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Nach 14 gemeinsamen Jahren Fritz-Kola: Einer der beiden Gründer steigt aus - was wird aus dem Kult-Logo?

Fritz-Kola
Zumindest auf dem Etikett unzertrennlich: die Fritz-Kola-Gründer Lorenz Hampl und Mirco Wolf Wiegert
© Picture-Alliance/DPA
Mit Fritz-Kola schufen Lorenz Hampl und Mirco Wolf Wiegert eine Kultmarke und verewigten ihre Konterfeis auf dem Etikett. Nun hat einer der beiden Gründer genug. Der andere erklärt, wie es mit dem Unternehmen weiter geht.

Weniger süß, mehr Koffein und ein typisch deutscher Name: Aus diesen Komponenten entwickelten die Hamburger Jungs Lorenz Hampl und Mirco Wolf Wiegert mit der Fritz-Kola vor mehr als 14 Jahren eine hippe Alternative zur allgegenwärtigen Coca Cola. Fehlte nur noch ein Logo. Statt eine teure Agentur zu beauftragen, gestalteten die beiden Studenten dieses einfach selbst - mit den Konterfeis ihrer eigenen Gesichter.

Nun geht einer der Gründer von Bord. Lorenz Hampl will nicht mehr und verkauft seine Anteile an Mirco Wolf Wiegert. "Der Schritt ist seit langem vorbereitet", sagte der künftige alleinige Chef dem "Handelsblatt". Am Kurs des Unternehmens, das mit Werbekampagnen wie "Koksen ist Achtziger" bekannt wurde, werde sich nichts ändern. "Es ist ein Übergang ohne Brüche, ohne dass ein Konzern dazwischenkommt."

Fritz-Kola will unabhängig bleiben

Während Konkurrent Bionade mittlerweile vom Getränkeriesen Radeberger geschluckt wurde, will das Unternehmen, das seit 2014 als "fritz-kulturgüter GmbH" firmiert, weiter unabhängig bleiben. Und auch das Logo bleibt erhalten: Von den Cola-, Limo- und Biosaft-Flaschen werden die beiden Freunde, die sich seit ihrer Kindheit kennen, weiterhin gemeinsam strahlen.

Für die Mitarbeiter dürfte der Schritt überraschend kommen. Bei der Weihnachtsfeier vergangene Woche hätten sie davon noch nichts gewusst, schreibt das "Handelsblatt". Hampl habe sich noch nicht einmal verabschiedet, sondern die Ankündigung Wiegert überlassen. Laut dem neuen Alleinherrscher im Fritz-Imperium geht der langjährige Weggefährte ohne Groll. "Hinter uns liegt eine schöne und intensive Zeit", sagte Wiegert dem "Handelsblatt". "Mit 40 haben wir jetzt Bergfest im Leben. Da stellt sich die Frage, ob man etwas Neues machen will." Hampl werde nun zunächst einmal reisen, Wiegert macht alleine weiter.

Im neuen Jahr soll das Geschäft, das laut Wiegert floriert (Geschäftszahlen werden nicht veröffentlicht), behutsam ausgebaut werden. Mit der bayerischen Petrus-Quelle kommt ein vierter Abfüllpartner hinzu. Und im Vertrieb sind 23 offene Stellen zu besetzen.


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