Schon der Begriff „Smoothie“ weckt Sympathien. Er klingt sanft und lecker. Vielleicht liegt es daran, dass jeder seine eigenen Vorstellungen mit dem Smoothie verbindet. Eine lebensmittelrechtliche Definition für das sämige Getränk gibt es nicht. Ob frische Erdbeeren, gefrorener Grünkohl oder auch Quark und Gehacktes: Was wir hineintun, bleibt ganz uns überlassen. Mit einem Smoothie können vom Frutarier bis zum Fleischesser alle glücklich werden.
Die meisten dürften darunter jedoch ein cremiges Getränk aus Obst und Gemüse verstehen, nicht zu dünn und nicht zu dick. Um den optimalen Grad zu erreichen, braucht es ein wenig Erfahrung und einen guten Smoothie-Maker. Rohe Möhren in Möhrenbrei oder Eiswürfel in Eisschnee zu verwandeln, setzt schließlich eine starke Leistung voraus. Eine hohe Leistung allein garantiert wiederum noch keinen guten Smoothie-Maker. In unserem Test zeigen wir, welcher Smoothie-Maker welche Wünsche abdeckt, und geben eine klare Kaufempfehlung.
Smoothie-Maker-Test: Diese Modelle haben wir getestet
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Diese Smoothie-Maker haben wir nicht selbst getestet, sie sind uns aber in der Recherche aufgefallen. Daher möchten wir sie hier einmal vorstellen.
Testergebnis: Der beste Smoothie-Maker im Test
Mit seiner Qualität holt sich der Smoothie-Maker Nutribullet Ultra den Sieg in unserem Test. Der gelungene Mix aus Kraft, Bedienkomfort und einem modernen Design verschafft dem Gerät den Vorsprung. Aber auch die Konkurrenz überzeugt.
Wenn Sie am Preis sparen wollen, ohne große Abstriche bei der Qualität zu machen, greifen Sie am besten beim Ganiza GB1 Countertop Blender zu. Er erreicht immer noch eine gute Note, ist aber mit rund 40 Euro ausgesprochen billig und damit perfekt für alle Smoothie-Anfänger.
Am Smoothie-Maker von Smeg begeistert uns das 50er-Jahre-Design, was sich der Hersteller jedoch auch bezahlen lässt.
Alle Details, Eindrücke und Testergebnisse finden Sie in den Einzeltests unter der Tabelle.
Über den Tester
Smoothie-Maker sind seit vielen Jahren ein unverzichtbarer Bestandteil meines familiären Küchen-Equipments. Anfangs entstand in ihnen der Baby-Brei, heute sind es eher ambitionierte Jugend-Kreationen aus Matcha, Chiasamen und Hafermilch. Nicht jedes Ergebnis ist fotogen, aber in den allermeisten Fällen mundet es uns. Die Smoothie-Maker in unserem Haushalt haben mit den Jahren mehrfach gewechselt, nicht aufgrund von Defekten, sondern durch veränderte Anforderungen. Mal stimmte die Größe nicht mehr, mal war der Becher nicht für die Mitnahme geeignet. Meine Erfahrungsbasis ist also breit. Ich weiß, worauf es beim Smoothie-Maker ankommt. Zudem konnte ich meine Tochter als Expertin gewinnen.
Weitere Informationen über Karl Lüdecke
Vergleichstabelle: Smoothie-Maker im Test
| Bewertung | Nicht in der Wertung | Nicht in der Wertung | Nicht in der Wertung | Nicht in der Wertung | Nicht in der Wertung | |||||
| Leistung in Watt | 1.200 | 700 | 800 | 300 | 900 | 300 | 1.000 | 900 | 300 | 1.000 |
| Umdrehungen pro Minute | 18.000 | k.A. | 18.000 | 22.000 | 25.000 | 23.000 | 25.000 | 25.000 | 23.500 | 25.000 |
| Fassungsvermögen Smoothie-Behälter in Liter | 1 × 0,9 / 1 x 0,7 | 0,57 / 1,20 | 0,70 | 0,60 | 2 × 0,5 / 1 x 0,7 | 0,60 | 1 × 0,4 / 1 × 0,7 | 2 × 0,65 | 2 × 0,6 | 1 × 0,5 / 1 × 0,15 |
| Maße in Zentimeter (L x B x H) | 12,0 x 12,0 x 39,0 | 13,8 x 12,45 x 17,0 | 14,4 x 14,0 x 38,3 | 14,2 x 13,6 x 33,5 | 13,0 x 19,0 x 39,0 | 10,5 x 10,5 x 40 | 12,8 x 18,2 x 38,8 | 18,0 x 30,0 x 25,0 | 16,0 x 22,0 x 25,0 | 12,0 x 22,0 x 32,0 |
| Gewicht Hauptgerät mit Behälter in Kilogramm (bei Testgeräten gemessen) | 2,68 | 1,76 | 2,15 | 1,44 | 1,04 | 1,73 | 2,40 | k.A. | 1,35 | k.A. |
| Kabellänge in Meter (gemessen) | 0,72 | 0,93 | 0,93 | 1,03 | 1,17 | k.A. | k.A. | k.A. | k.A. | k.A. |
| Farbe | Silber/Mattschwarz/ Dunkelgrau | Silber/Schwarz | Metallic-Silber | Chrom-Hochglanz in Creme/Schwarz/ Pastellblau/Pastellgrün/ Cadillac Pink | Silber/Schwarz | Silber | Grau/Blau/Java Pepper | Schwarz | Silber | Grau |
| Geräuschpegel in Dezibel (gemessen im Leerlauf) | 93,0 | 93,8 | 87,3 | 83,5 | 87,1 | nicht in der Wertung | nicht in der Wertung | nicht in der Wertung | nicht in der Wertung | nicht in der Wertung |
| Klingen-Flügel, Anzahl | 4 | 4 | 6 | 4 | 4 | 4 | 6 | 6 | 2 | 4 |
| Saugnapf-Füße | ja | ja | ja | rutschfest | ja | rutschfest | ja | rutschfest | rutschfest | ja |
| Erhältlich bei |
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* Herstellerangabe
**nicht in der Wertung, daher stammen alle Angaben vom Hersteller
So haben wir die Produkte ausgewählt
Bei der Auswahl der Smoothie-Maker haben wir folgende Kriterien berücksichtigt:
- Marken: Alle Geräte stammen von namhaften Herstellern, deren elektronische Produkte ein hohes Renommee genießen.
- Beliebtheit: Wichtig war es uns auch, Produkte zu wählen, die Sie bereits häufig im Onlinehandel kaufen und auch als gut bewerten.
- Verfügbarkeit: Alle getesteten Produkte sind aktuell im Onlinehandel erhältlich.
- Vergleichbarkeit: Wir haben in unserem Test ausschließlich kabelgebundene Smoothie-Maker berücksichtigt, deren Funktion als Smoothie-Maker so vom jeweiligen Hersteller beworben wurde.
- Preisspanne: Die UVP der Testgeräte liegt zwischen ca. 40 und 150 Euro, der Preis im Onlinehandel oft deutlich darunter. Diese Bandbreite deckt das übliche Spektrum für Smoothie-Maker der Einstiegs- und Mittelklasse ab und sollte für die meisten Verbraucher infrage kommen.
So haben wir die Smoothie-Maker getestet
Smoothie-Maker sind kompakt; die Grundfläche der Testgeräte liegt ungefähr bei 0,02 Quadratmetern. Das qualifiziert sie auch für kleine Küchen. Trotz ihrer länglichen Form – Höhe bis zu 40 Zentimeter – sind die Geräte angenehm handlich, was auch für die angelieferten Kartons für unseren Test gilt.
Wir nehmen uns Zeit zum Auspacken, um die feinen Unterschiede zu erkennen – denn auf sie kann es ankommen. Bei einem Hersteller finden wir mehr als ein Dutzend Teile im Karton, beim nächsten nur drei oder vier. Einer verwendet feine Stoffsäckchen, ein anderer Plastikbeutel. Auch die Bedienungsanleitungen reichen vom Flyer- bis zum Taschenbuchformat.
Es folgt die Montage, ganz so, wie sie später jeder Käufer erlebt. Meist benötigen wir nur wenige Minuten, aber längst nicht alles ist selbsterklärend. Ist der beiliegende Dichtungsring nun ein Ersatzteil oder müssen wir ihn vor Inbetriebnahme einsetzen, um ein Küchen-Chaos abzuwenden? Fragen wie diese halten auf, insbesondere wenn die Erklärung in den beigelegten Dokumenten fehlt.
Bei der Montage bekommen wir einen ersten Eindruck von der Haptik. Wir betrachten Optik und Standsicherheit. Wir lesen die Sicherheitshinweise und die Hinweise zur Inbetriebnahme – die Geräte sollen den Test schließlich unbeschadet überstehen. Dann verbinden wir alle Geräte über eine Mehrfachsteckdose mit dem Strom und bringen das Schallpegel-Messgerät WDP 304418 von Brandson in Stellung. Es verrät uns, wie laut die Smoothie-Maker im Leerlauf sind.
Unser eigentlicher Praxistest besteht aus mehreren Teilen. Nicht ganz selbstlos machen wir uns an Klassiker wie den Erdbeer-Bananen-Smoothie, aber auch an Tests mit faserigen Früchten wie Ingwer, ungeschälten Äpfeln, Möhren, Spinat und Rucola. Wir stellen die Geräte mit gefrorenen Beeren, Granatapfelkernen und Eiswürfeln auf die Probe. Ein Härtetest! Schließlich wollen wir erleben, ob aus gerösteten Erdnüssen ein cremiges Nussmus gelingt. Zufallsproben mit Resten aus Ananas, Mango, Kokosmilch und anderen Zutaten mehr runden das Bild ab.
So setzen wir die Note zusammen:
- 40 Prozent: Funktion und Leistung
- 20 Prozent: Verarbeitung und Qualität
- 10 Prozent: Benutzerfreundlichkeit und Pflege
- 5 Prozent: Sicherheit und Zuverlässigkeit
- 10 Prozent: Ausstattung und Features
- 15 Prozent: Design und Haptik
1. Unser Testsieger: Der Nutribullet Ultra NB1206DGCC
Der erste Eindruck: Nach dem Öffnen des dunkelgrünen Kartons des Nutribullet Ultra erwartet uns eine stabile Faserguss-Verpackung. Nur das Netzkabel lugt seitlich hervor – alle Smoothie-Maker im Test sind kabelgebunden. Im Inneren der schützenden Hülle befinden sich der Smoothie-Maker, zwei Mixbecher mit To-go-Deckeln und die Extraktionsklinge. Außerdem gibt es eine grafische Schnellanleitung, zwei dicke, vielsprachige Heftlein mit Sicherheitshinweisen und eine Registrierkarte mit QR-Code.
Die durchsichtigen Smoothie-Becher wirken massiv. Mit 0,9 und 0,7 Litern fallen sie üppig aus. Auch der Smoothie-Maker selbst liegt schwer in der Hand. Trotz des verwendeten Plastiks – bei den Bechern laut Hersteller zur Hälfte aus Recycling – macht alles einen wertigen Eindruck auf uns. Ein großer Luftauslass an der Rückseite des Hauptgeräts bekräftigt den Anspruch auf Höchstleistungen.
Sobald wir das Gerät auf den Tisch stellen, krallt es sich dank des hohen Eigengewichts sofort mit seinen Gummifüßen an der Tischplatte fest. Verrutschen wird hier nichts. Wir haben eher Probleme, das Gerät wieder zu lösen.
Die Bedienung: Erst als wir den Becher hörbar an der Oberseite des Smoothie-Makers einrasten lassen, erscheinen auf dem grauen Gerätekorpus zwei Touch-Elemente. Sie sind untereinander angeordnet und bilden jeweils einen Lichtkreis. Beim oberen Symbol ist es eine durchgehende und beim unteren eine durchbrochene Linie. Das ist elegant gelöst. Wir erkennen intuitiv, dass der Komplett-Ring für die Dauerfunktion steht, während der durchbrochene Ring die Pulse-Funktion symbolisiert.
Wenn wir eines der Symbole leicht berühren, setzt sich das Messer in Bewegung. Bei der Dauerfunktion genügt ein initiales Tippen, danach läuft der Smoothie-Maker für 30 Sekunden, bevor er sich automatisch abschaltet. Wir können den Vorgang zuvor aber auch selbst jederzeit beenden.
Beim durchbrochenen Ring müssen wir für eine längere Session auch länger drücken. Der Motor arbeitet nur bei aufgelegtem Finger. Unterschiedliche Geschwindigkeiten bietet der Smoothie-Maker von Nutribullet nicht, passt seine Leistung aber hörbar den Anforderungen an.
Die Leistung: 1.200 Watt Leistungsaufnahme übersetzt das Gerät von Nutribullet in bis zu 18.000 Umdrehungen und sorgt so dafür, dass sich alle Lebensmittel in Sekunden in kleinste Partikel verwandeln und eine homogene Emulsion entsteht. Fasern bleiben nicht zurück, auch nicht bei Ingwer und Apfelschalen. Ob die Früchte frisch oder gefroren sind, interessiert den Nutribullet im Grunde nicht. Nur das sonore Surren des Motors wird bei einer höheren Leistung etwas heller.
Während wir bei Früchten und Gemüsen spätestens nach zwei 30-Sekunden-Zyklen unseren Smoothie genießen können, dauert es bei den Erdnüssen deutlich länger. Wir müssen die Masse mehrfach mit einem Spatel von den Wänden des Mixbechers Richtung Messer schieben und neu ansetzen. Ein guter Schuss Öl hilft schließlich weiter und beschert uns ein seidiges Mus.
Die richtige Menge und das beste Verhältnis zwischen festen und flüssigen Bestandteilen zu finden, ist ein Lernprozess. So versagt auch der Nutribullet Ultra NB1206DGCC bei acht massiven Eiswürfeln den Dienst, kommt mit sechs Eiswürfeln und dem Saft einer Zitrone aber gut zurecht. Auch die Beigabe einzelner Eiswürfel zu unterschiedlichen Smoothie-Kreationen ist gänzlich unproblematisch und wertet die Getränke durch die erfrischende Kühle spürbar auf.
Bei der Geräuschentwicklung wirbt Nutribullet mit dem bisher leisesten Smoothie-Maker im eigenen Sortiment. Unsere Messung bestätigte das eingangs nicht, allerdings nahm die Laufruhe mit der Zeit zu. Der Dezibelmesser bestätigt den subjektiven Eindruck und zeigt nach einigen Durchläufen fast zehn Dezibel weniger.
Wir haben schließlich auch die Möglichkeit genutzt, unser Gerät zu registrieren. Das kann sich zum Beispiel lohnen, um beim späteren Erwerb von Nutribullet-Zubehör Rabatte zu erhalten. Die angebotenen Inhalte sind allerdings noch ausbaufähig und auch auf der Herstellerwebseite hatten wir mit dem Chrome-Browser immer wieder Abrufprobleme.
Fazit: Der Smoothie-Maker Nutribullet Ultra NB1206DGCC ist ein robuster, leistungsstarker Smoothie-Maker, der im Test keine Schwächen zeigt. Die Bedienung über die sensitiven Touch-Tasten gefällt uns gut und die Abschaltautomatik bringt Sicherheit. Mit seinen großen Mixbechern ist dieser Smoothie-Maker auch familientauglich.
+ Vorteile:
- sehr leistungsstark
- modernes Design
- solide Verarbeitung
– Nachteile:
- keine idealen Transport-Deckel
- Probleme beim Zugriff auf die Website
2. Das clevere 2-in-1-Gerät: Arendo 2in1 Mixer 303062
Der erste Eindruck: Das 2-in-1-Gerät von Arendo ist Standmixer und Smoothie-Maker zugleich. Wir können die Basisstation also wahlweise auf den Tisch stellen und den Smoothie-Behälter darauf arretieren, oder den breiten Mixbehälter als Fuß nutzen und die Basis kopfüber darauf befestigen.
Das Doppel der Möglichkeiten sorgt auch für einen erweiterten Lieferumfang. Neben der mit Edelstahl ummantelten Basis gibt es den krugförmigen Mixbehälter mit separater Messereinheit, Deckel sowie Dichtungs- und Antirutschring. Hinzu kommt der klassische Smoothie-Behälter mit eigener Messereinheit und ebenfalls mit Deckel. Wir haben uns im Test primär auf die Funktion als Smoothie-Maker konzentriert, Standmixer konnten wir bereits bei einer anderen Gelegenheit testen.
Die Bedienung: Wir bedienen den Arendo 2in1 Mixer über einen schwarz-gummierten Taster an der Frontseite, unabhängig vom genutzten Becheraufsatz. Das Messer dreht sich nur, solange wir den Taster drücken, und auch nur dann, wenn der jeweilige Aufsatz richtig einrastet. Beim Smoothie-Becher stellen wir das über den leichten Druck auf das Gefäß nebst leichter Linksdrehung sicher. Drei Plastiknoppen halten den Mixbecher danach sicher auf der Basis.
Das Bedienkonzept ist so einfach wie wirkungsvoll. Drücken wir den Taster in loser Folge mehrfach hintereinander, ergibt sich eine Pulse-Funktion. Die Intervalle helfen, den Prozess des Pürierens auch bei schwer zu verarbeitenden Zutaten in Gang zu halten. Anhaltendes Drücken führt zum Dauerbetrieb. Er ist laut Hersteller zwei bis drei Minuten ohne Unterbrechung möglich. Bei Überschreitung droht das Gerät, Schaden zu nehmen.
Die Leistung: Der Smoothie-Maker von Arendo ist das einzige Gerät im Test, das auch mit acht massiven Eiswürfeln problemlos zurechtkommt. Das klappt allerdings nur im Standmixer, nicht im schmalen Smoothie-Aufsatz. Wir nutzen die beiden Behälter also als erfolgreiches Team: unten das Eis, oben die Früchte, dann vermengen wir alles. Tatsächlich ergänzen sich die beiden Varianten gut.
Einen überzeugenden Auftritt legt der Smoothie-Maker-Aufsatz bei der Herstellung von Erdnussmus hin, das wir wiederum im voluminösen unteren Teil zu einer leckeren Erdnusssoße verarbeiten. Mus und Soße haben die perfekte Konsistenz und gelingen jeweils in gut einer Minute. Wir können auch im Fasertest keine Schwächen erkennen. Nur die Granatapfelkerne bleiben etwas körnig, was jedoch nicht stört, sondern dem Smoothie eher eine gewisse Textur verleiht.
Fazit: Der Arendo 2in1 Mixer überzeugt im Test mit seiner Doppelfunktion. Beide Aufsätze zusammen machen ihn zu einem Alleskönner beim Zerkleinern von Lebensmitteln im Haushalt. Anwendungsfälle wie bei der Erdnusssoße, gereicht zu Sommerrollen, finden Sie bestimmt. Dieses Gerät kann Smoothies, aber auch mehr. Die Bedienung über den Taster haben wir im Test als angenehm empfunden, bei längerem Betrieb stößt sie allerdings an ihre Grenzen. Da wünschen wir uns dann doch eine Einstellung, bei der das Dauerdrücken entfällt.
+ Vorteile:
- überzeugendes Gesamtkonzept
- flexible Nutzung
- starke Leistung auch beim Zerkleinern der Eiswürfeln
– Nachteile:
- kein Automatikbetrieb ohne Drücken
- größerer Platzanspruch
3. Robuster Schönling: Philips HR2764/00
Der erste Eindruck: Die hohe, schmale Schachtel des Smoothie-Makers von Philips überragt die Konkurrenz um einige Zentimeter. Wir entnehmen ihr einen großen Mixbecher, Fassungsvermögen 700 Milliliter, aus massivem Plastik. Das Material erinnert uns optisch an Glas, was den eingearbeiteten Längsrillen geschuldet ist. Willkommen in den frühen 60ern, der Klassizismus feiert sein Comeback. Der durchsichtige Korpus macht nicht zuletzt dank dieser Struktur einen noblen Eindruck. Später erfahren wir, dass die Rillen auch beim Pürieren eine wichtige Funktion erfüllen. Sie sorgen für Turbulenzen und verhindern so, dass die Klingen freidrehen.
Auch die Schneideeinheit des Philips HR2764/00 weist eine Besonderheit auf. Während die anderen Hersteller mit vier Klingen arbeiten, sind es bei Philips fürs effektivere Pürieren sogar sechs.
Viel Zubehör gibt es beim Philips HR2764/00 nicht: die robuste Haupteinheit in Edelstahl-Optik, der Mixbecher nebst Messereinheit und Deckel sowie ein etwas unhandliches Faltblatt im A0-Format mit winziger Schrift, das die wichtigsten Instruktionen enthält. Die Anleitung gibt es auch digital, ohne bessere Aufbereitung, aber zumindest mit der Möglichkeit einer größeren Darstellung.
Die Bedienung: Um die Klingen zum Rotieren zu bringen, müssen wir den oben aufgesetzten Mixbecher leicht nach unten drücken. Nehmen wir den Druck weg, stehen sie wieder still. Alternativ können wir den Becher beim Drücken mit einer leichten Linksdrehung einrasten lassen. Jetzt arbeitet der Smoothie-Maker im Dauerbetrieb. Der Hersteller rät, diese Funktion nicht länger als eine Minute am Stück zu nutzen.
Einen Hauptschalter oder andere Bedienknöpfe gibt es beim Philips HR2764/00 nicht. Sie sind nicht nötig, was auch Vorteile bei der Reinigung bringt. Nutzer mit kleineren Händen, wie meine Tochter, würden sich manchmal vielleicht eine Taster- oder Schalter-Lösung wünschen, weil der breite Becherboden für sie nicht so leicht zu greifen ist.
Die Leistung: Dank seiner scharfen Messer, eines starken 800-Watt-Motors und des optimierten Designs zerkleinert der Philips HR2764/00 auch potenziell schwierige Zutaten wie Ingwer oder gefrorene Früchte schnell und ohne Probleme. Mit den Mengen dürfen wir es nicht übertreiben, auch wenn der große Mixbecher dazu verführt. Bei den massiven Eiswürfeln hatten wir allerdings auch bei Philips anfangs Probleme. Es wollte und wollte kein richtiger Strudel im Becher entstehen, der die oberen Brocken zum Zerkleinern in die Tiefe zu den Klingen zieht. Wir haben daraufhin die Bedienungsanleitung studiert, die grafisch ausgearbeitete Mengentipps enthält – und siehe da: Unter Einhaltung dieser Vorgaben hatten alle folgenden Smoothies eine schöne, cremige Konsistenz. Auch das Mus aus Erdnüssen gelang.
Fazit: Der Philips HR2764/00 ist ein robustes Gerät, das die Küche auch optisch aufwertet. Er verarbeitet alle Zutaten, auch harte, zu einem cremigen Smoothie, solange wir es beim Befüllen mit der Menge nicht übertreiben. Die Bedienung erfolgt durch Druck von oben, womit der Mixbecher selbst zu einem großen Knopf wird. Wir haben das Handling als angenehm empfunden, aber das muss nicht jedem Nutzer so gehen. Das Zubehör ist begrenzt, reicht aber für den Hausgebrauch, und fehlende Zusätze, die wir womöglich gar nicht benötigen, sparen immer zugleich Kosten.
+ Vorteile:
- schickes Riffel-Design
- einwandfreie Verarbeitung
- scharfe 6-Klingen-Einheit und durchzugsstarker Motor
– Nachteile:
- lieblose Bedienungsanleitung
- keine Zusatzbecher
4. Unser Design-Tipp: Smeg Personal Blender PBF01RDEU
Der erste Eindruck: Beim Design ist Smeg eine Macht. Den Personal Blender der italienischen Kultmarke – wir haben unseren in Knallrot bestellt, es gibt aber viele weitere Farben – könnten wir uns als Kunstobjekt in die Küche stellen und hätten lange Freude daran. Doch wir wollen das 50er-Retro-Gerät lieber als Smoothie-Maker bewerten. Spannende Extras hat der Smoothie-Maker von Smeg auch: Da wären etwa das praktische Kabeldepot im Geräteboden, der bei laufendem Betrieb illuminierte Bedienknopf und die beiden durchsichtigen Designer-Flaschen mit Verschluss und Deckel, die immerhin je 600 Milliliter fassen. Wir entnehmen dem Karton zudem die Messereinheit und zwei mehrsprachige Booklets für Garantie und Bedienung.
Die Bedienung: Der Smeg Personal Blender ist das einzige Gerät im Test mit zwei Geschwindigkeitsstufen, die wir über den silbernen Drehknopf am Korpus auswählen. Eine Null zeigt die neutrale Stellung an, es folgen 1 und 2 für den mittleren und schnellen Betrieb. Auch wenn es immer gut ist, eine Wahl zu haben, empfinden wir die Geschwindigkeitsstufen doch eher als Spielerei und rufen für unsere Smoothie-Kreationen die maximale Leistung auf. Sie ist ohnehin auf 300 Watt begrenzt.
Wir stellen den Drehknopf also gleich auf die 2 und starten mit leichtem Druck auf den oben aufgesetzten Mixbecher den Pürier-Vorgang. Die Klingen verrichten ihr Werk, solange wir den Druck aufrechterhalten. Ein leuchtender LED-Ring am Drehknopf zeigt den laufenden Betrieb an. Auch das ist eher ein Design-Feature als ein praktischer Gewinn: Dass ein Smoothie-Maker gleichmäßig läuft, ist unabhängig von Modell und Hersteller nicht zu überhören.
Eine automatische Dauerfunktion gibt es nicht. Zum Ausschalten müssen wir also einfach den Knopf loslassen.
Die Leistung: Smeg beweist mit dem Personal Blender PBF01RDEU, dass 300 Watt bei einer hohen Drehzahl ausreichen, um richtig gute Smoothies zu machen. Wunder dürfen wir allerdings nicht erwarten, was schon die Bedienungsanleitung unmissverständlich klarmacht. Für ein „hervorragendes Ergebnis“ empfiehlt der Hersteller den Schongang: Harte Zutaten sollten es maximal auf 1 × 1 Zentimeter Größe bringen. Mehr feste als flüssige Stoffe sind tabu. Besonders streng wird es bei den Eiswürfeln: Maximal vier pro Session sind erlaubt, à 15 Gramm. Unsere Würfel haben mit 25 Gramm deutliches Übergewicht.
Wir sind gewarnt, weichen aber schon aufgrund der Vergleichbarkeit nicht von unserem üblichen Prozedere ab. Das müssen wir auch nicht, denn der Smoothie-Maker kommt mit größeren Stücken und gefrorenem Obst gut zurecht. „Beste Konsistenz“ vermerkt meine Tochter beim Erdnussmus-Test.
Als wahr erweist sich allerdings die Mahnung, es beim Eis nicht zu übertreiben. Zwei, drei Eiswürfel zwischen frischem Obst sind kein Problem, aber mit den großen Würfeln kann der Smoothie-Maker nichts anfangen. Auch relativ großes gefrorenes Obst, ganze Erdbeeren zum Beispiel, verarbeiten wir besser angetaut.
Fazit: Der Personal Blender PBF01RDEU von Smeg ist für Fans der 1950er-Jahre ein Muss und für alle Design-Ästheten eine starke Empfehlung. Wir verdanken ihm schmackhafte Smoothies und ein hervorragendes Erdnussmus. Eilige, die morgens vor dem Losgehen einen schnellen Frühstücks-Smoothie wollen, sollten sich eventuell für eine Alternative entscheiden: Harte Zutaten benötigen etwas mehr Geduld und die simple Bedienung erfordert ständige Anwesenheit. Nebenbei einen Espresso machen? Das klappt beim Smeg nicht.
+ Vorteile:
- wundervolles 50er-Jahre-Design und verlockende Farbauswahl
- praktisches Kabeldepot
- sehr kompakte Maße
– Nachteile:
- relativ schwacher Motor
- kein Dauerbetrieb möglich
5. Unser Preis-Leistungs-Tipp: Ganiza GB1 Countertop Blender
Der erste Eindruck: Mit einem Preis unter 40 Euro – im Onlinehandel oft sogar unter 35 Euro – ist der Smoothie-Maker Ganiza GB1 das mit Abstand günstigste Gerät im Test. Dafür bekommen wir wirklich viel geboten. Der kleine Karton scheint das berühmte Fass ohne Boden zu sein. Neben dem Hauptgerät entnehmen wir zwei 0,5-Liter- und einen 0,7-Liter-Becher, zwei Shake-to-go-Deckel, eine Klingenbasis, zwei Hohldeckel, eine Reinigungsbürste, einen Dichtungsring für die Klingenbasis, einen Silikonring für den Deckel und die Bedienungsanleitung. Als Bonus findet sich ganz zum Schluss auch noch ein Faltblatt mit 14 leckeren Smoothie-Rezepten. Das weckt den Appetit und macht Lust auf mehr.
Der Körper des Smoothie-Makers, die Basis, ist silber und schwarz. Das Design wirkt traditionell, ebenso die drei durchsichtigen Plastikbehälter. Alles bewegt sich im Rahmen der Erwartungen, ist sauber verarbeitet und wirkt nicht billig. Luft nach oben bleibt. Die Gummifüße garantieren der Ganiza GB1 einen sicheren Stand.
Die Bedienung: Müssen wir die mitgelieferten Dichtungen nun installieren oder nicht? Diese Frage treibt uns eine Weile um, letztlich beschließen wir, sie als Ersatzteile für später aufzuheben – auch wenn das Titelbild auf der Anleitung anderes suggeriert.
Einen Schalter, Knopf oder Ähnliches hat das Ganiza-Gerät nicht. Der Motor läuft los, wenn wir den von oben aufgesetzten Mixbecher leicht nach unten drücken und dabei einige Millimeter nach links drehen. Das funktioniert reibungslos und ganz lässig mit einer Hand.
Rastet der Mixbecher nach der Drehbewegung ein, startet der Dauerbetrieb. Eine kurze Bewegung zurück beendet den Vorgang wieder. Eine automatische Abschaltung gibt es bei diesem Smoothie-Maker nicht, aber einen Überhitzungsschutz. Der Hersteller empfiehlt, spätestens nach einer Minute eine Pause von 30 Sekunden einzulegen. Nach fünf Zyklen in direkter Folge soll eine längere Auszeit folgen. 15 bis 30 Minuten dürfen es dann schon sein.
Die Leistung: Beim Schreddern der massiven Eiswürfel haben wir Probleme, auch mit Flüssigkeit, weil im Mixbecher kein ausreichender Sog entsteht. Am Ende wird es ein Mix aus Eisschnee und weitgehend intakten Würfeln. Also nehmen wir lieber weniger Eiswürfel, ein leichtes Vibrieren bleibt jedoch während der Produktion zurück.
Bei der Herstellung des Nussmuses gefiel uns der Smoothie-Maker ausgesprochen gut. Er bewältigte diese Aufgabe unter Zugabe von etwas Öl sogar schneller als die Konkurrenz. Auch alle anderen Smoothies im Test hatten eine feine, faserfreie Konsistenz.
Ein Smoothie daheim oder unterwegs, der Transport oder die Lagerung im Kühlschrank: Ganiza kennt die Bedürfnisse seiner Kunden und sorgt für alle Eventualitäten vor. Es gibt nicht nur die klassischen Shake-to-go-Deckel, sondern auch Hohldeckel zum besseren Trinken direkt aus den Bechern und einen geschlossenen Deckel für den auslaufsicheren Transport. Das ist ein Kaufargument für all jene, die auch unterwegs nicht auf ihren To-go-Smoothie verzichten wollen. Das farbige Doppelblatt mit Rezepten ist das i-Tüpfelchen.
Fazit: Die Ausstattung der Ganiza GB1 ist umfangreich, die Bedienung intuitiv und die Smoothies sind ohne Fehl und Tadel. Die Kundschaft bekommt ein funktionales Gerät zu einem exzellenten Preis. Wer nicht gerade das Design einer Smeg oder die bullige Kraft von Nutribullet benötigt, ist mit dem Smoothie-Maker von Ganiza gut bedient. Den Preis-Leistungs-Tipp macht dieser Maschine niemand streitig.
+ Vorteile:
- umfangreiches Zubehör
- sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
- starker 900-Watt-Motor
– Nachteile:
- eher langweiliges Design
- ungewöhnliche Vibrationen
Smoothie-Maker: Die wichtigsten Fragen & Antworten
Wie reinige ich den Smoothie-Maker richtig?
Hygiene ist bei Mixern essenziell. Bleiben Rückstände, ist das nicht nur eklig, sondern gesundheitsgefährdend. Alle Becher des Smoothie-Makers sollten Sie vor der ersten Verwendung mit warmem Wasser und etwas Spülmittel reinigen. Sie dürfen, im Gegensatz zum Hauptgerät, in den Geschirrspüler. Wenn Sie die Klingen unmittelbar nach dem Gebrauch gründlich abspülen und ihnen den Geschirrspüler ersparen, werden Sie länger Freude daran haben. Das Hauptgerät reinigen Sie am besten nach jedem Gebrauch mit einem feuchten Lappen.
Kann ich auch Sprudelwasser verwenden?
Nein! Kohlensäurehaltige Getränke im Smoothie-Maker stellen eine ernsthafte Gefahr dar. Durch die schnell drehenden Klingen wird das Kohlendioxid aus der Flüssigkeit herausgelöst und sorgt für einen wachsenden Überdruck in dem hermetisch verschlossenen Gefäß. Es besteht Explosionsgefahr.
Kann ich heiße Flüssigkeiten verwenden?
Nein! Die verwendeten Zutaten sollten Temperaturen von 60 Grad Celsius nicht überschreiten. Viele Hersteller empfehlen sogar nicht mehr als 40 Grad. Grund ist auch hier die Explosionsgefahr durch Dämpfe, die den Druck im Inneren des Behälters erhöhen.
Kann ich Smoothies auch einfrieren?
Ja! Es ist sogar eine hervorragende Möglichkeit, um Reste haltbar zu machen. Ideal sind luftdichte Behälter in Portionsgröße.
Warum darf ich einen Smoothie-Maker nur wenige Minuten ohne Pause benutzen?
Handelsübliche Smoothie-Maker haben keine separate Kühlung, arbeiten aber mit sehr hohen Drehzahlen. Es kann daher schon nach relativ kurzer Zeit zu einer Überhitzung des Motors und damit zu Schäden am Gerät kommen. Auch die Zutaten leiden durch die Reibungswärme. Vitamine und Nährstoffe gehen womöglich verloren.