Smart: Auf der Oberseite sitzt eine Feststelltaste, sodass Sie den Schalter nicht dauerhaft drücken müssen. Im Betrieb zeigt sich der Vorteil des kleinen Akkus: Der Autostaubsauger ist leicht und gut ausbalanciert, sodass wir auch nach längerer Verwendung keine Ermüdung im Handgelenk spüren. Der größte Schwachpunkt zeigt sich erst bei der Entleerung: Halten wir das Gerät waagerecht, öffnen das Scharnier am Auffangbehälter und nehmen diesen ab, rieselt der Inhalt heraus – anders als beim Einhell-Gerät hat der Auffangbehälter keine eigene Trennwand. Um den aufgesaugten Dreck nicht zu verschütten, müssen wir den Staubsauger entweder direkt über dem Mülleimer entleeren oder ihn in senkrechter Position halten, wenn wir den Behälter abnehmen. 

Autosaubsauger Test: Stihl SEA 20
Trotz des vergleichsweise kleinen Akkus hält der Stihl SEA 20 in unserem Test 14 Minuten lang auf höchster Stufe durch.
© Tobias Stahl / stern

Optik & Verarbeitung: Der SEA 20 fügt sich optisch nahtlos in die Stihl-Produktfamilie ein: Er kommt in Weiß, Dunkelgrau und mit orangen Akzenten daher. Der Kunststoff wirkt wertig und stabil, glänzt aber, wodurch Kratzer schneller sichtbar werden – das ist bei einem Staubsauger allerdings verschmerzbar. Der Griff ist nicht gummiert, liegt aber dennoch gut in der Hand.

Lieferumfang & Zubehör: Die Düsenaufsätze zählen zu den Stärken des Stihl SEA 20: Sie wirken im Vergleich zu einigen Wettbewerbern etwas hochwertiger. So ist der Bürstenaufsatz an der Polsterdüse abnehmbar, die Borsten sind außerdem nicht so weich oder lang, dass sie die Saugleistung schmälern. Als besonders praktisch erweist sich der flexible Saugschlauch in Verbindung mit der Feststelltaste – so legen wir den Staubsauger bei Bedarf auf dem Sitz ab, während wir die Seitenfächer der Autotüren mit der Fugendüse reinigen. Dank des Flexi-Schlauchs erreichen wir auch engere Winkel, ohne dass der Staubsauger im Weg ist.

Fazit: Der Stihl SEA 20 erweist sich als ordentlich verarbeiteter Autostaubsauger mit klaren Stärken: Die Düsenaufsätze sind durchdacht, der flexible Saugschlauch ist eine sinnvolle Ergänzung für enge Stellen oder kompakte Innenräume. Auch beim Handling überzeugt der Akkusauger – er ist gut ausbalanciert und liegt angenehm in der Hand. Dass der SEA 20 keine bessere Platzierung erreicht, liegt vor allem an den Schwächen bei der Entleerung sowie am Preis-Leistungs-Verhältnis: Mit aktuell knapp über 160 Euro inklusive Akku und Ladegerät ist der Stihl-Sauger fast doppelt so teuer wie unser Testsieger, arbeitet aber nicht doppelt so gut. Auch zusätzliche Akkus sind mit 42 Euro für 28 Wattstunden kein Schnäppchen – noch dazu gibt es sie nur in einer Größe. Wer bereits Stihl-Geräte besitzt und das Akkusystem weiter nutzen möchte, bekommt mit dem SEA 20 trotzdem einen soliden Staubsauger für unterwegs. Alle anderen finden in unserem Testfeld günstigere Geräte, die ähnlich gut oder besser performen.

+ Vorteile: 

  • Leichtes Gerät mit angenehmer Handhabung
  • Hochwertige, durchdachte Aufsätze
  • Gute Saugleistung

– Nachteile:

  • Etwas knappe Akkulaufzeit
  • Schmutz kann herausrieseln

4. Für die schnelle Reinigung zwischendurch: Fanttik Slim V8 Apex

Saugleistung & Akkulaufzeit: Klein, aber oho. So beschreiben die Tester die Saugleistung des Fanttik Slim V8 Apex. Vor Testbeginn erwarten wir keine Wunder von dem kleinen, stabförmigen Handstaubsauger – beim Fußmatten-Test schlägt er sich aber überraschend gut und entfernt nicht nur Haferflocken und Sand, sondern auch widerspenstige Tierhaare. Angesichts des kleinen Auffangbehälters und der schmalen Düsenaufsätze benötigen wir dafür etwas mehr Zeit und Kraft und müssen zwischendurch den Behälter entleeren, weil die Saugkraft merklich nachlässt – aber es funktioniert. Auch im Rest des Fahrzeugs macht das Fanttik-Gerät eine gute Figur: Es kommt auch an schwer zu erreichende Stellen und hält auf der höheren der beiden Leistungsstufen gut 13 Minuten lang durch – damit trifft der Staubsauger die Herstellerangaben genau. Die Ladezeit fällt mit knapp zweieinhalb Stunden vergleichsweise lang aus.

Fanttik Slim V8 APEX
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Bedienung & Entleerung: Wir schalten den Fanttik Slim V8 Apex über eine Taste an der Seite ein, über eine weitere Taste direkt darüber wählen wir eine der beiden Leistungsstufen aus. Die Form ist nicht sonderlich ergonomisch, bei einem Gewicht von rund 500 Gramm fällt das aber kaum auf. Dank eines flexiblen Schlauchs mit Fugendüse legen wir das Gerät während des Saugens ab. Am Luftauslass auf der Unterseite des Geräts befestigen wir außerdem eine von mehreren mitgelieferten Düsen, um Staub und Schmutz wegzublasen, statt sie aufzusaugen. Die Funktion erweist sich als praktisch. Dank der Blasfunktion und der beiliegenden Düsen kommt der Fanttik auf Wunsch auch zum Aufblasen von Luftmatratzen, Fußbällen und Co. zum Einsatz. Den Auffangbehälter entleeren wir auf eine von zwei Arten: Entweder öffnen wir den Verschlussbügel auf der Oberseite und lösen den Verschluss – daraufhin klappt die Oberseite des Geräts weg und gibt den Auffangbehälter frei. Das funktioniert einhändig und ohne Staubwolken oder Verschütten. Oder wir drehen den gesamten oberen Teil des Handstaubsaugers ab und erhalten so Zugriff auf den Filter samt Vorfilter. Angesichts des kleinen Auffangbehälters empfehlen wir, den Filter bei jeder Entleerung zumindest auszuklopfen, um die Saugleistung beizubehalten. Der Filter ist außerdem waschbar, sollte vor erneutem Gebrauch aber vollständig trocken sein.

Autosaubsauger Test: Fanttik Slim V8 Apex
Angesichts der kompakten Größe sind wir von der Saugleistung des Fanttik Slim V8 Apex positiv überrascht
© Tobias Stahl / stern

Optik & Verarbeitung: Schickes Schwarz mit gelben Akzenten und beleuchteten Knöpfen, wertig anmutender Kunststoff und ein angenehmes Gewicht – optisch und haptisch macht der Fanttik-Sauger einiges her. Die beleuchtete Taste zeigt an, welcher Leistungsmodus aktiviert ist (hellblau und grün), oder ob die Akkuladung zur Neige geht (orange). Mit seiner kompakten Bauform passt der Fanttik in jedes Auto – und sogar in manche Handschuhfächer.

Lieferumfang & Zubehör: Beim Zubehör ist Fanttik spendabel: Der Slim V8 Apex kommt mit USB-C-Ladekabel, einem Ersatzfilter, einer kleinen Reinigungsbürste für Gerät und Filter, einer Fugendüse, einer Polsterdüse mit zwei aufsteckbaren Gummibürsten in unterschiedlichen Härten, einem flexiblen Schlauch mit angeschlossener Fugendüse, vier Blasdüsen und einer Aufbewahrungstasche. Mit dem USB-C-Kabel laden wir den Handstaubsauger auf Wunsch direkt im Auto auf.

Fazit: Der Fanttik Slim V8 Apex ist ein durchdachter Akku-Handstaubsauger mit überraschend guter Saugleistung. Für rund 61 Euro bekommt man ein leichtes und kompaktes Gerät mit praktischer Blasfunktion und sinnvollem Zubehör. Mit einer Akkulaufzeit von rund 13 Minuten und einem entsprechend kleinen Auffangbehälter ist er für die Komplettreinigung von Fahrzeuginnenräumen allerdings nur bedingt geeignet. Seine eigentlichen Stärken spielt der Fanttik Slim V8 Apex zwischendurch aus: Beim Camping, am See oder für die schnelle Reinigung zwischen zwei Besuchen in der Waschstraße eignet er sich gut – und lädt direkt im Fahrzeug wieder auf. Wer den Fanttik Slim V8 Apex als praktischen Helfer für unterwegs versteht, bekommt hier für wenig Geld ein durchdachtes Gerät mit ordentlicher Funktionsvielfalt.

+ Vorteile: 

  • Sehr kompakt
  • Vielseitiges Zubehör
  • Lädt per USB-C

– Nachteile:

  • Kurze Akkulaufzeit
  • Lange Ladedauer
  • Kleiner Auffangbehälter

5. Top Leistung, schwache Laufzeit: Dyson Car+Boat

Saugleistung & Akkulaufzeit: Ginge es in unserem Test ausschließlich um die Saugleistung, hätte der Dyson Car+Boat eine bessere Platzierung erzielt: Während die niedrigere der beiden Leistungsstufen schwach auf der Brust ist, reinigt er unsere Test-Fußmatte auf Höchstleistung so zuverlässig wie kein anderes Gerät im Test. Die Geräuschentwicklung ist mit rund 53 Dezibel in einem Meter Entfernung im Rahmen. Deutlich schlechter sieht es in Sachen Akkulaufzeit aus: Dyson verspricht bis zu 50 Minuten konstant hohe Saugkraft und bezieht sich dabei vermutlich auf die niedrigere Leistungsstufe. Auf Höchstleistung hält das er in unserem Test aber nur knapp 7 Minuten durch – für eine komplette Innenreinigung reicht das kaum aus. Der Akku ist zudem fest verbaut und muss zum Laden ans mitgelieferte Ladegerät. Währenddessen ist er nicht einsatzbereit. Die Zeit für eine vollständige Akkuladung gibt Dyson mit 5 Stunden an – das schränkt die Praktikabilität erheblich ein. Trotz seines Namens dürfen Sie den Dyson Car+Boat außerdem nicht zum Aufsaugen von Flüssigkeiten verwenden.

Dyson Car+Boat
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Bedienung & Entleerung: Mit 1,9 Kilogramm ist der Dyson-Handstaubsauger das schwerste Gerät in unserem Test. Er ist zudem das einzige Gerät, bei dem wir den Druckschalter im Betrieb dauerhaft gedrückt halten müssen. Beide Punkte gehen zulasten der Ergonomie und des Handlings. Da kein Verlängerungsrohr oder Saugschlauch zum Lieferumfang gehört, haben wir im Fahrzeug stellenweise Schwierigkeiten, in die engeren Winkel zu gelangen. Laut Hersteller entleeren wir das Gerät, ohne mit dem Auffangbehälter oder dessen Inhalt in Berührung kommen zu müssen – und das stimmt: Wir ziehen einen roten Hebel auf der Oberseite des Geräts nach oben, wodurch wir die Filtersäule nach oben schieben und den Verschluss auf der Unterseite des Behälters entriegeln. Dort klappt dann ein Deckel auf, der Behälterinhalt rieselt heraus – die Entleerung sollte also zwingend über einem Mülleimer stattfinden. Der Mechanismus wirkt übermäßig kompliziert und wenig stabil – in unserem Test geht nichts kaputt, aber bei jeder Entleerung sorgen wir uns, die Führungsschiene abzubrechen. Der Dyson Car+Boat verfügt über zwei waschbare Filter: einen im Auffangbehälter und einen weiteren am Luftauslass am hinteren Ende des Geräts. Laut Hersteller soll das Filtersystem 99,99 Prozent der Allergene im Gerät einschließen.

Autosaubsauger Test: Dyson Car+Boat
Die Optik des Dyson Car+Boat ist gewöhnungsbedürftig – die Reinigungsleistung indes sehr gut
© Tobias Stahl / stern

Optik & Verarbeitung: Über Geschmack lässt sich vortrefflich streiten – wir empfinden das Design als etwas zu extravagant und bunt. Das ist – wie alle unsere Einschätzungen zur Optik der Testgeräte – eine rein subjektive Aussage. Auch die Haptik ist dürftig: Der Kunststoff wirkt wenig wertig und zerbrechlich. Gerade der frickelige Mechanismus zum Entleeren verunsichert immer wieder.

Lieferumfang & Zubehör: Dyson liefert den Car+Boat mit drei Düsen aus: einer Fugendüse, einer Kombi-Zubehördüse, vergleichbar mit einer Polsterdüse mit herausschiebbaren Borsten, sowie einer Mini-Elektrobürste. Die Düsen sind die wertigsten in unserem Testfeld – gerade die Elektrobürste mit rotierender Bürstenwalze eignet sich hervorragend zur Reinigung von Fußmatten, Sitzen, Polstern und Kofferräumen. Zum Lieferumfang gehört außerdem ein Ladegerät. Auf eine Wandhalterung, eine Tasche oder anderes Aufbewahrungszubehör müssen wir verzichten.

Fazit: Beim Dyson Car+Boat zeigen sich in unserem Produkttest Licht und Schatten. Auf der einen Seite die perfekte Saugleistung auf höchster Stufe, die wertigsten Düsen im Testfeld und die beiden auswaschbaren Filter. Auf der anderen Seite die kurze Akkulaufzeit von 7 Minuten, ein fest verbauter Akku, eine lange Ladezeit, das hohe Gewicht und der fragil wirkende Entleerungsmechanismus. Auch die Ergonomie lässt zu wünschen übrig. Angesichts der starken Reinigungsleistung wären diese Punkte vielleicht zu verschmerzen – allerdings darf man für den Preis von rund 185 Euro mehr erwarten. Wer bereit ist, etwas mehr auszugeben, und wer keinen Wert auf einen Wechselakku legt, bekommt mit dem Dyson Car+Boat einen leistungsstarken Staubsauger mit ausgeklügeltem Filterkonzept. Für die meisten Nutzerinnen und Nutzer dürfte eines der anderen Modelle in unserem Test aber die bessere Wahl sein.

+ Vorteile: 

  • Beste Saugleistung
  • Hochwertige Düsen
  • Effektive Filter

– Nachteile:

  • Sehr kurze Akkulaufzeit im starken Modus
  • Lange Ladedauer
  • Hoher Preis

Autostaubsauger: Die wichtigsten Fragen und Antworten

Worauf sollte ich beim Kauf eines Autostaubsaugers achten?

Die wohl wichtigsten Punkte im alltäglichen Gebrauch: die Akkulaufzeit auf maximaler Stufe (statt der meist vom Hersteller beworbenen Maximalangabe), das Volumen des Auffangbehälters, die Qualität und Anzahl der mitgelieferten Düsen sowie das verwendete Akkusystem, sofern das Gerät Wechselakkus nutzt. Auch das Entleerungskonzept ist von Bedeutung und wird häufig unterschätzt – ein schlecht durchdachter Mechanismus sorgt schnell für Frust.

Was bedeutet Air Watt (AW)?

Einige Hersteller geben die Saugleistung ihrer Autostaubsauger mit Air Watt oder AW an. Dabei handelt es sich um eine vom US-Hersteller Ametek entwickelte Kennzahl, die Unterdruck und Luftdurchsatz zueinander ins Verhältnis setzt. Vereinfacht lautet die Formel: Unterdruck × Luftdurchsatz / 10. Die Kennzahl soll die tatsächliche Saugleistung an der Düse (statt am Motor) abbilden – es gibt aber keine einheitliche Norm und jeder Hersteller misst anders. Viele Hersteller nutzen stattdessen Pascal (Pa), Kilopascal (kPa) oder Millibar (mbar). Auch diese Werte und die dazugehörigen Messverfahren sind jedoch nicht standardisiert und werden oft direkt am Motor gemessen.

Pascal, Millibar, Air Watt – was sagt mehr über die Saugkraft aus?

Pascal, Kilopascal und Millibar messen alle den erzeugten Unterdruck. Air Watt kombiniert Unterdruck und Luftdurchsatz, sollte also – zumindest theoretisch – aussagekräftiger sein. In der Praxis sagen diese Werte jedoch oft weniger aus, als man sich wünschen würde. Die tatsächliche Saugkraft hängt auch stark von Faktoren wie der Motorleistung, der Strömungsführung, der Art und dem Zustand des Filters und der Qualität der Düsen ab. Verlässlicher als alle Werte auf Papier ist die Leistung in der Praxis.

Wie kann ich den Filter meines Autostaubsaugers reinigen?

Den Filter sollten Sie regelmäßig ausklopfen – bestenfalls nach jeder Anwendung, mindestens aber alle paar Wochen. Sie können auch die Bürsten der meist beiliegenden Polsterdüse oder eine separate Bürste nutzen, um den Filter zu entstauben. Waschbare Filter reinigen Sie unter fließendem Wasser. Wichtig: Den Filter vor dem Wiedereinsetzen gründlich trocknen lassen. Bei regelmäßiger Nutzung sollten Sie den Filter spätestens nach ein bis zwei Jahren ersetzen.

Kann ich einen Autostaubsauger auch im Haushalt nutzen?

Ja, die meisten Akku-Handstaubsauger sind universell einsetzbar. Viele Hersteller legen ihre Geräte sogar explizit für den Einsatz im Haushalt aus: Modelle mit Verlängerungsrohren und Bodendüse – in unserem Testfeld sind das die Geräte von Einhell und Bosch – nutzen Sie auf Wunsch auch als Bodenstaubsauger.

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