Durch den Einsatz eines Gartenhäckslers wird Schnittgut zu Hackschnitzeln verarbeitet, die in der Biotonne oder beim nächstgelegenen Recyclinghof entsorgt werden können – oder aber auf dem eigenen Kompost. Alternativ dazu eignet sich das Material ideal zum Mulchen von Beeten, da es die Feuchtigkeit im Boden hält und unerwünschtes Unkraut am Wachstum hindert. Um herauszufinden, worin sich gängige Walzenhäcksler unterscheiden und wie gut sie in der Praxis funktionieren, haben wir in zwei Schrebergärten vier Modelle genauer unter die Lupe genommen. Was dabei herausgekommen ist, zeigt der stern Test.
Diese Gartenhäcksler haben wir getestet
Diese Modelle sind auch einen Blick wert
Folgende Modelle wurden nicht getestet, sind aber während der Recherche aufgefallen:
Testergebnis: Diese Gartenhäcksler überzeugen
Wenn Sie die Neugierde überkommt und Sie schon vorab erfahren möchten, welche Gartenhäcksler in der Praxis am besten abgeschnitten haben, können Sie an dieser Stelle einfach weiterlesen. Zuerst sei jedoch gesagt, das keines der Testgeräte schlecht abgeschnitten hat – ganz im Gegenteil: Drei Modelle erhielten von uns vier von fünf möglichen Sternen, da sie alle Erwartungen gleichermaßen erfüllt haben. Ihre Stärken und Schwächen fielen fast identisch aus, sodass es nur fair war, allen Geräten die gleiche Wertung zu geben. Doch kommen wir nun zu unserem Testsieger.
Die anderen Geräte in den Schatten gestellt hat der Turbinenhäcksler von Bosch. Das Schwergewicht ist zwar das teuerste Modell dieser Testreihe, besitzt dafür jedoch auch so viel Power, dass frische und trockene Äste mit einem Durchmesser von bis zu 45 Millimetern mühelos zu feinem Hackschnitzel verarbeitet wurden. Dabei fiel der Geräuschpegel deutlich milder aus als erwartet, sodass kein Gehörschutz hinzugezogen werden musste. Und genau darin liegt auch der größte Vorteil des Geräts: Im Gegensatz zu den anderen Testmodellen fiel das Schnittgut deutlich feiner aus – und eignet sich somit ideal zum Mulchen der Beete. Vom Aufbau über die Handhabung bis hin zum Ergebnis verdient der AXT 25 TC fünf von fünf Sternen.
Über die Testerin
In meinem Garten sammelt sich nach dem Rückschnitt im Frühjahr als auch im Herbst ein Berg voll Äste an, die entsorgt werden müssen. Es sei denn, man schreddert sie einfach klein und nutzt das feine oder grobe Hackschnitzel zum Mulchen. Möglich wird das mit einem Gartenhäcksler. Zwei davon habe ich auf Herz und Hölzer getestet.
Weitere Informationen über Anna Scheibe
Bei der Schnittleistung muss sich der Black & Decker BEGAS5800 dem Testsieger von Bosch zwar geschlagen geben, dafür schreddert das knapp drei Kilogramm leichtere Gerät Äste und Zweige deutlich leiser. Vor allem aber schont es den Geldbeutel. Rund 150 Euro weniger (Stand: 24. April 2026) sind für den Walzenhäcksler fällig, der damit knapp vor dem Ikra ILH 3000 A unser „Preis-Leistungs-Tipp“ ist.
Über den Tester
Ein Schrebergarten ist eine feine Sache. Blöd nur, wenn der Schuppen aus allen Nähten platzt, weil neben dem Rasenmäher jetzt auch noch ein Vertikutierer untergestellt werden muss. Vom Holzkohlegrill ganz zu schweigen. Wo also hin mit dem sperrigen Gartenhäcksler, von dem ich jedes Jahr mindestens einmal träume, wenn Obstbäume und Hecken geschnitten werden und sich danach haufenweise Zweige und Äste türmen? Ich habe mich entschieden, dieses Problem später anzugehen. Erst einmal wollte ich herausfinden, wie zwei beliebte Häcksler mit dem Holzabfall des Frühlings klarkommen.
Weitere Informationen über Jan Sägert
Alle Details, Eindrücke und Testergebnisse finden Sie in den Einzeltests unter der Tabelle.
Vergleichstabelle Gartenhäcksler
| Bewertung | |||||||||
| Maße* | 70,7 x 38,8 x 96,5 cm | 58 x 38 x 67 cm | 64 x 45 x 91 cm | 53 x 36 x 93 cm | 61 x 55 x 40 cm | 51,5 x 38,2 x 60 cm | 58 x 50 x 93 cm | 60 x 50 x 95 cm | 48 x 35 x 54 cm |
| Gewicht* | 31 kg | 28,5 kg | 20,8 kg | 21 kg | 23,5 kg | 29,8 kg | 29,5 kg | 31,5 kg | 14,9 kg |
| Schneidwerk* | Turbine | Walze | Walze | Walze | Walze | Walze | Walze | Walze | Messer |
| Fangboxvolumen* | 53 l | 45 l | 56 l | 60 l | 60 l | 55 l | 60 l | 69 l | 40 l |
| Schallleistungspegel* | 90 dB | 80 dB | 89 dB | 82 dB | k.A. | k.A. | k.A. | k.A. | k.A. |
| Max. Schnittdurchmesser* | 45 mm | 45 mm | 42 mm | 44 mm | 45 mm | 45 mm | 45 mm | 45 mm | 45 mm |
| Leistung* | 2500 W | 2800 W | 2800 W | 2800 W | 3100 W | 2800 W | 2800 W | 2800 W | 2500 W |
| Erhältlich bei |
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* Herstellerangaben
** Das Gerät wurde uns für den Test vom Hersteller zur Verfügung gestellt.
So haben wir die Produkte ausgewählt
Nach diesen Kriterien haben wir die Produkte für den Gartenhäcksler-Test ausgewählt:
- Hersteller: In die engere Auswahl kamen vor allem renommierte Hersteller, die sich im Bereich Gartengeräte etabliert haben und für solide Verarbeitung sowie zuverlässige Technik bekannt sind.
- Verfügbarkeit: Alle getesteten Gartenhäcksler sind regulär im Handel erhältlich – sowohl online als auch im Fachhandel – und damit für die meisten Nutzer problemlos zugänglich.
- Walzentechnik: Für den Test wurden – bis auf ein Gerät mit Turbine – nur Häcksler mit Walzenmechanismus berücksichtigt. Sie stehen für einen leisen Betrieb und eignen sich für holziges Schnittgut.
- Bedienkomfort: Ein wichtiges Auswahlkriterium war die Nutzung im Gartenalltag. Dazu gehören u.a. ein selbstständiger Einzug und praktische Funktionen wie leicht zugängliche Auffangbehälter.
- Verarbeitung: Wir haben besonders hochwertige und langlebige Geräte als auch preislich attraktivere Modelle berücksichtigt, um unterschiedliche Anforderungen und Budgets abzudecken.
- Sicherheit: Wir haben nur Geräte ausgewählt, die über grundlegende Sicherheitsfunktionen wie Überlastschutz, Wiederanlaufschutz und geschützte Einfüllsysteme verfügen.
So haben wir die Gartenhäcksler getestet
Für unseren Praxistest haben wir vier Gartenhäcksler unter typischen Einsatzbedingungen im Garten verwendet. Dabei fiel unterschiedliches Schnittgut an – von dünneren Zweigen bis hin zu stärkeren Ästen aus Hecken- und Baumschnitt. Um ein realistisches Bild der Leistungsfähigkeit zu erhalten, wurde sowohl frisch geschnittenes als auch bereits getrocknetes Holz verarbeitet. So konnten wir beurteilen, wie effizient die Geräte arbeiten und wo ihre Grenzen im Alltag liegen.
Ein wichtiger Bestandteil der Bewertung war die praktische Nutzung. Wir haben genau beobachtet, wie gut der automatische Einzug funktioniert, ob das Material gleichmäßig verarbeitet wird und wie die Geräte mit schwierigerem Schnittgut umgehen. Auch der Umgang mit möglichen Blockaden wurde berücksichtigt – etwa wie einfach sich diese lösen lassen und wie störanfällig die Häcksler im Betrieb sind. Zusätzlich floss die Geräuschentwicklung in die Einschätzung ein, da sie im täglichen Einsatz eine große Rolle spielt.
Ebenso haben wir den Bedienkomfort genauer unter die Lupe genommen. Entscheidend war hier, wie einfach sich die Geräte befüllen lassen, wie zugänglich Bedienelemente und Funktionen sind und wie praktikabel sich Auffangbehälter im Alltag nutzen lassen. Auch Aspekte wie Standfestigkeit, Gewicht und die allgemeine Verarbeitungsqualität wurden einbezogen, da sie maßgeblich beeinflussen, wie angenehm die Nutzung über längere Zeit hinweg ist.
1. Unser Testsieger: Bosch Turbinenhäcksler AXT 25 TC
Funktion
Im Gartenhäcksler AXT 25 TC von Bosch steckt eine spezielle Turbinen-Konstruktion. Dabei handelt es sich um eine kegelförmige Walze mit Schneidkanten, die zwei Eigenschaften miteinander kombiniert: Mit der Einzugskraft eines Walzenhäckslers und der Schneidwirkung eines Messerhäckslers wird weiches wie hartes Gehölz zu feinem Häckselgut verarbeitet – mit deutlich weniger Blockaden als bei einem klassischen Walzenhäcksler. Gefüttert wird das Gerät über einen großen Einfülltrichter, der Äste mit einem Durchmesser von bis zu 45 Millimetern mühelos einziehen soll. Das bestätigt auch unser Test, in dem wir frische wie getrocknete Zweige unterschiedlicher Stärken dem Turbinenhäcksler zum Fraß vorgeworfen haben.
Insgesamt verfügt das Gerät über drei Tasten: Grün steht für "Start", Rot für "Stopp" und Gelb für "Rücklauf" – sprich: Sollte sich ein Ast in der Walze verhaken, kann er durch einen Wechsel zwischen Vorwärts- und Rückwärtsgang leichter befreit werden. Um den Häcksler zu bewegen, musste er leicht angekippt werden, um ihn mithilfe der zwei Rollen über den Boden zu schieben. Das ging trotz des hohen Eigengewichts relativ einfach, allerdings fiel uns dabei auf, dass die Räder sehr nah zueinanderstehen, wodurch das Gerät auf unebenem Boden leicht ins Schwanken gerät. Der Stand war dennoch stabil.
Handhabung
Bevor das Gerät in Betrieb genommen werden konnte, musste es zusammengebaut werden. Dafür brauchte es nur wenige Handgriffe: Den Häcksler aus dem Karton ziehen, Auffangbehälter öffnen, Einfülltrichter entnehmen und – nachdem die Schutzkappe über der Walze nach hinten geklappt wurde – oben auf das Gerät setzen beziehungsweise in die dafür vorgesehenen Löcher einrasten. Den Auffangbehälter wieder zurück an seinen ursprünglichen Platz befördern. Im letzten Schritt musste der AXT 25 TC noch mit einem Verlängerungskabel an den Strom angeschlossen werden.
Zu unserem Verwundern fing der Häcksler erst einmal an zu piepen, statt zu schreddern, nachdem die Starttaste gedrückt wurde – ein sicheres Zeichen dafür, dass etwas nicht stimmte oder ein Schritt vergessen wurde. Wie sich nach kurzer Recherche herausstellte, muss die rote Stellschraube an der Seite des Gerätes zuerst festgedreht werden (dadurch wird der Aufsatz justiert), damit der Motor starten kann. Gesagt, getan. Und schon setzte sich die Walze in Bewegung.
Nachdem wir die ersten Äste problemlos durch den Häcksler gejagt hatten, wurde das Schnitzelgut kontrolliert – das zu unserer nächsten Verwunderung recht grob beziehungsweise groß ausfiel. Auch hier lohnte sich der Blick ins Handbuch: Über ein schwarzes Rädchen, das sich ebenfalls an der Seite des Gerätes befindet, konnten wir den Abstand zwischen Schneidwerk und Andruckplatte verringern. Dadurch wurden selbst dünne Äste zu feinem Hackschnitzel verarbeitet.
Leistung
Der Turbinenhäcksler von Bosch ist mit einem bürstenlosen Hochleistungs-Induktionsmotor ausgestattet. Laut Hersteller schafft das Gerät dadurch eine Schnittgeschwindigkeit von 40 zu 1, sprich: Das Schneidwerk dreht sich 40-mal in einer Minute. Das ist relativ langsam, aber nicht untypisch für ein Walzensystem. Ein Vorteil hierbei ist, dass dickes und mittleres Holz geschnitten und nicht nur gebrochen oder zerquetscht wird. Das sieht man – und das hört man auch. Überraschenderweise ist der Gartenhäcksler deutlich leiser als erwartet: Mit einem Messgerät wurde während des Betriebs bei einem Meter Abstand eine maximale Lautstärke von 90 Dezibel ermittelt, sodass kein zusätzlicher Hörschutz zwingend erforderlich war.
Was die Leistung des Geräts angeht, so schnitt der Häcksler in unserem Praxistest mit Bravour ab: Ob große oder kleine Zweige, dicke oder dünne Äste – der automatisierte Einfülltrichter konnte sämtliches Schnittgut mühelos einziehen und klein schreddern. Um herauszufinden, was passiert, wenn das Schneidwerk blockiert, wurden Holzstücke mit einem Durchmesser von fünf Zentimetern in die Turbinenwalze gegeben. Allerdings wurde auch diese binnen weniger Sekunden zerkleinert. Am Ende waren es eher dünne, aber recht sperrige Äste, die das Gerät zum Stoppen gebracht haben. Um die Blockade zu lösen, musste der Rückwärtsgang per Knopfdruck eingelegt werden. Anschließend konnten die steckengebliebenenReste problemlos mit der Hand (Warnhinweis: Das Gerät muss erst vom Strom genommen werden) aus dem Einfülltrichter entfernt werden.
Sicherheit
Bosch hat gleich mehrere Sicherheitsvorkehrungen in dem Häcksler verbaut, die dafür sorgen, dass das Gerät stoppt, beziehungsweise nicht startet, wenn:
- Die rote Stellschraube nicht festgedreht ist
- Der Einfülltrichter nicht auf dem Häcksler befestigt wird
- Der Auffangbehälter nicht vollständig in dem Gerät steckt
Um lautstark zu signalisieren, dass etwas nicht stimmt (oder ein Ast die Walze blockiert), beginnt das Gerät zudem auch noch an zu piepen – man kann hier also wenig falsch machen. Außer zu vergessen, den Häcksler vom Strom zu nehmen, um das Schneidwerk von einer möglichen Blockade zu befreien. Einen separaten Reset-Schalter, wie er bei manchen anderen Geräten zu finden ist, gibt es hier nicht.
Warnung: Wie bei jedem Häcksler besteht auch beim AXT 25 TC eine Rückschlaggefahr. Gemeint ist damit, dass die Walze Äste und Zweige beim Einziehen umwerfen kann – oder auch kleine Holzstücke aus dem Gerät geschleudert werden. Demzufolge haben wir während des Tests eine Schutzbrille getragen, da uns tatsächlich das eine oder andere Hackschnitzel um die Ohren geflogen ist.
Reinigung
Was die Reinigung des Turbinenhäckslers angeht, so gibt es hier nicht viel zu tun. Der Auffangbehälter besteht aus Kunststoff und kann bei Bedarf mit Wasser gereinigt werden. Das Schneidwerk hingegen kann mit den Händen (nachdem das Gerät vom Strom getrennt wurde) von Überresten befreit werden. Mit einem gewöhnlichen Handfeger lassen sich die restlichen Teile des Häckslers reinigen.
Fazit
Der Gartenhäcksler von Bosch ist im wahrsten Sinne der Bedeutung eine echte Wucht. Mit 30 Kilogramm ist das Gerät alles andere als leicht – und musste sogar per Spedition geliefert werden. Der Karton passt zwar in einen normalgroßen Kofferraum, dennoch sollte das Schwergewicht nicht unterschätzt werden. Wir mussten es zu zweit tragen und in den Garten transportieren. Abgesehen davon überzeugte uns der Häcksler auf ganzer Linie: Er ließ sich schnell und einfach zusammenbauen, war einfach zu bedienen und schaffte es mit Leichtigkeit, große und kleine Äste, frische und alte Zweige in perfektes Schnitzel zu verwandeln (nachdem wir den Dreh heraushatten).
Dabei fiel nicht nur die große Einfüllöffnung positiv auf, sondern auch der angenehme Geräuschpegel. Trotz der leicht wackeligen Räder stand das Gerät durchgehend sicher. Verstopfungen konnten wir während des Schredderns so gut wie keine feststellen – das einzige Problem, das jedoch auch andere Häcksler dieser Testreihe hatten, waren Äste mit seitlichen Ausläufern. Diese waren teils so sperrig, dass die Zweige nicht richtig eingezogen werden konnten. Hier mussten wir etwas nachhelfen, indem die Ausläufer im Vorfeld abgeschnitten und separat gehäckselt wurden. Wann der Auffangbehälter vollständig gefüllt war, ließ sich über kleine Schlitze an den Seiten feststellen.
Fazit: Ja, der AXT 25 TC ist teuer und schwer. Allerdings funktionierte er im Test tadellos und stellte mit seiner Leistung alle anderen Häcksler in den Schatten. Daher sind wir überzeugt, dass sich der Kauf mit der Zeit amortisiert. Wir vergeben fünf von fünf möglichen Sternen – und küren das Gerät zum Testsieger.
2. Das Kraftpaket: Black & Decker BEGAS5800
Funktion
Mit sportlichen 2800 Watt Leistung hat Black & Decker seinen Gartenhäcksler BEGAS5800 ausgerüstet. Und die braucht er auch. Doch dazu später mehr. Ein Induktionsmotor treibt die zylindrische Walze an, die mit einer Druckplatte als Gegenstück Zweige, Gestrüpp, Äste und anderen Holzschnitt in handliches Häckselgut zerkleinern soll. Dafür stopft man das Holz von oben in einen Einfülltrichter, der nur eine Aststärke von etwa 45 Millimetern passieren lässt. Die Walze dreht sich etwa 45 Mal pro Minute um ihre eigene Achse. Das ist etwas schneller als bei Bosch, aber deutlich langsamer als beim Gerät von Scheppach.
Der BEGAS5800 kommt mit nur zwei Tasten aus: einer etwas tiefer gelegten in Grün zum Einschalten und einer weiteren in Rot, mit der das Gerät manuell ausgeschaltet werden kann. Die Funktion des Rückwärtsdrehens der Walze hat Black & Decker wird über einen Drehschalter gelöst. Im Fall einer Überlastung steht auch bei diesem Häcksler eine Nottaste bereit.
Handhabung
Vor dem Häckselvergnügen kommt bei Black & Decker eine eher lästige Montage des Geräts, denn der insgesamt 28,5 Kilogramm schwere BEGAS5800 kommt fein zerlegt aus dem Karton. Nicht nur die Räder, sondern auch die Motoreinheit und die Füße müssen ans Gestell geschraubt werden. Für den oberen Trichter werden vier weitere Schrauben benötigt, die dem Baukasten aber beiliegen. Wichtig: Die Schrauben sind unterschiedlich lang, passen aber in alle Löcher. Ein zweiter Blick in die Montageanleitung ist hier in jedem Fall hilfreich. Beinahe beleidigend einfach ist dann das Anbringen des Auffangbehälters. Auch hier muss ein Sicherungsriegel hörbar einrasten. Sonst sagt der Häcksler keinen Mucks.
Statt eines kurzen Kabels mit Stecker wie bei Ikra ist der Netzadapter bei Black & Decker fest im Gerät verbaut, ähnlich wie eine Steckdose. Erfreulicherweise wurde dem Adapter eine Schutzkappe spendiert. Mit einem handelsüblichen Verlängerungskabel macht man den Häcksler also betriebsbereit. Und per Knopfdruck auf die grüne Taste setzte sich die Walze in Bewegung. Etwas schneller und dadurch im Leerlauf auch etwas lauter als der ILH 3000 A. In eindrucksvollem Tempo und ohne zu murren, verschlang der BEGAS5800 alles, was wir in den Einfülltrichter steckten. Dünne Stöckchen, verzweigte Äste mit kleinem und größerem Durchmesser. Auch stark verästelten Strauchschnitt zerkleinerte das Gerät ruckelfrei. Ins Stottern geriet der Motor erst, als wir mit etwas Nachdruck einen offenbar etwas zu dicken Ast in den Trichter drückten.
Vor lauter Begeisterung wäre uns fast entfallen, mal einen Blick in den Auffangbehälter zu werfen. Der füllte sich recht schnell und versperrte nach einigen Minuten das Auswurfloch, weil sich direkt darunter ein Häufchen Häckselgut aufgetürmt hatte. In diesem Fall schalteten wir das Gerät aus, fischten die Holzreste von unten aus der Walze und schüttelten das Kleinholz im Behälter einmal kräftig durch.
Auch Black & Decker setzt standardmäßig auf grobes Gehölz, was der Blick in den Auffangbehälter zunächst bestätigte. Über einen Drehknopf an der Seite lässt sich der Abstand zwischen Schneid- und Ambossmesser verringern. Eine halbe Drehung im Uhrzeigersinn – schon sieht das Häckselgut viel mehr nach Mulch für Beete aus. Tipp vom Hersteller für alle, die es noch etwas feiner brauchen: Das Häckselgut zwei Mal durch die Walze schicken.
Leistung
Etwa 46 Mal pro Minute rotiert die zylindrische Walze in diesem Gerät. Wirklich laut ist der Gartenhäcksler von Black & Decker dabei nicht. Unter Last messen wir eine maximale Lautstärke von rund 82 Dezibel (dB). Auch hier kann man während des Häckselns also noch gut mit dem Gartennachbarn tratschen. Ein Gehörschutz ist nicht notwendig.
Ansonsten zerkleinerte die kraftvolle Walze alles, was ihr zwischen die Messer kam, binnen weniger Sekunden. In der Standardeinstellung rutschten sehr dünne Zweige unbeschadet durch. Nach dem Justieren des Schneidwerks zerteilte die Walze aber auch dünnes Schnittgut in handliche Holzstückchen.
Sicherheit
Handschuhe und eine Schutzbrille sollten auch beim Arbeiten mit dem BEGAS5800 getragen werden. Auch wenn es im Test nicht vorkam: Die kräftige Walze könnte jederzeit kleine Holzsplitter nach oben aus dem Trichter schleudern. Wie bei den anderen Testhäckslern auch, bleibt die Maschine stumm, bis der Auffangbehälter korrekt arretiert und sicher im Gestell unter der Walze hängt. Wurde der Überlastungsschutz ausgelöst, muss der Schalter einmal gedrückt werden, um das Gerät wieder einschalten zu können und den Schutzmechanismus zu reaktivieren.
Reinigung
Da hüpft das Herz von Schrebergärtnern. Denn auch beim BEGAS5800 ist die Nacharbeit überschaubar aufwendig. Holzkrümel lassen sich leicht von der Oberfläche pusten oder mit einem Handfeger beseitigen. Hängen Reste in Ritzen oder Löchern, hilft ein kleiner Reinigungspinsel. Der Auffangbehälter kann bei Bedarf mit etwas Wasser ausgespült werden. Allein fürs Reinigen der Walze mussten wir uns bücken, denn die ist nur von unten zu erreichen. Auch hier genügt es aber, die am Metall haftenden Holzreste grob mit der Hand oder einem Pinsel zu entfernen.
Fazit
Der Black & Decker BEGAS5800 hat uns nicht enttäuscht. So wuchtig wie sein Name ist auch das, was die Walze mit sämtlichem Holzschnitt macht. Wer die etwas mühsame Montage mit allerlei Schrauben überstanden hat, wird mit einem hochwertigen und leistungsstarken Gartengerät belohnt, das kaum Wünsche offenlässt. Der Walzenhäcksler quetscht und schreddert nicht nur leise, sondern auch zuverlässig dünne wie dicke Äste.
Für diese sehr stabile Leistung nach holprigem Montage-Start verdient der Gartenhäcksler von Black & Decker starke vier von fünf Sternen und schnappt sich zudem das Prädikat „Preis-Leistungs-Tipp”.
3. Der Softie: Scheppach Elektro Gartenhäcksler GS70
Funktion
Der Elektro-Gartenhäcksler GS70 von Scheppach besitzt einen Induktionsmotor. Das integrierte Schneidwerk setzt sich aus acht Messerwalzen aus langlebigem Stahl (mit Ø 87 mm) zusammen. Laut Hersteller ist das Gerät in der Lage, frische wie trockene Äste und Sträucher oder Pflanzenreste mit einem Durchmesser von maximal 42 Millimetern zu zerkleinern – dem können wir nach unserem Test zustimmen. Der Einfülltrichter ist im Vergleich zu dem von Bosch schmaler, aber immer noch groß genug, um ihn mit mehreren Zweigen gleichzeitig zu füttern. Im Gegensatz zu anderen Häckslern besitzt dieser einen Softstart, durch den der Motor langsam und kontrolliert startet, statt sofort mit voller Kraft loszulegen.
Der Häcksler besitzt eine Vor- und Rückwärtstaste sowie einen An- und Ausschalter. Und das ist nicht alles. Auf dem Bedienfeld finden sich zwei weitere Knöpfe: Einer leuchtet, wenn das Gerät unter Strom steht. Der andere ist eine Art Reset-Taste, die im Notfall gedrückt wird, um den GS70 vor einer möglichen Überlastung zu schützen.
Handhabung
Um das Gerät einsatzfähig zu machen, brauchte es einige Handgriffe: Die beiden Räder und die zugehörigen Radkappen, Radhülsen und Unterlegscheiben sowie die Radachse mussten wir mithilfe der beiliegenden Sicherungsmuttern, einem Schrauben- und einem Innensechskantschlüssel an dem Gartenhäcksler befestigen – und den Auffangbehälter darunter arretieren. Der Aufbau war somit simpel, brauchte jedoch etwas Fingerspitzengefühl. Anschließend wurde der Häcksler mithilfe des Transportgriffes und der beiden großen Laufräder über die Wiese zur Terrasse gezogen, was bei einem Eigengewicht von knapp 20 Kilogramm relativ leicht von der Hand ging. Um das Gerät einzuschalten, musste es zuerst mithilfe eines ausreichend langen Kabels an eine Stromquelle angeschlossen werden.
Um das Gerät einzuschalten, wurde der Vorwärtsgang eingelegt und die grüne Starttaste gedrückt – zu unserer Verwunderung passierte jedoch auch hier erst einmal gar nichts. Es ertönte weder ein Piepen, noch setzte sich der Motor in Bewegung. Das Problem ließ sich aber auch hier mit einem kurzen Blick in die Gebrauchsanleitung lösen: Der Auffangbehälter musste noch mit einem Sicherheitshebel richtig verriegelt werden. Gesagt, getan. Danach setzte sich die Walze in Gang.
Zuerst haben wir dünne Zweige in den Häcksler gegeben, die teilweise erst eingezogen, dann wieder aus dem Einfüllloch herausgeschoben und dann wieder eingezogen wurden – ehe sie im Auffangbehälter landeten. Dieses Phänomen beobachten wir im Anschluss daran nicht mehr so oft, als bis zu vier Zentimeter dicke Äste zum Einsatz kamen und problemlos von dem Gerät geschreddert wurden. Um herauszufinden, wie grob oder fein das Hackschnitzel ist, haben wir zwischenzeitlich den Auffangkorb geöffnet (wichtig: Gerät vom Strom nehmen!). Im ersten Anlauf fanden sich daran viele Zweige, die nur zerquetscht wurden und dadurch teilweise ganz geblieben sind.
Ein weiterer Blick in die Betriebsanleitung offenbarte uns, dass auch bei diesem Gartenhäcksler die Möglichkeit besteht, die Andruckplatte zu verstellen: Über eine schwarze Stellschraube, die sich am Gerät befindet, konnten wir den Abstand zwischen Walze und Druckplatte verringern – gut erkennbar durch einen Blick von oben in das Schneidwerk. Im zweiten Versuch wurde die Veränderung schnell deutlich: Das Schnitzelgut war kleiner, gleichmäßiger und feiner (wenn auch im direkten Vergleich zu dem Häcksler von Bosch deutlich gröber).
Leistung
Der Leisehäcksler von Scheppach verdient seinen Namen zu Recht: Mit einer maximalen Lautstärke von 89 Dezibel, die wir mithilfe eines Messgerätes und einem Abstand von einem Meter zum Gerät ermittelt haben, konnten wir während der Testphase auf einen Hörschutz getrost verzichten. Laut Hersteller arbeitet der GS70 mit einer maximalen Schnittgeschwindigkeit von 60 zu 1, was bedeutet: Die Walze dreht sich 60-mal in einer Minute (und ist damit schneller als etwa das Schneidwerk von Bosch).
Um die Leistung besser bewerten zu können, haben wir den Häcksler auf Herz und Nieren getestet: Es wurden große und kleine Äste geschreddert, dicke und dünne Zweige, frisches und trockenes Grünzeug. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, die durch das Verschieben der Druckplatte behoben werden konnten, erfüllte das Gerät unsere Erwartungen rundum. Kleinere Blockaden durch sperriges Astwerk haben wir in Kürze lösen können, indem die Vorwärts- und Rückwärtstaste bedient wurden und eingeklemmte Holzstücke per Hand (Warnhinweis: Das Gerät wird natürlich im Vorfeld vom Strom genommen!) aus der Walze gezogen wurden.
Sicherheit
Scheppach hat den Gartenhäcksler mit mehreren Sicherheitsstufen ausgestattet, die das Gerät vor einer möglichen Überlastung schützen und das Verletzungsrisiko mindern sollen:
- Das Gerät kann nur eingeschaltet werden, wenn der Auffangbehälter verriegelt ist. Wird der Hebel gelöst, schaltet sich der Häcksler automatisch ab.
- Blockiert ein zu dicker Ast die Walze, schaltet sich das Gerät automatisch ab, um sich beziehungsweise den Motor vor einer Überlastung zu schützen.
Im Falle einer Überhitzung sollte der Gartenhäcksler zuerst vollständig auskühlen, ehe Sie das Gerät wieder einschalten (indem Sie den Überlastungsschalter drücken).
Warnung: Auch wenn der GS70 ein rückschlagfreies Schneidwalzensystem besitzt, hat unser Test gezeigt, dass während des Häckselns trotzdem kleine Holzstücke durch die Luft geschleudert werden können. Aus diesem Grund sollten Sie zum einen immer einen gewissen Sicherheitsabstand zum Gerät halten, wenn es eingeschaltet ist. Zum anderen empfehlen wir Ihnen das Tragen einer Schutzbrille, um Ihre Augen vor herumfliegenden Splittern zu schützen.
Was die Stabilität angeht, so haben wir nach dem Aufbau festgestellt, dass der Gartenhäcksler etwas wackelig auf den Beinen ist (wenn er bewegt wird). Allerdings ließ sich das Problem etwas beheben, indem die Räder ein weiteres Mal nachgezogen wurden. Das Gerät an sich ist sehr standfest und stabil, sodass wir während der Inbetriebnahme nichts daran zu bemängeln hatten.
Reinigung
Die Reinigung des Turbinenhäckslers gestaltet sich insgesamt sehr unkompliziert. Der Auffangbehälter aus Kunststoff lässt sich bei Bedarf einfach mit Wasser säubern. Das Schneidwerk kann – nachdem das Gerät vom Stromnetz getrennt wurde – problemlos von Hand von Rückständen befreit werden. Für die übrigen Bereiche des Häckslers genügt in der Regel ein normaler Handfeger.
Fazit
Der Gartenhäcksler von Scheppach weiß trotz kleiner Schwächen – etwa dem leicht fummeligen Zusammenbau – zu überzeugen: Mit seinen 20 Kilogramm Eigengewicht lässt sich das Gerät problemlos anheben und (in unserem Fall sogar mit einem normalen Fahrradanhänger) transportieren. Dank Transportgriff und großen Rädern ist das Gerät auf unebenen Flächen gleichermaßen mobil wie auf festem Untergrund.
Was die Handhabung und Leistung angeht, konnten wir in unserem Test kaum negative Aspekte feststellen: Zwar brauchte es ein wenig Feingefühl, um die Andruckplatte so einzustellen, dass auch feine Zweige eingezogen werden konnten. Danach arbeitet der Häcksler jedoch rasant und zuverlässig. Und das verhältnismäßig leise. Das Einzige, was uns nicht zu 100 Prozent überzeugen konnte, war das teils recht grobe Hackschnitzel (gut zu erkennen auf dem Testfoto). Hier hätten wir uns feinere Stücke gewünscht, um das Schnittgut zum Mulchen auf den Beeten zu verteilen.
Fazit: Aus den genannten Gründen vergeben wir ausgezeichnete vier von fünf möglichen Sternen in unserer Wertung.
4. Geräumiger Grobmotoriker: Ikra ILH 3000 A
Funktion
Im Gartenhäcksler Ikra ILH 3000 A treibt ein Elektromotor ein 3-stufiges Planetengetriebe an, das die Walze des Häckslers zum Rotieren bringt. Mithilfe eines Gegenmessers werden Zweige, Äste, Heckenschnitt und anderes Gestrüpp zerdrückt und zerkleinert. Die Schneidwirkung ist technisch bedingt deutlich geringer als bei sogenannten Messerhäckslern. Über einen Einfülltrichter kann Schnittgut mit einem Durchmesser von maximal 44 Millimetern in das Gerät gestopft werden. Im Test zog das Gerät sämtliche Äste automatisch in seinen Schlund. wo die Walze auch mehrere Zentimeter dicke Äste sowie Wasserschosse von Obstbäumen zuverlässig zerstückelte.
Der Ikra Gartenhäcksler kommt mit einem übersichtlichen Bedienpanel mit den drei selbsterklärenden Tasten „Start“, „Stop“ und „Reverse“ aus. Verklemmt sich ein Ast im Walzwerk, reagiert das Gerät selbstständig und ändert nach etwa drei Sekunden die Drehrichtung, um den Motor zu schützen. Das klappte in unserem Test einwandfrei. Zugleich schaltet ein Überlastschalter den Häcksler aus. Hängt das Schnittgut dann immer noch in der Walze, hilft die gelb markierte „Reverse“-Taste dabei, den Störenfried manuell aus der Walze zu befreien. Auch das provozierten wir im Test und der Ikra spuckte das verklemmte Teil im Rückwärtsgang wieder aus.
Handhabung
Der Ikra glänzt direkt beim Auspacken mit einem praktischen Kniff: Die Füße müssen nämlich nur ausgeklappt, statt aufwendig angeschraubt werden. Auch die Achse für die Rollen ist mit dem mitgelieferten Werkzeug fix montiert. Zum Schluss noch den üppigen Auffangbehälter an seinen Platz schieben und das Stromkabel anstöpseln. Keine fünf Minuten nach dem Auspacken war der Ikra ILH 3000 A in unserem Test einsatzbereit.
Dachten wir jedenfalls. Denn auf unser Startsignal reagierte das Gerät mit Schweigen. Ein Blick in die Betriebsanleitung brachte den entscheidenden Tipp: Auffangbehälter korrekt verriegeln! Und schon schnurrte die Walze des Gartenhäckslers erstaunlich leise im Leerlauf vor sich hin. Auf den Gehwegplatten der Gartenanlage stand das gut 20 Kilogramm leichte Gerät dabei stabil und sicher.
Sicher fühlten wir uns auch beim Häckseln der Zweige, die zuvor dem Frühlingsschnitt der Obstbäume zum Opfer gefallen waren. Dazu landeten einige trockene und dickere Teile eines Hibiskus-Strauches im Schlund des Ikra. Dabei begrenzt der Durchmesser des Einfüllstutzens die Dicke der Äste. Und alles, was die Walze einmal zu fassen bekam, wurde gnadenlos zerquetscht und zerkleinert. Für unseren Geschmack und zum Mulchen von Wegen waren die Hackschnitzel im ersten Anlauf allerdings deutlich zu grob. Das kann abgestellt werden, indem der Abstand zwischen Walze und Druckplatte so verringert wird, dass diese aneinander schleifen. Wichtig: Dafür muss das Gerät in Betrieb sein. Laut Hersteller soll hörbar sein, wenn sich Walze und Druckplatte berühren.
Leistung
Schon im Leerlauf wird klar, dass der Ikra-Gartenhäcksler zu den leisen Vertretern seiner Zunft gehört. Kaum 75 Dezibel (dB) zeigte unser Sound Level Meter direkt am Gerät an. In Betrieb lagen Spitzen knapp über 80 dB, wobei wir etwa einen Meter vom Häcksler entfernt in Arbeitshöhe gemessen haben. Auf einen Gehörschutz können Sie hier also bedenkenlos verzichten. Die geringe Lautstärke deutet auf eine niedrige Drehzahl der Walze und entsprechend auf eine niedrige Schnittgeschwindigkeit hin. Eine konkrete Angabe dazu liefert der Hersteller nicht. Im Gegensatz zum Gerät von Bosch quetscht und bricht die Walze des Ikra ILH 3000 A das Holz, anstatt es zu schneiden.
Das führte im Test dazu, dass das Schnittgut recht grob im Auffangbehälter landete und die Äste teilweise noch als eine Art Kette zusammenhingen. Mit einem nachjustierten Schneidwerk lässt sich das Häckselergebnis in einem zweiten Durchgang deutlich verbessern. Ansonsten schluckte der Ikra im Test Äste mit einem Durchmesser von knapp fünf Zentimetern, ohne zu zucken. Wichtig: Die Äste müssen ohne Kraftaufwand durch den Einfülltrichter passen.
Sicherheit
Auch Ikra geht bei seinem Gartenhäcksler auf Nummer sicher. So reagiert die grüne „Start“-Taste nur, wenn der Riegel am Auffangbehälter unter dem Gerät hörbar eingerastet ist. Dazu sorgt ein eingebauter Überlastschutz dafür, dass der Netzanschluss ausgeschaltet wird, sobald die Walze mehrere Sekunden durch verklemmte Äste blockiert. Akustische Warnhinweise gibt es beim Ikra LH 3000 A nicht. Dafür den wichtigen Hinweis, dass das Gerät nur unter Aufsicht betrieben werden soll. Zudem wird auch hier empfohlen, während des Schredderns Handschuhe und eine Schutzbrille zu tragen, um Verletzungen durch herumfliegende Holzschnitzel zu vermeiden.
Reinigung
Der Ikra-Gartenhäcksler ist überraschend pflegeleicht und einfach zu reinigen. Um die Walze per Hand oder mit einem kleinen Pinsel von Holzkrümeln zu befreien, muss das Gerät auf den Kopf gestellt werden. Alle anderen Teile lassen sich bequem mit einem Handfeger oder feuchten Lappen säubern. Die Auffangkiste aus Kunststoff spült man am besten mit etwas Wasser aus.
Fazit
Der Gartenhäcksler von Ikra muss sich vor den Geräten von Bosch und Black & Decker nicht verstecken. Im Gegenteil: Mit nur etwas mehr als 20 Kilogramm setzt er gemeinsam mit dem Gerät von Scheppach in dem Test die Bestmarke. Ein Pfund für alle, die nicht immer vier Hände zur Verfügung haben, um den Häcksler zu bewegen. Mit nur 80 Dezibel unterbot er im Test zudem den vom Hersteller angegebenen Lärmpegel deutlich. Dazu punktete der ILH 3000 A mit einem üppigen 60-Liter-Auffangbehälter.
Auch beim Häckseln gab es sich fast keine Blöße. Wem grobes Material für den Kompost reicht, der macht mit diesem Gerät nichts verkehrt. Etwas umständlich fanden wir das Einstellen des Schneidwerks, um ihm feineres Häckselgut zu entlocken. Hierfür soll der Abstand zwischen Druckplatte und Messerwalze im laufenden Betrieb per Handrad so weit verringert werden, bis kleine Metallspäne austreten. Das haben die anderen Hersteller aus unserer Sicht besser gelöst.
Insgesamt hat uns der Ikra ILH 3000 A Gartenhäcksler dennoch überzeugt. Für das solide Gesamtpaket vergeben wir glänzende vier von fünf Sternen.
Gartenhäcksler: Die wichtigsten Fragen & Antworten
Was ist ein Walzenhäcksler und wie funktioniert er?
Ein Walzenhäcksler ist ein elektrisch betriebener Gartenhäcksler, der mit einer langsam rotierenden, gezahnten Walze arbeitet. Diese zieht das Schnittgut selbstständig ein und presst es gegen eine verstellbare Druckplatte. Dabei wird das Material nicht klassisch geschnitten, sondern gequetscht, aufgebrochen und zerfasert. Dieser Prozess ist deutlich ruhiger als bei schnell rotierenden Messern und erzeugt ein grob strukturiertes Häckselgut. Genau diese Struktur ist für die Weiterverwertung im Garten von Vorteil, da Mikroorganismen das Material leichter zersetzen können. Zudem sorgt die Technik dafür, dass sich auch dickere Äste vergleichsweise kontrolliert und gleichmäßig verarbeiten lassen, ohne dass man viel Kraft aufwenden muss.
Für welches Schnittgut eignet sich ein Walzenhäcksler?
Walzenhäcksler spielen ihre Stärken vor allem bei holzigem, festem Schnittgut aus. Dazu zählen Äste von Bäumen, Sträuchern oder Hecken sowie trockene oder leicht feuchte Zweige. Auch frisch geschnittenes Holz lässt sich gut verarbeiten, solange es nicht zu faserig ist. Weniger gut geeignet sind hingegen sehr weiche, dünne oder feuchte Materialien wie Laub, Rasenschnitt oder Staudenreste. Diese können sich um die Walze wickeln oder den Einzug verlangsamen. In der Praxis empfiehlt es sich daher, weiches und hartes Material zu mischen, um einen gleichmäßigen Durchsatz zu erreichen. Wer hauptsächlich Grünschnitt entsorgen möchte, stößt mit einem Walzenhäcksler schneller an Grenzen.
Welche Leistung sollte ein guter Walzenhäcksler haben?
Für den Einsatz im privaten Garten sind Walzenhäcksler mit einer Motorleistung zwischen etwa 2000 und 3000 Watt üblich. Entscheidend ist jedoch weniger die Leistung allein als vielmehr die Kombination aus Motorleistung, Walzenmechanik und maximaler Astdicke. Gute Geräte schaffen in der Praxis Äste mit einem Durchmesser von rund 40 bis 45 Millimetern, was für die meisten Gartenarbeiten ausreichend ist. Wer regelmäßig sehr dicke Äste verarbeitet, sollte gezielt auf diese Angabe achten. Auch ein konstanter Einzug und ein ruhiger Lauf sind wichtige Qualitätsmerkmale, die sich im Test oft stärker bemerkbar machen als reine Leistungsdaten.
Wie laut ist ein Walzenhäcksler im Vergleich zu anderen Geräten?
Im direkten Vergleich zu Messerhäckslern arbeiten Walzenhäcksler deutlich leiser, was vor allem an der niedrigeren Drehzahl der Walze liegt. Statt eines lauten, hochfrequenten Schneidgeräuschs entsteht eher ein dumpfes Knacken und Knirschen, wenn das Holz zerkleinert wird. Das macht die Geräte wesentlich angenehmer in der Anwendung, insbesondere in dicht besiedelten Wohngebieten oder in Reihenhaussiedlungen. Dennoch sind sie nicht völlig geräuschlos, und je nach Material kann die Lautstärke variieren.
Können Walzenhäcksler schnell verstopfen?
Im Alltag zeigen sich Walzenhäcksler insgesamt recht unempfindlich gegenüber Verstopfungen, insbesondere bei trockenem, holzigem Schnittgut. Probleme können jedoch auftreten, wenn sehr feuchtes, weiches oder faseriges Material verarbeitet wird, da dieses nicht sauber gebrochen wird, sondern sich eher zusammendrückt oder anhaftet. Viele moderne Geräte sind deshalb mit einer Rücklauffunktion ausgestattet, mit der sich blockiertes Material einfach wieder lösen lässt. Auch die Möglichkeit, den Abstand zwischen Walze und Druckplatte anzupassen, hilft dabei, Verstopfungen vorzubeugen. Wer das Schnittgut sinnvoll vorsortiert oder mischt, kann die Gefahr von Blockaden im Betrieb deutlich reduzieren.
Wie wartungsintensiv ist ein Walzenhäcksler?
Ein großer Vorteil von Walzenhäckslern liegt im geringen Wartungsaufwand. Anders als bei Messerhäckslern müssen keine Schneidklingen regelmäßig geschärft oder ausgetauscht werden. Stattdessen steht vor allem die korrekte Einstellung der Druckplatte im Fokus, da sie maßgeblich die Häckselqualität beeinflusst. Mit der Zeit kann sich hier ein kleiner Spalt vergrößern, der bei Bedarf nachjustiert werden sollte. Weiterhin empfiehlt es sich, das Gerät nach der Nutzung von Pflanzenresten zu befreien und trocken zu lagern, um Korrosion zu vermeiden. Insgesamt sind Walzenhäcksler daher besonders für Nutzer interessant, die ein robustes und pflegeleichtes Gerät suchen.
Wie sicher ist die Nutzung eines Walzenhäckslers?
Walzenhäcksler gelten als sicher, da sie das Schnittgut selbstständig einziehen und kein manuelles Nachdrücken erforderlich ist. Dadurch wird das Risiko verringert, mit den Händen in den Gefahrenbereich zu geraten. Viele Geräte verfügen zusätzlich über Sicherheitsmechanismen wie Überlastschutz, Wiederanlaufschutz oder Auffangboxen mit Abschaltautomatik. Dennoch sollte man die grundlegenden Sicherheitsregeln beachten: feste Handschuhe tragen, keine losen Kleidungsstücke verwenden und das Gerät nur auf stabilem Untergrund betreiben. Besonders bei der Reinigung oder bei Blockaden ist Vorsicht geboten, da hier direkte Eingriffe notwendig sein können.
Hinweis: Dieser Text wurde teilweise mit maschineller Unterstützung erstellt und nach den üblichen, strengen redaktionellen Kriterien bearbeitet und geprüft.