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Erzeugerpreise: Teure Rohstoffe treiben Preise hoch

Die Erzeugerpreise in Deutschland sind im Mai vor allem wegen teurer Rohstoffe so stark wie seit fast 24 Jahren nicht mehr gestiegen. Vor allem die Kosten für Energie und Metalle trieben die Preise in die Höhe.

Die Hersteller gewerblicher Produkte erhielten im Schnitt 6,2 Prozent mehr für ihre Waren als vor einem Jahr, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Im April hatte die Jahresteuerung bei 6,1 Prozent gelegen, höher lag die Jahresrate zuletzt im Juni 1982 mit 6,4 Prozent. Im Vergleich zum April 2006 kletterten die Preise nur um 0,1 Prozent. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Anstieg der Erzeugerpreise um 0,3 Prozent zum Vormonat und einem Anstieg der Jahresrate auf 6,4 Prozent gerechnet. Ohne die Kosten für Energie wären die Erzeugerpreise zum Vorjahr nur um 2,3 Prozent, zum Vormonat aber um 0,4 Prozent gestiegen.

Vor allem die Kosten für Energie und Metalle trieben die Preise erneut in die Höhe. Im Vergleich zum Mai des vergangenen Jahres verteuerte sich Energie um fast 20 Prozent. Dabei kostete schweres Heizöl sogar knapp 44 Prozent mehr. Der Preis für Kupfer verdoppelte sich nahezu im Jahresvergleich, auch Blei, Zink und Zinn verteuerten sich um über 80 Prozent.

Gegenüber April verbilligten sich Mineralölerzeugnisse um 0,9 Prozent zu, während unter anderem organische Grundstoffe und Chemikalien sowie Geräte zur Elektroerzeugung deutlich teurer wurden.

Reuters / Reuters
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