Schnittig, oder?
Haarschneidemaschinen-Test: Fünf Geräte stellen sich haariger Angelegenheit

Haarschneidemaschine Test: Fünf Produkte im Vergleich
Zum Haarschneidemaschine-Test zeigen fünf Geräte von Braun, Panasonic, Philips, Wahl und Babyliss, welches am besten ist
© stern-Montage: Foto: BaByliss

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Es gibt gute Friseure und weniger gute. Das gilt auch für Haarschneider. Der stern-Haarschneidemaschinen-Test hilft, sich nicht den falschen Helfer ins Bad zu holen.

Haare wachsen im Durchschnitt rund einen bis anderthalb Zentimeter im Monat, mit erstaunlicher Ausdauer. Ab rund fünf Jahren ungebremstem Wachstum ist beim Haupthaar Schluss. Wann genau und bei welcher Länge, muss jeder individuell austesten, was insbesondere Männer selten tun. Sie scheuen vermutlich den Pflegeaufwand langer Strähnen, haben vielleicht Angst vor dem Hitzestau im Nacken oder vor den Blicken der Kollegen. Viele wollen ihr Haar lieber kurz halten und greifen daher zum Haarschneider.

In fast jedem Haushalt schneiden, trimmen und rasieren sich Menschen die Haare, ganz gemäß Vorlieben, von den Fußsohlen aufwärts. In unserem Test konzentrieren wir uns auf Haarschneider fürs Haupthaar und den Bart. Sie zaubern in wenigen Zügen aus Wildwuchs eine Frisur. Wer kann das am besten?

Haarschneidemaschine-Test: Die ausgewählten Geräte

  1. Babyliss E996E Super-X Metal Series zum Shop
  2. Philips HC5722 5000 Series zum Shop
  3. Braun HC7590 Series 7 zum Shop
  4. Wahl Rapid Clip zum Shop
  5. Panasonic ER-GC71-S503 zum Shop

Diese Haarschneidemaschinen könnten sich ebenfalls lohnen

Testergebnis: Diese Haarschneidemaschinen schneiden am besten ab

Am Babyliss E996E kommt in diesem Test niemand vorbei. Der starke Akku, die hohe Variabilität und das gute Handling verschaffen dem massiven Gerät den nötigen Vorsprung. Dabei war die US-Marke mit ihrer Hochglanz-Aufmachung anfangs keineswegs Favorit.

Klarer Preis-Leistungs-Tipp ist der Philips HC5722. Das ergonomisch geformte Leichtgewicht überrascht mit einer Top-Laufzeit, einem intelligenten Bedienkonzept und mit hohem Wartungskomfort. Mehr Auswahl bei den Schnittstufen und es wäre wohl ganz oben aufs Treppchen gegangen.

Alle Details, Eindrücke und Testergebnisse finden Sie in den Einzeltests unter der Tabelle.

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Über den Tester

Kurze Haare, kurzer Bart – ich bin mit Haarschneidern vertraut. Ich nutze sie mit wechselnden Aufsätzen zwei- bis dreimal im Monat. Das klappt zum Glück hervorragend, seit Jahren schon. Wir neigen daher dazu, beim Gewohnten zu bleiben, nur weil es in der Praxis funktioniert. Dabei gerät Neues und Innovatives schnell aus dem Blick. Never change a winning team? Darauf werden sich meine altgedienten Haarschneider nach diesem Test nicht mehr verlassen können, zumal die Kosten für den Wechsel überschaubar sind. Der Haarschneider-Test für den stern hat mich in einer Erkenntnis bestärkt: Informieren und Vergleichen lohnt! Weitere Informationen über Karl Lüdecke

Vergleichstabelle: Haarschneidemaschine-Test

Preis
Testsieger
BaByliss E996E
BaByliss E996E*
1.
Preis-Leistungs-Tipp
Philips HC5722
Philips HC5722*
2.
Braun HC7590
Braun HC7590*
3.
Wahl Rapid Clip
Wahl Rapid Clip*
4.
Panasonic ER-GC71-s
Panasonic ER-GC71-s*
5.
Remington HC5811
Remington HC5811*
6.
Hatteker RFC-690
Hatteker RFC-690*
7.
Jack & Rose RFC-676
Jack & Rose RFC-676*
8.
VGRPRO V-007
VGRPRO V-007*
9.
Philips HC5630
Philips HC5630*
10.
ab € 82,99
ab € 39,90
ab € 49,99
ab 47,13 €
ab € 50,99
ab 49,99 €
ab 31,99 €

(31,99 € / Stück)

ab € 42,49
ab 39,99 €

(39,99 € / Stück)

ab € 39,75
Bewertung Nicht in der Wertung Nicht in der Wertung Nicht in der Wertung Nicht in der Wertung Nicht in der Wertung
Länge ohne Aufsatz in mm 180 190 180 178 175 Nicht in der Wertung Nicht in der Wertung Nicht in der Wertung Nicht in der Wertung Nicht in der Wertung
Gewicht in Gramm, gewogen 264 168 164 260 166 Nicht in der Wertung Nicht in der Wertung Nicht in der Wertung Nicht in der Wertung Nicht in der Wertung
Schnittbreite in mm* 45 41 41 45 41 45 43 k. A. k. A. 41
Ladedauer in Min. laut Hersteller* 180 240 60 210 480 90 90 180 240 60
Ladedauer in Min., an der Anzeige abgelesen 188 95 60 185 keine Anzeige Nicht in der Wertung Nicht in der Wertung Nicht in der Wertung Nicht in der Wertung Nicht in der Wertung
Batterie-Laufzeit in Min. laut Hersteller* 180 75 60 150 40 50 150 240 240 90
Batterie-Laufzeit in Min., gemessen 140 133 56 128 81 Nicht in der Wertung Nicht in der Wertung Nicht in der Wertung Nicht in der Wertung Nicht in der Wertung
min. Schnittlänge in mm mit Aufsatz* 1,5 2 3 1,5 1 3 6 1,5 1,5 3
max. Schnittlänge in mm mit Aufsatz* 25 28 35 25 20 40 24 25 22 28
Schnittstufen mit Aufsatz 10 + Feinjustierung 9 16 10 + Feinjustierung 38 10 + Feinjustierung 6 + Feinjustierung 12 + Feinjustierung 9 + Feinjustierung 28
Schnittstufen-Abstände in mm variabel 3 variabel variabel 0,5 variabel 0,5 variabel variabel 1
Kammaufsätze 12 2 2 12 2 10 3 14 11 3
Lautstärke in dB 66,6 68,2 65,5 76,7 72,4 Nicht in der Wertung Nicht in der Wertung Nicht in der Wertung Nicht in der Wertung Nicht in der Wertung
Vibration mittel leicht leicht stark leicht bis mittel Nicht in der Wertung Nicht in der Wertung Nicht in der Wertung Nicht in der Wertung Nicht in der Wertung
Garantie* 3 Jahre bis 5 Jahre 2 Jahre 2 Jahre 2 Jahre 2 Jahre bis 3 Jahre 2 Jahre 1,5 Jahre 2 Jahre
Erhältlich bei
-36 %
82,99 €
129,90 €
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-9 %
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39,90 €
49,99 €
49,99 €
49,99 €
59,99 €
62,99 €
59,99 €
62,99 €
62,99 €
58,90 €
-32 %
47,13 €
68,83 €
49,90 €
54,99 €
-27 %
50,99 €
69,95 €
63,99 €
88,50 €
49,99 €
-39 %
89,58 €
145,90 €
31,99 €
42,49 €
-20 %
39,99 €
49,99 €
-20 %
39,75 €
49,99 €
64,93 €
-11 %
79,90 €
89,90 €

* Herstellerangabe

Hinweis: Einige Produkte in dieser Tabelle sind mit „nicht in der Wertung“ gekennzeichnet. Sie wurden nicht von der Redaktion getestet und bewertet. Alle Angaben bei diesen Produkten sind Herstellerangaben.

So haben wir die Haarschneidemaschinen ausgewählt

Unser Test konzentriert sich auf klassische Haarschneider fürs Haupthaar. Bodygroomer für den Intimbereich und Achseln haben wir ebenso wenig berücksichtigt wie Präzisionstrimmer, die zum Beispiel für wohlgeformte Augenbrauen sorgen. Das sind weitere Kriterien unserer Auswahl:

  • Verfügbarkeit: Wir haben darauf geachtet, dass die getesteten Haarschneider in mindestens einem der großen Online-Shops verfügbar sind.
  • Markenbekanntheit: Die Hersteller der Geräte sind bereits am Markt etabliert und erreichen mit ihren Produkten regelmäßig gute Bewertungen.
  • Zielgruppe: Alle getesteten Haarschneider sind für den privaten Gebrauch geeignet, was sich auch im Preis widerspiegelt. Er sollte zweistellig sein oder zumindest nicht weit über der 100-Euro-Marke liegen.
Haarschneidemaschine Test: Fünf Produkte im Vergleich
Frisch geladen und einsatzbereit: die fünf Haarschneidemaschinen aus unserem Test
© Karl Lüdecke / stern

So haben wir getestet

Das A und O beim Haarschneider ist das Ergebnis, also die Frisur. Aber auch der Weg dahin zählt: Erfassen sie alle Haare schnell und trennen sie ohne Ziepen ab? Müssen wir viel nacharbeiten? Um diese und ähnliche Fragen zu klären, haben wir einige Köpfe geschoren und auch zwei Bärte gestutzt. Wir haben Tester mit eher dünnem sowie andere mit dicken Haar gewählt. Auch bei den Längen gab es Unterschiede. Allzu lange Mähnen waren nicht dabei, denn mit ihnen können Haarschneider nichts anfangen. Da müssten wir ohnehin vorher mit der Schere ran.

Allein auf dieser Basis der Frisuren wäre eine Empfehlung schwer gewesen. Das Niveau beim sauberen Schnitt ist bei allen Testgeräten hoch. Aber im Alltag spielen weit mehr Dinge eine Rolle: Wir glichen die Akkulaufzeit mit den Herstellerangaben ab, nicht ohne Überraschungen. Wir beurteilen das Handling, die Haptik, Vibrationen und die Lautstärke. Ein wichtiger Punkt ist auch das Zubehör, mit Lerneffekt: Zehn Aufsätze sind nämlich nicht unbedingt besser als zwei, und ein fehlendes Fläschchen mit Öl muss kein Manko sein. In das Gesamtergebnis fließt auch die Reinigung ein. Das ist mehr als eine Randnotiz, denn sie steht regelmäßig an. Sonst kann das erfahrungsgemäß eine haarige Angelegenheit werden.

Die Gesamtnote ergibt sich aus folgender Gewichtung der einzelnen Testkategorien:

GewichtungKategorie
40%Funktion und Leistung
20%Ausstattung und Features
15%Design und Verarbeitungsqualität
10%Benutzerfreundlichkeit
10%Sicherheit und Zuverlässigkeit
5%Nachhaltigkeit

Aus der Gesamtnote haben wir abschließend die Sterne-Bewertung errechnet.

1. Robuster und kraftvoller Testsieger: Babyliss Super-X Metal E996E

BaByliss E996E
Testsieger
BaByliss E996E*
82,99 €
129,90 €
-36%
82,99 €
82,99 €

Gerät und Lieferumfang: Der Haarschneider von Babyliss zählt zu den großen Kalibern. Mit 264 Gramm ist er der schwerste im Test. Das Design ist schnörkellos. Es gibt weder aparte Schwünge noch eine ergonomische Taillierung. Babyliss liefert einen robusten Stab mit viel glänzendem Metall. Mit diesem Gerät könnten wir uns wohl notfalls auch gegen Eindringlinge verteidigen. 

Trotz dieser Robustheit setzt Babyliss schon bei der Verpackung auf den edlen Eindruck. Liefern Konkurrenten wie Philips inzwischen bewusst in eher unscheinbaren Recycling-Schachteln aus, ist es bei Babyliss ein Hochglanzkarton mit silbernem Prägedruck in XXL. Neben den beiden Kegelaufsätzen für den Feinschnitt hinter den Ohren finden wir noch zehn weitere Aufsätze zwischen 1,5 und 24 mm im Karton. Wer angesichts der zehn Aufsätze vermutet, dass es auch genau zehn Schnittlängen gibt, der irrt. An der Schneideeinheit des Haarschneiders befindet sich ein eleganter Hebel, mit dem Sie weitere Feineinstellungen vornehmen. Zur gewählten Aufsatz-Länge kommen damit noch zwischen 0,2 und 0,6 mm hinzu. Insgesamt zählen wir 50 Längeneinstellungen.

Hinzu kommen die Ladestation nebst Kabel, ein Beutel zur Aufbewahrung, ein Ölfläschchen, ein doppeltes Bürstchen und der Klingenschutz. Als Reiseset fürs Handgepäck empfehlen wir diesen Haarschneider eher nicht.

Laden: Der Akku des Babyliss Super-X Metal E996E hält, was das Gewicht des Geräts verspricht. Wir messen im Dauerbetrieb eine Laufzeit von zwei Stunden und 20 Minuten. Der Hersteller gibt drei Stunden an, die das Gerät nach mehreren Aufladezyklen erreichen soll. Doch schon zu Beginn hat kein anderes Gerät im Test so viel Ausdauer. Ist das Gerät nach der Nutzung fast vollständig entladen, warnt uns ein Blinken der Akkuanzeige. Sie zeigt in fünf Stufen den Ladezustand oder den Ladevorgang an. Der dauert im Test gut drei Stunden. Dank Schnellladefunktion können wir aber binnen 20 Minuten Strom für weitere 20 Minuten Betrieb nachladen.

Bedienung: Das Prinzip der wechselnden Aufsätze führt zwangsläufig dazu, dass wir nach dem gewünschten Plastikteil suchen müssen. Das birgt viel Potenzial für inneren Groll und unschöne Verwechslungen, gar nicht zu reden vom erhöhten Platzbedarf. Wir stellen aber besänftigt fest, dass die Beschriftung der Aufsätze einwandfrei zu lesen ist und das Einrasten am Scherkopf problemlos funktioniert. Auch der Hebel zur Feineinstellung bietet keinen Anlass zur Kritik. Ein leichtes Klicken bestätigt das Erreichen der jeweils nächsten Stufe. Um den Haarschneider in Gang zu setzen, schieben wir eine kleine Taste nach oben, womit er leicht vibrierend seine Arbeit beginnt.

Schnitt: Egal ob Haupthaar oder Bart, der Haarschneider von Babyliss macht zuverlässig seinen Job. Nacharbeiten müssen wir nur bei den weicheren Haaren im Nacken, aber auch das gelingt in wenigen Zügen. Auffällig ist, dass sich das Metall am Scherkopf beim Schneiden relativ stark erwärmt, was wir hauptsächlich bei der Nutzung ohne Aufsatz deutlich auf der Haut spüren. Während des Tests bleibt die Erwärmung aber im grünen Bereich und wird von den Betroffenen sogar als angenehm wahrgenommen. Dennoch: Empfindliche Menschen könnten das bei längerer Nutzung eventuell als störend empfinden. 

Haarschneidemaschine Test: Babyliss Super-X Metal E996E
Der Haarschneider von Babyliss bringt einen futuristischen Touch ins Bad
© Karl Lüdecke / stern

Pflege und Reinigung: Babyliss empfiehlt, die Klingen nach jedem Einsatz mit zwei Tropfen Öl auf den nächsten Einsatz vorzubereiten. Wir bringen sie von oben direkt auf die Klingen auf und schalten das Gerät danach kurz ein, damit sich das Schmiermittel gut verteilt. Die Klingeneinheit nehmen wir dafür nicht ab, was nicht nur fürs Ölen, sondern auch fürs Reinigen gilt. Die Bauweise sieht noch nicht einmal die Möglichkeit einer Entnahme vor, was den Pflegeaufwand auf ein Minimum reduziert. Haare aus den Aufsätzen entfernen wir wahlweise unter fließendem Wasser oder mit dem Bürstchen.

Fazit: Der Babyliss Super-X Metal E996E überzeugt mit seiner exzellenten Verarbeitung, einer Vielzahl an Schnittlängen und einer langen Akkulaufzeit. Die blaue Ladestands-Anzeige verleiht dem Gerät einen futuristischen Touch. Das Schnittergebnis ist präzise, ernsthafte Schwächen konnten wir nicht erkennen. Viele Nutzer dürften dennoch kleinere und leichtere Lösungen bevorzugen. Der Babyliss E996E geht als Sieger aus unserem Test hervor. 

+ Vorteile:

  • robuste Bauweise
  • starker Akku
  • einfache Wartung

– Nachteile:

  • relativ schwer
  • hoher Platzbedarf

2. Preis-Leistungs-Tipp mit viel Liebe zum Detail: Philips Series 5000 HC5722

Philips HC5722
Preis-Leistungs-Tipp
Philips HC5722*
39,90 €
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44,99 €
-9%
39,90 €
49,99 €

Gerät und Lieferumfang: Der Philips Series 5000 HC5722 hat fast die Form eines Bumerangs, wobei die Kehlung nicht ganz mittig verläuft. Der hintere Teil, der Griff, ist mit 12 cm deutlich länger als der vordere mit dem Scherkopf, der nur rund 7 cm misst. Uns überzeugt diese Formgebung schon, als wir das Gerät zum ersten Mal in die Hand nehmen. Es kommen weitere Vorzüge hinzu: ein kleiner Schalter unterhalb der Klingen etwa, der nach einem kurzen Druck dafür sorgt, dass die gesamte Klingeneinheit aus der Arretierung springt. Für die Reinigung ist das ein Vorteil, den keiner der getesteten Konkurrenten aufbietet.

Zum Lieferumfang zählen zwei Aufsätze, einer mit einer Schnittlänge von zwei mm, der andere mit einer variablen Länge zwischen drei und 24 mm. Außerdem gibt es ein USB-Ladekabel ohne Netzteil, eine kleine Tragetasche, in der wir Gerät und Zubehör lagern und transportieren. Auffällig ist, dass das obligatorische Ölfläschchen fehlt. Eine Unterlassungssünde? Nein, ein dickes Plus! Laut Hersteller ist der Haarschneider wartungsfrei und kommt ohne Öl aus. Das Bürstchen wiederum ist mit dabei. 

Als Verpackung wählt Philips zeitgemäß Pappe und Papier. Die Bedienungsanleitung ist grafisch und damit international verständlich. Sie bedient zudem auf der Größe eines DIN‑A4‑Blatts acht Modelle, was eine erstaunliche Leistung ist, aber auch zu Verwechslungen führen kann. 

Laden: Der Ladevorgang wird mit dem Blinken eines weißen Lichts an der Vorderseite angezeigt. Von leer auf voll dauert es im Test 90 Minuten. Philips selbst gibt für das Modell im mitgelieferten Booklet 240 Minuten an, was ein Irrtum zu sein scheint. Kein Problem, da es sich um eine positive Überraschung handelt, die sich bei der Nutzungsdauer sogar wiederholt: Aus 75 Minuten laut Hersteller werden erstaunliche 131 im Test, allerdings ohne Belastung gemessen. Sehr praktisch ist, dass der Haarschneider einige Minuten vor der vollständigen Entleerung des Akkus mit rotem Blinken davor warnt. Die Zeit genügt im Notfall, um nicht mit halb rasiertem Kopf ins Büro zu müssen. 

Bedienung: Das Arretieren der Aufsätze ist beim Philips HC5722/15 besonders gut gelöst, da der Klingensatz eine Aussparung im Metall für sie vorsieht. Der Aufsatz passt hier genau hinein, ohne Verrutschen oder lange Fummelei. Die Schnittlänge stellen wir – bei Verwendung des entsprechenden Aufsatzes – über einen Schiebeschalter am Gerät ein. Er ist mit einem kleinen Knopf in Orange zusätzlich gesichert, damit wir beim Haareschneiden nicht versehentlich verrutschen und uns ein Loch in der Frisur einhandeln. Abschneiden geht schnell, Nachwachsen dauert. Mit dem großen Aufsatz sind Längen zwischen drei und 24 Millimeter möglich, allerdings nur in Drei-Millimeter-Schritten. Ob dieses grobe Raster genügt, hängt von den eigenen Gewohnheiten ab. Insbesondere Bartträger könnten fürs Trimmen eine feinere Abstufung wünschen. Immerhin gibt es zusätzlich einen Zwei-Millimeter-Aufsatz und natürlich nutzen wir das Gerät wahlweise auch ohne Aufsatz. Dann liegt die Schnittlänge bei circa 0,5 mm. Das entspricht einem recht kurzen Drei-Tage-Bart. Der Philips HC5722 weist bei der Bedienung eine Besonderheit auf: die Turbotaste. Wir betätigen sie rein aus Testzwecken, da die Klingen auch ohne diesen Boost unbeschwert durchs Haar gleiten. Wer eine dicke Mähne hat, dürfte sich aber über die zusätzliche Kraft freuen. Alle anderen sparen Akku.

Schnitt: Die Aufsätze des Philips HC5722 sind massiv und die Klingen scharf. Wir haben unabhängig vom Haartyp der Probanden keinerlei Probleme bei der Anwendung. Auch ohne den „Turbo“ zu zünden, gleiten die Klingen mühelos durchs Haar. Der Schnitt ist präzise, Nacharbeiten sind fast immer unnötig. Die Schnittbreite gibt Philips mit 41 Millimetern an. Für einen normalen Haarschnitt reicht die Breite völlig aus.

Haarschneidemaschine Test: Philips Series 5000 HC5722
Zu zweit gelingt der Haarschnitt noch besser, auch mit dem Philips HC5722. Die Tasten sind gut zu greifen
© Karl Lüdecke / stern

Pflege und Reinigung: Alle Aufsätze inklusive der Klingeneinheit reinigen wir unter fließendem Wasser, das Gerät selbst auf Empfehlung des Herstellers nur mit der kleinen Bürste. Dank des durchdachten Mechanismus zur Abnahme der Klingeneinheit kommen wir an den Innenraum bequem heran. Da zudem das Ölen entfällt, ist die Pflege dieses Geräts eher eine Randnotiz.   

Fazit: Der Haarschneider von Philips vereint viele Vorteile, die den Umgang mit ihm besonders angenehm machen. Er überzeugt mit einer langen Akkulaufzeit, ist vibrationsarm und einfach zu reinigen. Die Wartung mit Öl entfällt. Ergonomie und Gewicht empfinden wir als optimal. Geht es beim Schnitt um besonders dickes Haar, aktivieren wir über die Turbo-Taste eine Kraftreserve. Die Varianz bei den Schnittlängen ist allerdings gering. Wer nicht auf die feinen Abstufungen angewiesen ist, erhält mit dem Philips HC5722 für wenig Geld einen ausgezeichneten Haarschneider.

+ Vorteile:

  • Turbo-Einstellung für dickeres Haar
  • Knopf zum Entfernen des Scherkopfes
  • kein Ölen zur Wartung erforderlich   
  • liegt gut in der Hand

– Nachteile:

  • wenige Schnittlängen
  • keine Ladeschale

3. Handlicher Generalist: Braun Series 7 HC7590

Braun HC7590
Braun HC7590*
49,99 €
49,99 €
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62,99 €
59,99 €
62,99 €
62,99 €
58,90 €

Gerät und Lieferumfang: Der Haarschneider von Braun ist ein Handschmeichler, schmal, federleicht und mit griffig gummierter Rückseite. Er kommt mit Ladeschale und Ladekabel sowie zwei Aufsätzen, die Schnittlängen zwischen drei und 35 Millimetern ermöglichen. Ebenfalls mit dabei sind eine kleine Bürste, etwas Öl und ein Säckchen für Lagerung und Transport, in dem auch Aufsätze und Ladestation Platz finden. Das Gerät selbst ist klassisch silber-schwarz, die äußeren Teile bestehen aus Plastik. Das gilt auch für die schwarze Ladeschale, die mit ihren rutschfesten Füßen einen sicheren Stand hat, für unseren Geschmack aber etwas zu leicht geraten ist. Dank der guten grafischen Aufbereitung umfasst die mehrsprachige Bedienungsanleitung nur wenige Seiten, enthält aber dennoch alle relevanten Informationen.

Laden: Wir laden den Haarschneider wahlweise auf der Ladestation oder direkt am Kabel. Während dieses Vorgangs, der in der Praxis eine Stunde dauert, blinkt der On/Off-Schalter an der Vorderseite des Geräts in einem hellen Grün. Das Ende des Blinkens zeigt an, dass der Akku voll ist. Danach nutzen wir den Haarschneider eine Stunde lang kabellos. Unser Test bestätigt die Herstellerangaben weitgehend: Nach 56 Minuten ist Schluss, wobei das Gerät rund fünf Minuten vorher mit einem roten Blinken vor dem nahenden Ende warnt. Das kann in der Praxis hilfreich sein und bildet zugleich einen gewissen Ausgleich dazu, dass der integrierte Akku ein wenig schwach auf der Brust ist.

Bedienung: Mit Betätigung des On/Off-Schalters surrt das Gerät los. Wir wählen den passenden Aufsatz – es gibt einen für Lang- und einen für Kurzhaar – und stellen mit dem Daumen am Gerät die Schnittlänge ein. Der simple Vorgang erfordert etwas Aufmerksamkeit, da sich der Bereich der Schnittlängen bei den Aufsätzen im mittleren Bereich überschneidet. Das bedeutet aber zugleich, dass sich das eher grobe Drei-Millimeter-Raster hier doch noch etwas verfeinert. Die Schnittlängen stellen wir mit dem Aufsatz in ungleichmäßigen Abständen zwischen 3 und 35 Millimetern ein. Den genauen Wert lesen wir seitlich am Aufsatz ab, nicht am Schiebeschalter. Wir nutzen das Gerät im Bedarfsfall aber auch ohne Aufsatz. Zu den baulichen Vorteilen des Haarschneiders gehört, dass die zuvor eingestellte Länge fürs nächste Mal gespeichert bleibt, auch wenn wir den Aufsatz zwischendurch entfernen. 

Schnitt: Der Haarschneider von Braun funktioniert tadellos, bei Kopfhaar und Bart. Der Schnitt ist gleichmäßig und die Längenabstufungen der beiden recht wuchtigen Aufsätze stimmen. In 99 Prozent der Fälle bewältigt der Braun die Haare bereits beim ersten Schnitt, lediglich beim Nackenflaum arbeiten wir mehrfach nach. Allzu weiches Haar mag das Gerät nicht unbedingt, mit eher kratzigen Bartstoppeln hat er dagegen gar kein Problem. Das macht den doch eher unscheinbaren Haarschneider zu einem echten Generalisten und geeigneten Reisebegleiter. 

Haarschneidemaschine Test: Braun Series 7 HC7590
Hobby Haareschneiden: Den HC7590 von Braun nehmen wir richtig gern zur Hand
© Karl Lüdecke / stern

Pflege und Reinigung: Im Testzeitraum zeichnet sich bereits ab, dass wir die Haare unter dem Scherkopf besser regelmäßig entfernen sollten. Wir reinigen den Haarschneider im ausgeschalteten Zustand unter fließendem Wasser. Den Scherkopf klappen wir dafür einfach hinten. Der Hersteller empfiehlt zudem, das Schneidesystem nach jeder Nutzung mit „einem dünnflüssigen Maschinenöl“ einzuölen. Das erscheint lästig und relativiert die Eigenwerbung für „lebenslang scharfe Klingen“, ist aber bei Haarschneidern üblich. Derartige Öle kosten im Online-Handel ab rund zehn Euro.

Fazit: Der Braun HC7590 ist ein solider Haarschneider ohne Starallüren. Die Bedienung funktioniert intuitiv und die Warnung vor einem niedrigen Akkustand kann uns vor peinlichen Situationen retten. Aufgrund seiner schmalen Form und des geringen Gewichts eignet er sich gut als Reisebegleiter. Die Laufzeit des Akkus ist allerdings etwas knapp bemessen.   

+ Vorteile:

  • handlich und gut zu bedienen
  • sauberer Schnitt bei allen Haartypen
  • gut gestaltete Bedienungsanleitung

– Nachteile:

  • geringe Akku-Laufzeit
  • teils grobe Schnittlängen-Einteilung 

4. All-inclusive-Paket: Wahl Rapid Clip

Wahl Rapid Clip
Wahl Rapid Clip*
47,13 €
68,83 €
-32%
49,90 €
54,99 €

Gerät und Lieferumfang: Der Wahl Rapid Clip wirkt massiv und liegt schwer in der Hand. Vorn steht mittig in großen Buchstaben der Firmenname, umrahmt von einem silbernen Gehäuse-Element, das an eine menschliche Silhouette erinnert. Der Hauptschalter ragt seitlich heraus, fast einen Zentimeter, für Linkshänder mit dem Daumen und für Rechtshänder mit dem Zeige- oder Mittelfinger gut zu erreichen. Wir geben der Verlockung nach und drücken ihn mit Kraft nach unten, worauf das Gerät heftig zu vibrieren beginnt und ein sonores Brummen erklingt. Bräuchten wir für ein Hörspiel einen Beispielton für einen Rasierer, hätten wir ihn gefunden. Der Wahl Rapid Clip kommt mit umfangreichem Zubehör: Neben der kurzen, grafischen Bedienungsanleitung, den Warnhinweisen und einer Garantie entnehmen wir zehn Aufsätze, beginnend bei 1,5 mm bis 25 mm, dazu zwei Spezial-Aufsätze für den Bereich hinter den Ohren. Zudem ein USB-Kabel zum Laden, Ölfläschchen und Bürste, eine Schere und zwei Kämme. Um alles an einem Ort zu bündeln, gibt es auch noch die passende Reißverschlusstasche dazu.

Laden: Den Akku laden wir in unserem Test in drei Stunden und fünf Minuten vollständig auf. Das ist 25 Minuten schneller als vom Hersteller angegeben. Irrtum ausgeschlossen, denn die Anzeige ist eindeutig: Das rote Licht leuchtet jetzt blau. Mit dem randvollen Akku lassen wir den Haarschneider mehr als zwei Stunden im Dauerbetrieb laufen. Im Test sind es genau 128 Minuten, laut Hersteller sogar bis zu 150. Beides reicht, um eine ganze Schulklasse mit einem neuen Kurzhaarschnitt zu erfreuen.

Bedienung: Wir wählen den Aufsatz mit der gewünschten Schnittlänge aus und rasten ihn auf dem Scherkopf ein. Das gelingt mit leichtem Druck ohne Probleme, allerdings braucht es für die Auswahl des Aufsatzes gute Lichtverhältnisse. Schwarz auf Schwarz sind die ausgestanzten Millimeter-Werte nicht leicht zu erkennen. Die exakte Länge können wir danach noch mit einem Hebel unterhalb des Schwerkopfes feinjustieren. Das funktioniert stufenlos, was die Möglichkeiten erweitert, aber auch zu leichten Abweichungen beim nächsten Haarschnitt führen kann. In der Praxis sind diese Millimeter-Bruchteile allerdings nicht entscheidend. Der eigentliche Haarschnitt beginnt mit dem Herunterdrücken des erwähnten Hebels an der linken Seite des Gerätes. Das Betätigen fühlt sich ein wenig retro an, ist aber angenehm und sogar im Trend. Wie wir wissen, sehnen sich viele Menschen nach langen Irrfahrten durch Touchscreen-Menüs nach einer griffigen Mechanik, wie Wahl sie hier anbietet. 

Schnitt: Der Rapid Clip  von Wahl profitiert beim Haareschneiden von der Kraft des durchzugsstarken Motors. Selbst dichte Strähnen können ihn nicht aufhalten oder auch nur die Drehzahl drosseln. Der Schnitt erfolgt präzise und es schaffen nur wenige Haare, dem ersten Zug der Klingen zu entgehen. 

Haarschneidemaschine Test: Wahl Rapid Clip
Mit dem Hebel an der linken Seite steuern wir die Schnittlänge. Das ist retro, gefällt uns aber gut
© Karl Lüdecke / stern

Pflege und Reinigung: Wahl weist ausdrücklich darauf hin, dass Sie das Gerät regelmäßig reinigen und mit Öl pflegen müssen. Ansonsten droht Rost. Die offizielle Pflegeanleitung enthält – trotz anderslautender Aussagen im Netz – keine Empfehlung dafür, die Schrauben am Scherkopf zu entfernen und so eine Innenreinigung zu ermöglichen. Wir beschränken uns daher auf die äußeren Flächen, womit der Aufwand gering ausfällt. Probleme mit Rost oder anderen Ablagerungen gibt es im Testzeitraum keine.

Fazit: Wahl liefert mit dem Rapid Clip  einen soliden und sicheren Haarschneider mit langer Laufzeit und einwandfreiem Schnittergebnis. Das Zubehör ist umfassend und die stufenlose Feineinstellung der Schnittlängen lässt keine Wünsche offen. Bei Vibration und Lautstärke wären noch Verbesserungen möglich. 

+ Vorteile:

  • sehr robustes Gerät mit starkem Motor
  • gleichmäßiger Schnitt
  • stufenlose Feineinstellung

– Nachteile:

  • relativ laut
  • relativ starke Vibrationen
  • keine Ladeschale

5. Mit Sinn fürs Feine: Panasonic ER‑GC71‑S503

Panasonic ER-GC71-s
Panasonic ER-GC71-s*
50,99 €
69,95 €
-27%
63,99 €
88,50 €

Gerät und Lieferumfang: Als wir die Packung der Haarschneidemaschine von Panasonic öffnen, stoßen wir auf eine 350 Seiten starke Bedienungsanleitung. In Zeiten, in denen der QR-Code sogar die Menükarte im Restaurant verdrängt, ist das zumindest ungewöhnlich. Von den 17 hier angebotenen Sprachen brauchen wir genau eine. Dänen, Franzosen oder Tschechen wird das nicht anders gehen. Technische Illustratoren könnten hier Papier sparen. Sei’s drum, wir blättern das deutschsprachige Kapitel auf. Zum Lieferumfang des Haarschneiders gehören zwei Aufsätze und ein Netzkabel, ein Pinsel und ein Fläschchen Öl sowie eine kleine Tasche. Das Equipment erscheint uns zunächst erstaunlich übersichtlich, erweist sich durch die gute Schnittlängen-Einstellung am Gerät aber schnell als vollkommen ausreichend. Mit seinen 166 Gramm hat das ER-GC71 ein angenehmes Gewicht. Der leicht gebogene Körper schmiegt sich geradezu in die Hand. Der Kunststoff, vorn silbern, hinten schwarz, wirkt stabil und keinesfalls billig. In der Mitte gibt es einen umlaufenden Ring, der sich wahlweise mit einem oder zwei Fingern bewegen lässt. Jedes Klacken steht für eine Änderung der Schnittlänge von 0,5 Millimetern. 

Laden: Während der Panasonic ER-GC71 an der Steckdose hängt, leuchtet an der Frontseite permanent ein rotes Licht. Das geschieht völlig unabhängig vom Füllstand des Akkus, was leider auch bedeutet, dass wir nicht erfahren, wenn die volle Ladekapazität erreicht ist. Da es auch sonst keine Akku-Anzeige gibt, sind wir dauerhaft auf Mutmaßungen angewiesen. Wer keine bösen Überraschungen erleben will, sollte also auf Reisen das Netzkabel einpacken – das allerdings nicht in die mitgelieferte Tasche passt. Laut Hersteller dauert ein vollständiger Ladevorgang acht Stunden. Die Nutzungsdauer gibt er dagegen mit 40 Minuten an. Bei uns im Test sind es nach acht Ladestunden im Dauerbetrieb ohne Belastung dann aber doch eine Stunde und 21 Minuten.

Bedienung: Kein anderes Gerät im Test ist in der Handhabung so angenehm wie der Haarschneider von Panasonic. Mit seiner ergonomischen Form und dem perfekt platzierten Rad für die Schnittlänge verschmilzt er fast mit der Hand. Die Inbetriebnahme erfolgt über einen kleinen Schiebeschalter unterhalb des Rings, der leichtgängig und dank einer Erhebung gar nicht zu verfehlen ist. Vibration und Lautstärke sind gering und keineswegs störend.

Schnitt: Die scharfen Messer gleiten mühelos durchs Haar, ohne Ziepen und Ruckeln. Es bleiben keine Härchen stehen. Dank der Möglichkeit zur Feineinstellung auf 0,5 Millimeter gelingen uns die Übergänge auch im Nacken ohne sichtbare Stufen und der Bart hat exakt die gewünschte Länge. Wer längeres Haar hat, sollte es allerdings vorher kürzen, weil sich der Haarschneider anderenfalls leicht verhakt. Für lange Strähnen ist er mit seiner maximalen Schnittlänge von zwei Zentimetern nicht konzipiert und schon im Normalbetrieb sammeln sich beim ER-GC71-S503 immer wieder Haarbüschel zwischen den Zinken des Kammaufsatzes, die wir händisch entfernen müssen.

Haarschneidemaschine Test: Panasonic ER‑GC71‑S503
Ungewöhnlich: Dieses Elektrogerät reinigen wir in eingeschaltetem Zustand unter fließendem Wasser
© Karl Lüdecke / stern

Pflege und Reinigung: Der Hersteller empfiehlt, die Maschine regelmäßig zu ölen. Wir entfernen dafür die Klingen, tropfen dann etwas Öl seitlich in die Klingeneinheit und montieren sie wieder. Was komplex klingt, dauert inklusive eines kurzen Leerlaufs, der zum Verteilen des Öls empfohlen wird, keine Minute. Die Reinigung des Scherkopfes nehmen wir im eingeschalteten Zustand unter fließendem Wasser vor. Es gibt dafür extra einen Wassereingang unterhalb der Klingen. Bleiben Rückstände, müssen wir die Klingeneinheit entfernen und das mitgelieferte Bürstchen zum Einsatz bringen.

Fazit: Der Panasonic ER‑GC71‑S503 ist angenehm zu handhaben und steht für ein sauberes Schnittergebnis. Die Feineinteilung in Fünf-Millimeter-Schritten ist ein großes Plus. Leider lesen wir den Akkuladestand nicht einfach am Gerät ab. Vor dem Hintergrund der relativ kurzen Akku-Laufzeit sehen wir diesen Nachteil als gravierend an.

+ Vorteile

  • liegt sehr gut in der Hand
  • einfache und angenehme Bedienung
  • Feinabstufung bei der Schnittlänge von 0,5 mm

– Nachteile:

  • Ladestand nicht zu ermitteln
  • kurze Betriebsdauer
  • keine Ladeschale

Haarschneidemaschine: Die wichtigsten Fragen & Antworten 

Muss ich den Schneidesatz bei meinem Haarschneider regelmäßig erneuern?

Sind die Klingen am Haarschneider stumpf, macht sich das schnell über Ziepen und ein unregelmäßiges Schnittbild bemerkbar. An einem Austausch des Schneidesatzes beziehungsweise der Trimmer-Ersatzklingen führt dann nichts mehr vorbei. Die Kosten liegen je nach Hersteller und Online-Shop zwischen 15 und 35 Euro. Da der Austausch je nach Intensität der Nutzung erst nach einem bis zwei Jahren anfällt, fallen diese Nebenkosten wenig ins Gewicht. Es kann allerdings eine Herausforderung sein, in der Vielzahl der Angebote das richtige Ersatzteil zu finden.

Was unterscheidet Haar- und Bartschneider?

Viele Männer nutzen ihren Haarschneider auch als Bartschneider oder ihren Bart- auch als Haarschneider. Das funktioniert, allerdings mit Einschränkungen beim Komfort. Aufgrund ihrer Spezialisierung weisen die Geräte im Detail Unterschiede auf. So sind die Klingen beim Haarschneider mit über 40 mm breiter, um die größere Fläche besser zu bewältigen. Dafür fallen aber auch die Abstufungen bei den Schnittlängen gröber aus: Während es beim Bart auf 0,5 mm Länge ankommt, genügen beim Kopfhaar oft 1 bis 3 mm. Wer beim Kauf schon weiß, dass sowohl das Kopfhaar als auch der Bart regelmäßig unters Messer müssen, sollte sich für einen sogenannten Multigroomer entscheiden. Diese Geräte vereinen das Beste aus beiden Welten.

Kann ich meinen Haarschneider im Intimbereich nutzen?

Es ist möglich, den Haarschneider im Intimbereich zu nutzen, allerdings raten die Hersteller davon ab. Den Job erledigen spezielle Bodygroomer oder Intim-Trimmer weit besser und vor allem sicherer. Das Verletzungsrisiko sinkt, ebenso wie die Gefahr von Infektionen. Auch lästige Hautirritationen treten seltener auf.  

Kann ich meinen Haarschneider für mein Haustier nutzen?

Nein! Haare von Tieren und Menschen unterscheiden sich erheblich. Die Haarschneider können das dichte, oft fettige Fell nicht durchdringen, aber leicht die empfindliche Haut verletzen. Für das Tier wäre schon der Versuch purer Stress. Bei Schermaschinen für Katze und Hund gibt es aber eine breite Auswahl. 

Wie nutze ich den Haarschneider richtig?

Der Schnitt erfolgt mit sehr leichtem Druck gegen die Haarwuchsrichtung. Bei Nutzung eines Aufsatzes liegt der flache Teil auf dem Haar beziehungsweise der Kopfhaut auf. Die Geräte nutzen Sie auch ohne Aufsatz. Es entsteht dabei aber keine glatte Rasur, denn Stoppeln von circa 0,5 mm Länge oder mehr – abhängig vom Gerätetyp – bleiben stehen.

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