Der erste Gang morgens: direkt zum Kaffeevollautomaten. Wenn die Kaffeebohnen gemahlen sind, das schwarze Gold aus dem Auslauf läuft und der Kaffeegeruch in die Nase steigt, kann der Tag starten. Allerdings: Der Kaffee sollte gut und das Gerät einfach zu bedienen sein. Der stern hat in einem großen Kaffeevollautomat-Test sechs Geräte hinsichtlich Bedienbarkeit, Geschmack und Co. getestet. Nachfolgend die Ergebnisse.
Kaffeevollautomat-Test: Die ausgewählten Geräte
Andere lohnenswerte Modelle
Folgende Modelle wurden nicht selbst ausführlich getestet, sind aber in der Recherche aufgefallen:
Fazit: Welcher ist der beste Kaffeevollautomat?
Das Beste kommt in diesem Fall nicht zum Schluss, sondern vorab: Als Testsieger der stern-Kaufkosmos-Redakteurin wurde das Modell von Nivona gekürt. Es ist kompakt, schick und kann viele Getränke bei Bedarf zubereiten. Dabei ist es einfach zu reinigen, intuitiv zu bedienen und lässt kaum Wünsche offen. Allerdings: Käuferinnen und Käufer müssen bereit sein, einen vergleichsweise hohen Preis zu zahlen.
Wer weniger tief in die Tasche greifen möchte, ist sicherlich auch mit dem Modell von Grundig gut beraten: Es ist häufig schon für unter 400 Euro zu haben und bereitet guten Kaffee auf Knopfdruck zu. Dabei ist es leicht, klein und macht auch optisch etwas her.
Die gute Nachricht: Keines der getesteten Modelle enttäuschte und hat ganz eigene Vorteile zu bieten.
Alle Details, Eindrücke und Testergebnisse finden Sie in den Einzeltests weiter unten.
Über die Testerin
Ohne Kaffee am Morgen (und am Mittag und am Nachmittag) geht bei mir gar nichts. Dabei darf er auch gern schwarz sein. Schließlich nutze ich am liebsten einen separaten Milchaufschäumer, falls ich doch mal Lust auf einen Latte Macchiato habe. Bei einem Kaffeevollautomat ist mir eher wichtig, dass er unkompliziert zu nutzen ist, sich einfach reinigen lässt, ausreichendes Fassungsvermögen bietet und einen schnell einstellbaren Mahlgrad hat. Dafür muss es auch nicht teuer sein – oder?
Vergleichstabelle Kaffeevollautomaten
| Nivona CafeRomatica NIVO 8107 | Grundig KVA 7230 | De'Longhi Rivelia | Philips EP8757/20 8000 Series Café Aromis | Kitchenaid KF8 | Tchibo Esperto Mini | Krups Arabica Picto EA810570 | Cecotec Espressomaschine Superautomat Cremmaet Latte Art | Melitta Solo | WMF Kaffeevollautomat Perfection 640 CP812D10 | |
| Gesamteindruck (max. 5 Sterne) | ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Testsieger | ⭐️⭐️⭐️⭐️ Preistipp | ⭐️⭐️⭐️⭐️ | ⭐️⭐️⭐️ bis ⭐️⭐️⭐️⭐️ | ⭐️⭐️⭐️ bis ⭐️⭐️⭐️⭐️ | ⭐️⭐️⭐️ bis ⭐️⭐️⭐️⭐️ | nicht in der Wertung | nicht in der Wertung | nicht in der Wertung | nicht in der Wertung |
| Abmessungen* | 48 x 24 x 34 cm | 27,5 x 40,5 x 34 cm | 24,5 x 43 x 38,5 cm | 38,9 x 25,1, x 45,2 cm | 47 x 26 x 36 cm | 40 x 30,5 x 16 cm | 11,3 x 15 x 19 cm | 40,5 x 19 x 34,5 cm | 45,9 x 20 x 33,4 cm | 37,1 x 25 x 41 cm |
| Gewicht* | 12 kg | 9,9 kg | 9,7 kg | 9,3 kg | 12,7 kg | 7,4 kg | 8 kg | 7,92 kg | 8,6 kg | 9,3 kg |
| Zubehör | Milchschlauch, Messlöffel, Reinigungstabletten, Wasserfilter | Milchbehälter, Wasserfilter, Messlöffel | Wasserfilter, Messlöffel, Milchbehälter, Wasserhärtestreifen, zusätzlicher Bohnenbehälter | Wasserfilter, 2 Milchbehälter (heiß/kalt), Teststreifen für Wasserhärte, Messlöffel | Milchbehälter mit Schlauch und Deckel, Reinigungstabletten, Messlöffel, Wasserhärte-Teststreifen | Reinigungsbürste, inkl. 400 g Kaffee gratis | Reinigungstabletten | Milchbehälter | / | Milchschlauch, Wasserfilter, Reinigungstabs, Entkalker, Reinigungsbürste, Reinigungstuch, Teststreifen |
| Getränke | 6 Kaffeespezialitäten | 10 Kaffeespezialitäten | 16 Kaffeespezialitäten | mehr als 50 heiße und kalte Getränke | über 40 Rezeptoptionen | Kaffee Crema, Espresso | 5 Getränke | 6 Getränke | Kaffee Crema, Espresso | 15 verschiedene Rezepte |
| Fassungsvermögen | 1,8 l | 2 l | 1,4 l | 1,9 l | 2,2 l | 1,1 l | 1,7 l | 1,1 l | 1,2 l | 3 l |
| Temperatur | 66 bis 75 Grad Celsius | 60 bis 75 °C | ca. 70 bis 77 °C | von kalt bis ca. 75 °C | 55 bis 69 °C | 70 bis 80 °C | k.A. | k.A. | ca. 73 °C | k.A. |
| Lautstärke | 50-70 dB | ~ 75 dB | 55-70 dB | 65-70 dB | 55-70 dB | 70-80 dB | ~ 73 dB | k.A. | ~ 70 dB | k.A. |
| Integrierter Milchaufschäumer | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Nein | Ja | Ja | Nein | Ja |
| Extras | 5 einstellbare Profile, 3 einstellbare Temperaturen, 5 einstellbare Stärken, einstellbare Kaffeemenge, 2-Tassen-Funktion, Chilled-Brew-Optionen, separates Kaffeepulverfach | Zweifachdüse inkl. Beleuchtung, 13 Einstellungen für Mahlgrade, Tassenwärmerfunktion, separates Kaffeepulverfach | 4 Benutzerprofile, LatteCrema Cool Technologie für kalte Getränke, separates Kaffeepulverfach | 7 Intensitätsstufen, 8 Benutzerprofile, 3 Temperatureinstellungen, Barista-Assistent, Bean Adjust, 12 Mahlgradeinstellungen, gleichzeitige Zubereitung von 2 Tassen, separates Kaffeepulverfach | einstellbare Kaffeestärke, Kaffeemenge, Körper des Heißgetränks, Temperatur, LED-Beleuchtung, separates Kaffeepulverfach | Taste für Extraaroma | Doppeltassenbezug, Heißwasserfunktion, Drehregler für frei einstellbare Kaffeemengen von 20 ml bis 220 ml, 3 Temperaturstufen, 3 Mahlgrade | verstellbare Stärke, einstellbare Menge und Temperatur | Doppeltassenbezug, programmierbar, Tassenwärmer, 3 Kaffeestärken, einstellbare Menge | Energiesparfunktion, 4 individuelle Benutzerprofile, einstellbare Menge und Temperatur |
| Preis (UVP)* | 1299 Euro | 699 Euro | 799,90 Euro | 1099,99 Euro | 1799 Euro | 329 Euro | 689,99 Euro | 299 Euro | 349 Euro | 1199 Euro |
* Herstellerangabe
So haben wir die Produkte ausgewählt
Nach diesen Kriterien haben wir die Produkte für den Kaffeevollautomat-Test ausgewählt:
- klassischer Kaffeevollautomat mit Mahlwerk
- integrierter Milchaufschäumer kein Muss
- Markenprodukte bzw. Produkte bekannter Hersteller im getesteten Bereich
- gute Verfügbarkeit
- Geräte oder Marken haben in anderen Tests bereits gut abgeschnitten
So haben wir getestet
Der erste Eindruck ist nicht der entscheidende, aber auch nicht unwichtig. Im Test haben wir beim Öffnen des Kartons den Lieferumfang und die Verpackungsart geprüft: Ist sie nachhaltig oder wurden die Kaffeevollautomaten in massenweise Styropor und Plastik gehüllt? Danach wurde die Verarbeitung angesehen, mögliche Schäden wurden ausgeschlossen. Außerdem wurde das Zubehör geprüft.
Fragen, mit denen sich der Test auseinandersetzt, sind folgende: Welches Zubehör liegt dem Kaffeevollautomaten bei? Welche Getränke sind möglich? Wie laut arbeiten die Geräte? Das haben wir mit einem Schallpegelmessgerät festgehalten. Die Lautstärke wurde während des Mahlens und während der Kaffeezubereitung gemessen. Die Kaffeetemperatur wurde mit einem herkömmlichen Thermometer festgehalten. Weiterhin haben wir die Geräte in puncto Design, Extrafunktionen, Reinigung und Geschmack hin überprüft. Für letzteren haben wir Kaffeebohnen von Tchibo (Barista Caffè Crema) verwendet und die Maschinen jeweils auf den mittleren Mahlgrad gestellt. Wenn ein Milchaufschäumer vorhanden war, wurde er auch getestet. War dies nicht der Fall, wurde es aber nicht negativ ausgelegt. Nachfolgend die Einzelergebnisse.
1. Die Allrounder: Nivona
Optik: Nivona ist eine Marke, die einem nicht häufig über den Weg läuft. Auch die Optik ist etwas ungewöhnlich: Der Kaffeevollautomat kommt mit einem vertikalen Display daher. Dieses ist sehr schick und das Gerät generell minimalistisch gestaltet. Verpackt war es in viel Pappe und kaum Plastik, ein Plus. Zudem hat der Karton Griffe: ein kleines, aber praktisches Detail. Der Auslauf ist verstellbar. Der Mahlgrad lässt sich, anders als bei vielen anderen Geräten, nicht im Kaffeebohnenfach anpassen, sondern der Regler versteckt sich hinter einem Fach an der Seite des Automaten. Zudem gibt es ein Fach für gemahlenen Kaffee. Beigelegt ist dafür ein Löffel. Weiteres Zubehör: Reinigungstabletten, ein Wasserfilter und ein Schlauch für den Milchschaum. Auch das Einschalten ist ungewöhnlich: Der Ein- und Ausschalter ist an der unteren linken Seite versteckt und nicht direkt ersichtlich.
Handhabung: Ansonsten ist die Handhabung sehr einfach und intuitiv: Durch ein Rädchen lässt sich das schicke Display steuern. Dabei kann zwischen vielen unterschiedlichen Getränken gewählt werden. Zudem lassen sich im Menü auch die Reinigung (Entkalkung, Milchschlauchreinigung, Spülung) oder ein individuelles Nutzerprofil wählen. Zudem können Kaffeetemperatur, Getränkegröße und andere Feinheiten eingestellt werden.
Geschmack: Für den Test haben wir den klassischen Kaffee Crema und einen mittleren Mahlgrad gewählt. Dabei kam ein aromatisches Getränk heraus, das eine gut sicht- und spürbare Crema zeigte. Der Kaffee war sehr ausgewogen und aromatisch und weder über- noch unterextrahiert. Da ein Milchaufschäumer dabei ist, wurde er ebenfalls getestet. Auffällig: Dafür ist nur ein Schlauch nötig. Der Milchschaum ist völlig ausreichend und sorgt dafür, dass viele Getränkevarianten möglich sind. Die Reinigung ist sehr einfach und kann über die Einstellungen im Menü erfolgen. Allerdings ist der Milchschaum natürlich nicht so feinporig wie bei einem separaten Milchaufschäumer oder bei einer Milchdüse.
Reinigung: Die Reinigung erfolgt über das Menü im Display. Nach jeder Milchaufschäumung sollte der Schlauch einmal durchgespült werden. Das passiert mit einem Knopfdruck und es bleiben keine sichtbaren Rückstände im Schlauch. Damit ist diese Reinigung unkomplizierter als bei anderen Modellen. Die größere Entkalkung erfolgt ebenfalls automatisch. Wie bei anderen Kaffeevollautomaten im Test sollte ein großes Gefäß unter dem Auslauf stehen, welches zwischendurch geleert werden sollte. Für die Reinigung liegen zwei Tabletten bei. Sie dauert etwa 30 Minuten. Positiv: Der Filter sorgt dafür, dass das Wasser optimal bleibt und eine Entkalkung erst nach häufiger Nutzung notwendig wird. Der Filter lässt sich sehr einfach einsetzen, zudem gibt es dazu eine Anleitung über das Display, sodass nichts schiefgehen kann.
Fazit: Der Nivona-Kaffeevollautomat ist ein edles, kompaktes Gerät, das keine Wünsche für Kaffeeliebhaberinnen und -liebhaber offen lässt. Es ist einfach zu bedienen und einfach zu reinigen. Geschmack und Temperatur sind individuell anpassbar. Der Preis von etwa 1000 Euro ist nicht günstig, allerdings für die Verarbeitung und die Auswahl sicherlich angemessen. Neben vielen Einstellungen überzeugen vor allem die Chilled-Brew-Optionen. Wer bereit ist, etwas tiefer in die Tasche zu greifen und regelmäßig unterschiedliche Kaffeespezialitäten genießt, ist mit diesem Gerät sehr gut beraten.
Vorteile:
- edle Optik
- kompaktes Format
- zahlreiche Getränke
- einfach Handhabung
Nachteile:
- hoher Preis
2. Die Moderne: Grundig
Optik: Der Kaffeevollautomat von Grundig hat eine edle Optik und kommt in einem cleanen Look und mit einem schicken Touch-Display daher. Verpackt war es, wie viele andere Modelle in viel Pappe und etwas Plastik. Sehr ungewöhnlich: Der Stecker muss von unten ins Gerät gesteckt werden. Dazu muss der Automat also einmal komplett gekippt werden – höchst umständlich. Ansonsten ist das Gerät sehr praktisch: Das Display lässt sich einfach bedienen. Allerdings gibt es auch zum Einsetzen des Filters keine Anleitung wie bei anderen Modellen im Kaffeevollautomat-Test. Neben dem Filter liegt ein Löffel bei, mit dem sich gemahlener Kaffee abmessen lässt, für den es ein Extrafach gibt. Der Auslauf ist verstellbar. Auch positiv: Der Wassertank lässt sich sehr einfach herausnehmen und wieder einsetzen.
Handhabung: Steuern lässt sich das Modell von Grundig über das Touch-Display. Allerdings wird empfohlen, es mit einer App zu koppeln, um die Steuerung noch komfortabler zu gestalten. Aber auch ohne diese Kopplung ist die Handhabung einfach. Es gibt eine Auswahl an unterschiedlichen Getränken. Der Kaffee Crema für den Test ist schnell gefunden. Es bleibt bei einem mittleren Mahlgrad. Dieser kann im Bohnenfach angepasst werden. Den Knopf gedrückt und es kann losgehen.
Geschmack: Der Kaffee ist heiß und aromatisch. Allerdings ist er wässriger als bei den Modellen von Nivona oder De'Longhi. Hier braucht es einen etwas feineren Mahlgrad. Die Maschine arbeitet zudem lauter als die anderen und erreicht beim Mahlen eine Lautstärke von über 80 dB. Der integrierte Milchaufschäumer ist einfach zu nutzen und sorgt für soliden Milchschaum, der allerdings nicht mit Milchschaum aus einer Milchdüse vergleichbar ist. Und: Er ist sehr kalt und macht einen Latte Macchiato, der eigentlich mit heißem Espresso aus der Maschine kam, insgesamt kälter. Das ist suboptimal. Hier bräuchte es lieber einen separaten Milchaufschäumer dazu. Hier sollte vielleicht auch die Tassenwärmerfunktion genutzt werden, um das etwas auszugleichen.
Reinigung: Um diesen Kaffeevollautomaten zu reinigen, muss zuerst die passende Einstellung gefunden werden. Das hat sich also gar nicht so einfach herausgestellt, weil das Symbol nicht selbsterklärend ist. Ist es gefunden, erfolgt die Reinigung – ob Entkalkung oder Reinigung des Milchaufschäumers – automatisch und einfach.
Fazit: Für einen Preis von unter 400 Euro kann dieser Kaffeevollautomat vieles, was hochpreisige Modelle auch können. Er ist schlick, modern und vielseitig. Er hat ein sehr faires Preis-Leistungs-Verhältnis. Allerdings: Der Kaffee ist etwas wässrig und der Milchschaum zu kalt. Zudem arbeitet er laut. Wer diese Abstriche in Kauf nimmt und das Gerät am liebsten für Kaffee Crema und Espresso nutzen möchte, kann ihn mit der richtigen Einstellung problemlos nutzen und hat einen Hingucker für die Küche, der richtig eingesetzt eine Bereicherung ist. Für diejenigen, die sehr hohe Ansprüche an ihren Kaffee stellen, ist dieses günstigere Gerät aber eher nicht geeignet.
Vorteile:
- schicke Optik
- faires Preis-Leistungs-Verhältnis (meist für unter 400 Euro zu haben)
- große Getränkeauswahl
- einfache Handhabung
Nachteile:
- umständlicher Stromanschluss
- etwas laut
- zu kalter Milchschaum
5. Der Klassiker: De'Longhi
Optik: Kompakt, schick und modern: So kommt der Kaffeevollautomat von De'Longhi daher. Das Gerät ist hell und elegant. Es ist, wie die meisten anderen Modelle im Test, in viel Karton und etwas Plastik verpackt. Auffällig: Sowohl das Fach für die Kaffeebohnen als auch der Wassertank stechen optisch hervor und sind zusätzlich am Gerät angebracht. Es sind ein Messlöffel mit Pinsel sowie ein Wasserfilter dabei. Im Bohnenfach befindet sich ein Extrafach für gemahlenen Kaffee. Beim Einschalten gibt der Kaffeevollautomat direkt Anweisungen und einen Piepton von sich. Im Test lässt sich der Wassertank schwer herausnehmen. Die Bedienung ist dagegen selbsterklärend.
Handhabung: Zum Bedienen muss das Getränk der Wahl nur ausgewählt werden. Weitere Einstellungen, etwa ein individuelles Nutzerprofil oder die Getränkegröße, sind ebenfalls möglich. Positiv: Es ist direkt erkennbar, wenn sich die Bohnen dem Ende neigen. Auch Getränke mit Milchschaum können zubereitet und einfach im Menü ausgewählt werden. Kleines Manko: Fingerabdrücke und Schmutz sind auf dem Display schneller zu erkennen als bei anderen Geräten im Test.
Geschmack: Der Kaffee Crema kommt heiß aus dem Gerät heraus und ist aromatisch und ausgewogen im Geschmack. Beim mittleren Mahlgrad ist kein Nachjustieren notwendig. Generell zählt der Kaffee aus diesem Gerät zu den aromatischsten im Test. Getränke mit Milchschaum kommen mit viel Volumen heraus, jedoch ist der Schaum, wie bei den anderen Geräten auch, mit dem aus einer Milchdüse, wie sie etwa bei vielen Siebträgern vorhanden ist, nicht zu vergleichen. Aber: Er ist feinporiger und fester als bei den meisten anderen Geräten, ein Plus.
Reinigung: Auch die Reinigung lässt sich im Menü ganz einfach finden und durchführen. Der Entkalker lag dem Paket bereits bei. Nach nicht einmal einer halben Stunde ist diese Reinigung durchgeführt. Zwischendurch musste das untergestellte 500-ml-Gefäß zwei Mal geleert werden. Auch das Säubern des Milchaufschäumers ist per Knopfdruck möglich und verläuft problemlos.
Fazit: Das Modell von De'Longhi im Kaffeevollautomat-Test erweist sich als solides Gerät, das vor allem mit dem kompakten, schicken Design überzeugt und sowohl Wasserstand als auch Bohnenvorrat direkt ersichtlich machen. Der Kaffee ist ausgewogen und aromatisch und das Gerät einfach bedienbar. Auch der Milchschaum ist prima. Allerdings sind Flecken auf dem Display schnell zu sehen. Generell ist das Gerät für das kleine Format etwas hochpreisig, lässt aber dafür kaum Wünsche offen. Das Gerät hätte dem Testsieger von Nivona beinahe den Rang abgelaufen, da es – anders als manch andere Geräte im Test – den Kaffeegeschmack in den Vordergrund stellt. Praktisch sind auch die beiden Bohnenbehälter: So kann unkompliziert zwischen unterschiedlichen Sorten gewechselt werden und sie sind sicher verwahrt.
Vorteile:
- schicke Optik
- kompaktes Format
- guter Kaffeegeschmack
- ersichtlicher Kaffeebohnenvorrat und Wasserstand
Nachteile:
- schwer herausnehmbarer Wassertank
- erkennbare Verschmutzungen auf dem Display
4. Die Außergewöhnliche: Philips
Optik: Anders als andere Modelle im Kaffeevollautomat-Test ist das Gerät von Philips nicht minimalistisch, sondern etwas verspielter: Der Auslauf ist in Holzoptik gehalten, der Rest ist in Metalloptik gestaltet. Der Automat wirkt lebendig und weniger steif als andere. Der Auslauf lässt sich verstellen. Angekommen ist das Gerät in viel Karton und ein wenig Plastik verpackt. Das Abtropfgitter wirkt etwas wackelig, wenn es auf die Vorrichtung gesetzt wird und rastet nicht ein. Besonders auffällig: Der Kaffeevollautomat kam mit zwei Milchbehältern: einen für warmen und einen für kalten Schaum. Im Lieferumfang enthalten waren zudem ein Messlöffel, Entkalker sowie ein Wasserfilter, der sich allerdings im Test schwer einsetzen ließ. Im Bohnenfach lässt sich auch gemahlener Kaffee einfüllen. Ein Plus: Es gibt eine Tassenbeleuchtung.
Handhabung: Die Handhabung des Philips-Kaffeevollautomaten ist besonders einfach und durch das Display werden Käuferinnen und Käufer prima an die Hand genommen. Viele Getränke sind via Knopfdruck bereit für die Zubereitung und können individuell angepasst werden. Kalte und warme Getränke sind möglich. Allerdings ist die Auswahl von über 50 Getränken etwas überfordernd.
Geschmack: Das Gerät ist bei der Zubereitung leise und angenehmer als manch andere Modelle im Kaffeevollautomat-Test. Auch der Kaffee Crema mit mittlerem Mahlgrad kommt in angenehmer Temperatur und gutem, aber nicht idealem Geschmack heraus. Hier ist etwas Nachjustierung gefragt. Der Milchschaum ist im warmen Zustand etwas grobporig, gut, im kalten noch etwas grobporiger. Für einen Latte Macchiato oder Cappuccino ist die Qualität ausreichend.
Reinigung: Auf dem Automat ist zu lesen, dass er bis zu 5000 Tassen Kaffee zubereiten können ohne entkalkt werden zu müssen. Dafür muss der Wasserfilter entsprechend installiert sein. Sollte eine Reinigung notwendig sein, ist sie einfach im Menü wählbar und verläuft dann weitestgehend automatisch. Auch die Milchaufschäumer lassen sich über das Display reinigen. Hier ist ebenso geringer Aufwand vonnöten wie bei vergleichbaren Modellen.
Fazit: Der Kaffeevollautomat von Philips hat ein außergewöhnliches Design, vielfältiges Zubehör und eine große Getränkeauswahl. Der Kaffee ist gut und die Handhabung einfach. Mit leichten Abstrichen ist dieses Gerät aber definitiv zu empfehlen und macht sich prima in der Küche. Vor allem für diejenigen, die gern mit Kaffee experimentieren, ist dieses Modell zu empfehlen. Für diejenigen mit Barista-Anspruch ist die Qualität des Kaffees, ähnlich wie beim Grundig-Modell, vielleicht nicht ideal.
Vorteile:
- außergewöhnliche Optik
- Tassenlicht
- vielfältige Auswahl
- gute Temperatur
Nachteile:
- hoher Preis
- schwer einsetzbarer Wasserfilter
- wackeliges Abtropfgitter
5. Die Stylische: Kitchenaid
Optik: Designfans werden diesen Kaffeevollautomaten mögen: Das Modell von Kitchenaid ist hochwertig und schick. Es ist allerdings schwerer und größer als andere Geräte im Kaffeevollautomat-Test. Der Wasserbehälter hat ein hohes Fassungsvermögen und der Automat ist für einen Mehrpersonenhaushalt prima geeignet. Er kam umweltfreundlich nur in Karton verpackt. Das Zubehör ist in einem Fach versteckt: Messlöffel und Bürste. Zudem ist ein Milchbehälter dabei. Neben dem Fach für Kaffeebohnen ist auch die Zugabe von gemahlenem Kaffee in einem Extrafach möglich. Der Wassertank lässt sich einfach herausnehmen und wieder einsetzen. Das Kabel ist angenehm lang. Aus Designgründen ist sowohl der Ein- und Ausschalter an der Seite etwas versteckt als auch das Rädchen für die Einstellung des Mahlgrades befindet sich verbaut an der Seite.
Handhabung: Die Handhabung gestaltet sich wie bei den meisten anderen Geräten im Test: Das Display bietet eine große Auswahl an Getränken und keinen Raum für Missverständnisse. Zudem ist es möglich, ein individuelles Nutzerprofil zu erstellen. Auch die Temperatur, die Größe des Getränks und andere Details lassen sich einstellen.
Geschmack: Der getestete Kaffee Crema schmeckt weder sauer noch bitter, allerdings ist er etwas schwächer als bei anderen Modellen im Test. Hier lohnt es sich, den Mahlgrad etwas feiner einzustellen, wenn man ganz normalen Kaffee trinken möchte. Der Milchbehälter ist vergleichsweise groß und die Maschine kann so mehrere Kaffeespezialitäten nacheinander zubereiten, ohne dass Milch oder Wasser nachgefüllt werden müsste. Der Milchschaum ist vergleichsweise feinporig und samtig. Insgesamt ist sowohl die Qualität der Crema als auch des Milchschaums prima.
Reinigung: Anders als bei anderen Geräten: Die Reinigung lässt sich nicht mehr abbrechen. Wer sie startet, sollte also bis zum Ende ein Auge auf die Maschine haben und ab und zu den Behälter leeren, wenn er nicht gerade ein hohes Fassungsvermögen aufweist. Die Entkalkung läuft ebenso automatisch ab wie bei den anderen Geräten im Test. Praktisches Feature: ein Prgramm, um die restlichen Kaffeebohnen aus dem Bohnenfach zu entleeren. Das ist besonders dann prima, wenn eine andere Bohnensorte verwendet werden soll.
Fazit: Das Modell von Kitchenaid ist sicherlich keines für Single-Haushalte, für Mehrpersonenhaushalte eignet es sich dagegen prima. Es hat ein hohes Fassungsvermögen, bietet für viele Geschmäcker genügend Auswahl und es lässt sich vieles individuell anpassen. Allerdings ist das Gerät auch recht teuer. Dafür gibt es eine gute Qualität. Wer allerdings viel Wert auf besonders hochwertigen Kaffeegeschmack und eine Dampfdüse für Milch legt, kann für den Preis auch zu einer guten Siebträgermaschine greifen. Dabei ist der Aufwand natürlich etwas höher.
Vorteile:
- ideal für Mehrpersonenhaushalte
- schick
- vielfältige Einstellungen und Getränkeauswahl
Nachteile:
- etwas sperrig
- sehr hoher Preis
6. Die Kompakte: Tchibo
Optik: Der schmalste Kaffeevollautomat der Welt: Das ist das Modell von Tchibo. Es ist kompakt, hat eine cleane Optik und keine überfordernden Funktionen. Es kommt ohne integrierten Milchaufschäumer und mit einem kleineren Wassertank als die anderen Modelle im Kaffeevollautomat-Test. Das Zubehör beschränkt sich auf eine Reinigungsbürste und die Anleitung. Das Gerät ist nicht schwer und kann ganz einfach umgestellt werden. Das Kabel ist lang genug, sodass sich schnell eine Steckdose in der Nähe finden lässt. Der Mahlgrad lässt sich im Bohnenfach einstellen.
Handhabung: Was die Handhabung betrifft, gibt es beim Modell nicht viel zu erklären und erst recht nichts falsch zu machen. Es gibt nur wenige Felder auf dem Touch-Display: für Espresso, einen kleinen Kaffee, einen großen, Extrastärke und zum Reinigen. Zudem ist ein oben angebrachter Ein- und Ausschalter zu finden. Es braucht nur Wasser eingefüllt zu werden, Bohnen ins Fach und Mahlgrad gewählt, dann kann der Kaffee genossen werden. Kleines Manko: Es kann kein Filter im Wassertank eingesetzt werden. Und: Der Auslauf lässt sich nicht verstellen, sodass es bei der Zubereitung eines Espresso zu Spritzern kommen kann. Der Wassertank lässt sich sehr einfach einsetzen und herausnehmen.
Geschmack: Der Kaffee Crema wurde mit einem mittleren Mahlgrad zubereitet und kommt angenehm heiß aus dem Kaffeevollautomaten. Die Temperatur ist aber nicht einstellbar. Es ist eine leichte Schaumkrone zu erkennen. Er schmeckt ausgewogen, allerdings ist er vergleichsweise wässrig, was höchstwahrscheinlich mit einem zu groben Mahlgrad zusammenhängt. Hier muss zuerst die Taste für die Extrastärke gedrückt werden, damit der Kaffee wirklich rund wird, alternativ sollte ein feinerer Mahlgrad eingestellt werden. Während der Zubereitung erreichte das Gerät eine Lautstärke von 70 bis 80 dB.
Reinigung: Für die Reinigung gibt es ein automatisches Programm: Die Entkalkung wird gestartet, indem zwei Tasten gleichzeitig gedrückt werden. Danach läuft sie ebenso automatisch ab wie bei den anderen Modellen im Kaffeevollautomat-Test. Ab und zu muss das Wasser ausgeschüttet werden. Positiv: Es kann herkömmlicher Entkalker verwendet werden. Nach nicht einmal 30 Minuten ist das Programm beendet. Wichtig: Es braucht die Anleitung, um das Reinigungsprogramm starten zu können, hier ist das Menü nicht selbsterklärend.
Fazit: Wer auf der Suche nach einem soliden, einfach zu bedienenden und vor allem kompakten Kaffeevollautomaten ist, macht mit dem Modell von Tchibo nichts falsch. Es gibt wenig Bauteile, die kaputt gehen können und keine überfordernden Funktionen. Wer weitere Kaffeespezialitäten genießen möchte, kann sich mit einem Milchaufschäumer behelfen. Besonders für kleine Küchen ist das Gerät eine gute Wahl.
Vorteile:
- kompakt
- einfach zu bedienen
- einfach zu reinigen
- vergleichsweise günstig
Nachteile:
- Auslauf nicht verstellbar
- kein Wasserfilter
- etwas schlapper Kaffee, wenn die Plustaste nicht gedrückt wird
Weitere lohnenswerte Modelle
1. Erschwinglich und mit Milchdüse: Krups
Dieser Essential Espresso-Kaffeevollautomat von Krups ist eine benutzerfreundliche Kaffeemaschine: Sie haben Zugriff auf direkte Drucktasten oder Drehregler, One-Touch-Funktionen, eine manuelle Dampfdüse für Milchschaum, drei Stärkegrade für Espresso und einiges mehr. Das besondere Plus ist die Dampfdüse, die einen hochwertigen Milchschaum zubereiten kann. Zudem ist das Gerät kompakt und erschwinglich. Laut Bewertungen ist das Preis-Leistungs-Verhältnis und die Bedienung der Kaffeemaschine hervorzuheben. Käuferinnen und Käufer beschreiben den Kaffee als gut und loben den Milchschaum. Auch die Reinigung wird als einfach beschrieben. Gemischte Meinungen gibt es dagegen zur technischen Qualität und Lautstärke.
2. Gut und günstig: Cecotec
Der Kaffeevollautomat von Cecotec ist ein Amazon-exklusives Gerät, das bei Käuferinnen und Käufern überwiegend positiv bewertet wurde. Laut Online-Bewertungen sind diese mit der Kaffeequalität, dem Preis-Leistungs-Verhältnis und der Einstellbarkeit des Kaffeeautomaten zufrieden. Sie beschreiben ihn als sehr gut und für den täglichen Gebrauch geeignet. Die Bedienung wird als einfach und selbsterklärend beschrieben. Die Größe wird als angenehm kompakt empfunden.
3. Klein und fein: Melitta
Die Melitta Solo ist mit 20 Zentimetern Breite und höhenverstellbarem Auslauf einer der schmalsten Kaffeevollautomaten am Markt. Er ermöglicht es, die Kaffeestärke dreistufig einzustellen und die Kaffeemenge stufenlos zu wählen – sogar während des Bezugs. Dank der „Double Cup“-Funktion kann das Gerät zwei Getränke einer Kaffeespezialität gleichzeitig zubereiten. Die Kundinnen und Kunden sind laut Bewertungen mit der Kaffeequalität, Handhabung und dem Geschmack der Kaffeemaschine zufrieden. Letzterer wird als aromatisch und vollmundig beschrieben. Die Reinigung soll einfach und das Gerät pflegeleicht sein. Der Preis wird ebenfalls gelobt. Nur zur Zuverlässigkeit und zu Lautstärke gibt es gemischte Meinungen.
4. Leise und lecker: WMF
Der Kaffeevollautomat von WMF ist eines der höherpreisigen Modelle, soll aber laut Käuferinnen und Käufern nicht nur schick sein, sondern äußerst leise arbeiten. Hervorgehoben werden das LED-Licht, der gute Kaffeegeschmack und die Auswahl. Das Menü soll einfach verständlich sein und eine große Auswahl bieten. Auch der große Wassertank wird gelobt. Negativ ausgelegt wird, dass der Milchbehälter dazugekauft werden muss.
Kaffeevollautomat: Die wichtigsten Fragen & Antworten
Was sollte ein guter Kaffeevollautomat können?
Ein Kaffeevollautomat sollte mindestens für zwei Getränke sorgen können: Kaffee (Crema) und Espresso, sodass Sie je nach Wunsch starken und schwächeren Kaffee genießen können. Er sollte ein integriertes Reinigungsprogramm aufweisen und der Mahlgrad sollte sich verstellen lassen. Ein Kaffeevollautomat bedarf, anders als Siebträgermaschinen, weniger Aufwand und bietet aromatischeren Kaffee als eine Filtermaschine.
Worauf sollte ich bei einem Kauf achten?
- Integrierter Milchaufschäumer: Ein Kaffeevollautomat ist eine Investition, die gut überlegt sein sollte. Ist Ihnen wichtig, dass Sie viele unterschiedliche Kaffeespezialitäten genießen können? Oder trinken Sie nur gelegentlich einen Kaffee, der dann aber frisch gebrüht werden sollte? Nach diesen Vorlieben können Sie entscheiden, ob Sie lieber einen (günstigen) Kaffeevollautomaten ohne integrierten Milchaufschäumer oder ein Modell mit ebendiesem wünschen.
- Größe: Leben Sie in einem Mehrpersonen- oder in einem Single-Haushalt? Auch nach der Personenanzahl in Ihrem Haushalt kann sich die Kaufentscheidung richten. Der kleinste Kaffeevollautomat der Welt ist eher für Single-Haushalte geeignet, während größere Modelle zwei Getränke gleichzeitig zubereiten können und für einen Haushalt mit mehreren Kaffeeliebhaberinnen oder -liebhabern geeignet ist.
- Getränkeauswahl: Wer gern mit Kaffeespezialitäten experimentiert oder wer keine festen Routinen hat, sondern täglich entscheidet, wonach ihm oder ihr ist, ist mit einem Modell gut beraten, das viele unterschiedliche Getränke zubereiten kann. Auch eine Heißwasserfunktion ist hier ratsam.
- Ganze oder gemahlene Bohnen: Der Vorteil eines Kaffeevollautomaten ist die Mahlfunktion, die den Kaffee besonders aromatisch macht. Manche Menschen möchten dagegen lieber zu gemahlenem Kaffee greifen, was manche Maschinen ebenfalls ermöglichen.
- Bewertungen: Es ist immer hilfreich, sich die Bewertungen von Käuferinnen und Käufern durchzulesen, um einen besseren Eindruck von dem Kaffeevollautomaten zu bekommen: Ist er individuell anpassbar? Bietet er eine große Auswahl? Lässt er sich einfach reinigen? Solche Fragen lassen sich anhand von Erfahrungen anderer gut beantworten.
Wie finde ich die passenden Kaffeebohnen?
Zuerst ist es wichtig, dass Sie wissen, ob Sie lieber Kaffee Crema oder Espresso beziehungsweise Kaffeespezialitäten mit diesem als Basis trinken möchte. Dementsprechend wählen Sie dann zwischen Espressobohnen mit höherer Stärke und sanfteren Kaffeebohnen für Kaffee Crema, wobei mit dieser Bezeichnung nur die Art und Weise der Röstung gemeint ist, wenn diese Bezeichnungen auf den Verpackungen der Bohnen stehen. Erhältlich sind in der Regel zwei unterschiedliche Sorten: Arabica und Robusta. Letztere ist der Arabica bei einigen Sorten geschmacklich unterlegen: Die Bohnen schmecken meist bitterer, erdig und rauer. Diese Sorte wird daher oftmals unter Espressoröstungen gemischt, da sie für eine schönere Crema sorgt und etwa doppelt so viel Koffein beinhaltet wie die Arabica.
Zudem spielt der Röstgrad eine Rolle: Hellere Röstungen eignen sich eher für Kaffee Crema und Filterkaffee, während die dunklere Röstung sich eher für eine Espresso- und auch Vollautomaten-Zubereitung eignet. Dunklere Röstungen schmecken zudem meist eher schokoladig und nussig, während hellere eher fruchtige Aromen in sich tragen.
Kurz geschrieben: Wer es eher schokoladig und intensiver mag, greift zur Arabica oder Robusta mit dunkler Röstung und kann damit einen intensiven Kaffee Crema oder Espresso zubereiten. Wer es lieber etwas weniger stark mag und fruchtige Aromen genießt, greift zur helleren Röstung und kann damit prima normalen Kaffee und Filterkaffee zubereiten. Für den besten Geschmack braucht es dann noch den richtigen Mahlgrad.
Wie finde ich den richtigen Mahlgrad?
Der optimale Mahlgrad hängt von unterschiedlichen Faktoren ab: der Zubereitungsart, der Extraktionszeit und persönlichen Geschmacksvorlieben. Der Mahlgrad verändert die Feine der Kaffeebohnen: Fein gemahlener Kaffee hat eine größere Oberfläche. Aromen können dadurch schneller gelöst werden, der Kaffee wird also aromatischer. Grob gemahlener Kaffee wird dagegen langsamer extrahiert und wässriger. Es gilt: Ist der Kaffee zu fein, gilt er als überextrahiert und wird bitter. Bei einer Unterextraktion ist er meist zu sauer. Für folgende Getränke sind folgende Einstellungen empfehlenswert:
- Espresso: sehr fein
- Kaffee Crema: mittel-feiner bis mittlerer Mahlgrad
- Filterkaffee: gröberer Mahlgrad
Folgende Tipps können dabei helfen, den richtigen Mahlgrad zu finden:
- Extraktionszeit beobachten: Läuft der Kaffee zu schnell durch, ist der Mahlgrad zu grob. Läuft er dagegen zu langsam, ist er zu fein.
- Geschmack testen: Ist der Kaffee bitter, sollten Sie den Mahlgrad gröber einstellen. Bei einem Kaffee, der sauer oder wässrig schmeckt, empfiehlt es sich, den Mahlgrad feiner einzustellen.
- Herstellerangaben beachten: manche Hersteller geben in der Anleitung der Maschine Vorgaben für den passenden Mahlgrad, damit Sie nicht selbst testen müssen, welche Einstellung am besten passt.
Geschmack ist natürlich subjektiv. Daher sollten Sie stets ausprobieren, welcher Mahlgrad Ihrem Geschmack entspricht. Diejenigen, die Barista-Ansprüche hegen und es genau wissen wollen, können zu einem Refraktometer greifen: Dieses kann den Extraktionsgrad messen. Damit lässt sich der Mahlgrad gezielt einstellen, um eine ausgewogene Extraktion und den besten Geschmack aus jeder Kaffeebohne herauszuholen. Und noch ein Tipp zum Schluss: Bei einem Kaffeevollautomaten sollte der Mahlgrad in der Regel während des Mahlens verstellt werden, damit keine Bohnen eingeklemmt werden.
Hat die Stiftung Warentest Kaffeevollautomaten getestet?
Im Jahr 2025 hat die Stiftung Warentest elf Kaffeevollautomaten bewertet. Die positive Nachricht: Keines der Geräte fiel im Test durch oder bekam eine schlechtere Note als „befriedigend“. Testsieger wurde die Jura E6, eine vollautomatische Espressomaschine mit einer Auswahl von acht Kaffeespezialitäten. Viele Funktionen, eine schnelle Zubereitung, hohes Aroma, „sehr feiner Schaum“ und eine individuelle Anpassung von Getränken veranlasste die Testerinnen und Tester zu diesem Ergebnis. Gleichauf mit diesem Modell liegt die Nivona NICR 790, die ebenfalls sehr gut abschnitt. Als drittplatzierter Kaffeevollautomat wird die De‘Longhi Magnifica Evo Next genannt, die preislich unter den anderen beiden Maschinen liegt und für unter 500 Euro zu haben ist.
Quellen: Goodbean / Stiftung Warentest