Finanzkrise Buffett rät zum Aktienkauf


US-Börsenlegende Warren Buffett deckt sich derzeit mit Aktien ein, und er rät allen Anlegern, ihm nachzueifern. "Seid gierig", empfiehlt der Multimilliardär. Seiner Ansicht nach machen die US-Konzerne in den nächsten Jahren Rekordgewinne.

Der legendäre US-Investor Warren Buffett rät Kleinanlegern mitten in der schweren Finanzmarktkrise zum Kauf amerikanischer Aktien. Er selbst investiere sein privates Geld bereits nach dem Motto: "Sei ängstlich, wenn andere gierig sind, und sei gierig, wenn andere ängstlich sind." Die meisten großen US-Konzerne würden in den nächsten fünf, zehn und 20 Jahren Rekordgewinne einfahren, schrieb Multimilliardär Buffett in einem Beitrag für die "New York Times". Zwar hätten Investoren recht, wenn sie Vorsicht bei hoch verschuldeten Unternehmen oder bei Firmen mit schwacher Marktposition walten ließen. "Aber Ängste bezüglich des langfristigen Wohlergehens vieler solider Unternehmen der Nation machen keinen Sinn."

Der 78-Jährige zählt zu den reichsten Menschen der Welt und war sogar schon als möglicher neuer US-Finanzminister im Gespräch. Die Aktie der von ihm noch immer geführten Holding Berkshire Hathaway mit Sitz in Omaha (US-Bundesstaat Nebraska) ist das teuerste Papier an der Wall Street. Sie kostete zuletzt rund 113.000 Dollar. Die Gesellschaft stieg erst vor kurzem mit Milliardensummen beim Finanzhaus Goldman Sachs und beim größten US-Mischkonzern General Electric ein.

Viele Berkshire-Aktionäre verdanken Buffett ein Vermögen und nennen ihn wegen seines guten Gespürs für Investments respektvoll "Orakel von Omaha". Den Großteil seines Geldes lässt Buffett schrittweise der humanitären Stiftung von Microsoft-Gründer Bill Gates und dessen Frau Melinda zukommen.

DPA/Reuters DPA Reuters

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