Schön geföhnt
Perfekt trocknen und stylen: Fünf Föhne im Test

Eine Frau föhnt sich die Haare
Im Föhn-Test bemerken wir schnell: Mit einem modernen Haartrockner macht es sogar Spaß und geht schnell
© Ekaterina Vasileva-Bagler / Getty Images

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Im stern-Föhn-Test stellen wir die Frage: Welcher Haartrockner eignet sich am besten fürs Föhnen und Stylen? Es treten unter anderem Modelle von Dyson, Beurer und Philips an.

Ein guter Föhn soll das Haar nicht nur schnell trocknen, besonders wenn es morgens eilt, sondern es beim Stylen auch möglichst sanft behandeln. Wir haben fünf aktuelle Haartrockner von Beurer, Dyson, Medion, Philips und Severin getestet. Wie gut gelingen ihnen Trocknen und Styling? Fummelige Tasten, ein unangenehmes Betriebsgeräusch oder kurze Kabel können die Freude am Ergebnis trüben. Deshalb legen wir großen Wert auf eine komfortable Bedienung und Handhabung. Alle Ergebnisse, Stärken und Schwächen finden Sie in den Einzeltests weiter unten.

Föhn-Test: Die ausgewählten Haartrockner

  1. Dyson Supersonic Nural Straight + Wavy zum Shop
  2. Beurer Style Pro HC 100 Excellence zum Shop
  3. Philips Hair Dryer 8000 BHD837 zum Shop
  4. Severin S-Style Speed Pro HT 0169 zum Shop
  5. Medion HD2 MD 19984 zum Shop

Weitere lohnende Modelle

Folgende Haartrockner haben wir nicht selbst getestet, sie sind aber auch einen Blick wert:

  • Dreame Hair Glory Mix High-Speed-Haartrockner zum Shop
  • Mova Shine 10 Haartrockner zum Shop
  • Shark SpeedStyle HD333EU zum Shop
  • Braun Satin Hair 7 SensoDryer zum Shop
  • Grundig HD 8080 Haartrockner zum Shop

Testergebnis: Dieser Föhn überzeugt besonders

Den Testsieg hat sich der Dyson Supersonic Nural Straight + Wavy gesichert. Zunächst waren wir skeptisch in Anbetracht der hohen UVP, doch angesichts der vielen ungewöhnlichen Features relativierten sich die Zweifel. Der Dyson kann einfach mehr und macht das Föhnen dadurch zum Vergnügen. Sein fast schon avantgardistisches Design tut ein Übriges. Somit steht der Dyson Supersonic völlig zu Recht ganz oben auf dem Siegertreppchen.

Der Medion HD2 MD 19984 findet sich auf Rang 5 wieder, ist aber im Hinblick auf den Preis das Schnäppchen des Testfelds. Ohne Schnickschnack gelingt es ihm, das Haar flott zu trocknen und zu stylen. Besonders erfreulich ist sein geringes Gewicht, das auch lange Föhnsitzungen erlaubt. Er hat sich daher das Prädikat Preis-Leistungs-Tipp redlich verdient.

Alle Details, Eindrücke und Testergebnisse finden Sie in den Einzeltests unter der Tabelle.

Birgit Lachmann

Über die Testerin

Ohne Föhn wäre ich aufgeschmissen. Mein feines Haar braucht neben einer ordentlichen Portion Festiger dringend Unterstützung durch einen guten Haartrockner, damit es fülliger wirkt und nicht traurig herabhängt. Deshalb habe ich mich auf diesen Test gefreut. Was können die Geräte zu Preisen zwischen 50 und knapp 500 Euro, die wir ins Testfeld aufgenommen haben? Besonders gespannt war ich auf die hochpreisigen Kandidaten: Bedeuten Spitzenpreise auch ein Spitzenhandling und Spitzenergebnisse – oder tut es auch ein Haartrockner der niedrigen oder mittleren Preisklasse? So viel sei verraten: Die Hauptunterschiede finden sich beim Bedienkomfort …
Weitere Informationen über Birgit Lachmann

Vergleichstabelle: Föhn-Test

Preis
Testsieger
Dyson Supersonic Nural Straight+Wavy
Dyson Supersonic Nural Straight+Wavy*
1.
Beurer Style Pro HC 100 Excellence
Beurer Style Pro HC 100 Excellence*
2.
Philips Hair Dryer 8000 BHD837
Philips Hair Dryer 8000 BHD837*
3.
Severin S-Style Speed Pro HT 0169
Severin S-Style Speed Pro HT 0169*
4.
Preis-Leistungs-Tipp
Medion HD2 MD 19984
Medion HD2 MD 19984*
5.
Dreame Hair Glory Mix High-Speed-Haartrockner*
Dreame Hair Glory Mix High-Speed-Haartrockner**
6.
Mova Shine 10 Haartrockner*
Mova Shine 10 Haartrockner**
7.
Shark SpeedStyle HD333EU*
Shark SpeedStyle HD333EU**
8.
Braun Satin Hair 7 SensoDryer*
Braun Satin Hair 7 SensoDryer**
9.
Grundig HD 8080*
Grundig HD 8080**
10.
ab € 309,00
ab 82,86 €
ab 229,00 €
ab 59,99 €
ab 49,95 €

(49,95 € / Stück)

Zum Anbieter
ab 49,00 €

(49,00 € / Stück)

ab 99,99 €
ab 80,98 €
ab 26,50 €
Bewertung Nicht in der Wertung Nicht in der Wertung Nicht in der Wertung Nicht in der Wertung Nicht in der Wertung
Gebläsestufen 3 4 3 3 3 2 2 3 4 2
Heizstufen 4 3 7 3 3 4 4 3 4 3
Kaltlufttaste Ja Ja über On-Off-Schalter Ja Ja Ja entspricht niedrigster Temperaturstufe Ja 2 Stück Ja
Memory-Funktion Ja Ja Ja Ja Ja Nein Nein Ja ja, für Wärmestufe k.A.
Ionentechnologie
Zubehör Diffusor, 2 Stylingdüsen, Glättungs-Aufsatz, Aufsatz für sanften Luftstrom Diffusor, Stylingdüse Diffusor, Stylingdüse Diffusor, Stylingdüse Diffusor, 2 Stylingdüsen Diffusor, Stylingdüse, Duftaufsatz Stylingdüse Stylingdüse, Anti-Frizz-Aufsatz, Bürsten-Aufsatz Diffusor, Stylingdüse Diffusor, 2 Stylingdüsen
Maße (H x B x T in Zentimeter) 24,5 x 9,7 x 7,8 21,6 x 19,b x 5,5 25 x 13 x 5,5 25,8 x 18,5 x 5 25 x 18,5 x 5,5 25,5 x 8,2 x 7,6 25,5 x 8,5 x 7,6 20,1 x 17 x 5,1 28,6 x 25,1 x 10 27,8 x 20,5 x 9,5
Gewicht in Gramm** 660 360 395 600 300 336 345 750 940 820
Kabellänge in Meter 2.6 2.8 2 2.8 1.8 1.8 1.8 2.4 2 3
Betriebsgeräusch 76,8 dB 75,7 dB 75,1 dB 76 dB 70,9 dB 58 dB 58 dB k.A. k.A. k.A.
Leistung in Watt** 1600 1500-1700 1400 2000 1.500–1.740 1600 1600 1700 2000 2300
Erhältlich bei
309,00 €
309,00 €
-23 %
309,00 €
399,00 €
-12 %
350,00 €
399,00 €
347,00 €
379,00 €
399,00 €
-7 %
405,00 €
435,00 €
-4 %
82,86 €
86,76 €
89,99 €
97,99 €
114,99 €
139,99 €
142,67 €
164,01 €
-8 %
229,00 €
249,00 €
-8 %
229,00 €
249,00 €
-14 %
59,99 €
69,84 €
-37 %
62,99 €
99,99 €
77,99 €
85,20 €
122,21 €
49,95 €
49,90 €
-45 %
49,00 €
89,00 €
49,00 €
89,00 €
-44 %
99,99 €
179,99 €
119,99 €
119,00 €
128,90 €
-10 %
80,98 €
89,90 €
-4 %
81,20 €
84,99 €
81,20 €
94,99 €
26,50 €
-65 %
31,87 €
89,99 €
34,00 €
43,09 €

* Herstellerangabe

So haben wir die Produkte ausgewählt

Nach diesen Kriterien haben wir die Produkte für den Föhn-Test ausgewählt:

  • Bekannte Marken: Wir haben Haartrockner von Herstellern ausgesucht, die für hochwertige Produkte bekannt sind, etwa Beurer, Philips oder Dyson.
  • Im Handel verfügbar: Die getesteten Föhne sind problemlos im stationären und Onlinehandel erhältlich.
  • Alltagstauglichkeit: Die Testkandidaten sollen eine einfache Handhabung bieten. Dazu zählen u. a. ein niedriges Gewicht und eine intuitive Bedienung.
  • Preisklassen: Wir haben uns bewusst dafür entschieden, mehrere Preisklassen zu berücksichtigen, in der Hoffnung, anschließend besser bewerten zu können, welchen Einfluss diese auf das Ergebnis haben kann. Insbesondere beim Handling erwarteten wir Unterschiede.
  • Ausstattung: Jeder Föhn muss unabhängig von der gewählten Preisklasse vergleichbare Ausstattungsmerkmale bieten. Dazu zählen Gebläse-, Heiz- und Kaltluftstufen sowie die sogenannte Ionentechnologie. Als Basiszubehör erwarteten wir mindestens einen Diffusor und eine Stylingdüse.

So haben wir getestet

Beim Auspacken schauten wir uns an, ob alle Aufsätze mit im Karton liegen und ob es Extras wie eine Transporttasche gibt. Dann ging es an die Prüfung der Verarbeitungsqualität: Wirken Material und Machart hochwertig oder weist das Gehäuse Macken auf? Wie gefällt das Design? Außerdem sahen wir uns an, ob die Netzkabel eine komfortable Länge besitzen und mit einem Knickschutz ausgestattet sind und ob sie ein Kabelband zum Fixieren des aufgerollten Kabels mitbringen. Praktisch finden wir auch eine Aufhängeöse.

Nachdem wir die Äußerlichkeiten hinter uns gebracht hatten, konfrontierte die Testerin alle Kandidaten mit ihrem handtuchtrockenen, knapp schulterlangen, feinen Haar, das zuvor mit einem milden Shampoo gewaschen worden war. Wir begannen mit dem einfachen Trockenföhnen ohne Aufsätze und legten Wert auf eine schnelle Trocknung und darauf, dass der Luftstrom bei mittlerer Gebläse- und Hitzestufe das Haar nicht kraust und sogenannten Frizz erzeugt. Beim Styling mussten die Geräte das Haar unter Einsatz einer Rundbürste und eines mittelstarken Sprühfestigers formen und für Volumen sorgen. Bewertet haben wir, ob sich das Haar anschließend gut anfühlte, glänzte und ob das gewünschte Styling gelungen war. Da es sich um einen praxisnahen Test handelte und keinen Labortest, können die Ergebnisse bei unterschiedlichen Haarstrukturen oder abweichenden Föhntechniken verschieden ausfallen.

Großen Einfluss nahmen Ergonomie und Handling auf die Bewertung. So erhöht ein geringes Gewicht den Bedienkomfort, da die Arme beim Föhnen später ermüden. Die Geräte sollten außerdem gut in der Hand liegen. Dabei ist uns wichtig, wie komfortabel die Bedienelemente während des Föhnens erreichbar sind: Müssen Sie umgreifen, um eine Taste zu drücken, oder brauchen Sie gar beide Hände zum Wechseln der Einstellungen? Auch das Betriebsgeräusch fließt in die Beurteilung ein. Zum einen messen wir die Lautstärke auf höchster Gebläsestufe, wobei wir darauf hinweisen, dass wir unsere Messungen nicht unter Laborbedingungen und mit einem ungeeichten Schallpegelmesser durchführten. Zum anderen achten wir darauf, wie das Betriebsgeräusch subjektiv auf uns wirkt. Punkte können die Föhne außerdem mit intelligenten Extras wie einer automatischen Temperaturerkennung sammeln, die Haar und Kopfhaut schont. Schließlich begutachten wir noch die Wartung der Geräte: Sind die Filter leicht zu erreichen und zu reinigen, sind sie auf Dauergebrauch ausgelegt oder ist ein Wechsel nötig?

1. Der schlaue Testsieger: Dyson Supersonic Nural Straight + Wavy

Verarbeitung und Zubehör: Dyson steckt seinen Föhn mit dem Namen Supersonic Nural in einen unauffälligen, unbeschichteten Karton. Darin lag jedes Einzelteil in einem eigenen Fach der verwinkelten Pappeinlage. Wir haben das Modell „Straight + Wavy“ (glatt und wellig) getestet, es gibt aber auch die Variante „Curly + Coily“ für lockiges bis krauses Haar. 

Aus dem Paket schälen wir nach und nach fünf Aufsätze: einen Diffusor, einen Aufsatz für einen besonders sanften Luftstrom, eine Styling- und eine Anti-Frizz-Düse sowie einen Aufsatz für gleichzeitiges Glätten und Stylen. Da der Föhn (unser Testgerät ist dunkelblau) ein ungewöhnliches Äußeres besitzt, gehen wir hier genauer darauf ein: Das Ende des recht langen Griffs umschließt eine bronzefarbene Manschette, der Kopf des Geräts ist ungewöhnlich kurz und ringförmig angelegt, sprich, er besitzt eine circa 3,5 Zentimeter große, durchgehende Aussparung. Mittig darin scheint ein Sensor inklusive LED zu schweben. Die kleinen Drucktasten und LEDs für die je drei Hitze- und Gebläsestufen hat Dyson hinten am Gerät in einen transparenten Plastikring integriert, der auch die Sicht auf winzige Platinen freigibt. Eine weitere Taste ist für die automatische Temperaturanpassung zuständig, An-/Aus-Schiebeschalter und Kaltlufttaste finden sich hinten am Griff. Ein 2,6 Meter langes Netzkabel mit Knickschutz komplettiert das Paket. Die Verarbeitungsqualität macht insgesamt einen guten Eindruck.

Föhn Test: Dyson Supersonic Nural Straight + Wavy
Jede Menge Aufsätze hat der Dyson Supersonic Nural Straight+Wavy im Gepäck
© Birgit Lachmann / stern

Föhnen und Handhabung: Mit einem Gewicht von 660 Gramm ist der Dyson unser schwerster Testkandidat, lässt sich aber noch gut führen. Das liegt vielleicht daran, dass der Hersteller den Motor in den Griff integriert und der kurze Föhnkopf daher sehr leicht ist. Weniger glücklich waren wir mit den Gebläse- und Hitzetasten, die während des Föhnens nicht sicher mit den Fingern der führenden Hand zu erreichen sind, da sie hinten an der Rückseite des Kopfes sitzen. Um die Einstellungen zu ändern, nahmen wir den Föhn deshalb in die eine Hand und bedienten die Knöpfe mit der anderen. Doch die intelligenten Funktionen des Haartrockners wetzen diese Scharte komplett aus. So können Sie die Hitzesteuerung einfach dem Föhn überlassen: Eine dritte Taste am Plastikring sorgt für eine automatische Temperaturanpassung – und die funktionierte im Test richtig gut. Der mittig im Kopf des Geräts platzierte Sensor misst dabei den Abstand zur Kopfhaut und reduziert die Temperatur, je geringer die Distanz wird. So verhindert das Gerät zu große Hitze und schont Haar und Kopfhaut. Dazu gibt es eine kleine Lightshow von der LED am anderen Ende des Sensors, die die Farbe von Rot (heiß) nach Orange (mittel) und schließlich Gelb (kühl) ändert, je näher Sie Ihrem Haupt kommen. Besonders hat uns außerdem gefallen, dass der Föhn sich beim Ablegen herunterschaltet und nur noch ganz sanft und ohne Hitze bläst. Das erleichtert es, beide Hände zu benutzen, um etwa eine neue Strähne auf die Bürste zu wickeln. Nehmen Sie das Gerät wieder auf, arbeitet es mit den zuvor getroffenen Einstellungen weiter. 

Der Dyson-Föhn erzielte einwandfreie Ergebnisse. Sowohl mit der automatischen Temperaturerkennung als auch mit den selbst gewählten Einstellungen (Gebläse: 1, Hitze: 2) und der Stylingdüse ließ sich das Haar wunderbar in Form bringen und bekam Volumen. Die fertige Frisur machte einen gepflegten, glänzenden Eindruck und fühlte sich angenehm an. Beim bloßen Trockenföhnen erwies sich das Gerät ebenfalls als leistungsfähig: Es pustete das feine Haar im Nullkommanichts trocken und verursachte keinen Frizz. Der Föhn entwickelte ein recht angenehmes Betriebsgeräusch, auf Gebläsestufe 3 nahmen wir aber zusätzlich einen etwas unangenehmen hohen Ton wahr. Alle Aufsätze klinken Sie magnetisch ans Gerät an und drehen sie nach Bedarf. Und auch hier wartet der Dyson-Föhn mit einer Besonderheit auf, denn die Elektronik erkennt den jeweiligen Aufsatz und schaltet dank Memory-Funktion automatisch die bevorzugten Einstellungen der Nutzerin ein. Schön: An den äußeren Kanten bleiben die Aufsätze kühl – auch beim intensiven Föhnen verbrennen Sie sich nicht die Finger. 

Dyson Supersonic Nural Straight+Wavy
Testsieger
Dyson Supersonic Nural Straight+Wavy*
309,00 €
309,00 €
309,00 €
399,00 €
-23%
350,00 €
399,00 €
-12%
347,00 €
379,00 €
399,00 €
405,00 €
435,00 €
-7%

Zur Wartung ziehen Sie die bronzefarbene Manschette vom Griff ab und entfernen den Staub vom nun freiliegenden Metallfilter. Dyson empfiehlt, das Prozedere mindestens einmal pro Monat durchzuführen.

Testergebnis: Keine Frage, der Dyson-Föhn ist eine Klasse für sich – nicht nur, was sein Design betrifft. Dank seiner Sensoren sorgt er dafür, dass er Haar und Kopfhaut beim Stylen und Trocknen nicht in Mitleidenschaft zieht. An die unterschiedlichen Aufsätze passt er den jeweiligen Modus selbstständig an und geht beim Ablegen in einen Sparmodus – das soll mutmaßlich den Stromverbrauch senken und mehr Komfort und Sicherheit bringen. In Sachen intelligente Technik macht dem Haartrockner in diesem Testfeld keiner etwas vor, und auch beim Styling gibt er eine super Figur ab. So rechtfertigt er aus unserer Sicht seinen Preis von rund 500 Euro (UVP).

+ Vorteile

  • Haar- und kopfhautschonende Technik
  • Aufsatzerkennung
  • Aufsätze bleiben kühl
  • pausiert beim Ablegen

– Nachteile

  • sehr teuer
  • schwer

2. Der Saubermann: Beurer Style Pro HC 100 Excellence

Verarbeitung und Zubehör: Beurer verpackt den Föhn Style Pro in einem schicken schwarzen Karton mit Magnetverschluss und einer breiten Banderole, die sich nicht einfach abziehen lässt. Im Inneren bietet sich ein geordnetes Bild: In einem Papp-Inlay ruht der Föhn in Lilagrau, wie der Hersteller die Farbe nennt. Dazu kommen ein Diffusor und eine Styling-Düse, obenauf liegen außerdem ein Transportbeutel und die Bedienanleitung. Das Netzkabel läuft durch eine gummierte Kabelführung als Knickschutz am Griffende, wo auch eine Aufhängeöse angebracht ist. An eine Gummischlaufe, die das aufgewickelte Kabel zusammenhält, hat der Hersteller ebenfalls gedacht.

Der schmale Beurer-Föhn macht einen rundum wertigen Eindruck. Uns fiel lediglich auf, dass der Spalt unter den Bedienknöpfen am Griff auf der linken Seite einen Tick breiter war und sich dann nach unten verjüngte – ein kleiner Schönheitsfehler. Was uns am Design tatsächlich störte, war der immerhin 3,5 cm messende lackschwarze Filterkorb, der nicht recht zum edel matt schimmernden Gehäuse passt – aber das ist natürlich Geschmacksache. Das Netzkabel misst 2,8 Meter, was einige Bewegungsfreiheit bietet, für kleine Bäder aber auch unpraktisch sein kann, weil viel Kabel herumliegt.

Föhn Test: Beurer Style Pro HC 100 Excellence
Der Beurer Style Pro HC 100 Excellence bringt eine spezielle Stylingdüse mit
© Birgit Lachmann / stern

Föhnen und Handhabung: Nach dem Einschalten mit dem Schiebeschalter hinten am Griff gibt es eine kurze Verzögerung, dann sirrt der Beurer-Föhn mit einem angenehmen, eher hohen Ton los. Für Wärme und Gebläse sind zwei flache Knöpfe links am Griff zuständig. Ob die Stufen 1, 2 oder 3 eingestellt sind, zeigen drei LEDs an. Führen Sie den Föhn mit der rechten Hand, wechseln Sie die Einstellungen mit dem Daumen während des Föhnens. Linkshänder oder Nutzerinnen, die auch mal die Hand wechseln, tun sich etwas schwerer damit, weil die Knöpfe dann weit unten an den Fingern liegen. Gebläsestufe 1 ist schon recht kräftig und genügt völlig für feines Haar, die höheren Level eignen sich eher für kräftigere Mähnen. Der Beurer bietet auch noch ein viertes, sehr schwaches Gebläselevel. Sie ist laut Hersteller für besonders schonendes Trocknen gedacht. Das Betriebsgeräusch erwies sich als subjektiv sehr angenehm. 

Gut gelöst ist das Anbringen der Aufsätze: Diffusor und Düse docken magnetisch ans Gerät an. Wir drehen sie ohne Kraftaufwand, und trotzdem sitzen sie sicher auf dem Föhn. Beim Stylen mit der Rundbürste kam die Düse zum Einsatz, die zwei Besonderheiten aufweist: Der flache Teil ist mit kleinen Gumminoppen überzogen und am unteren Rand sitzen kleine Zinken. Beim direkten Aufsetzen hält die aufgedrehte Strähne damit theoretisch besser auf der Bürste, was vermutlich bei sehr kurzem Haar hilfreich sein kann. 

Beim reinen Trockenföhnen gab es keinerlei Probleme, die Haaroberfläche wirkte glatt und fühlte sich gepflegt an. Um das Haar in Form zu bringen, fiel die Wahl auf Gebläse 1 und Wärmestufe 3. Auch bei höchster Hitzeeinstellung bläst der Föhn nicht übermäßig heiß und schont somit die Haare. Das Styling gelingt trotzdem und der Kaltluftknopf vorn am Griff fixiert Frisur und erzeugtes Volumen. Dank Ionentechnik gab es keine fliegenden Haare und das Ergebnis wirkte soft und gepflegt. Der Föhn merkt sich die zuletzt verwendete Einstellung für spätere Anwendungen – praktisch, wenn Sie Ihre Lieblingseinstellung einmal gefunden haben. 

Der Föhn sorgt auch für Sauberkeit: Laut Hersteller blinken die drei LEDs der Gebläse-Anzeige sechsmal gleichzeitig, wenn die Betriebszeit 900 Minuten (15 Stunden) erreicht ist. Dieses Zeichen sollten Sie nicht verpassen, denn es zeigt an, dass eine Reinigung fällig ist. Sie können dann den magnetischen schwarzen Filterkorb waagerecht abziehen, was leicht gelingt. Innen sitzt ein Filter aus Metall, der aussieht wie ein kleines, fein perforiertes Eimerchen mit Henkel. Diesen können Sie entnehmen und Staub und Fussel daraus entfernen. Nach unseren Tests war dies noch nicht nötig, aber beide Filter-Teile vertragen laut Beurer eine Reinigung mit einem angefeuchteten Tuch und dürfen zurück an Ort und Stelle, wenn sie trocken sind.

Beurer Style Pro HC 100 Excellence
Beurer Style Pro HC 100 Excellence*
82,86 €
86,76 €
-4%
89,99 €
97,99 €
114,99 €
139,99 €
142,67 €
164,01 €

Testergebnis: Der Beurer Style Pro überzeugt rundum mit seinen guten Trocken- und Stylingeigenschaften. Auch das Handling des Leichtgewichts bereitet Freude. Besonders gefallen das einfache Andocken, Drehen und Wiederabnehmen der Aufsätze per Magnetismus und das leise Betriebsgeräusch. Gut gelöst ist auch die Gerätewartung mit einem wiederverwendbaren Filter. Wer außerdem Wert auf ein besonders langes Netzkabel legt, kann bedenkenlos zum Beurer greifen.

+ Vorteile

  • leicht
  • magnetische Aufsätze
  • Reinigungswarnung
  • Permanentfilter
  • Transporttasche

– Nachteile

  • Kabel für Hausgebrauch evtl. etwas lang
  • hoher Preis

3. Der klug programmierte: Philips Hair Dryer 8000 BHD837

Verarbeitung und Zubehör: In einer schicken weißen Schachtel mit Magnetverschluss kam der rosafarbene Philips-Föhn inklusive Stylingdüse und Diffusor bei uns an. Das Design des Haartrockners gefällt, er wirkt kompakt und besitzt dekorative Perforationen an Griff und Gerätekopf. Bei letzterem handelt es sich um das Lufteinlassgitter. Die drei Bedienknöpfe hat Philips hinten am Griff positioniert. Eine Besonderheit des knapp 400 Gramm schweren Haartrockners finden wir am hinteren Kopfende: Dort zeigt ein rundes Display die gewählten Einstellungen an. Eine integrierte Halterung hält das aufgerollte 2-Meter-Kabel zusammen, ein Knickschutz ist vorhanden. Die Verarbeitung des Föhns ist gut, er macht einen hochwertigen Eindruck.

Föhn Test: Philips Hair Dryer 8000 BHD837
Philips hat seinen Hair Dryer 8000 in Rosa schick gemacht
© Birgit Lachmann / stern

Föhnen und Handhabung: Die Marke Philips bewirbt ihren Föhn als ihren „bisher schnellsten Haartrockner“. Ob er wirklich schneller ist als alle Vorgänger, können wir nicht abschließend beurteilen. Doch im Test war das Trockenföhnen ohne Styling nach subjektivem Eindruck wirklich zügig erledigt, das Haar danach ohne Frizz. Dabei lag der Föhn recht gut in der Hand, auch wenn er sich als deutlich kopflastig erwies. Zudem arbeitet er mit einem angenehmen Betriebsgeräusch. Praktisch: Die Aufsätze docken magnetisch an. Philips hat eine Menge Funktionen auf nur drei Bedienelemente gelegt. Am An-Aus-Schiebeschalter können Sie zwei Positionen wählen: Die erste lässt das Gerät „cool“ pusten, nach Wunsch in drei Gebläsestärken. Auf der zweiten Stufe hat Philips vier Automatikprogramme untergebracht: Nummer eins nennt sich „Fast“, ist also fürs Schnelltrocknen zuständig, es bläst kräftig bei hoher Temperatur; für feines Haar eignen sich sanftere Levels besser. Technische Intelligenz kommt mit der „ThermoShield“-Funktion ins Spiel. Diese arbeitet mit Sensoren, die die Temperatur des Geräts fortlaufend anpassen, um Haar und Kopfhaut vor Hitzeschäden zu schützen. „Hot/Cold“ schaltet automatisch zwischen einem heißen und kalten Luftstrom hin und her, was das Styling wirklich erleichtern kann: Das Umstellen des On-Off-Schalters auf „Cool“ zum Fixieren des Haars ist während des Föhnens etwas fummelig – da wäre uns eine extra Kalt-Taste lieber gewesen. Das vierte Programm im Bunde, „Gentle“, bläst sanft bei niedriger Temperatur und ist für sehr schonendes Trocknen feinen Haars gedacht. 

Zwischen den Automatiken wechseln Sie mithilfe der obersten Drucktaste, die noch weitere Funktionen in petto hat: Ein längerer Fingerdruck darauf schaltet den Föhn auf manuelle Bedienung um. In diesem Modus können Sie die Gebläsestufen 1–3 sowie Temperaturen zwischen 45 Grad und 95 Grad Celsius in Zehnerschritten wählen. Die Memory-Funktion sorgt dafür, dass sich das Gerät die zuletzt verwendeten Einstellungen merkt.

Im Test erwies sich das Gebläse des „ThermoShield“-Programms als zu stark für das Styling von feinem Haar, für kräftigere Mähnen sollte es aber genau richtig sein. „Gentle“ eignet sich nur zum sanften Trocknen, nicht zum Stylen. „Hot/Cold“ dagegen funktionierte prima, brachte die Frisur in Form und hinterließ Glanz und ein gutes Haargefühl. Das Gleiche gilt für das Föhnen mit selbst gewählten Einstellungen.

Philips empfiehlt, einmal pro Monat den automatischen Reinigungsmodus zu verwenden, den Sie durch das Drücken zweier Tasten gleichzeitig aktivieren. Um Haare und Staub zu entfernen, schrauben Sie die Abdeckung des Lufteinlassgitters ab. Rund um das Display liegt ein Schaumstoffring, der als Filter dient. Zur Reinigung entnehmen Sie ihn, entfernen Rückstände etwa mit einer Zahnbürste und setzen ihn wieder ein. Wir haben es ausprobiert und den Filter entnommen, was kein Problem darstellte. Dennoch finden wir die Lösung nicht ideal, da der Schaumstoff möglicherweise mit der Zeit verschleißt.

Philips Hair Dryer 8000 BHD837
Philips Hair Dryer 8000 BHD837*
229,00 €
249,00 €
-8%
229,00 €
249,00 €
-8%

Testergebnis: Der Philips-Föhn bietet mit seinen umfangreichen Einstellmöglichkeiten und Automatikprogrammen große Flexibilität. Wichtig ist dabei das Display, das die jeweiligen Programme bzw. Stufen klar anzeigt, um ein reibungsloses Handling zu unterstützen. Schnelles Trocknen liegt in der DNA des Modells und auch das Stylen gelingt problemlos. Die UVP ist allerdings recht happig.

+ Vorteile

  • leicht
  • Automatikprogramme
  • Display
  • Schnelltrocknen („Fast“-Modus) 

– Nachteile

  • keine eigene Kaltlufttaste
  • Filterlösung nicht ideal
  • hoher Preis

4. Der Alu-Föhn: Severin S-Style Speed Pro HT 0169

Verarbeitung und Zubehör: Der Severin-Föhn kam, geschützt durch einen einfachen Pappeinleger, in einem sehr kleinen Karton bei uns an. Viel Müll macht diese Verpackung also nicht. Der Haartrockner präsentiert sich in einem matten, dunkelgrauen Alugehäuse. Der Filter ist nicht aufgesetzt, sondern versteckt sich unter einer dekorativen Perforation des Gehäusekopfs. Einziges weiteres Schmuckelement ist ein runder, silberfarbener Knopf am Föhnkopfende, der allerdings eine Funktion hat – dazu später mehr. Mit 600 Gramm bringt der Föhn doppelt so viel auf die Waage wie das leichteste Gerät im Test, ist aber ähnlich wie der Dyson gut ausbalanciert. Das 2,5 Meter lange Kabel kommt mit einem Knickschutz. Auf eine Aufhängung oder Vorrichtung zum Zusammenhalten des zusammengerollten Kabels hat der Hersteller verzichtet.

Föhn Test: Severin S-Style Speed Pro HT 0169
Der Severin S-Style Speed Pro kommt im Alu-Gehäuse
© Birgit Lachmann / stern

Föhnen und Handhabung: Nach dem Bedienen des An-Aus-Schiebeschalters hinten am Griff legte der Föhn ohne Verzögerung los. Es fiel uns auf, dass er anfangs chemisch roch. Der Geruch verflog im Laufe des Tests aber mehr und mehr. Das Betriebsgeräusch auf Gebläsestufe 3 wirkte subjektiv etwas laut und hell. Drucktasten für Hitze und Gebläse inkl. LEDs finden sich links am Griff und sind dort ungewöhnlich tief platziert. Das heißt, Sie müssen den Griff ziemlich weit unten packen, um beides während des Föhnens zu verstellen. Die Kaltlufttaste hat ihren Platz vorn, und um sie zu bedienen, müssen Sie den Griff weiter oben fassen oder die andere Hand benutzen. Uns hätte es besser gefallen, wenn alle Bedienelemente nahe zusammenliegen. Ungewöhnlich und eine gute Idee: Die Kaltlufttaste müssen Sie nicht halten, sondern nur einmal drücken, und der Föhn bläst kalt. Ein weiterer Druck schaltet die Hitze wieder zu. Erfreulich einfach gelingt das Anbringen der Aufsätze per Magnet, die Stylingdüse können Sie ohne Kraftaufwand nach Bedarf drehen. Mit dem Trockenpusten hatte der Föhn kein Problem, das Haar war anschließend glatt und fühlte sich gut an. Auch am Styling-Ergebnis gab es nichts auszusetzen: Das Haar war wie gewünscht geformt, hatte Stand und vermittelte ein gepflegtes Gefühl. 

Der eingangs erwähnte silberfarbene Knopf hinten am Föhn ist nicht zur reinen Dekoration da: Wenn Sie darauf drücken, löst sich die Abdeckung des Filters. Um das perforierte Metallteil darunter von Staub zu befreien, ziehen sie es an seinem dünnen Henkel aus dem Gerät. Sitzt der mit einem trockenen Tuch gereinigte Filter wieder an Ort und Stelle, bringen Sie die Abdeckung wieder an, indem Sie sie aufsetzen und erneut den Knopf drücken, bis sie einrastet. Im Test rutschte uns das Teil ein paarmal weg, bevor wir es festklipsen konnten.

Severin S-Style Speed Pro HT 0169
Severin S-Style Speed Pro HT 0169*
59,99 €
69,84 €
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62,99 €
99,99 €
-37%
77,99 €
85,20 €
122,21 €

Testergebnis: Der Föhn von Severin erledigt seine Arbeit tadellos, am Föhnergebnis gibt es nichts zu meckern. In puncto Ergonomie ist unser Eindruck gemischt: Wir fanden die Bedienung aufgrund der Tastenplatzierung gewöhnungsbedürftig, auch lädt das Gewicht des Geräts nicht unbedingt zu sehr ausführlichen Stylingsessions ein. Positiv fielen uns das Handling der magnetischen Aufsätze und die Steuerung der Kaltluft auf, und auch die Filterlösung finden wir insgesamt gut gelungen. Nicht zuletzt macht das Alugehäuse des Severin-Föhns einen robusten Eindruck.

+ Vorteile

  • Alugehäuse
  • Magnetische Aufsätze
  • gut ausbalanciert
  • Memory-Funktion

– Nachteile

  • schwer
  • chemischer Geruch
  • ungünstig platzierte Bedienknöpfe
  • Betriebsgeräusch subjektiv eher unangenehm

5. Leichter Preis-Leistungs-Tipp: Medion HD2 MD 19984

Verarbeitung und Zubehör: Den Föhn von Medion erhalten wir in einem praktischen Karton mit Klappdeckel, der nach dem Entpacken nicht in den Müll wandern muss, da er sich auch gut zur Aufbewahrung bei Nichtgebrauch eignet. Im Inneren herrscht Ordnung: In einer Pappeinlage sind Föhn, Diffusor und zwei Düsen sicher untergebracht, hinzu kommen fünf Ersatzfilter und die Bedienanleitung. Medion hat dem Föhn ein unaufgeregtes Design gegeben: Er kommt in einem matten Dunkelgrau, die Bedienknöpfe sind etwas heller gefärbt. Das Netzkabel sitzt am Griffende in einer gummierten Kabeldurchführung mit Knickschutz und besitzt ein Klettband, das das aufgewickelte Kabel zusammenhält. Auch an eine Öse zum Aufhängen hat der Hersteller gedacht. An der Verarbeitung ist bei der Sichtprüfung nichts auszusetzen.

Föhn Test: Medion HD2 MD 19984
Beim Leichtgewicht von Medion können Sie zwischen zwei Stylingdüsen wählen
© Birgit Lachmann / stern

Föhnen und Handhabung: Der Medion-Föhn liegt gut in der Hand, auch wenn er leicht kopflastig ist – da er nur 300 Gramm wiegt, fällt das bei der Arbeit mit dem Gerät jedoch nicht unangenehm auf. Nach dem Einschalten per Schiebeschalter startet der Haartrockner mit kurzer Verzögerung und beginnt bei einer Maximallautstärke von rund 71 dB zu sirren. Das Betriebsgeräusch empfanden wir als hoch und etwas unangenehm, obwohl er der leiseste Föhn im Testfeld ist. Es gibt je drei Gebläse- und Heizstufen, die Sie mit zwei flachen Drucktasten links am Griff wählen; die zugehörigen LEDs zeigen die eingestellte Stufe – in Grün fürs Gebläse, in Rot für die Hitze. Beim Führen des Föhns mit der rechten Hand liegen die flachen Tasten unter dem Daumen und sind gut zu bedienen. Beim Wechsel in die linke Hand wird’s etwas umständlicher mit dem Handling, weil Sie Ihren Griff zum Umschalten lockern oder die andere Hand zu Hilfe nehmen müssen.

Der Föhn pustet bereits auf niedrigster Einstellung kräftig, für feines Haar reicht das aus. Mit mehr „Wind“ bekommen Sie sicher auch kräftiges und dickes Haar schnell trocken. Den Diffusor und die beiden Stylingdüsen – eine mit schmalerem und eine mit breiterem Luftauslass – setzen wir mit etwas Druck auf und drehen sie in die gewünschte Position. Dies sowie auch das Abnehmen des Zubehörs gestaltet sich zwar etwas hakelig, dafür sitzen die Teile zuverlässig am Gerät. Im Test kamen die breitere Düse sowie das zweite Hitzelevel zum Einsatz, da Wärmestufe 3 für unsere Zwecke zu heiß erschien. Mithilfe des gut erreichbaren Kaltluftknopfs vorn am Griff des Medion-Föhns fixierten wir die geformten Strähnen. Praktisch ist die Memory-Funktion. Wenn Sie den Föhn ausschalten, etwa um Haare abzuteilen und hochzustecken, startet er bei erneutem Einschalten mit der zuletzt verwendeten Einstellung. Die Ionen-Funktion tut, was sie soll: Es gibt nach dem Föhnen keine elektrostatische Aufladung, das Haar fühlt sich weich an und glänzt schön. Wer aufs Styling verzichtet und das Haar einfach trockenföhnen möchte, kommt auch ohne Düsen und ohne Frizz-Gefahr schnell ans Ziel. 

Den Filter des Medion-Föhns können Sie auf zwei Arten reinigen: Zum einen gibt es eine Reinigungsautomatik, die Sie laut Hersteller durch gleichzeitiges Drücken des Ein-Aus- und Heizstufenschalters in Gang setzen. Zum anderen können Sie die Abdeckung am Lufteinlass abnehmen und den Filter ersetzen – fünf dieser kleinen, vogelnestförmigen Gebilde liegen bei. Wir haben den Tausch ausprobiert: Er gelingt problemlos. Nachhaltiger wäre ein Permanentfilter, den Sie reinigen und weiterverwenden können.

Medion HD2 MD 19984
Preis-Leistungs-Tipp
Medion HD2 MD 19984*
49,95 €
49,90 €

Testergebnis: Das Modell von Medion ist ein Gerät ohne Schnickschnack. Die mitgelieferten Aufsätze genügen den alltäglichen Styling-Herausforderungen, auch wenn wir sie nicht geschmeidig anbringen oder entfernen konnten. Das geringe Gewicht des Föhns ist in diesem Test sein Alleinstellungsmerkmal: Er bringt lediglich 300 Gramm auf die Waage. An den Ergebnissen schließlich gibt es nichts auszusetzen. Mit dem Föhn bringen Sie Fülle, Glanz und Geschmeidigkeit ins Haar. Das Medion-Modell sieht nicht so spannend aus wie der Dyson, dürfte die Anforderungen der meisten Nutzerinnen und Nutzer jedoch erfüllen. Daher: Daumen hoch für den günstigsten Kandidaten im Test!

+ Vorteile

  • günstig
  • leicht
  • Reinigungsautomatik

– Nachteile

  • etwas hakeliges Handling der Aufsätze
  • Filter muss getauscht werden

Föhn: Die wichtigsten Fragen & Antworten 

Wie viele Temperatur- und Gebläsestufen sind sinnvoll?

Mehrere Wärme- und Gebläsestufen ermöglichen eine Anpassung an unterschiedliche Haartypen und Anwendungen – vom schonenden Antrocknen bis zum gezielten Styling. Je drei Stufen sind ausreichend und fast schon Standard. 

Wofür benötige ich eine Kaltlufttaste?

Mit einem kalten Luftstrom können Sie die Frisur nach dem Styling fixieren. Besonders nützlich ist diese Funktion etwa beim Arbeiten mit Rundbürsten.

Wie schwer sollte ein Föhn sein?

Je leichter, desto besser! Ist er zudem noch gut ausbalanciert, liegt der Föhn auch angenehm in der Hand. Beides macht sich vor allem bei längeren Stylingsitzungen bemerkbar: Der Arm wird nicht so schnell schwer.

Worauf sollte ich bei der Bedienung achten?

Gut erreichbare Schalter und Tasten erleichtern die Handhabung. In Produktbeschreibungen findet man oft nicht viel dazu. Informationen bekommen Sie über Testberichte.

Wie wichtig ist die Lautstärke eines Föhns?

Ein leiser Föhn, dessen Geräusch der Anwender als angenehm empfindet, stört auch die Mitbewohner weniger. Achten Sie auf eine niedrige dB(A)-Angabe. 75 bis 80 dB(A) sind für die meisten Nutzer völlig akzeptabel. 

Brauche ich ein langes Netzkabel?

Das kommt darauf an. In großen Bädern kann ein langes Kabel sinnvoll sein, geht es beengter zu, genügt eventuell auch ein kürzeres. Ein langes Kabel gewährt Bewegungsfreiheit, sehr lange Modelle können aber auch überdimensioniert sein und im Weg herumliegen.

Wobei muss ich bei der Verarbeitung und Materialqualität achten?

Hochwertige Materialien, stabile Schalter und eine saubere Verarbeitung können sich positiv auf Langlebigkeit und Alltagstauglichkeit auswirken.

Was ist in puncto Wartung zu beachten?

Ein leicht zugänglicher Luftfilter erleichtert die Reinigung. Ein verschmutzter Filter kann die Leistung beeinträchtigen und die Lebensdauer des Föhns verkürzen. Permanentfilter leiden kaum unter Verschleiß.

Welche Aufsätze benötige ich?

Eine Stylingdüse ermöglicht präzises Arbeiten, etwa mit einer Rundbürste. Üblicherweise liegt auch ein Diffusor bei; er eignet sich insbesondere zum schonenden (An-)Trocknen von lockigem oder welligem Haar. Tragen Sie häufig verschiedene Styles, können Sie sich für einen Haartrockner entscheiden, der viele Spezialaufsätze mitbringt, etwa zum Locken oder Glätten des Haars.  

Was ist die Ionen-Technologie?

Praktisch alle modernen Geräte bieten Ionen-Technologie. Dabei „beschießt“ der Föhn das Haar mit negativ geladenen Ionen, die eine statische Aufladung verhindern. Dadurch fliegen die Haare weniger, wirken glatter und lassen sich leichter frisieren. 

Braucht mein Föhn Spezialfunktionen?

Nein, aber sie können das Föhnen leichter machen. „Intelligente“ Geräte sorgen beispielsweise für eine automatische Temperaturanpassung zum Schutz von Haar und Kopfhaut. Das ist praktisch, schlägt sich aber im Preis nieder.

Wie erkenne ich ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis?

Der teuerste Föhn ist nicht automatisch auch der beste. Entscheidend ist die Frage, ob Ausstattung, Leistung und Bedienkomfort zu Ihrem persönlichen Bedarf passen. Wer täglich föhnt, sollte vor allem auf Haarschonung, Bedienkomfort und Lautstärke achten. Für Gelegenheitsnutzer ist der Preis ein Hauptargument. Außerdem zählen eine einfache Handhabung und eine solide Grundausstattung.

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