Per Diashow durchs Leben Scharfes Bild, einfache Bedienung? Fünf digitale Bilderrahmen im Test

Digitale Bilderrahmen im stern-Test: Sie sollen Erinnerungen lebendig halten, ohne kompliziert zu sein. Welche Modelle das am besten schaffen, erfahren Sie im Test.
Digitale Bilderrahmen Test: Fünf Modelle im Test
Digitale Bilderrahmen diverser Hersteller ähneln sich auf den ersten Blick. Doch die Unterschiede sind gewaltig
© Basti Barsch, Luise Barsch / stern

Egal, ob zu Weihnachten, auf Geburtstagen, bei Konzerten oder im Alltag – dank des Smartphones haben wir immer eine Kamera für besondere Momente dabei. Damit die Bilder nicht in einer Cloud versauern, gibt es digitale Bilderrahmen. Sie machen die vielen Bilder sichtbar, ohne dass Sie diese ausdrücken müssen. Damit schlagen die Rahmen eine Brücke zwischen digitaler und analoger Welt. Zudem übertragen Sie bei modernen Modellen Fotos bequem per WLAN oder App aus der Ferne, sodass auch Familie und Freunde neue Erinnerungen beisteuern können. Da der Markt mittlerweile groß und unübersichtlich ist, hat der stern die vielversprechendsten Modelle getestet und verglichen.

Digitale Bilderrahmen: Diese Geräte haben wir getestet

Weitere lohnende digitale Bilderrahmen

Folgende digitale Bilderrahmen haben wir nicht selbst getestet, sie sind uns aber bei der Recherche aufgefallen:

Fazit: Der beste digitale Bilderrahmen im Test

Ein digitaler Bilderrahmen sollte sich einfach bedienen lassen und vor allem durch seine Bildqualität überzeugen. Diese Aufgaben erfüllte der Pexar 10.1" am besten und sicherte sich damit den TestsiegBesonders hervorzuheben ist die hohe Geschwindigkeit. Den Rahmen bedienten wir flüssig wie ein Smartphone, ohne störende Denkpausen. Praktisch sind auch der gut erreichbare Power-Knopf auf der Oberseite sowie die Möglichkeit, den internen 32-GB-Speicher via SD-Karte zu erweitern. Lediglich fehlt ein Passepartout, das hier durch einen einfachen Plastikrand ersetzt wurde. Für 130 Euro (UVP) erhalten Sie dennoch ein rundes Gesamtpaket.

Wer weniger ausgeben möchte, dem empfehlen wir unseren Preis-Leistungs-Tipp: den Rollei Smart Frame 107. Er kostet 100 Euro (UVP) und bietet eine ähnliche Ausstattung wie der Testsieger. Auch das Passepartout wirkt hochwertig. Bei der Bildqualität müssen Sie jedoch Abstriche machen: Die Farben scheinen etwas blasser, das Display strahlt dunkler und es zeigt sich ein leichter Blaustich. Zudem reagiert das System deutlich langsamer. Da Sie im Alltag selten Einstellungen vornehmen müssen, ist das jedoch verkraftbar.

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Über den Tester

Als Journalist, der seine Karriere bei einem Fotomagazin begonnen hat, haben sich im Laufe der Jahre viele Fotos auf meinen Festplatten angesammelt. Das ist die perfekte Ausgangsposition, um digitale Bilderrahmen zu testen. Mein Fokus lag dabei vor allem auf der Bildqualität. Ein langsameres Betriebssystem konnte ich eher akzeptieren als Unschärfe und schlechte Weiß- und Schwarztöne. Mir war aber auch ein sauber verarbeitetes Gehäuse wichtig, denn es gehört schließlich zum Gesamtbild dazu.

Weitere Informationen über Basti Barsch

Alle Details, Eindrücke und Testergebnisse finden Sie in den Einzeltests unter der Tabelle.

Vergleichstabelle digitale Bilderrahmen

 Pexar 10.1" digital picture frameRollei Smart Frame 107AgfaPhoto APF1000WIFIBraun DigiFrame 1019 WiFiAura Carver Mat 10"KODAK Digitaler Bilderrahmen*ARZOPA Metall Digitaler Bilderrahmen*AKImart Digitaler Bilderrahmen*
Gesamteindruck (max. 5 Sterne)⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Testsieger
⭐️⭐️⭐️⭐️

Preis-Leistungs-Tipp
⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️Nicht in der WertungNicht in der WertungNicht in der Wertung
Auflösung1.280 x 800 Pixel1.280 x 800 Pixel1.280 x 800 Pixel1.280 x 800 Pixel1.280 x 800 Pixel1.920 x 1.200 Pixel1.280 x 800 Pixel1.280 x 800 Pixel
Format16:1016:1016:1016:1016:1016:1016:1016:10
Bilddiagonale10,1 Zoll10,1 Zoll10,1 Zoll10,1 Zoll10,1 Zoll10,1 Zoll10,1 Zoll10,1 Zoll
EntspiegeltJa Ja Ja Ja Ja Nicht in der WertungNicht in der WertungNicht in der Wertung
Stromverbrauch aktiv4 Watt3 Watt4 Watt3 Watt2 WattNicht in der WertungNicht in der WertungNicht in der Wertung
Stromverbrauch Stand-by1 Watt1 Watt1 Watt1 Watt1 WattNicht in der WertungNicht in der WertungNicht in der Wertung
Automatische HelligkeitseinstellungNeinNeinNeinNeinJaNeinJaKeine Angabe
Interner Speicher*32 GB32 GB32 GB16 GBKeine Angabe64 GB32 GB32 GB
Cloud-SpeicherOptionales AboOptionales AboOptionales AboOptionales AboJa, kostenlosKeine AngabeJa, kostenlosKeine Angabe
App-BedienungJaJaJaJaJaJaJaJa
WLAN JaJaJaJaJaJaJaJa
AnschlüsseUSB-C, SDUSB-C, microSDUSB-C, microSDUSB-C, microSDkeineUSB-CUSB-C, microSDUSB-C, microSD
AkkuNeinNeinNeinNeinNeinNeinNeinNein
Positionssensor (hochkant/quer)Ja Ja Ja Ja NeinJa Ja Ja 
BewegungssensorNeinNeinJaNeinNeinNeinNeinNein
WandhalterungJaJaJaJaNeinJaJaJa
StänderJaJaJaJaJaJaJaJa
FernbedienungNeinNeinNeinNeinNeinNeinNeinNein
Preis (UVP)130 Euro99 Euro120 Euro89 Euro189 Euro160 Euro110 Euro50 Euro

* Herstellerangabe

So haben wir die digitalen Bilderrahmen ausgewählt

Nach diesen Kriterien haben wir die Produkte für den Digitale-Bilderrahmen-Test ausgewählt:

  • Marken bzw. bekannte Hersteller im getesteten Bereich
  • Alle Geräte haben die gleiche Bildschirmdiagonale von 10 Zoll
  • Gute Verfügbarkeit in bekannten Onlineshops wie Amazon oder MediaMarkt
  • Alle Rahmen lassen sich per WLAN mit Bildern bestücken
  • Familienmitglieder und Freunde können ebenfalls Bilder an den Rahmen senden

So haben wir die digitalen Bilderrahmen getestet

Los ging es mit dem Auspacken. Wir prüften die Haptik und die Verarbeitung der digitalen Bilderrahmen. Dabei legten wir ein besonderes Augenmerk auf das Passepartout. Ein Passepartout ist eine meist aus weißem Karton gefertigte Umrahmung, die zwischen Bild und Rahmen liegt. Seine Aufgabe ist es, den Blick auf das Motiv zu lenken und es optisch in Szene zu setzen. Das funktioniert auch bei digitalen Bilderrahmen, wobei hier statt Karton Kunststoff zum Einsatz kommt. Je papierähnlicher dieser aussieht und sich anfühlt, desto hochwertiger wirkt der Rahmen. 

Als Nächstes richteten wir die Geräte ein. Da fast alle Modelle das Betriebssystem Frameo inklusive dazugehöriger App verwendeten, lief das ähnlich ab. Anschließend bestückten wir die Rahmen mit Bildern und probierten dazu alle möglichen Methoden aus: WLAN, E-Mail, Speicherkarte, USB.

Um die Farbwiedergabe, die Helligkeit, den Kontrast, die Blickwinkelstabilität und die Schärfe überprüfen zu können, stellten wir eine Auswahl unterschiedlicher Fotos zusammen. Einige waren bunt, andere monochrom und wieder andere wiesen einen hohen Detailgrad auf. Auch High-Key- und Low-Key-Aufnahmen, also jene mit respektive hohem Weißanteil oder hohem Schwarzanteil, sowie Videos befanden sich in der Auswahl. Zudem besaßen alle Fotos eine Full-HD-Auflösung mit 1.920 x 1.080 Pixeln, um gleiche Ausgangsbedingungen zu schaffen. 

Anschließend haben wir die digitalen Bilderrahmen nebeneinander aufgebaut und unter wechselnden Lichtbedingungen einer Sichtprüfung unterzogen. Dabei haben wir auch alle Einstellungsmöglichkeiten und Funktionen der Rahmen ausprobiert und bewertet.

1. Unser Testsieger: Pexar 10.1"

Ausstattung: Wenn Sie den digitalen Bilderrahmen von Pexar in die Hand nehmen, werden Sie sofort die Wertigkeit fühlen. Die Oberfläche ist griffig, das Gehäuse leicht und der Ständer äußerst robust. Letzteren bringen Sie mithilfe eines Magnetsystems schnell an, und dennoch hält er überraschend fest. Das funktioniert sowohl im Hoch- als auch im Querformat. Wer den Rahmen lieber an die Wand hängen möchte, kann das ebenfalls in beiden Ausrichtungen machen. Ein großer Pluspunkt dabei: Der Power-Knopf liegt im Querformat oben auf dem Rahmen und ist jederzeit erreichbar. Bei den anderen Testmodellen liegt er auf der Rückseite. Wenn der Rahmen dann an der Wand hängt, müssen Sie ihn immer erst abnehmen, um das Gerät anzuschalten. Was beim Pexar 10.1" hingegen fehlt, ist ein Passepartout. Stattdessen rahmt ein weißer Plastikrand das Display ein. Aus der Ferne erzielt es zwar einen ähnlichen Effekt, erreicht aber nicht die Tiefe und die Anmut eines richtigen Passepartouts.  

Bildqualität: In dieser Kategorie überzeugt der Pexar auf ganzer Linie und brilliert in puncto Helligkeit, Kontrast und Farbwiedergabe. Lediglich bei der Schärfe und der Blickwinkelstabilität gibt es leichte Abzüge. Zwar können Sie das Bild aus jedem Winkel gut erkennen, allerdings gehen Helligkeit und Brillanz etwas verloren. Die beste Wirkung erzielt das Bild, wenn Sie von vorn auf den Bildschirm blicken.

Bedienung: Wie vier der fünf getesteten Modelle benutzt der Pexar Frameo als Betriebssystem und besitzt ebenfalls einen internen Speicher von 32 GB. Wem das nicht ausreicht, der erweitert die Kapazität mit einer SD-Karte. Über das Touchdisplay können Sie Ihre Bilder verwalten und diverse Einstellungen direkt am Gerät vornehmen. Von Helligkeitseinstellungen über das Festlegen von Stand-by-Zeiten bis hin zur Auswahl von Diashow-Programmen ist alles Wichtige dabei. Im Vergleich zur Konkurrenz überzeugte der Pexar-Rahmen zusätzlich mit seiner hohen Geschwindigkeit. Während es bei den anderen Modellen zu kleineren Denkpausen kam, ließ sich der Pexar wie ein Smartphone flüssig bedienen.

Digitaler Bilderrahmen Test: Pexar 10.1
Der digitale Bilderrahmen von Pexar besitzt einen magnetischen Standfuß
© Basti Barsch, Luise Barsch / stern

Fazit: Pexar bietet ein rundes Gesamtpaket und liegt in fast allen Kategorien vor der Konkurrenz. Vor allem die hohe Geschwindigkeit und die Bildqualität haben uns überzeugt, weshalb dieser digitale Bilderrahmen unser klarer Testsieger ist. Ebenso fällt der Preis mit 130 Euro (UVP) fair aus. Lediglich müssten Sie ein Plus-Abo bei Frameo abschließen, wenn Sie die Cloud-Sicherung nutzen wollen. Das ist jedoch optional und wir hatten in unserem Test auch nicht das Bedürfnis danach. Zumal die Speicherkapazitäten für die meisten Nutzer ausreichen sollten und die Bilder in der Regel noch auf einem anderen Gerät wie dem Smartphone oder einem Laptop liegen.

2. Preis-Leistungs-Tipp: Rollei Smart Frame 107

Ausstattung: Der Rollei Smart Frame 107 ähnelt unserem Testsieger von Pexar stark. Auch hier kommt ein 10,1-Zoll-Touchdisplay zum Einsatz, das Betriebssystem ist von Frameo und es gibt einen 32-GB-Speicher. Wer Letzteren erweitern möchte, kann dies mit einer microSD-Karte tun. Strom bekommt der Smart Frame über die Steckdose. Ein Akku fehlt, wie bei allen Modellen im Test. Den Ständer positionieren Sie an zwei Stellen, sodass Sie den Rahmen wahlweise hochkant als auch quer aufstellen oder aufhängen. Zudem ist ein Passepartout vorhanden, das den Bildern schmeichelt. 

Bildqualität: Wie der Pexar nutzt auch der digitale Bilderrahmen von Rollei eine Auflösung von 1.280 x 800 Pixeln und hat mit einem Seitenverhältnis von 16:10 das gleiche Format. Dennoch hinkt er dem Pexar bei der Bildqualität leicht hinterher. Die Farben wirken etwas blasser und der Bildschirm leuchtet selbst bei der höchstmöglichen Einstellung etwas schwächer. Zudem gibt es einen leichten Blaustich, der vor allem die Weißwerte verunreinigt. Bei dunkleren Bildern fällt dies jedoch nicht allzu sehr auf. Alles in allem befindet sich die Bildqualität auch auf einem ausreichend hohen Niveau. Die meisten Nutzer dürften im Alltag mit ihr zufrieden sein.

Bedienung: Wie fast alle unsere Testgeräte nutzt der Rollei Smart Frame 107 das Frameo-Betriebssystem. Daher gibt es die gleichen Optionen. Über das Touchdisplay steuern Sie die Bildwiedergabe, reagieren mit Emojis auf Bilder von Freunden und Verwandten und verwalten Ihre eigenen Fotos. Allerdings dauert alles deutlich länger als bei unserem Testsieger. Wenn Sie etwa einen Menüpunkt antippen, macht der Smart Frame öfter eine Denkpause. Auch beim Hochfahren braucht er Zeit. Da man den Rahmen jedoch nur einmal einrichtet und ihn dann für längere Zeit nicht mehr anfassen muss, sollte dieses Manko für die meisten Nutzer verkraftbar sein.  

Digitaler Bilderrahmen Test: Rollei Smart Frame 107
Der Rollei Smart Frame 107 umrahmt das Motiv mit einem weißen Passepartout
© Basti Barsch, Luise Barsch / stern

Fazit: Der Rollei Smart Frame 107 bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Er kostet lediglich 100 Euro (UVP) und stellt dennoch Fotos in hoher Qualität dar. Zudem überzeugte uns, dass wir ihn flexibel platzieren und dank Frameo-Betriebssystem auch einfach bedienen können, wenngleich es stellenweise schneller laufen dürfte. Wer damit leben und auch kleinere Abstriche bei der Bildqualität hinnehmen kann, darf guten Gewissens zum Rollei greifen. Alle anderen sollten lieber 30 Euro mehr ausgeben und in den Pexar investieren.

3. Der Stromsparer: AgfaPhoto APF1000WIFI

Ausstattung: Der AgfaPhoto APF1000WIFI bietet eine ähnliche Ausstattung wie die anderen Testmodelle. Er verfügt über einen internen Speicher mit 32 GB, der sich mit microSD-Karten erweitern lässt. Das Betriebssystem stammt wieder von Frameo und das Passepartout ist aus weißem, leicht angerautem Plastik gefertigt. Es gibt jedoch einen wesentlichen Unterschied zu den anderen: Der AgfaPhoto-Rahmen besitzt einen Bewegungssensor in der rechten unteren Ecke. Befindet sich niemand vor dem Gerät, schaltet es nach einer eingestellten Zeit den Bildschirm aus. Nimmt der Sensor eine Bewegung wahr, geht der Bildschirm wieder an. Das spart auf Dauer einiges an Strom. In unserem Test hat der AgfaPhoto-Rahmen schnell erkannt, wenn wir den Raum betraten. Wir haben ihn auch auf dem Schreibtisch ausprobiert, also an dem Ort, an dem man üblicherweise Bilder von seinen Liebsten aufstellt. Da wir beim Tippen am Computer keine ausladenden Bewegungen machten, nahm der Rahmen uns nicht immer wahr und schaltete ab. Wer den Timer für die Abschaltung jedoch großzügig setzt, kann auch einen Arbeitstag am Schreibtisch verbringen, ohne dass sich der Bildschirm einmal deaktiviert.

Bildqualität: Auch der APF1000WIFI nutzt das Bildformat 16:10 mit einer Auflösung von 1.280 x 800 Pixeln. Dennoch erreicht er nicht die Bildqualität des Pexar. Das Display scheint etwas dunkler, die Farben blasser und der Kontrast könnte kräftiger sein. Zudem zeigen die Bilder einen Blaustich, der vor allem bei hellen Motiven auffällt. Ohne den direkten Vergleich würde es vielen Nutzern wahrscheinlich nicht auffallen, dennoch bietet die Bildqualität noch Luft nach oben.

Bedienung: Auch hier kommt das Frameo-Betriebssystem zum Einsatz. Daher sind alle Funktionen von der Helligkeit über die Bildverwaltung bis zu einer Wetteranzeige identisch mit denen der anderen Rahmen. Zusätzlich können Sie den Bewegungssensor ausschalten oder mit einem Timer versehen. Er schaltet sich etwa dann ab, wenn er zwei Stunden lang keine Bewegung mehr wahrgenommen hat. Besonders angenehm war auch, dass er der zweitschnellste Frameo-Rahmen in unserem Test war. Die Menüführung lief flott ab und nur an wenigen Stellen kam es zu minimalen Verzögerungen. 

Digitaler Bilderrahmen Test: AgfaPhoto APF1000WIFI
Der AgfaPhoto APF1000WIFI hat in der rechten, unteren Ecke einen Bewegungssensor
© Basti Barsch, Luise Barsch / stern

Fazit: Der AgfaPhoto APF1000WIFI lohnt sich für alle, die Wert auf ein stromsparendes Gerät legen. Denn mithilfe des Bewegungssensors schaltet der Rahmen automatisch in den Stand-by-Modus und reduziert den Stromverbrauch von 3 auf 1 Watt. Da die meisten Bewohner tagsüber nicht zum Bildbetrachten zu Hause sind, summiert sich die Stromersparnis übers Jahr. Auch die Bedienung funktioniert reibungslos und flüssig. Lediglich die Bildqualität fällt beim Testsieger Pexar etwas besser aus, dafür kostet der AgfaPhoto-Rahmen mit 120 Euro (UVP) minimal weniger.

4. Der Günstige: Braun DigiFrame 1019 WiFi

Ausstattung: Auch der Braun DigiFrame 1019 WiFi nutzt Frameo als Betriebssystem, unterscheidet sich aber in einigen anderen Merkmalen von den Konkurrenzprodukten. So fällt der interne Speicher mit 16 GB kleiner aus, Sie erweitern ihn jedoch bedarfsweise via microSD-Karte. Zudem verzichtet der Braun auf ein weißes Passepartout. Stattdessen gibt es einen schwarzen Rand, der eben mit dem Touch-Display abschließt. Dadurch wirkt der Rahmen mehr wie ein dickes Tablet. Der Bildschirm selbst ähnelt hingegen dem der anderen Testkandidaten. Er hat eine Diagonale von 10,1 Zoll, eine Auflösung von 1.280 x 800 Pixeln und ein 16:10-Format. 

Bildqualität: Optisch geht der Braun zwar in eine andere Richtung, doch bei der Bildqualität liegt er auf einem ähnlichen Niveau wie die Konkurrenz. Die Bilder werden scharf dargestellt und die Farben sehen gut aus, könnten aber kräftiger sein. Zudem kommt es auch hier zu einem leichten Blaustich und bei der Blickwinkelstabilität schneiden die Konkurrenten besser ab. In Anbetracht des deutlich niedrigeren Preises aber immer noch ein ausreichend gutes Ergebnis.

Bedienung: Den Braun DigiFrame 1019 WiFi bedienen Sie über ein Touch-Display. In unserem Test zeigten sich jedoch ein paar Schwachstellen. Zum einen gehört das Gerät nicht zu den schnellsten seiner Zunft. Nach Eingaben gibt es öfter kleinere Denkpausen und auch für das Hochfahren lässt der DigiFrame sich Zeit. Zum anderen fühlt sich die Glasoberfläche nicht richtig glatt an. Der Finger gleitet nicht so widerstandsfrei über sie wie bei Geräten der Konkurrenz. Auch der Ständer konnte nicht überzeugen. Der Plastikstift sieht aus wie eine kleine Antenne und wird in die Rückseite geschraubt. Jedoch gab er nach, sobald wir auf den Bildschirm tippten. Dadurch wippte der ganze Rahmen immer ein Stück nach hinten. Wenn das Gerät hochkant stand, war dieser Effekt sogar noch stärker. Der Ständer hielt zwar, aber wir trauen ihm keine zu hohe Last zu. 

Digitaler Bilderrahmen Test: Braun DigiFrame 1019 WiFi
Der Braun DigiFrame 1019 WiFi lehnt sich an einen dünnen Plastikständer, der schnell nachgibt
© Basti Barsch, Luise Barsch / stern

Fazit: Der Braun DigiFrame 1019 WiFi besitzt einige Schwächen. Allen voran schneidet die Konkurrenz in puncto Ausstattung und Bildqualität besser ab. Er hat aber einen Vorteil, der einige Punkte wieder gutmachen kann: seinen Preis. Mit 89 Euro (UVP) kostet er von den getesteten digitalen Bilderrahmen am wenigsten. In einigen Shops gibt es ihn sogar für etwa 65 Euro. In Anbetracht dessen dürfte der Braun für Schnäppchenjäger interessant sein, die mit den Schwächen leben können. Denn unterm Strich ist der DigiFrame immer noch ein solides Produkt, die Konkurrenz ist lediglich in vielen Punkten besser.

5. Der Einfache: Aura Carver Mat 10"

Ausstattung: Wenn wir nur die Gehäuse der digitalen Bilderrahmen bewerten würden, wäre der Aura Carver Mat 10" klarer Sieger. Er sieht nicht nur schick aus, die Oberfläche fühlt sich auch wertig an. Zudem beeindruckt das weiße Passepartout, das durch eine angeraute Oberfläche wie echte Pappe wirkt. Einen externen Ständer hat er nicht. Stattdessen wird der Rahmen nach unten hin breiter und ermöglicht so einen stabilen Stand. Das rundet das gesamte Design zusätzlich ab. Ein Nachteil daran ist, dass der Bildschirm nur im Querformat stehen und nicht an der Wand aufgehängt werden kann. 

Bildqualität: In dieser Disziplin schnitt der Carver Mat 10" im Vergleich am schlechtesten ab. Obwohl die Bildauflösung mit 1.280 x 800 Pixeln der anderer Testmodelle entspricht, war die Schärfe deutlich geringer und die Weißwerte wirkten gräulich. Zudem schien das Display am dunkelsten und ließ sich manuell nicht heller stellen. Denn die Helligkeit reguliert der Carver automatisch. Da es sich hierbei jedoch nicht um einen Totalausfall handelt, könnten das Bedienungskonzept und das Design die Kritikpunkte theoretisch ausgleichen – wären da nicht die Bildartefakte. Bei größeren Weißflächen bildeten sich Treppchen, im Fachjargon auch Color Banding genannt. Dabei wird ein eigentlich gleichmäßiger Farbverlauf nicht kontinuierlich, sondern in sichtbaren Stufen oder Streifen dargestellt. Solche Effekte stören nicht nur, die Bilder wirken auch kaputt.

Bedienung: Mit seinem Bedienkonzept sticht der Aura Carver aus dem Testfeld heraus. Denn am Gerät stellen Sie nichts ein. Es gibt weder ein Menü noch einen Schacht für Speicherkarten. Auf der Oberseite des Rahmens befindet sich lediglich ein kleines Touchpad, über das Sie mit dem Finger streichen können. So blättern Sie zwischen den Fotos, können diese mit Herzchen bewerten und den Rahmen herunterfahren. Um Bilder zu übertragen, müssen Sie die Aura-App nutzen. Denn alle Bilder speichern Sie in einer Cloud und synchronisieren sie so mit dem Rahmen. Eine Offline-Nutzung ist daher nicht möglich, Sie benötigen unbedingt eine WLAN-Verbindung. Sollte diese mal wegbrechen, arbeitet der Rahmen zwar mit einem Zwischenspeicher weiter, neue Bilder fügen Sie jedoch nicht hinzu und alte entfernen Sie ebenso wenig. Dafür müssen Sie sich jedoch nie Gedanken über die Speicherkapazität machen. Aura erlaubt nämlich unendlich viele Bilder in der Cloud ohne irgendwelche Monatsgebühren.

Digitaler Bilderrahmen Test: Aura Carver Mat 10
Der Aura Carver Mat 10" benötigt keinen extra Ständer, da das Gehäuse nach unten hin breiter wird
© Basti Barsch, Luise Barsch / stern

Fazit: Der Aura Carver Mat 10" hat eine große Stärke: seine Einfachheit. Sie müssen nur den Rahmen aufstellen und brauchen sich keine Gedanken über Speicherkarten und Kapazitäten zu machen. Alles Weitere läuft über die unkompliziert aufgebaute App. Alle Bilder verwalten Sie darüber und senden sie an den Rahmen. Da Sie digitale Bilderrahmen üblicherweise mit einem WLAN-Netz in der Wohnung einwählen, dürfte die dauerhafte Online-Verbindung für die meisten Nutzer auch kein Problem darstellen. Zudem können Freunde und Verwandte den Rahmen ebenfalls bestücken. Für diese Einfachheit müssen Sie jedoch einen hohen Preis zahlen und dennoch deutliche Abstriche bei der Bildqualität machen. Vor allem das Color Banding empfanden wir als störend, insbesondere bei einem UVP von 189 Euro. Selbst beim Straßenpreis von rund 140 Euro sollte das nicht vorkommen.

Weitere lohnende digitale Bilderrahmen

Digitaler Bilderrahmen von Kodak

Der digitale Bilderrahmen von Kodak war uns in unseren Recherchen durch seine Designvielfalt aufgefallen. Neben einem klassischen Holzrahmen-Look ist er auch mit Stoff bezogen oder als Kipprahmen erhältlich. Dadurch hebt er sich optisch von der Konkurrenz ab. Je nach Ausführung verfügt das Display über eine Auflösung von 1.280 x 800, 1.920 x 1.200 oder 2.560 x 1.600 Pixel und übertrifft damit die Modelle aus unserem Test teilweise. Das Kippmodell verfügt außerdem über einen integrierten Akku und läuft zeitweise ohne Steckdose. Das macht die Kodak-Rahmen auch für Reisende interessant. Zumal sie über Funktionen verfügen, die über eine einfache Diashow hinausgehen. So können Sie etwa einen Kalender betrachten oder den Rahmen als Wecker verwenden. Je nach Ausführung kosten die Rahmen zwischen 120 und 179 Euro (UVP). 

Digitaler Bilderrahmen von Arzopa

Auch der digitale Bilderrahmen von Arzopa fällt optisch auf. Statt auf Kunststoff zu setzen, hebt er sich durch einen Metallrahmen ab. Dieser glänzt in Roségold und wird durch ein retro-inspiriertes Grammofon-Design auf der Rückseite abgerundet. Dafür gewann der Arzopa den "MUSE Design Award 2024". Neben dem internen Speicher von 32 GB haben Käufer Zugriff auf eine Cloud mit unendlichem Speicherplatz. Dafür müssen sie nichts extra zahlen. Es fällt lediglich ein einmaliger Kaufpreis von 110 Euro (UVP) an, der Straßenpreis liegt aktuell bei etwa 90 Euro. Dafür gibt es keine Erweiterungsmöglichkeit über eine SD-Karte.

Digitaler Bilderrahmen von AKImart

Amazon-Bewertungen bieten eine gute Orientierung, ob ein Produkt etwas taugt. Wenn wir nur sie betrachten, sticht ein Modell besonders hervor: der digitale Bilderrahmen von AKImart. Dies ist umso erstaunlicher, da er mit 49,99 Euro (UVP) besonders günstig ist. Dennoch scheint es sich nicht negativ auf die Qualität des Produkts auszuwirken, denn die Käufer zeigen sich mit 4,4 von 5 Sternen äußerst zufrieden. Rund 2.500 Bewertungen kamen bisher zusammen, während die meisten Konkurrenten bei Amazon nur auf eine niedrige, dreistellige Zahl kommen. Gleichzeitig ist der Rahmen ähnlich wie die anderen Testteilnehmer ausgestattet: Das Display löst mit 1.280 x 800 Pixel auf, der interne Speicher fasst 32 GB und als Betriebssystem kommt wieder Frameo zum Einsatz.

Digitale Bilderrahmen: Die wichtigsten Fragen & Antworten

Wie funktioniert ein digitaler Bilderrahmen?

Ein digitaler Bilderrahmen ist im Grunde ein kleiner Bildschirm in einem rahmenähnlichen Gehäuse. Er zeigt digitale Fotos an und kann automatisch zwischen ihnen wechseln. Herzstück ist zumeist ein IPS-Display, ähnlich wie bei einem Tablet oder Smartphone, allerdings oft mit geringerer Auflösung. Über die Software des Rahmens nehmen Sie verschiedene Einstellungen vor: wie lange der Bilderrahmen jedes Foto anzeigen, welche Übergangseffekte er zwischen den Bildern verwenden, ob er die Bilder in zufälliger Reihenfolge oder chronologisch zeigen soll. Auch die Helligkeit und Farbeinstellungen nehmen Sie direkt am Gerät vor. Die Stromversorgung erfolgt typischerweise über ein Netzteil. Einige portable Modelle betreiben Sie jedoch auch mit Akkus.

Wie bekomme ich Bilder vom Handy auf den digitalen Bilderrahmen?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, Bilder vom Handy auf einen digitalen Bilderrahmen zu übertragen. Die modernste Methode ist die WLAN-Verbindung, bei der man eine zugehörige App auf das Smartphone herunterlädt und Fotos direkt aus der Galerie an den Rahmen sendet. Das funktioniert oft sogar von unterwegs, wenn beide Geräte mit dem Internet verbunden sind.

Eine alternative Methode ist die Übertragung per E-Mail, falls der Rahmen diese Funktion unterstützt. Dabei bekommt der Bilderrahmen eine eigene E-Mail-Adresse, und man schickt die gewünschten Fotos als Anhang dorthin. Ansonsten gibt es noch den klassischen Weg über Speicherkarte oder USB-Stick. Man überträgt die Fotos vom Handy auf den Computer, kopiert sie auf eine SD-Karte und steckt diese in den Rahmen. 

Welche Auflösung ist für einen digitalen Bilderrahmen empfehlenswert?

Die empfehlenswerte Auflösung für einen digitalen Bilderrahmen hängt in erster Linie von der Größe des Bildschirms ab. Bei kleineren Rahmen mit einer Bildschirmdiagonale von 7 bis 10 Zoll reicht in der Regel eine Auflösung von 1.024 x 600 oder 1.280 x 800 Pixeln. Für mittelgroße Rahmen zwischen 10 und 15 Zoll sollten Sie idealerweise zu Full HD mit 1.920 x 1.080 Pixeln greifen, damit die Bilder auch bei näherer Betrachtung noch scharf aussehen. Bei digitalen Bilderrahmen ab 15 Zoll, die beispielsweise wie ein Kunstwerk an der Wand hängen, lohnt sich definitiv mindestens Full-HD-Auflösung.

Wie lange hält der Akku eines digitalen Bilderrahmens?

Die meisten digitalen Bilderrahmen laufen nicht mit Akkustrom. Stattdessen versorgt sie ein Netzteil ununterbrochen. Das liegt daran, dass der Bildschirm kontinuierlich Energie verbraucht, auch wenn er sich im Stand-by-Modus befindet. Digitale Bilderrahmen mit integriertem Akku halten ähnlich lang durch wie ein Smartphone. Je nach Modell und Einstellungen ist der Akku bereits nach wenigen Stunden oder Tagen leer.

Kann ich einen digitalen Bilderrahmen dauerhaft eingeschaltet lassen?

Digitale Bilderrahmen sind grundsätzlich dafür konzipiert, dauerhaft eingeschaltet zu bleiben. Allerdings ist es aus Energiespargründen sinnvoll, die integrierte Timer-Funktion zu nutzen. Dann schaltet sich der Rahmen nachts oder zu Zeiten, wenn niemand zu Hause ist, automatisch ab. Moderne Geräte haben oft auch Helligkeitssensoren oder Bewegungsmelder, die das Display steuern und so zusätzlich Strom sparen können.