Wasser marsch!
Druck ohne Kabel: Fünf mobile Akku-Reiniger im Belastungstest

5 Akku-Reiniger im Test
Für unseren Test haben wir fünf verschiedene Akku-Reiniger renommierter Marken genauer unter die Lupe genommen
© Anna Scheibe / stern

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Akku-Druckreiniger haben den Vorteil, dass sie keinen festen Strom- und Wasseranschluss brauchen. Aber bieten sie die gleiche Leistung wie Hochdruckreiniger? Wir haben es getestet.

Ob Grünbelag oder Moos, Staub oder Schmutzrückstände: Mit einem klassischen Hochdruckreiniger lassen sich Garten- und Terrassenmöbel, Fahrzeuge und Bodenbeläge mit Leichtigkeit reinigen. Aber gilt das auch für kabellose Geräte, die ihr Wasser nicht aus dem Hahn ziehen (müssen), sondern auf alternative Quellen wie Eimer, Kanister oder Seen zurückgreifen können? Die Antwort lautet: jaein. Da es sich bei vielen Geräten um Mitteldruck- oder Niedrigdruckreiniger handelt, die – wie der Name suggeriert – mit weniger Druck arbeiten, kann die Reinigungsleistung nicht die gleiche sein. Hier stellt sich die Frage: Wann lohnt sich die Anschaffung? Wir haben fünf verschiedene Modelle getestet. Um herauszufinden, für welche Untergründe die verschiedenen Druckreiniger geeignet sind, haben wir Steinplatten, Holzdielen und einen Outdoor-Teppich als Versuchsobjekte hinzugezogen. Was dabei herausgekommen ist, zeigt der große stern Kaufkosmos-Test.

Noch ein Verständnishinweis vorab: Die Einteilung in Niederdruck-, Mittel- und Hochdruckreiniger ist nicht eindeutig normiert, sondern eine praxis- und marketingbasierte Einordnung, bei der sich die Kategorien teilweise überschneiden. Besonders um etwa 25 bar gibt es einen Übergangsbereich, weshalb vergleichbare Geräte (je nach Hersteller) unterschiedlich bezeichnet werden. 

Diese Akku-Hochdruckreiniger haben wir getestet

  1. Makita DHW180 Akku-Druckreiniger zum Shop
  2. Worx WG633E.9 Hydroshot Akku-Hochdruckreiniger zum Shop
  3. Einhell Akku-Druckreinigerpistole Hypresso 18/24-1 zum Shop
  4. Gardena Akku-Mitteldruckreiniger AquaClean 24/18V zum Shop
  5. Parkside Akku-Druckreiniger PDRA 20-Li D4 zum Shop

Diese Modelle sind auch einen Blick wert 

Folgende Geräte haben wir zwar nicht getestet, sie sind uns aber während der Recherche aufgefallen:

  • Scheppach Akku-Hochdruckreiniger C-HPG35-X zum Shop
  • Kärcher Mobile Outdoor Cleaner OC 3 Plus zum Shop
  • Gloria Akku-Sprühsystem MultiJet zum Shop
  • Kmnsun Akku-Hochdruckreiniger zum Shop
  • Blucky Akku-Hochdruckreiniger zum Shop

Testergebnis: Diese Akku-Druckreiniger haben überzeugt

Wenn Sie schon vorab erfahren wollen, welche Geräte in unserem Test am besten abgeschnitten haben, können Sie weiterlesen: Der Akku-Druckreiniger von Makita hat uns – im direkten Vergleich mit den anderen Modellen der gleichen Stärke (sprich 24/25 bar) – am meisten überzeugt. Er arbeitete schnell und präzise, war leicht zu bedienen und eignete sich für verschiedene Untergründe. Zwar könnte der Hersteller den Lieferumfang mit mehr Zubehör wie einem Flaschenadapter oder einer Sprühflasche ausstatten. Dennoch haben die Stärken in der Praxis überwogen, vor allem in punkto Alltagstauglichkeit, sodass wir den DHW180 zum Testsieger ernannt haben.

Ebenfalls fünf Sterne von uns erhalten hat der Akku-Hochdruckreiniger von Worx. In unserem Belastungstest konnte das Gerät ähnlich überzeugen wie das von Makita – allerdings arbeitet der WG633E.9 Hydroshot mit doppelt so viel Druck (56 bar) und hat damit einen klaren Vorteil gegenüber den anderen Testmodellen. Interessanterweise war die Reinigungsleistung dennoch nicht deutlich besser als beim Testsieger. Aus diesem Grund erhält der Akku-Hochdruckreiniger die gleiche Wertung wie der Makita DHW180.

Anna Scheibe
© Domenic Driessen

Über die Testerin

Auf unserer Dachterrasse zeigt sich jedes Jahr aufs Neue, was Wind und Wetter anrichten können: Die Holzdielen sind von Grünbelag überzogen, auf den Waschbetonplatten breiten sich Moos und Flechten aus. Mit herkömmlichen Reinigungsmitteln war dem Schmutz bislang nicht beizukommen. Weil die Anschlüsse für einen klassischen Hochdruckreiniger fehlen, habe ich fünf kabellose Akku-Geräte getestet. 
Weitere Informationen über Anna Scheibe

Alle Details, Eindrücke und Testergebnisse finden Sie in den Einzeltests unter der Tabelle.

Vergleichstabelle Akku-Druckreiniger

Preis
Testsieger
Makita DHW180 Akku-Druckreiniger
Makita DHW180 Akku-Druckreiniger*
1.
WORX WG633E.9 Hydroshot Akku-Hochdruckreiniger
WORX WG633E.9 Hydroshot Akku-Hochdruckreiniger*
2.
Einhell Akku-Druckreinigerpistole HYPRESSO 18/24-1
Einhell Akku-Druckreinigerpistole HYPRESSO 18/24-1*
3.
Gardena Akku-Mitteldruckreiniger AquaClean 24/18V P4A
Gardena Akku-Mitteldruckreiniger AquaClean 24/18V P4A*
4.
Preis-Leistungstipp
PARKSIDE® 20 V Akku–Druckreiniger PDRA 20–Li D4
PARKSIDE® 20 V Akku–Druckreiniger PDRA 20–Li D4*
5.
Scheppach Akku Hochdruckreiniger C-HPG35-X
Scheppach Akku Hochdruckreiniger C-HPG35-X*
6.
GLORIA Akku Sprühsystem MultiJet
GLORIA Akku Sprühsystem MultiJet*
7.
Kärcher Mobile Outdoor Cleaner OC 3 Plus
Kärcher Mobile Outdoor Cleaner OC 3 Plus*
8.
Kmnsun Akku Hochdruckreiniger
Kmnsun Akku Hochdruckreiniger*
9.
Akku Hochdruckreiniger, Hydro Blast
Akku Hochdruckreiniger, Hydro Blast*
10.
€ 114,99
114,99 €
€ 107,00
€ 99,79
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Zum Anbieter
159,00 €
€ 139,69
194,99 €
67,98 €
Bewertung Nicht in der Wertung
Maße 41,9 x 23,9 x 9,9 cm 33 x 22,3 x 9,6 cm 38 x 30 x 13 cm 78 x 20 x 8,2 cm 87,9 × 25 × 7 cm 89 x 6,5 x 22 cm 39,5 x 28,5 x 14,5 cm 28,3 x 23,6 x 26,1 cm 44 x 36 x 46 cm 20 x 15 x 40 cm
Gewicht 1,5 kg 1,5 kg 1,5 kg 1,5 kg 1,3 kg 1,5 kg 2,2 kg 2,3 kg 8 kg 1,99 kg
Max. Druck 24 bar 56 bar 24 bar 24 bar 25 bar 35 bar 25 bar 15 bar 60 bar 80 bar
Lautstärke 89 dB 92 dB 86 dB 82 dB 89 dB k.A. k.A. k.A. k.A. k.A.
Max. Durchflussmenge 318 l/h 220 l/h 240 l/h 250 l/h 150 l/h 180 l/h 240 l/h 120 l/h 240 l/h 500 l/h
Akkuspannung 18 V 20 V 18 V 18 V 20 V 20 V 18 V k.A. 20 V 21 V
Akku-Kapazität 5.0 Ah 4.0 Ah 4.0 Ah 2.5 Ah 4.0 Ah - - - - -
Akku-Laufzeit 30 min 30 min 27 min 35 min 35 min k.A. k.A. k.A. k.A. k.A.
Akku-Ladezeit 40 min 120 min 50 min 30 min 35 min k.A. k.A. k.A. k.A. k.A.
Schlauchlänge 6 m 6 m 5 m 5 m 6 m 6 m 5 m 2,8 m 5 m 5 m
Eco-Modus Ja Ja Ja Ja Nein k.A. k.A. k.A. k.A. k.A.
Erhältlich bei
114,99 €
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126,87 €
114,99 €
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164,99 €
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-20%
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174,99 €
194,99 €
-15%
67,98 €
79,98 €

So haben wir die Produkte ausgewählt

  • Bekannte Hersteller im Werkzeug- und Gartensegment: Wir haben bewusst Modelle von etablierten Marken berücksichtigt, die für ihre Akku-Systeme und den praktischen Einsatz im Alltag bekannt sind.
  • Akku-Systeme statt Netzgeräte: In die Auswahl kamen ausschließlich Geräte, die unabhängig vom Stromnetz arbeiten und mit Akku betrieben werden, um einen realistischen Vergleich mobiler Reinigungsgeräte zu ermöglichen.
  • Unterschiedliche Leistungsklassen: Um sowohl kompakte Mobilgeräte als auch stärkere Akku-Druckreiniger vergleichen zu können, haben wir Modelle mit 24 bis 56 bar getestet. So lassen sich Unterschiede bei Reinigungskraft, Handling und typischen Einsatzbereichen besser einordnen.
  • Ansaugfunktion als Kriterium: Ein zentraler Punkt war die Fähigkeit, Wasser per Ansaugschlauch aus Eimern zu fördern, da dies den typischen Einsatz ohne festen Wasseranschluss abbildet.
  • Praxisnahe Reinigungsleistung: Getestet wurden die Geräte unter realen Bedingungen auf der Terrasse – auf Steinplatten, Holzdielen und einem Outdoor-Teppich –, um die Alltagstauglichkeit auf unterschiedlichen Oberflächen zu bewerten.
  • Handhabung und Ergonomie: Zusätzlich flossen Gewicht, Balance, Bedienkomfort und die Einhand-Nutzung in die Bewertung ein, da die Geräte häufig spontan und mobil eingesetzt werden.
  • Akkusystem und Laufzeit: Berücksichtigt wurde auch die Integration in bestehende Akkusysteme sowie die realistisch erreichbare Laufzeit bei typischen Reinigungsaufgaben.
  • Verfügbarkeit und Praxistauglichkeit: Alle getesteten Modelle sind im Handel gut verfügbar und stammen aus Produktserien, die sich bereits im Alltag vieler Nutzer etabliert haben.

So haben wir die Akku-Druckreiniger getestet

Für unseren Test der Akku-Druckreiniger haben wir fünf Modelle unter realistischen Bedingungen im Außenbereich getestet. Im Fokus standen typische Reinigungsaufgaben auf der Terrasse, darunter Steinplatten, Holzdielen und ein Outdoor-Teppich. Dadurch konnten wir gut beurteilen, wie effektiv die Geräte unterschiedliche Verschmutzungen wie Staub, leichte Grünbeläge oder angetrockneten Schmutz entfernen und wie gleichmäßig der Wasserstrahl auf verschiedenen Oberflächen arbeitet. Neben der Reinigungsleistung haben wir besonders auf die Alltagstauglichkeit geachtet. Dazu gehörten die einfache Inbetriebnahme, die Handhabung mit einer Hand sowie das Gewicht der Geräte bei längeren Einsätzen. Auch die Ergonomie der Pistole und die Bedienbarkeit der Düsen haben wir bewertet, da diese Faktoren entscheidend dafür sind, wie komfortabel sich die Geräte im mobilen Einsatz nutzen lassen.

Da es sich bei allen getesteten Geräten um Akku-Druckreiniger handelt, haben wir im Test zusätzlich die Akkulaufzeit im Praxisbetrieb berücksichtigt. Dabei lagen die Unterschiede überraschend nah beieinander: Die Laufzeiten bewegten sich zwischen 27 und 35 Minuten, sodass kein Gerät in diesem Punkt deutlich abfiel oder herausstach. Deutlichere Unterschiede zeigten sich eher bei der Ladezeit, die jedoch stark vom jeweiligen Ladegerät und System abhängt und daher nur bedingt vergleichbar ist.

Ein weiterer wichtiger Testpunkt war die Nutzung mit Ansaugschlauch. Wir haben geprüft, wie zuverlässig die Geräte Wasser aus einem Eimer fördern und wie stabil der Wasserfluss dabei bleibt. Ebenso spielte die Akkuleistung eine Rolle im Praxisbetrieb, also wie lange sich durchgehend arbeiten lässt, bevor ein Nachladen erforderlich wird. Vier der getesteten Druckreiniger verfügen zusätzlich über einen Eco-Modus, der die Leistung reduziert und dadurch die Akkulaufzeit verlängern soll. Für unseren Vergleich haben wir diesen Modus jedoch bewusst nicht genutzt, da wir die maximale Reinigungsleistung der Geräte unter identischen Bedingungen bewerten wollten. Außerdem steht diese Funktion bei einem Modell nicht zur Verfügung, sodass ihre Nutzung die Vergleichbarkeit der Testergebnisse eingeschränkt hätte.

1. Der Testsieger: Makita DHW180 Akku-Druckreiniger

Makita DHW180 Akku-Druckreiniger
Der DHW180 Akku-Druckreiniger von Makita wird mit Ansaugschlauch, Sprühlanze und -düse geliefert, Akku und Ladegerät sind nicht enthalten und müssen ggf. nachgekauft werden
© Anna Scheibe / stern

Einsatzgebiete & Lieferumfang
Die Standardausgabe des Akku-Druckreinigers DHW180 von Makita enthält deutlich weniger Zubehör als die anderen Testgeräte: Neben der Reinigungspistole (mit Spritzwasserschutzhülle für den Akku) findet sich nur eine 5-in-1 Multifunktionsdüse im Lieferumfang oder – je nach Onlineshop – noch ein sechs Meter langer Ansaugschlauch inklusive Filter zur externen Wasserversorgung. Ein Flaschenadapter oder eine Schaumdüse für die Autowäsche kann nach Bedarf jeweils einzeln dazu gekauft werden. Der zugehörige 18V-LXT Akku und das passende Ladegerät sind wie bei allen anderen Modellen nicht im Lieferumfang enthalten. Aber dafür sind sie untereinander mit vielen Makita-LXT-Geräten kompatibel. Laut Hersteller ist der Druckreiniger mit der XPT-Technologie (Extreme Protection Technology) ausgestattet, die das Gerät besser vor Staub und Spritzwasser schützen soll. Je nachdem, welche Leistungsstufe beziehungsweise welcher Power-Modus (Low oder High) gewählt wird, eignet sich das Gerät für leichte Waschaufgaben oder zur Bewässerung.

Makita DHW180 Akku-Druckreiniger
Makita DHW180 Akku-Druckreiniger*
114,99 €
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Handhabung & Praxistauglichkeit
Bevor das Gerät zum Einsatz kam, musste es zusammengebaut werden. Das bedeutete: Der Ansaugschlauch wurde per Klick mit dem Wasseranschluss verbunden, die Sprühlanze und -düse mussten hingegen im vorderen Bereich per Drehmechanismus am Druckreiniger befestigt werden. Einen Schaumstoffball, damit der Filter nicht auf den Grund sinkt, gibt es hier zwar nicht – dafür aber eine kleine Klemme, mit deren Hilfe der Schlauch an unserem 50-Liter-Eimer so befestigt werden konnte, dass der Wasserfilter direkt unter der Oberfläche schwamm. Für den Fall, dass noch Unklarheiten bestehen, liegt eine ausführliche Bedienungsanleitung bei.

Der DHW180 Druckreiniger bringt inklusive Akku 2360 Gramm auf die Waage und ist somit schwerer als die Geräte von Gardena, Parkside oder Worx – aber immer noch leicht genug, um damit problemlos zu arbeiten. Erst recht, wenn man mit der zweiten Hand die Sprühlanze führt. An deren Ende findet sich die Multifunktionsdüse, die immer im Uhrzeigersinn gedreht wird, um die Einstellung zu ändern. Zur Auswahl stehen fünf verschiedene Sprüharten: 

  • 0° Punktstrahl – für Außenflächen aus Beton oder Stein
  • 15° Flachstrahl – für Autos und Fahrräder
  • 25° Flachstrahl – für Fenster und Außenwände
  • 40° Breitstrahl – für Badezimmer oder Fensterrahmen
  • Dusch-/Brausestrahl – zur Pflanzenbewässerung

Um sie zu prüfen, haben wir drei verschiedene Oberflächen bearbeitet: Waschbetonplatten mit Moosbefall, einen Teppich für den Outdoor-Bereich und die alten Holzdielen einer Dachterrasse. Was dabei herausgekommen ist, lesen Sie im nächsten Abschnitt. 

Reinigungsleistung & Funktionen
Laut Makita bietet das Gerät – unabhängig davon, woher das Wasser kommt – eine hohe und konstante Reinigungsleistung: Wird der Druckreiniger an den Wasserhahn angeschlossen, erreicht er eine maximale Leistung von 24 bar, sodass damit größere Flächen schnell und einfach gereinigt werden können. Kommt das Wasser aus einem Hahn, einem Kanister oder einer 2-Liter-Flasche, soll der DHW180 immerhin noch 20 bar schaffen. Auf der ersten Stufe (Low) eignet sich der Druckreiniger mit immerhin noch acht bar für eine schonendere Säuberung mit einem geringeren Wasserverbrauch.

Der maximale Wasserdurchfluss liegt hier bei 318 Litern pro Stunde. Das ist, im direkten Vergleich mit den anderen Testgeräten, der höchste Wert. Da wir jedoch nur einen großen Plastikeimer mit einem Fassungsvermögen von 50 Litern in der Praxis nutzen konnten, war dazu keine Aussage möglich. Trotzdem reichte die Masse an Wasser aus, um das Gerät intensiv zu testen. Dabei fiel die durchgehend stabile Wasserförderung auf. Unabhängig von der gewählten Sprühart blieb der Strahl konstant, sodass jederzeit ein gleichmäßiges Arbeitsergebnis erzielt werden konnte. Lediglich ein geknickter oder verdrehter Schlauch wirkte sich negativ auf den Wasserdruck aus. Abgesehen davon verrichtete der Reiniger seine Arbeit zuverlässig und ohne spürbare Leistungseinbußen. 

Dabei haben wir folgende Erkenntnisse gewonnen und dokumentiert:

Der Steinplatten-Test

Waschbetonplatten mit Moosbefall
Mit dem 0° Punktstrahl, der laut Makita für Außenflächen aus Beton oder Stein geeignet ist, ließen sich vermooste Oberflächen spielend leicht reinigen
© Anna Scheibe / stern

Im ersten Durchlauf wurde der Akku-Druckreiniger von Makita auf Steinplatten, die von Moos übersät waren, getestet. Der Brausestrahl kam nicht zum Einsatz, da er nicht zur Reinigung geeignet ist. Bei den Breit- und Flachstrahlarten kristallisierte sich hier schnell heraus, dass diese nur für oberflächlichen Schmutz geeignet sind. Einzig der konzentrierte Punktstrahl schaffte es, die Flechten schnell und effektiv von dem Beton zu lösen – gut sichtbar auf unserem Vorher-Nachher-Bild. Zwar wurden die Überreste in diesem Versuch in alle Richtungen geschleudert, allerdings ließen sich diese anschließend mit den weicheren Düsen mühelos abspülen und beseitigen.

Der Outdoor-Teppich-Test

ein dreckiger Outdoor Teppich
Im Outdoor-Teppich-Test ging der 0° Punktstrahl als klarer Sieger hervor, auch wenn er die Oberfläche nicht flächendeckend säubern konnte
© Anna Scheibe / stern

Im zweiten Durchlauf stellte die grobe Struktur des Outdoor-Teppichs den DHW180 vor eine neue Herausforderung: Während die flachen und breiten Düsen an dem Versuch scheiterten, den Dreck aus den Fasern zu spülen, stellte der Punktstrahl erneut sein Können unter Beweis. Er war zwar nicht zu einer flächendeckenden Reinigung fähig, hatte dafür aber die nötige Kraft, um stark verschmutzte Oberflächen punktuell zu säubern. Und das war auch auf unserem Beweisfoto deutlich zu erkennen. Hier mussten wir etwas mehr Zeit einplanen, um größere Flächen zu reinigen, dennoch dauerte der Prozess in sich kürzer als bei den vergleichbaren Druckreinigern dieser Testreihe. 

Der Holzdielen-Test

Verdreckte Holzdielen
Auch der Akku-Druckreiniger von Makita stieß bei den Dielen an seine Grenzen: Der obere Bereich wurde mit der Pistole gereinigt und konnte nur einen kaum sichtbaren Effekt auf dem Holzboden erzielen
© Anna Scheibe / stern

Im dritten Durchlauf kamen die verdreckten Terrassendielen zum Einsatz. Wie auf unserem Vorher-Nachher-Bild zu sehen ist, konnte der Akku-Druckreiniger wie die anderen Testgeräte (bis auf den Worx WG633E.9 Hydroshot) keinen merklichen Unterschied erzielen – bis auf wenige hauchdünne Linien. Dafür eigneten sich die breiten Flach- und Breitstrahlarten jedoch besonders gut zum Entfernen von Staub, Sand und Schmutz, sprich oberflächliche Verschmutzungen. Hier erfüllte die Druckreinigerpistole ihren Zweck zu unserer vollsten Zufriedenheit. 

Fazit
Der kabellose Akku-Druckreiniger DHW180 von Makita ist ein praktischer Allrounder für den Outdoor-Bereich. Das Gerät arbeitet ohne Hochdruck, bringt aber immer noch ausreichend Kraft auf, um leichte bis starke Verschmutzungen problemlos zu entfernen. Zwar hängt die Reinigungsleistung wie bei jedem Modell dieser Testreihe stark von dem jeweiligen Untergrund ab – mit diesem Wissen lassen sich jedoch gezielt Problemstellen umgehen. Uns hat vor allem überzeugt, dass der Druckreiniger von Moos befallene Steinplatten schneller säubern konnte. Aber auch die Tatsache, dass sich mit den verschiedenen Düsenarten glatte Oberflächen aller Art spielend leicht reinigen ließen. Und sogar beim Bewässern von Pflanzen machte der DHW180 eine gute Figur. Wenn wir einen Wunsch frei hätten, wäre das eine Feststelltaste für den Dauerbetrieb, damit der Einschaltknopf nicht durchgehend gedrückt werden muss. Schade ist bei diesem Gerät zudem, dass es mit relativ wenig Zubehör geliefert wird. Insgesamt weiß der Druckreiniger trotzdem im Alltag und beim Handling am meisten zu überzeugen, daher vergeben wir fünf von fünf möglichen Sternen und küren ihn zu unserem Testsieger.

➕ Vorteile:

  • 5-in-1 Multifunktionsdüse
  • Einschaltsperre vorhanden
  • Akku-Spritzschutz (fest verbaut)

➖Nachteile:

  • Wenig Standard-Zubehör
  • Keine Feststelltaste für Dauerbetrieb

2. Worx WG633E.9 Hydroshot Akku-Hochdruckreiniger

Worx WG633E.9 Hydroshot Akku-Hochdruckreiniger
Der Worx WG633E.9 Hydroshot Akku-Hochdruckreiniger wird ebenfalls ohne Akku und Ladegerät geliefert, bringt dafür aber einiges an Zubehör mit
© Anna Scheibe / stern

Einsatzgebiete & Lieferumfang
Der Nitro-Hochleistungs-HydroShot WG633E von Worx geizt nicht mit dem Zubehör: Neben der Druckreinigerpistole findet sich im Lieferumfang eine lange Lanze, eine Mehrfachsprühdüse, ein Adapter für Wasserflaschen und ein Schnellkupplungsadapter – das ist ein kleines Verbindungsstück, über das der Schlauch mit dem Gerät verbunden werden kann. Der mitgelieferte Saugschlauch ist sechs Meter lang, besitzt einen fest verbauten Wasserfilter und kann somit alternative Quellen wie Eimer, Tanks, Flaschen, Pools oder sogar Seen nutzen. Um zu verhindern, dass der Filter auf den Grund sinkt und grobe Schmutzpartikel oder Schlamm einsaugt, findet sich an dem Schlauch ein Schaumstoffball, der dem Filter den nötigen Auftrieb gibt, ohne aus dem Wasser zu ragen. Eine weitere Besonderheit ist das wasserdichte IPX7-Gehäuse an der Druckreinigerpistole, in dem der Akku verstaut und automatisch vor Spritzern während der Reinigung von Haus und Terrasse geschützt wird. Laut Hersteller eignet sich das Gerät zum Waschen von Autos, Fenstern, Fahrrädern, Booten und Garagen, aber auch zum Entfernen von hartnäckigem Schmutz. 

WORX WG633E.9 Hydroshot Akku-Hochdruckreiniger
WORX WG633E.9 Hydroshot Akku-Hochdruckreiniger*
114,99 €
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Handhabung & Praxistauglichkeit
Selbst Laien sollte die Montage der Nitro HydroShot Druckreinigerpistole vor keine große Herausforderung stellen – und wenn doch, stellt die Firma Worx eine umfassende Betriebsanleitung zur Verfügung. Für uns war der Zusammenbau selbsterklärend und ohne Hürden oder Verständnisprobleme möglich. Da der Saugschlauch an keinen Hahn angeschlossen werden muss, nutzten wir auch für diesen Test unseren 50-Liter-Eimer, den wir vorab mit Wasser befüllten. Das Gerät an sich wiegt solo 1500 Gramm, zusammen mit dem Akku haben wir ein Gesamtgewicht von knapp 2176 Gramm gemessen. 

Am Ende der Lanze haben wir die 5-in-1-Druckdüse montiert. Je nach Einstellung verändern sich Form und Stärke des Wasserstrahls, sodass sich das Gerät für unterschiedliche Anwendungen eignet:

  • 0° Punktstrahl: Sehr gebündelter Wasserstrahl für hartnäckigen Schmutz, Fugen oder Moos.
  • 15° Flachstrahl: Schmaler Sprühwinkel für intensive Reinigung von robusten Oberflächen.
  • 25° Flachstrahl: Universelle Einstellung für allgemeine Reinigungsarbeiten, z. B. Fahrräder oder Werkzeuge.
  • 40° Flachstrahl: Breiter, schonender Wasserstrahl für empfindliche Oberflächen wie Autos oder Gartenmöbel.
  • Bewässerungs-/Duschmodus: Weicher Sprühstrahl zum Gießen von Pflanzen oder sanften Abspülen.

Um die fünf unterschiedlichen Sprüharten miteinander vergleichen zu können, kamen sie erneut auf drei verschiedenen Untergründen zum Einsatz: zuerst auf mit Moos bewachsenen Steinplatten, danach auf einem stark verschmutzten Outdoor-Teppich und zuletzt auf verschmutzten Holzdielen.

Reinigungsleistung & Funktionen
Der WG633E.9 Hydroshot Akku-Hochdruckreiniger hat mit 56 bar deutlich mehr Power unter der Haube als die anderen Testgeräte. Hinzu kommt: Die Multidüse verfügt über zwei wählbare Druckstufen. Im High-Modus arbeitet das Gerät mit etwa 38 bar Arbeitsdruck und eignet sich für stärkere Verschmutzungen. Er wird aktiviert, wenn der Abzug vollständig durchgezogen ist. Der Low-Modus hingegen wird durch Betätigen des Eco-Modus aktiviert und reduziert den Druck auf etwa 25 bar. Dadurch bearbeitet er empfindliche Oberflächen wie Holz oder Gartenmöbel besonders schonend.

Laut Hersteller liegt der maximale Wasserdurchfluss bei 220 Litern pro Stunde. Da uns jedoch nur ein Gefäß mit 50 Litern Volumen zur Verfügung stand, konnten wir hier kein aussagekräftiges Ergebnis liefern. Trotzdem reichte die Menge aus, um den Druckreiniger ausgiebig zu testen. Positiv fiel dabei die gleichmäßige Wasserabgabe auf: Im gesamten Testverlauf blieb der Wasserstrahl konstant und stabil, egal welche Düseneinstellung genutzt wurde. Nur wenn der Schlauch geknickt beziehungsweise verdreht war, verringerte sich der Druck merklich. Abgesehen davon funktionierte das Gerät zuverlässig und zeigte keine nennenswerten Leistungseinbrüche.

Dabei ließ sich Folgendes beobachten:

Der Steinplatten-Test

Steinplatten mit Moosbefall
Mit dem Worx WG633E.9 Hydroshot Akku-Hochdruckreiniger lassen sich Steinplatten mit Moosbefall problemlos säubern
© Anna Scheibe / stern

Im ersten Durchlauf widmeten wir uns den moosigen Stellen auf dem Waschbeton. Schon nach wenigen Minuten stellten wir fest, dass alle drei Flachstrahl-Arten in der Lage waren, den Schmutz von den Platten zu spülen – das Moos jedoch nicht. Hier stellte sich der Punktstrahl als äußerst wirksam heraus, da er nicht nur die angewachsenen Geflechte mit Leichtigkeit löste (und in alle Richtungen verteilte), sondern auch vereinzelt Steine, die leicht gelockert waren. Zwar konnte der gebündelte Wasserstrahl nur punktuell arbeiten, dafür ging das deutlich schneller als mit den anderen Testgeräten. Was sicherlich damit zu begründen ist, dass der Hochdruckreiniger doppelt so viel Power beziehungsweise bar hat wie Einhell, Makita, Gardena und Parkside. Das war auf dem Vorher-Nachher-Bild deutlich zu erkennen.

Der Outdoor-Teppich-Test

Dreckiger Outdoor-Teppich
Die ersten beiden Flachstrahl-Düsen (15° und 25°) des Akku-Druckreinigers haben genug Kraft, um den Dreck flächendeckend aus dem Outdoor-Teppich zu spülen
© Anna Scheibe / stern

Im zweiten Durchlauf war der Teppich unser Versuchsobjekt. Auch hier konnten drei unterschiedliche Düsenarten überzeugen: Der 0°-Punktstrahl und der 15°-Flachstrahl hatten keine Probleme damit, mit ausreichend Druck den Dreck aus den Textilfasern zu spülen. Und zwar schnell und effektiv, sodass größere Flächen problemlos bearbeitet werden konnten. Der Punktstrahl erwies sich ebenfalls als nützlich, allerdings eignete er sich weniger gut für den Teppich, da er nur feine Linien reinigte und man somit Bahn für Bahn den Untergrund ablaufen müsste – und das würde eine halbe Ewigkeit dauern. Unterm Strich lässt sich also festhalten, dass dieser Druckreiniger für robuste Textilien geeignet ist.

Der Holzdielen-Test

Holzdielen, die gereinigt wurden
Trotz der 56 bar schaffte es nur der Punktstrahl vom Worx WG633E.9 Hydroshot Akku-Hochdruckreiniger, den Dreck aus dem Holz zu spülen

Im dritten Durchlauf wurde der Hochdruckreiniger auf dem Holz getestet. Die drei Flachstrahl-Arten zeigten auch hier ihre effektive Reinigungswirkung bei oberflächlichen Verunreinigungen – den tiefersitzenden Dreck konnte aber auch hier das 56 bar starke Gerät nicht von den Dielen lösen. Lediglich der Punktstrahl war (wie bei manch anderen Testmodellen auch) in der Lage, einen optischen Unterschied zu erzielen. Allerdings war dieser ebenfalls so fein und konzentriert, dass es viel Zeit gebraucht hätte, um die gesamte Dachterrasse damit zu reinigen. Trotzdem muss auch dazu gesagt werden, dass noch mehr Druck womöglich das Material beschädigt hätte. Aus diesem Grund empfehlen wir den WG633E.9 Hydroshot von Worx zur schnellen Reinigung von leicht bis mittelstark verschmutzten Oberflächen. 

Fazit
Der Akku-Hochdruckreiniger von Worx mit bürstenlosem 2.0-Motor ist mit seinen 56 bar das leistungsstärkste Gerät in dieser Testreihe und ein richtiges Kraftpaket. Im Gegensatz zu den anderen Testgeräten waren gleich drei Düsenarten in der Lage, den hartnäckigen Schmutz aus dem Outdoor-Teppich zu spülen. Die vermoosten Betonplatten wurden ebenfalls mit Leichtigkeit gereinigt – und zwar so gut, dass selbst lose Steine vom Beton gelöst wurden. An den Holzdielen hingegen scheiterte auch der WG633E.9 Hydroshot, da lediglich der Punktstrahl einen sichtbaren Unterschied erzielen konnte, und das auch nur mit viel Geduld. Insgesamt machte der Druckreiniger eine durchweg positive Figur: vom Aufbau über die Anwendung bis hin zum Handling. Nur zwei Punkte fielen dabei negativ auf. Zum einen rastete die Sicherheitssperre immer wieder ein, sobald der Vorgang unterbrochen wurde, was sich als hinderlich herausstellte. Zum anderen ist das Gerät mit 92 Dezibel relativ laut (auch wenn es keinen Hörschutz braucht). Alles in allem ist der WG633E.9 ein sehr leistungsstarker Akku-Hochdruckreiniger für anspruchsvollere Reinigungsaufgaben rund um Haus und Garten, der sich vor allem durch seine hohe Power deutlich von den anderen Geräten dieser Testreihe absetzt. Dafür vergeben wir fünf von fünf möglichen Sternen.

➕ Vorteile:

  • Akku-Spritzschutz (lose)
  • Einschaltsperre vorhanden

➖Nachteile:

  • Lauter als die anderen Testgeräte
  • Sicherheitssperre ohne Feststellfunktion

3. Einhell Akku-Druckreiniger Hypresso 18/24-1

Einhell Akku-Druckreinigerpistole HYPRESSO 18/24-1
Die Einhell Akku-Druckreinigerpistole HYPRESSO 18/24-1 wird mit reichlich Zubehör und - nach Bedarf - inkl. Akku und Ladegerät geliefert
© Anna Scheibe / stern

Einsatzgebiete & Lieferumfang
Der Akku-Druckreiniger Hypresso 18/24-1 von Einhell kommt mit allerhand Zubehör im Gepäck: Die Standard-Ausrüstung enthält – neben dem Gerät selbst – zwei Aufsätze zur Verlängerung der Sprühlanze, eine Schaumsprühflasche für Reinigungsmittel, einen Spritzwasserschutz für den Akku und einen großen Netzbeutel zur Aufbewahrung des Zubehörs. Laut Hersteller eignet sich die Pistole nicht nur zur schnellen Reinigung leicht verschmutzter Flächen, sondern auch zur Bewässerung. Aus diesem Grund findet sich im Lieferumfang ein fünf Meter langer Saugschlauch zur Wasserentnahme aus alternativen Quellen: zum Beispiel Eimer, Kanister oder auch PET-Flaschen (hierfür gibt es einen zusätzlichen Adapter). Um sicherzugehen, dass keine Partikel die Pumpe verstopfen, stellt Einhell einen speziellen Wasserfilter zur Verfügung, der am Schlauchende montiert wird. Ein weiterer Vorteil für alle, die schon andere Geräte der Firma besitzen: Die Akku-Druckreinigerpistole zählt zur „Power X-Change“-Familie, sprich alle Akkus, Ladegeräte und Systemgeräte können untereinander kombiniert werden. 

Einhell Akku-Druckreinigerpistole HYPRESSO 18/24-1
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139,99 €

Handhabung & Praxistauglichkeit
Drehen, drücken, klicken: Es brauchte nur wenige Handgriffe, bis die Akku-Druckreinigerpistole einsatzbereit war. Einhell liefert zwar eine ausführliche Betriebsanleitung mit, die jeden Schritt im Detail erklärt – allerdings war es fast selbsterklärend, wie und welche Elemente miteinander verbunden werden mussten. Sowohl der Aufbau als auch die Inbetriebnahme dauerten daher in unserem Fall nur wenige Minuten. Was die Wasserversorgung anging, füllten wir einen 50-Liter-Eimer vorab randvoll auf, um darin den Ansaugschlauch zu platzieren. Hier muss in jedem Fall darauf geachtet werden, dass der Filter unter Wasser bleibt, damit keine Luft angesogen wird. 

Insgesamt wiegt die Druckreinigerpistole samt Akku über 2369 Gramm und liegt damit recht schwer in der Hand. Allerdings kann die zweite Hand genutzt werden, um die Verlängerung der Sprühlanze zu stützen und das Gewicht besser zu verteilen. Da das Gerät über eine vierfach verstellbare Düse verfügt, testeten wir alle Varianten der Reihe nach: Der Punkt- und Breitstrahl eignen sich laut Hersteller besonders für größere Flächen oder schwer erreichbare Stellen, der Sprühstrahl zum Bewässern und die Rotationsdüse für hartnäckige Schmutzablagerungen. Um das zu überprüfen, zogen wir verschiedene Untergründe als Versuchsobjekte heran: vermooste Steinplatten, einen verdreckten Outdoor-Teppich und schmutzige Holzdielen.

Reinigungsleistung & Funktionen
Der Hypresso 18/24-1 von Einhell reinigt mit einem Wasserdruck von maximal 24 bar – unabhängig davon, ob der Ansaugschlauch an einen Hahn angeschlossen ist oder in einem Eimer liegt. Laut Hersteller kann das Gerät unter optimalen Bedingungen maximal 240 Liter Wasser pro Stunde fördern beziehungsweise ausgeben. Da uns für den Test nur ein großer Eimer mit 50 Litern Fassungsvermögen zur Verfügung stand, konnten wir die maximale Fördermenge im Praxistest nicht überprüfen. Wir können jedoch bestätigen, dass 50 Liter ausgereicht haben, um das Gerät ausgiebig und über einen längeren Zeitraum zu testen. Positiv aufgefallen ist dabei die konstante Wasserleistung: Der Wasserstrahl blieb im Test durchgehend stabil – unabhängig von der gewählten Düseneinstellung. Lediglich bei einem verdrehten Schlauch ließ der Druck spürbar nach. Ansonsten arbeitete das Gerät zuverlässig und ohne auffällige Leistungsschwankungen. 

Dabei haben wir folgende Erkenntnisse gewonnen:

Der Steinplatten-Test

Dreckige Waschbetonplatten
Der Unterschied ist deutlich zu sehen: Mit der Druckreinigerpistole (und etwas Geduld) werden dreckige Steinplatten wieder sauber
© Anna Scheibe / stern

Im ersten Durchlauf haben wir uns die vermoosten Steinplatten vorgenommen. Hier zeigte sich schnell, dass der Sprühstrahl keine wirkliche Reinigungskraft besitzt und auch der Rotationsstrahl nicht den gewünschten Effekt erzielen konnte. Ganz anders hingegen verhielt es sich mit dem Breitstrahl, der den groben Schmutz von den Steinen regelrecht wegschleuderte. Noch besser funktionierte jedoch der Punktstrahl, der selbst die angewachsenen Moosflechten lösen konnte (wie auf dem Vorher-Nachher-Bild zu sehen) – wenn auch nur punktuell, sodass es relativ lange dauerte, bis eine Platte wirklich wieder sauber war. Ganz im Gegensatz zu der restlichen Umgebung, auf der sich die gelösten Moosstücke überall hin verteilt hatten. Um diese abzuspülen, eignete sich wiederum der Breitstrahl hervorragend.

Der Outdoor-Teppich-Test

Ein grauer Outdoor-Teppich
Um den dreckigen Outdoor-Teppich ansatzweise zu reinigen, kam der stärkste Strahl des Druckreinigers zum Einsatz
© Anna Scheibe / stern

Im zweiten Durchlauf widmeten wir uns dem Outdoor-Teppich, der nach einer Saison bereits von Staub und Dreck übersät war. Hier wurde schnell deutlich, dass es viel (mehr) Druck braucht, um die feinen Fasern von Schmutzresten zu befreien: Aus diesem Grund konnte auch nur der kräftige Punktstrahl einen erkennbaren Unterschied erzielen – gut zu sehen auf dem Vorher-Nachher-Bild. Allerdings brauchte es viel Zeit und Geduld, den Teppich Bahn für Bahn sorgfältig abzubrausen. Unser Resümee lautet daher, dass der Akku-Druckreiniger von Einhell für diese Art von Textilien weniger gut geeignet ist. Es sei denn, Sie haben die nötige Zeit und Motivation, jeden Zentimeter mit dem punktuellen Strahl sorgfältig abzubrausen. 

Der Holzdielen-Test

Holzdielen
Der obere Teil wurde mit dem Druckreiniger bearbeitet: Hier zeigt sich deutlich, dass die Pistole für Holzdielen nicht geeignet ist. Auf den ersten Blick ist kaum ein Unterschied zu erkennen
© Anna Scheibe / stern

Im dritten und letzten Durchlauf waren die dreckigen Dielen an der Reihe. Da sie im Freien allen Witterungseinflüssen ausgesetzt sind, hat sich das Holz im Laufe der Zeit verfärbt. Hier hatten wir schon im Vorfeld Zweifel daran, inwiefern ein Hochdruckreiniger für empfindliche Materialien geeignet ist. Umso mehr Hoffnung hatten wir, dass ein Gerät mit weniger Druck besser für die Dielen geeignet sein könnte. Wie sich im Test jedoch herausstellte, eignete sich die Druckreinigerpistole nur zum Entfernen von losem Dreck – nachdem das Holz getrocknet war, konnten wir kaum einen Unterschied erkennen, wie auf dem Vorher-Nachher-Bild zu sehen ist. Der obere, minimal hellere Teil wurde behandelt, der untere Teil nicht. 

Fazit
Nach drei Testdurchläufen können wir bestätigen, dass ein Akku-Druckreiniger mit 24 bar in der Regel nicht die gleiche Leistung erbringen kann wie ein klassischer Hochdruckreiniger. Wer hofft, stark verschmutzte Oberflächen mit dem Hypresso 18/24-1 effektiv säubern zu können, wird enttäuscht. Dennoch konnte uns das Gerät in mehreren Punkten überzeugen – vom einfachen Zusammenbau über das leichte Handling (dank ergonomischer Form mit Softgrip) bis hin zur Reinigung, insbesondere der vermoosten Steinplatten. Auch wenn es etwas Zeit und Geduld erforderte, bis die gewünschten Flächen wieder sauber waren, so lohnte sich der Aufwand in unseren Augen allemal. Vor allem in Anbetracht dessen, dass weder eine Steckdose noch ein Wasserhahn erforderlich waren und die mobile Druckreinigerpistole dadurch flexibel eingesetzt werden konnte. Dank der verschiedenen Düsen eignet sich das Gerät optimal zur schnellen Reinigung leicht verschmutzter Oberflächen. Was noch praktischer ist: Auch Fahrzeuge wie Autos und Fahrräder lassen sich mit dem Akku-Hochdruckreiniger zuverlässig säubern. Dafür vergeben wir vier von fünf Sternen.

➕ Vorteile:

  • Viel Zubehör
  • Verlängerbare Sprühlanze
  • Einschaltsperre vorhanden
  • Akku-Spritzschutz (fest verbaut)

➖Nachteile:

  • Kein Schaumstoffball am Saugschlauch
  • Keine Klemme zum Befestigen des Schlauches

4. Gardena Akku-Mitteldruckreiniger AquaClean 24/18V P4A

Gardena Akku-Mitteldruckreiniger AquaClean 24/18V
Im Gegensatz zu den anderen Testgeräten wird der Gardena Akku-Mitteldruckreiniger AquaClean 24/18V mit mehreren Düsenaufsätzen geliefert
© Anna Scheibe / stern

Einsatzgebiete & Lieferumfang
Der Akku-Mitteldruckreiniger AquaClean 24/18V P4A von Gardena wird mit einer kleinen Ausstattung geliefert: Neben einer langen und einer kurzen Sprühlanze sowie drei unterschiedlichen Düsen befinden sich ein OGS-Verbinder für den Gartenschlauch, ein fünf Meter langer Saugschlauch (mit OGS-Verbindern & Filter) und jeweils eine Silikonabdeckung sowhol für den kleinen als auch den großen Akku aus der zur 18V-Power-for-all-Alliance-Serie im Lieferumfang. Die schlechte Nachricht lautet: Beide Akkus und auch das Ladegerät müssen separat dazu gekauft werden, die gute Nachricht lautet: Sie sind mit über zehn Marken und mehr als 150 Produkten des P4A-Sortiments von Gardena kompatibel – und bieten dadurch nicht nur mehr Flexibilität, sondern sparen Ihnen langfristig Kosten ein. Laut Hersteller eignet sich das Gerät zur Reinigung verschiedener Oberflächen im Outdoor-Bereich.

Gardena Akku-Mitteldruckreiniger AquaClean 24/18V P4A
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Handhabung & Praxistauglichkeit
Anders als bei der Konkurrenz besitzt der AquaClean 24/18V P4A keine verstellbare, sondern drei einzelne Düsen (0°, 15°, 40°). Diese können per Klick ausgetauscht und der Sprühwinkel somit variiert werden. Eine weitere Besonderheit sind die drei Leistungsstufen, um den Druck (9, 14, 24 bar) zu verstellen: Mit dem niedrigsten Soft-Clean-Modus sollen so empfindliche Oberflächen schonend gereinigt werden. Was die Sprühlanze angeht, war die Montage ebenso leicht wie bei den anderen Geräten. Für den Test nutzten wir erneut einen 50-Liter-Eimer, über den das Wasser angesogen wurde. Der Saugschlauch konnte vorab mit der beiliegenden Klammer so befestigt werden, dass er nicht wegrutschen oder (dank fest verbautem Schwammball) auf den Boden des Behälters sinken könnte. 

Der Mitteldruckreiniger wiegt – zusammen mit der Lanze, der Sprühdüse und dem Akku – knapp 1889 Gramm und ist somit leichter als die restlichen Geräte dieser Testserie. Aber auch hier lässt sich die zweite Hand nutzen, um das Gewicht gleichmäßig zu verlagern beziehungsweise auszugleichen. Gewählt werden kann zwischen drei unterschiedlichen Funktionen, die sich um 360 Grad drehen lassen:

  • 0° Düse sehr punktueller, kräftiger Strahl
    Gut für enge Zwischenräume, hartnäckigen Schmutz oder Fugen
  • 15° Düse – mittlerer Fächerstrahl
    Für normale Reinigungsarbeiten wie Fahrräder, Gartenmöbel oder Geräte
  • 40° Düse – breiter, sanfter Sprühstrahl
    Ideal für empfindlichere Oberflächen oder größere Flächen

Um die Leistung zu testen, haben wir drei unterschiedliche Oberflächen gereinigt: moosbedeckte Waschbetonplatten, einen Outdoor-Teppich sowie Holzdielen auf einer Dachterrasse. Wie sich das Gerät dabei geschlagen hat, erfahren Sie im nächsten Abschnitt.

Reinigungsleistung & Funktionen
Aufgrund der drei verstellbaren Leistungsstufen (9, 14 und 24 bar), die das Gerät bietet, passt sich der AquaClean flexibel an unterschiedliche Reinigungsaufgaben an. Der Soft-Clean-Modus mit neun bar eignet sich für empfindliche Oberflächen und ermöglicht eine besonders schonende Reinigung. Mit 14 bar lassen sich alltägliche Verschmutzungen auf Gartenmöbeln, Fahrrädern oder Outdoor-Textilien effektiv entfernen, während die maximale Leistung von 24 bar auch hartnäckigeren Schmutz auf robusten Oberflächen zuverlässig löst. Laut Hersteller befördert der Druckreiniger maximal 250 Liter Wasser pro Stunde. Da wir jedoch nur ein Behältnis mit 50 Litern Fassungsvermögen zur Auswahl hatten, konnten wir die maximale Fördermenge im Test nicht bestätigen (oder widerlegen). Dennoch empfanden wir die Wassermenge absolut ausreichend, um das Modell intensiv und über einen brauchbaren Zeitraum zu testen.

Besonders überzeugte die konstante Wasserleistung. Unabhängig von der gewählten Düseneinstellung blieb der Wasserstrahl im Test jederzeit stabil. Erst ein verdrehter Schlauch führte zu einem merklichen Druckabfall. Davon abgesehen zeigte das Gerät eine zuverlässige und gleichmäßige Arbeitsweise ohne auffällige Leistungseinbußen. Das haben wir dabei noch beobachtet: 

Der Steinplatten-Test

Dreckige Waschbetonplatten
Das Vorher-Nachher-Bild zeigt deutlich, wie viel Kraft in dem Gardena Punktstrahl liegt
© Anna Scheibe / stern

Im ersten Durchlauf wurden die drei austauschbaren Düsen auf den teils mit Moos bewachsenen Waschbetonplatten getestet. Hier wurde schnell deutlich, dass der 15° Fächerstrahl nur für oberflächliche Verschmutzungen geeignet ist, die sich mit entsprechendem Druck von den Steinen problemlos lösen und abspülen ließen. Der breite Sprühstrahl konnte dafür genutzt werden, um feinen (Blüten-)Staub von den umliegenden Terrassenmöbeln zu lösen. Der starke Punktstrahl wiederum stellte sich als besonders nützlich zum Entfernen der Flechten heraus, die er in Sekundenschnelle von den Platten spülte. Zwar sorgte auch hier der Druck dafür, dass sich die Überreste in alle Richtungen verteilten, allerdings konnten diese mit den anderen beiden Düsen problemlos entfernt werden. 

Der Outdoor-Teppich-Test

Ein staubiger Outdoor-Teppich
Mit dem Punkt- und dem Fächerstrahl des AquaClean 24/18V P4A ging es dem Outdoor-Teppich an den Kragen
© Anna Scheibe / stern

Unser Vorher-Nachher-Beweisfoto macht den Unterschied deutlich: Mit dem konzentrierten Punktstrahl entfernte der AquaClean Mitteldruckreiniger mühelos den festsitzenden Dreck aus den Textilfasern – wenn auch nicht flächendeckend. Um größere Areale schnell und effektiv zu säubern, setzten wir im zweiten Durchlauf auch noch die 15° Düse ein. Zwar arbeitete sie nicht ganz so sauber wie die 0° Düse, aber immer noch besser als manch andere Testgeräte mit vergleichbaren Strahlarten. Ein weiterer Pluspunkt war hier die Möglichkeit, den Sprühwinkel individuell zu variieren. Dadurch konnte das Gerät von Gardena optimal genutzt werden.

Der Holzdielen-Test

Holzdielen
Der konzentrierte 0° Punktstrahl des Druckreinigers war in der Lage, wenn auch nicht flächendeckend, den Dreck aus den Holzdielen zu spülen
© Anna Scheibe / stern

Im dritten Durchlauf waren die Dielen an der Reihe. Hier stellte sich ein ähnlicher Effekt ein wie bei zwei anderen Akku-Druckreinigern (Worx und Einhell) dieser Testserie: Nur der Punktstrahl schaffte es, den hartnäckigen Dreck aus dem Holz zu entfernen – gut zu erkennen an den hellen Linien. Allerdings wurde auch bei diesem Versuch schnell deutlich, dass es viel Zeit kosten würde, sämtliche Dielen vom Schmutz zu befreien. Aus diesem Grund würden wir das Gerät ebenfalls nur zum Entfernen oberflächlicher und loser Verunreinigungen (wie etwa Sand, Steine und Staub) nutzen. Für diese Aufgabe erwies sich der AquaClean als gut geeignet, egal welche Düse wir dafür eingesetzt hatten. 

Fazit
Er ist kompakt, handlich und angenehm leicht: Der AquaClean 24/18V von Gardena ist ein hilfreiches Tool für Haus und Hof. Das praktische Zubehör ermöglicht es, sowohl kleine als auch große Oberflächen schnell und effektiv zu reinigen – und das nur mit einem Eimer, wenn kein Wasseranschluss vorhanden ist. Dank der integrierten Sicherheitssperre kann das Gerät nicht von allein starten, dafür muss jedoch jede Düse von Hand getauscht werden. Sprich, es war uns nicht möglich, die Strahlarten während der Inbetriebnahme zu verändern. Das war etwas mühselig und kostete Zeit. Besonders praktisch war die Batterieanzeige, über die wir einen Überblick hatten, wie lange das Gerät in etwa laufen würde. Was die Leistung betrifft, so gab es an dem Mitteldruckreiniger nichts auszusetzen. Da jedoch auch hier weniger Zubehör im Lieferumfang enthalten war und die Düsen händisch ausgewechselt werden müssen, vergeben wir in unserem Test vier von fünf möglichen Sternen.

➕ Vorteile:

  • Batterieanzeige
  • Akku-Spritzschutz (lose)
  • Einschaltsperre vorhanden

➖Nachteile:

  • Sicherheitssperre ohne Feststellfunktion
  • Düsen müssen händisch getauscht werden

5. Parkside Akku-Druckreiniger PDRA 20-Li D4

Parkside Akku–Druckreiniger "PDRA 20–Li D4"
Auch der Parkside Akku–Druckreiniger "PDRA 20–Li D4" wird mit allerhand Zubehör geliefert, Akku und Ladegerät müssen jedoch separat gekauft werden
© Anna Scheibe / stern

Einsatzgebiete & Lieferumfang
Auch der PDRA 20-Li D4 von Parkside, eine Eigenmarke von Lidl, wird ohne Akku und Ladegerät geliefert – dafür aber mit zahlreichem Zubehör: neben der Druckreinigerpistole findet sich in dem Karton ein Netzbeutel zur Aufbewahrung, eine Sprühflasche samt Adapter für das Gerät, ein dazu passendes Reinigungsmittel und ein sechs Meter langer Ansaugschlauch inklusive Wasserfilter. Damit dieser nicht auf den Grund sinken und Dreck oder Schlamm einsaugen kann, findet sich daran ein kleiner Schaumstoffball, der für den nötigen Auftrieb sorgt. Laut Hersteller eignet sich der Druckreiniger für Reinigungsarbeiten am Haus oder im Garten und somit auch zur Bewässerung. Alles, was es dafür braucht, sind alternative Quellen wie Eimer, Kanister, Regentonnen oder Seen. Und noch ein Hinweis: Das Gerät ist kompatibel mit allen Akkus der Serie Parkside X 20 V Team. 

PARKSIDE® 20 V Akku–Druckreiniger PDRA 20–Li D4
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Handhabung & Praxistauglichkeit
Der Zusammenbau des Akku-Druckreinigers PDRA 20-Li D4 war auch hier selbsterklärend: Ein paar wenige Klicks und schon konnte das Gerät eingesetzt werden. Wer trotzdem die wichtigsten Schritte noch einmal in Ruhe nachlesen möchte, wird in der zugehörigen Betriebsanleitung von Parkside fündig. Als alternative Wasserquelle diente wieder der 50-Liter-Eimer, den wir zuvor aufgefüllt hatten. Der Schlauch wurde so darin platziert, dass der Schaumball oben schwamm und der Filter unter Wasser blieb, um keine Luft anzusaugen. 

Das Gerät wiegt zusammen mit dem Akku knapp 2108 Gramm und ist damit etwas schwerer als die Druckreinigerpistole von Gardena. Um das Gewicht besser zu verteilen, kann die zweite Hand die Sprühlanze halten und führen. Die darin enthaltene Multifunktionsdüse ist sechsfach verstellbar und gliedert sich wie folgt auf: 

  • 0° Punktstrahl – konzentrierter Strahl für hartnäckigen Schmutz
  • 15° Flachstrahl – kräftige Reinigung kleiner Flächen
  • 25° Flachstrahl – universelle Reinigung
  • 40° Breitstrahl – schonendere Reinigung größerer Flächen
  • Dusch-/Brausestrahl – zum Bewässern von Pflanzen
  • Nebel-/Sprühmodus – feines Besprühen bzw. sanftes Reinigen

Um die einzelnen Sprüharten miteinander zu vergleichen, haben wir dieser erneut auf drei verschiedenen Untergründen getestet: zuerst waren die vermoosten Steinplatten dran, dann der dreckige Outdoor-Teppich und zu guter Letzt die verschmutzten Holzdielen. 

Reinigungsleistung & Funktionen
Der Akku-Druckreiniger von Parkside schafft einen Wasserdruck von 25 bar. Laut Hersteller liegt die maximale Durchflussmenge bei 150 Litern Wasser pro Stunde – das ist im Vergleich zu den anderen Testmodellen deutlich geringer. Eine genaue Überprüfung der maximalen Förderleistung war uns mangels größeren Wasserreservoirs nicht möglich – unser Test erfolgte lediglich mit einem 50-Liter-Eimer. Dennoch reichte diese Menge aus, um den Druckreiniger intensiv und über längere Zeit zu nutzen. Im Praxiseinsatz arbeitete der Druckreiniger über weite Strecken mit gleichmäßigem Wasserdruck. Unterschiede zeigten sich nur dann, wenn der Schlauch abgeknickt oder verdreht war – in diesem Fall ließ die Leistung kurzzeitig nach. Abgesehen davon funktionierte das Gerät im Test konstant und zuverlässig. So schlug sich das Gerät im Alltag:

Der Steinplatten-Test

Vermooste Fliesen, die gereinigt werden
Mit dem Punktstrahl konnte die rechte Platte gesäubert werden, der herumfliegende Dreck ließ sich hingegen mit dem Breitstrahl ganz leicht abspülen
© Anna Scheibe / stern

Im ersten Durchlauf haben wir alle sechs Sprühfunktionen der Reihe nach getestet. Dabei wurde schnell deutlich, dass der Nebel-/Sprühmodus so fein ist, dass er nicht zum Reinigen genutzt werden konnte. Das Gleiche galt für den Dusch-/Brausestrahl. Der Punktstrahl stellte sich als besonders nützlich zum Entfernen von Grünbelag und Moos heraus – auch wenn es etwas mehr Geduld erfordert, bis eine Steinplatte vollständig gereinigt wurde. Was dabei auffiel: Auch hierbei wurden die gelösten Überreste in alle Richtungen geschleudert (gut erkennbar auf dem Vorher-Nachher-Bild). Um sie zu beseitigen, kam der Breit- und Flachstrahl zum Einsatz. Beide Sprüharten eigneten sich optimal zur oberflächlichen Reinigung. 

Der Outdoor-Teppich-Test

Ein dreckiger Outdoor-Teppich
Der Outdoor-Teppich stellte das Gerät vor eine Herausforderung: Nur der Punktstrahl war in der Lage, den Dreck aus den Fasern zu spülen
© Anna Scheibe / stern

Im zweiten Durchlauf war der stark verdreckte und eingestaubte Outdoor-Teppich an der Reihe. Auch hier wurde schnell deutlich, dass die soften Sprüharten nur zur oberflächlichen, aber nicht zur Tiefenreinigung der Textilfasern geeignet sind. Der starke Punktstrahl hingegen hatte so viel Power, dass er Bahn für Bahn den Schmutz aus dem Teppich herausspülen konnte – gut sichtbar auf dem Vorher-Nachher-Bild. Es braucht zwar Zeit und Geduld, da der Strahl sehr dünn ist und somit konzentriert arbeitet. Der Aufwand lohnt sich jedoch allemal, wenn einem daran gelegen ist, den Outdoor-Teppich gründlich zu säubern. Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass der Niedrigdruckreiniger PDRA 20-Li D4 von Parkside nicht die erste Wahl sein sollte, um Textilfasern von tiefersitzendem Schmutz zu befreien.

Der Holzdielen-Test

Holzdielen nach dem Test
Ebenfalls mit dem Punktstrahl des Akku-Druckreinigers konnten die oberen Holzdielen grob von Dreck befreit werden - allerdings nicht flächendeckend
© Anna Scheibe / stern

Im dritten und letzten Durchlauf wurden die sechs unterschiedlichen Sprüharten an besagten Dielen ausprobiert. Nachdem sich der Dusch-/Brausestrahl als auch der Nebel-/Sprühmodus als nicht brauchbar für diese Art der Reinigung herausstellte, konnte das Holz mit dem Breit- und Flachstrahl oberflächlich von Dreck und Staub befreit werden. Als es jedoch darum ging, den Boden gründlich zu reinigen, schaffte nur der Punktstrahl einen sichtbaren Unterschied zu erzielen (erkennbar auf dem Beweisfoto). Auch hier erlangten wir die Erkenntnis, dass eine Tiefenreinigung mit viel Aufwand verbunden ist und sich ein Gerät mit mehr Druck wahrscheinlich besser für Holzdielen eignen würde. Zum Entfernen von grobem Schmutz hingegen stellte sich der Niedrigdruckreiniger als äußerst wirksam heraus.

Fazit
Der Akku-Druckreiniger von Parkside ist dem Hypresso 18/24-1 sehr ähnlich – vom einfachen Zusammenbau bis hin zum leichten Handling. Mit 25 bar hat das Gerät zwar etwas mehr Power als das von Einhell, aber immer noch nicht genug, um stark verschmutzte Oberflächen zu reinigen. Dennoch stellte sich die Pistole im Praxistest als sehr solide und robust dar: Der konzentrierte Punktstrahl eignete sich gut für harte Ablagerungen, die flachen und breiten Sprühfunktionen hingegen zur oberflächlichen Reinigung von Holz- und Steinböden. Sicherlich können diese auch lackierte Flächen wie Fahrräder oder Autos von Dreck befreien, der Druck reicht hier allemal dafür aus. 

Dank ergonomischem Pistolengriff mit Feststellschalter und rutschfestem Softgrip liegt die Druckreinigerpistole in jeder Reinigungslage optimal in der Hand und lässt sich schnell und einfach bedienen. Zu bemängeln haben wir aber auch etwas: einen fehlenden Spritzschutz für den Akku, der während der Reinigung teilweise nass wurde. Und die Tatsache, dass aus einem kleinen Loch am Gerät während des Betriebs permanent Wasser getropft ist. Die Menge war zwar gering, fiel jedoch negativ auf. Aus diesem Grund bekommt das Gerät von uns nur drei von fünf möglichen Sternen. 

➕ Vorteile:

  • 6 einstellbare Sprüharten
  • Feststellschalter für Dauerlauf-Funktion

➖Nachteile:

  • keine Sicherheitsverriegelung
  • Kein Spritzschutz für den Akku
  • Gerät tropft während des Betriebs

Akku-Hochdruckreiniger: Die wichtigsten Fragen & Antworten

Sind Akku-Hochdruckreiniger mit klassischen Hochdruckreinigern vergleichbar?

Die Bezeichnung „Hochdruckreiniger“ wird von vielen Herstellern vor allem aus Marketinggründen genutzt, da der Begriff bekannter und besser auffindbar ist. Technisch arbeiten die meisten Akku-Geräte jedoch mit deutlich geringerem Druck als klassische Hochdruckreiniger mit Netzanschluss. Daher wären Begriffe wie „Druckreiniger“ oder „Mitteldruckreiniger“ eigentlich treffender. Diese Geräte sind bewusst auf Mobilität und einfache Anwendungen ausgelegt. Sie eignen sich gut für leichte Reinigungsarbeiten auf Balkon und Terrasse oder im Garten. Der große Vorteil liegt in der kabellosen Nutzung und der flexiblen Wasserentnahme per Ansaugschlauch. 

Für welche Einsatzbereiche sind Akku-Hochdruckreiniger am besten geeignet?

Die Geräte eignen sich vor allem für kleinere Reinigungsarbeiten rund ums Haus und unterwegs. Dazu zählen Fahrräder, Terrassenmöbel, Blumentöpfe oder auch Autos mit leichter Verschmutzung. Für hartnäckigen Schmutz auf Steinflächen oder Einfahrten stoßen sie schneller an ihre Grenzen. Besonders praktisch sind sie beim Camping oder auf Reisen ohne direkten Wasseranschluss. Alle getesteten Modelle können Wasser auch aus Eimern oder Kanistern ansaugen. Dadurch sind sie vielseitig einsetzbar.

Wie wichtig ist der Wasserdruck bei Akku-Hochdruckreinigern?

Der Wasserdruck ist ein entscheidender Faktor für die Reinigungsleistung eines Geräts. Akku-Modelle bieten in der Regel weniger Druck als klassische Hochdruckreiniger. Dennoch reicht die Leistung für viele Alltagsanwendungen gut aus. Wer hartnäckige Verschmutzungen entfernen möchte, sollte auf höhere Druckwerte achten. Gleichzeitig beeinflusst der Druck auch den Wasserverbrauch. Ein ausgewogenes Verhältnis ist daher besonders wichtig.

Wie lange halten die Akkus bei den Geräten im Durchschnitt?

Die Akkulaufzeit variiert je nach Modell, Leistungsstufe und Nutzung. Im Durchschnitt kann man mit etwa 15 bis 30 Minuten Betriebszeit rechnen. Für kleinere Reinigungsarbeiten ist das in der Regel ausreichend. Bei längeren Einsätzen kann ein Ersatzakku sinnvoll sein. Auch die Ladezeit spielt eine Rolle im Gesamtkomfort. Hochwertige Akkus bieten meist eine bessere Ausdauer und schnellere Ladezyklen.

Kann man die Druckreiniger auch ohne festen Wasseranschluss nutzen?

Viele Akku-Druckreiniger wie die hier getesteten Modelle sind dafür ausgelegt, Wasser aus alternativen Quellen anzusaugen. Dazu gehören Eimer, Kanister oder auch Regentonnen. Das macht sie besonders flexibel im Einsatz, etwa beim Camping oder auf abgelegenen Grundstücken. Wichtig ist dabei ein passender Ansaugschlauch mit Filter. Dieser schützt das Gerät vor Schmutzpartikeln im Wasser. Die Ansaugleistung kann je nach Modell unterschiedlich ausfallen (siehe Tabelle oben).

Welches Zubehör ist bei Akku-Druckreinigern besonders sinnvoll?

Nützliches Zubehör kann die Einsatzmöglichkeiten deutlich erweitern und den Komfort erhöhen. Dazu gehören verschiedene Düsen für unterschiedliche Strahlarten und Reinigungsaufgaben. Auch Bürstenaufsätze oder Schaumdüsen sind bei der Autoreinigung hilfreich. Ein längerer Ansaugschlauch sorgt für mehr Flexibilität bei der Wasserquelle. Ersatzakkus erhöhen die Einsatzdauer spürbar. Je nach Hersteller ist das Zubehör unterschiedlich umfangreich.

Wie laut sind Akku-Druckreiniger im Betrieb?

Akku-Druckreiniger arbeiten in der Regel leiser als klassische Hochdruckreiniger mit Kabel. Das liegt vor allem an der geringeren Leistung und kompakteren Bauweise. Dennoch entstehen auch hier Betriebsgeräusche durch die Pumpe. Für den Einsatz in Wohngebieten oder beim Camping ist das meist unproblematisch. Die Lautstärke kann je nach Modell variieren. Insgesamt gelten sie als vergleichsweise angenehm im Betrieb.

Lohnt sich die Anschaffung eines Akku-Druckreinigers für den Alltag?

Für viele Nutzer lohnt sich ein Akku-Druckreiniger besonders dann, wenn kein Außenwasserhahn oder fester Gartenanschluss vorhanden ist. Gerade in Wohnungen ist die Wasserentnahme im Außenbereich oft nicht möglich, da Anschlüsse fest verbaut sind oder gar nicht zur Verfügung stehen. Geräte mit Ansaugschlauch bieten hier eine flexible Lösung, da sie Wasser aus Eimern, Kanistern oder Regentonnen ziehen können. Dadurch lassen sich auch Balkone, Innenhöfe oder Fahrzeuge ohne feste Wasserinstallation reinigen. Im Alltag reichen sie für leichte bis mittlere Reinigungsarbeiten meist gut aus. Für große Flächen oder stark verschmutzte Bereiche bleiben klassische Hochdruckreiniger jedoch klar im Vorteil.

Hinweis: Dieser Text wurde teilweise mit maschineller Unterstützung erstellt und nach den üblichen, strengen redaktionellen Kriterien bearbeitet und geprüft. 

Quellen: Einhell, Worx, Makita, Gardena