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Deutsche Post: Standardbrief wird nicht billiger

Die Deutsche Post wird das Porto für den nationalen Standardbrief von derzeit 55 Cent vorerst nicht senken. Und im kommenden Jahr sollen die Preise insgesamt nur ganz minimal sinken.

Über alle Brief-Produkte gerechnet werde die Post im kommenden Jahr ihre Preise minimal um 0,2 Prozent zurückführen. Damit komme die Post aber gerade mal den Minimalvorgaben der Bundesnetzagentur nach, hieß es im "Spiegel". Die Post ist als Monopolist in weiten Bereichen des Brief-Marktes verpflichtet, erzielte Produktivitätsfortschritte an Kunden weiterzugeben.

Vor wenigen Wochen hatte bereits der Bundesverband Deutscher Postdienstleister prognostiziert, dass die Post im kommenden Jahr dies wieder tun müsse. "Es ist damit zu rechnen, dass es zum 1. Januar 2006 Preisanpassungen der Deutschen Post nach unten geben wird", sagte Verbandsgeschäftsführer Eugen Pink. Die Bundesnetzagentur errechnet auf Basis der durchschnittlichen Inflationsrate eines Jahres und Produktivitätsfortschritten im Konzern, ob die Porto-Preise steigen oder sinken sollen und muss entsprechende Vorschläge der Bonner absegnen. Damals war allerdings noch kein Antrag der Post für eine neue Preisgestaltung bei der Bundesagentur eingegangen.

Für 2005 hatte die damals noch verantwortliche Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post einer durchschnittlichen Preissenkung von 0,7 Prozent zugestimmt. Die Post muss dadurch mit Mindereinnahmen im laufenden Geschäftsjahr von 50 Millionen Euro kalkulieren.

Reuters

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