Matschig, klebrig oder zu fest: Beim Kochen von Reis kann einiges schief gehen. Damit er genau richtig wird, kann ein Reiskocher helfen. Was Sie beim Kochen beachten sollten und welche Geräte ihren Preis wert sind, hat der stern in einem großen Reiskocher-Test überprüft. Nachfolgend alle Ergebnisse sowie hilfreiche Tipps.
Reiskocher-Test: Die ausgewählten Geräte
Andere lohnenswerte Modelle
Folgende Modelle wurden nicht selbst ausführlich getestet, sind aber in der Recherche aufgefallen:
Testergebnis: Welcher ist der beste Reiskocher?
Das Beste kommt in diesem Fall nicht zum Schluss, sondern vorab: Testsieger der stern-Kaufkosmos-Redakteurin ist das Modell von Reishunger. Der Hauptgrund: Bei diesem Modell steht der Reis im Vordergrund. Und zwar egal, ob Basmati, Parboiled, weiß, Natur, Langkorn oder Rundkorn. Dabei bietet es genügend Fassungsvermögen, ist modern, einfach zu handhaben, bietet eine gute Qualität und viele Nutzungsmöglichkeiten. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist für Qualität und Vielfalt fair. Wer also etwas tiefer in die Tasche greifen mag und keine Großfamilie ernähren muss, bekommt ein Gerät, das keine Wünsche offen lässt, wenn es um guten Reis in allen Varianten geht.
Wer auf ein etwas günstigeres Modell zurückgreifen möchte, ist auch mit dem Modell von Cosori gut beraten: Auch dieses Gerät ist vielfältig einsetzbar, groß genug für viel Gemüse, Reis und Co. und lässt sich sehr einfach bedienen. Auch mit diesem Reiskocher können Sie kaum etwas falsch machen und er ist eine gute Wahl für größere Haushalte.
Doch auch die anderen Testgeräte haben ihre eigenen Vorzüge und sind für manche von Ihnen vielleicht die richtige Wahl. Enttäuscht hat keines von ihnen.
Alle Details, Eindrücke und Testergebnisse finden Sie in den Einzeltests weiter unten.
Über die Testerin
Reis ist nicht gleich Reis: Aus der Tüte darf er bei mir nicht kommen. Er schmeckt am besten, wenn er frisch zubereitet wird. Dabei greife ich am liebsten zu Basmati. Bisher habe ich ihn am liebsten im Topf gekocht, allerdings sollte ich ihn dort lieber nicht zu lange aus den Augen lassen. Mit einem Reiskocher funktioniert das Ganze unkomplizierter. Aber auch zuverlässig? Das will ich im Test mit fünf unterschiedlichen Modellen überprüfen. Dabei können viele Geräte auch noch dampfgaren und mehr. Eine echte Bereicherung für die Küche oder doch nur unnötiger Schnickschnack?
Vergleichstabelle Reiskocher
| Bewertung | ||||||||||
| Produktname | Digitaler Mini-Reiskocher von Reishunger | Multikocher von Cosori | Rommelsbacher Multi Reiskocher MRK 650 | Wilfa Gohan Reiskocher | WMF Küchenminis Reiskocher | Cuckoo CR-0331 Elektrischer Reiskocher | Silvercrest Reiskocher SRK 400 D2 | Kompaktreiskocher von Gourmetmaxx | Russell Hobbs Reiskocher mini | Yum Asia Kotori Mini-Donburi-Reiskocher |
| Abmessungen* | 22 x 21 x 26 cm | 31,2 x 26,9 x 23,4 cm | 32 x 27 x 20 cm | 28 x 32 x 24,5 cm | 17,8 x 17,6 x 21 cm | 25,4 x 25,4 x 22,9 cm | 23,6 x 21,7 x 22,5 cm | 22,2 x 21 x 23 cm | 16,8 x 22,2 x 6,8 cm | 20 x 21 x 18 cm |
| Gewicht* | 2,87 kg | 4,2 kg | 3,1 kg | 2,87 kg | 0,5 kg | 2,4 kg | 1,47 kg | 1,5 kg | 0,97 kg | 1,2 kg |
| Programme | 8 Programme | 17 Programme | 12 Programme | 4 Einstellungen | / | / | / | / | / | / |
| Fassungsvermögen* | 0,6 l | 5 l | 2 l | 1,8 l | 1 l | 0,54 l | 1 l | 1 l | 0,4 l | 0,18 l |
| Leistung* | 350 W | 970 W | 600 W | 700 W | 220 W | 360 W | 400 W | 400 W | 200 W | 1000 W |
| Extras | 7-Kochphasen-Technologie, Warmhaltefunktion, Damfgarfunktion, ansprechende Farben, Timer | Intelligente Fuzzy Logic, App mit Rezepten, Warmhaltefunktion, Damfgarfunktion | Warmhaltefunktion, Damfgarfunktion, Anti Fingerprint Beschichtung, 3D-Heiztechnologie, PFAS-frei, Timer | Warmhaltefunktion, Damfgarfunktion | Warmhaltefunktion, Damfgarfunktion, Timer, Lunch-to-go-Zubehör | 3D Hitzesystem, Warmhaltefunktion | Warmhaltefunktion, Damfgarfunktion | Warmhaltefunktion, Damfgarfunktion | Warmhaltefunktion, Damfgarfunktion | Dampf-, Porridge- und Slow-Cook-Funktionen, Fuzzy-Logik |
| Erhältlich bei |
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* Herstellerangabe
So haben wir die Produkte ausgewählt
Nach diesen Kriterien haben wir die Produkte für den Reiskocher-Test ausgewählt:
- Reiskocher aus unterschiedlichen Preissegmenten
- sowohl große als auch Mini-Modelle
- Markenprodukte bzw. Produkte bekannter Hersteller im getesteten Bereich
- gute Verfügbarkeit
- Geräte oder Marken haben in anderen Tests oder Bewertungen bereits gut abgeschnitten
- Die Geräte erfüllen Sicherheitsstandards und werden außen nicht zu heiß, schalten sich zudem nach gewisser Zeit ab
So haben wir getestet
In manchen Situationen kann der erste Eindruck ausschlaggebend sein, im Test ist er nur ein Teilaspekt. Wir haben beim Öffnen der Verpackung den Lieferumfang und die Verpackungsart überprüft: Ist sie nachhaltig, also hauptsächlich aus Karton, oder wurden die Reiskocher in massenweise Styropor und Plastik gehüllt? Gibt es Schäden? Wie ist die Verarbeitung? Und welches Zubehör liegt dem Gerät bei?
Fragen, mit denen sich der Test auseinandersetzt, sind darüber hinaus diese: Wie einfach ist die Bedienung? Wie heiß wird das Gerät von außen? Lässt es sich nach der Nutzung einfach reinigen oder sogar teilweise mithilfe der Spülmaschine säubern? Kann der Reiskocher auch dampfgaren oder überzeugt mit weiteren Funktionen? Weiterhin haben wir die Reiskocher in puncto Design und Garzeit hin überprüft. Letztere haben wir mit einer Stoppuhr festgehalten und dann angehalten, wenn der Reis fluffig und gar war. Für den Test wurde Basmatireis verwendet. Gekocht wurden immer zwei Becher mit etwa der eineinhalbfachen Menge Wasser, je nach Angabe des Herstellers. Klebt der Reis am Ende am Boden an? Und ist auch nicht matschig? Auch das soll der Test herausfinden. Nachfolgend die Einzelergebnisse.
1. Der Alleskönner: Reishunger – unser Testsieger
Optik: Der digitale Mini-Reiskocher von Reishunger ist der optisch auffälligste im Reiskocher-Test. Er ist in vielen unterschiedlichen Farben zu haben, im Test kommt er in Bordeaux daher. Das Gerät ist, wie das Modell von WMF, im Mini-Format und daher sehr kompakt. Der Look ist modern, das Display digital. Der Kocher ist in Plastik und Pappe verpackt und kommt mit viel Zubehör und einer ansprechenden Rezeptzeitung.
Handhabung: Trotz vieler unterschiedlicher Programme ist die Bedienung unkompliziert und für viele Gerichte ist die passende Einstellung dabei: ob brauner, weißer oder Sushireis. Im Falle des Tests ist die Einstellung für weißen Reis die richtige. Mit einem Knopfdruck startet das Gerät und es braucht nur noch Geduld.
Geschmack: Das Ergebnis ist, wie es sein sollte: körniger Reis, der weder am Boden anbackt noch matscht. Er ist ideal gegart. Mit dem mitgelieferten Löffel kann er formschön auf den Teller gesetzt werden. Alles ist durchdacht und auf guten Reis ausgerichtet.
Reinigung: Auch die Reinigung gelingt ebenso unkompliziert wie bei den meisten anderen Geräten im Reiskocher-Test: Der Topf kann bei Bedarf in der Spülmaschine gesäubert werden und nimmt kaum Platz ein. Ratsamer ist bei der Keramikbeschichtung aber die sanftere Reinigung per Hand.
Fazit: Die Marke macht ihrem Namen alle Ehre: Hier steht der Reis im Vordergrund und das ist spürbar. Er ist ideal gekocht und kann in unterschiedlichen Varianten zubereitet werden: ob weiß, braun oder in Form von Klebreis. Ebenfalls positiv: Reishunger liefert bei seinen Geräten auch Rezepte mit, die teilweise in einer ansehnlichen Zeitung dargestellt werden. Das macht sofort Lust aufs Kochen und Ausprobieren und ist in Zeiten von Apps nicht mehr so oft in dieser Form zu finden. Das Gerät ist einfach zu bedienen, vielseitig zu nutzen und nimmt wenig Platz in Anspruch. Ideal für Singles oder kleine Familien.
➕ Vorteile:
- kompakt
- ansprechende Farben
- viele Funktionen
- ideal zubereiteter Reis
➖ Nachteile:
- hoher Preis
2. Der Moderne: Cosori
Optik: Der Reiskocher von Cosori kommt eingehüllt in viel Plastik und Styropor – aber auch mit viel Zubehör. Neben einem Löffel und Schaber sind ein Messbecher, ein Topf zum Dampfgaren und Rezepte im Lieferumfang enthalten. Weitere Rezepte finden sich in der App. Optisch kommt das Gerät modern daher und lässt sich mit einem LED-Display bedienen. Auf den ersten Blick scheint die Bedienung einfach zu sein. Zudem fällt das hohe Fassungsvermögen auf. Und: Es hat keinen abnehmbaren Deckel, sondern lässt sich per Knopfdruck aufklappen.
Handhabung: Wie erwartet lässt sich der Cosori-Reiskocher ganz einfach bedienen. Mit einem Klick aufs Display lässt sich das gewünschte Programm auswählen. Zudem kann jederzeit die Einstellung verändert werden. Im Fall vom Basmatireis ist das Programm für weißen Reis zu empfehlen. Aber auch andere Zubereitungsarten, etwa das Dampfgaren, lassen sich einfach im Menü finden und regulieren. Das Gerät kann zudem jederzeit während der Zubereitung geöffnet werden.
Geschmack: Der Reis ist nach etwa 25 Minuten fertig und weder matschig noch klebt er am Boden an. Zudem ist er noch heiß und wird im Gerät auch nach der Fertigstellung warmgehalten. Er ist, was die Konsistenz betrifft, genauso, wie er sein sollte: körnig, dabei locker und besser als im Topf.
Reinigung: Da der beschichtete Topf spülmaschinengeeignet ist, kann er bei stärkeren Verschmutzungen dort hineingegeben werden. Besser: die Handreinigung, um die Keramikbeschichtung nicht zu verkratzen. Meist ist diese auch schon ausreichend.
Fazit: Der Reiskocher von Cosori ist schick, einfach zu bedienen und zu reinigen und tut, was er soll – und das sehr gut und zuverlässig. Dabei ist das Preis-Leistungs-Verhältnis fair. Es gibt kaum etwas zu beanstanden. Das Gerät liegt nur knapp hinter dem Alleskönner von Reishunger.
➕ Vorteile:
- hohes Fassungsvermögen
- einfache Bedienung
- viel Zubehör
- gute Qualität
➖ Nachteile:
- keine nachhaltige Verpackung, sondern viel Plastik und Styropor
3. Der Praktische: Rommelsbacher
Optik: Der Reiskocher von Rommelsbacher ist ein klassisches Gerät, wie man es sich vorstellt: schlichte Optik, mit Klappdeckel und hohem Fassungsvermögen. Das Display nimmt einen großen Teil der Front ein. Es ist in viel Pappe und nur ein wenig Plastik gehüllt. Das Zubehör ähnelt allen anderen Geräten: Löffel und Co. liegen bei, ebenfalls ein Einsatz zum Dampfgaren.
Handhabung: Das Display ist im Grunde selbsterklärend, allerdings reicht es nicht aus, das jeweilige Programm auszuwählen, um loslegen zu können, sondern der Ein- und Ausschalter muss ebenfalls noch betätigt werden. Im Test sorgte das für Startprobleme: Während die Testerin mehrfach versuchte, das Reisprogramm zu starten, passierte nichts. Als ihr Sohn die Knöpfe betätigte, dagegen schon. Das blieb bis zum Ende des Tests so und kann durch die Testerin nicht erklärt werden. Ohne Startprobleme bietet das Gerät aber eine unkomplizierte Bedienung, viel Auswahl (auch Programme für Porridge oder Milchreis) und mehrere Stufen.
Geschmack: Auch der gekochte Reis überzeugt im Reiskocher-Test: Er ist fluffig und klebt nicht überall zusammen. Zudem backt er nicht an. Außerdem musste zeitlich nichts nachjustiert werden und nach etwas mehr als 20 Minuten kann ideal gegarter weißer Reis genossen werden.
Reinigung: Da das Gerät keinen Deckel aufweist, reicht es aus, den Topf einmal zu spülen, um den Reiskocher sauber zu halten. Bei stärkeren Verschmutzungen, etwa beim Kochen von Milchreis oder Porridge, kann die Reinigung in der Spülmaschine sinnvoll sein, damit sich keine langfristigen Probleme mit der Beschichtung ergeben. Zudem kann über die Innenseite des Deckels mit einem feuchten Tuch gewischt werden. Das sollte ab und zu auch von außen erfolgen, da Verschmutzungen von der Reisstärke auf dem Edelstahl sichtbar sind, auch wenn das Gerät mit einer Anti-Fingerprint-Beschichtung versehen ist.
Fazit: Der Reiskocher von Rommelsbacher bietet alles, was ein gutes Gerät können sollte: einen praktischen Klappdeckel, viel Platz, vielseitige Nutzungsmöglichkeiten und ausreichend Zubehör. Einzig die nicht ganz unproblematische Bedienung lässt die Testerin ratlos zurück, denn bei ihrem Sohn verlief alles reibungslos. Und: Die Optik ist nicht unbedingt modern.
➕ Vorteile:
- vielseitige Nutzungsmöglichkeiten
- gute Reiskonsistenz
- hohes Fassungsvermögen
➖ Nachteile:
- keine reibungslose Bedienung
4. Der Solide: Wilfa – unser Preistipp
Optik: Wie ein großer Kochtopf und etwas im Retro-Look: So kommt der Reiskocher von Wilfa daher. Er hat zwei Griffe und einen abnehmbaren Deckel. Der Vorteil: Der Reis ist einsehbar, wenn er gekocht wird. Es ist ein Gitter im Lieferumfang enthalten, ebenso sind Löffel und Messbecher dabei. Das Kabel ist angenehm lang. Verpackt ist alles hauptsächlich in Styropor, teilweise in Pappe.
Handhabung: Die Handhabung ist nicht kompliziert, denn es gibt nur vier Einstellungen, aus denen gewählt werden kann. Zudem ist nicht selbsterklärend, wie die Zeit manuell verkürzt oder verlängert werden kann. Für Reis ist es ratsam, ihn vor Ablauf des Programms zu beobachten und bei Bedarf das Programm manuell zu beenden, damit er nicht anklebt oder matschig wird. Zudem ist der Deckel bei der Zubereitung etwas unpraktisch, da er abgelegt werden muss und tropfen kann. Hier ist kein Vorteil gegenüber der Zubereitung im Topf erkennbar.
Geschmack: Der Reis ist nach etwa 30 Minuten fertig und hat eine gute Konsistenz. Er bleibt allerdings am Ende etwas am Boden kleben. Er ist weniger körnig als bei anderen Modellen, aber besser als im Topf.
Reinigung: Wie bei den anderen Modellen auch kann der Topf des Reiskochers in die Spülmaschine gegeben werden, wenn er stark verschmutzt ist. Das gilt auch für den großen Deckel. Dieser erschwert die Reinigung etwas, da er nach jeder Nutzung mitgesäubert werden muss, um keine unschönen Schlieren zu bilden. Auch von außen ist das Abwischen mit einem Tuch ratsam. Insgesamt gestaltet sich die Reinigung aber unkompliziert, wenn auch aufwendiger als bei anderen Modellen.
Fazit: Der Reiskocher von Wilfa ist solide und unkompliziert. Wer auf der Suche nach einem zuverlässigen Reiskocher ohne umfangreiche Extrafunktionen ist und nicht so tief in die Tasche greifen möchte, ist mit ihm definitiv gut beraten.
➕ Vorteile:
- günstiger Preis
- einfache Reinigung
- hohes Fassungsvermögen
➖ Nachteile:
- wenig Einstellungsmöglichkeiten
- keine selbsterklärende Bedienung
- Deckel braucht Ablagefläche und muss extra gereinigt werden
5. Der Mini: WMF
Optik: Während der Reiskocher von Wilfa wie ein großer Kochtopf aussieht, ist das Modell von WMF ein Kochtopf im Mini-Format und stammt aus der Küchenminis-Kollektion der Marke. Er ist sowohl in Pappe als auch in Plastik verpackt.
Handhabung: Die Bedienung gestaltet sich anders als bei den anderen Modellen im Reiskocher-Test: Alles muss individuell eingestellt werden. So lassen sich zwar gute Ergebnisse erzielen, aber es ist aufwendiger. Immerhin ist es vorteilhafter als im Kochtopf, der stets im Blick behalten werden muss.
Geschmack: Bei der ersten Zubereitung war ein etwas sonderbarer Geruch zu vernehmen. Das Gerät sollte vorher also gründlich gereinigt werden. Der Reis ist so gekocht, wie er sein sollte, aber ähnelt etwas der Konsistenz wie Reis aus dem Kochtopf. Er ist etwas weniger fluffig und körnig als bei den anderen Testmodellen. Zudem war die Garzeit mit über 30 Minuten am längsten.
Reinigung: Im Test kochte das Wasser bei dem kleinen Topf etwas hoch und die Verschmutzungen waren stärker als bei den meisten anderen Testgeräten. Allerdings können alle Teile in der Spülmaschine Platz finden. Generell reicht das Spülen per Hand, sollte aber gründlich erfolgen, auch von außen.
Fazit: Der Reiskocher im Miniformat bringt einige Vorteile mit sich: Er findet fast überall Platz, ist prima dafür geeignet, Lunch für die Arbeit oder unterwegs zuzubereiten, ist gut verarbeitet und einfach zu bedienen. Allerdings ist er etwas aufwendiger in der Reinigung, bietet keine Programme und ist vergleichsweise teuer für ein kleines Format.
➕ Vorteile:
- kompaktes Format
- gute Verarbeitung
- praktisches Zubehör, auch für unterwegs
➖ Nachteile:
- Reis klebt etwas an
- Deckel braucht Ablagefläche und muss extra gereinigt werden
- nicht direkt ersichtliche Handhabung, keine Programme
Weitere lohnenswerte Modelle
1. Schick und solide: Cuckoo
Dieser Reiskocher von Cuckoo kocht tatsächlich nur Reis – das aber wirklich gut und zuverlässig. Dabei sieht das Gerät sehr schick aus und es gibt nichts falsch zu machen. Käuferinnen und Käufer berichten in den Online-Bewertungen, dass der Reis perfekt gegart wird, ohne überzukochen und ständig nachsehen zu müssen. Die einfache Reinigung sowie die Klebkraft und der Geschmack des Reises werden ebenfalls positiv hervorgehoben.
2. Gut und günstig: Silvercrest
Der Reiskocher von Silvercrest ist gewohnt günstig und gewohnt gut. Die Marke ist für praktische und kostengünstige Geräte bekannt. Im Test ist es das preiswerteste Modell. Es ist laut Käuferinnen und Käufern zuverlässig und tut, was es soll. Auch die Dampfgarfunktion wird als praktisch empfunden.
3. Preiswert und praktisch: Gourmetmaxx
In die Kategorie preiswert gehört auch der Reiskocher von Gourmetmaxx. Er ähnelt dem Modell von Silvercrest. Die Kundinnen und Kunden sind laut Bewertungen mit der Qualität und Funktionalität des Gerätes zufrieden. Die Bedienung wird als einfach wahrgenommen, der Reis wird als ideal, fluffig und genau auf den Punkt gekocht beschrieben.
4. Klein, aber fein: Russell Hobbs
Wer auf der Suche nach einem kleineren Gerät ist, ist mit dem Reiskocher von Russell Hobbs sicherlich gut bedient. In den Bewertungen zeigen sich Käuferinnen und Käufer mit der Qualität, Funktionalität und Kompaktheit des Reiskochers zufrieden. Er wird als hochwertig, leicht zu bedienen und zu reinigen beschrieben. Der Reis wird laut Bewertungen locker und schmeckt deutlich besser als aus dem Kochtopf. Gelobt wird auch das gute Preis-Leistungs-Verhältnis und die Kochleistung.
5. Reiskocher plus Schüssel: Yum Asia
Der Reiskocher von Yum Asia ist sowohl für das Zubereiten von Reis als auch als Schüssel gedacht: Sie essen den zubereiteten Reis also direkt aus dem Topf. Käuferinnen und Käufer beschreiben das kleine Tool als gut durchdacht und ideal für einen Single-Haushalt. Sie loben die Fuzzy-Logik, die Zubereitungsmöglichkeiten und dass der Kocher nur wenig Platz in Anspruch nimmt.
Reiskocher: Die wichtigsten Fragen & Antworten
Was muss ich bei der Nutzung eines Reiskochers beachten?
- Reis-Wasser-Verhältnis: Damit der Reis ideal gegart wird, ist das richtige Verhältnis von Reis und Wasser wichtig. Als Faustregel gilt oft: eine Tasse Reis zu eineinhalb bis zwei Tassen Wasser (abhängig von der Reissorte). Nutzen Sie die Markierungen im Innentopf oder den meist mitgelieferten Messbecher.
- Ruhezeit: Lassen Sie den Reis nach dem Kochen, sobald der Reiskocher in den Warmhaltemodus geschaltet hat, für etwa zehn bis 15 Minuten bei geschlossenem Deckel nachziehen. Das macht den Reis noch lockerer.
- Reinigung: Den Innentopf sollten Sie nach jedem Gebrauch reinigen, am besten mit einem weichen Schwamm, um die Antihaftbeschichtung zu schonen. Bei starken Verschmutzungen ist die intensive Reinigung in der Spülmaschine sinnvoll.
Vermeiden sollten Sie Folgendes:
- Deckel öffnen: Öffnen Sie den Deckel während des Kochvorgangs am besten nicht, damit der Dampf nicht entweicht und der Reis wirklich gut gegart wird. Zudem können Sie so auch die Vorteile gegenüber der Zubereitung im Topf ausnutzen: Sie brauchen eigentlich nicht ständig nachzusehen, ob alles okay ist.
- Falsches Zubehör: Verwenden Sie am besten immer die mitgelieferten Plastik- oder Holzlöffel, wenn Sie den Reis herausrausholen, um die Beschichtung des Innentopfes nicht zu zerkratzen. Verwenden Sie kein Besteck wie Edelstahllöffel.
- Sicherheit missachten: Der Innentopf sollte trocken sein, bevor Sie ihn in das Gerät einsetzen. Füllen Sie den Reis nicht über der maximalen Markierung ein, um ein Überlaufen zu verhindern.
- Rühren: Das Rühren während des Kochens ist nicht notwendig, denn das Gerät schaltet in der Regel in den Warmhaltemodus, wenn das Wasser aufgenommen worden ist.
Wie koche ich Basmatireis richtig?
Basmatireis gelingt am besten, indem man ihn vorher so lange wäscht, bis das Wasser klar ist. Dafür geben Sie ihn in ein feinmaschiges Sieb und nutzen kaltes Wasser, damit die Stärke ausgewaschen wird. So wird der Reis nicht so klebrig oder matschig, sondern locker, ohne zusammenzukleben. Dann sollte er in der etwa 1,5-fachen Menge leicht gesalzenem Wasser köcheln. Im Topf sollten Sie ihn einweichen lassen, dann etwa zehn bis 15 Minuten lang mit Deckel köcheln lassen und am Ende sollte er noch kurz durchziehen. Der Reiskocher erledigt das für Sie, sodass Sie sich darüber weniger Gedanken machen müssen.
Worauf sollte ich bei einem Kauf achten?
Unter anderem der TÜV rät beim Kauf von Geräten, die mit Hitze arbeiten, dass darauf geachtet werden solle, dass es Sicherheitsfeatures gibt und das Achten auf Siegel hilfreich sein kann. Folgende Aspekte sind bei einem Kauf wichtig:
- Sicherheitsfeatures: Ein Überhitzungsschutz ist bei Geräten, die heiß werden, wichtig. Es ist hilfreich, dass sich das Gerät nach der Zubereitung selbst ausschaltet.
- Cool-Touch-Gehäuse: Ein wärmeisolierendes Cool-Touch-Gehäuse sorgt dafür, dass die Außenseite von Küchengeräten auch bei hohen Temperaturen kühl bleiben. Hat ein Gerät keines, sollte es für Kinder und Haustiere unzugänglich aufgestellt werden. Durch die rutschfesten Füße steht ein Reiskocher stabil. Dennoch sollten die Geräte so aufgestellt werden, dass sie nicht am Stromkabel heruntergezogen werden können.
- Siegel: Modelle mit GS-Zeichen für „Geprüfte Sicherheit“ oder einem TÜV-Prüfzeichen wurden von TÜV-Expertinnen und -Experten auf wichtige Kriterien wie Hitzebeständigkeit und Bedienungssicherheit getestet. Achten Sie beim Kauf ruhig darauf.
- Antihaftbeschichtung: Achten Sie auf eine hochwertige Antihaftbeschichtung des Innentopfs (z. B. Keramik), damit der Reis nicht anbrennt.
- Technologie: Einfache Reiskocher nutzen die Quellmethode mit einem Hitzesensor; digitale Geräte nutzen oft die Fuzzy-Logic-Technologie, um die Temperatur präziser anzupassen.
- Zusatzfunktionen: Viele moderne Geräte bieten Modi für verschiedene Reissorten (Vollkorn, Sushi, Jasmin oder gar Milchreis) oder eine Dampfgarfunktion für Gemüse. Wenn Sie das Gerät vielfältig nutzen möchten, sollten Sie darauf achten.
- Bewertungen: Es ist immer hilfreich, sich die Bewertungen von Käuferinnen und Käufern durchzulesen, um einen besseren Eindruck vom Reiskocher zu bekommen: Lässt er sich einfach reinigen? Und bedienen? Riecht er seltsam? Solche Fragen lassen sich anhand von Erfahrungen anderer gut beantworten.
Hat die Stiftung Warentest Reiskocher getestet?
Stiftung Warentest hat bisher keinen eigenen, großen Reiskocher-Test durchgeführt. Auf ihrer Website verweist die Stiftung aber auf einen Test ihres schwedischen Partnermagazins Råd & Rön. Dieses hat zwölf Reiskocher getestet. Viele der Modelle sind auch in Deutschland erhältlich. Eines der preiswertesten liegt weit vorn: der Reiskocher von Russell Hobbs. Aber auch das Modell von Wilfa sowie der WMF Küchenminis Reiskocher schneiden in der Überprüfung gut ab. Erfreulich: Ein guter Reiskocher muss laut der Testergebnisse nicht teuer sein und auch günstige Modelle können mit solider Qualität überzeugen.
Quellen: Stiftung Warentest