Handel Milch und Butter werden wieder teurer


Kommando zurück: Nachdem Aldi, Lidl und Co. in den vergangenen Monaten immer wieder die Preise gesenkt hatten, ziehen die Lebensmittelpreise nun wieder an. Den Anfang machte Branchenriese Aldi, eine andere große Kette ist dem Beispiel bereits gefolgt.

Milch, Butter und Quark werden teurer. Branchengigant Aldi hob Branchenbeobachtern zufolge am Montag die Preise für mehrere Molkereiprodukte deutlich an. Im Unterschied zu den Preissenkungsrunden der vergangenen Monate schaltete Aldi diesmal jedoch keine Anzeigen. Aldi Süd wollte sich zum Thema Milchpreise auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (DPA) am Montag nicht äußern. Die Milcherzeuger hatten seit langem Preiserhöhungen gefordert.

Milch wurde laut den Branchenbeobachtern bei Aldi Süd um sechs Cent je Liter teurer. Das ist eine Preisanhebung je nach Milchsorte zwischen 12 und 14 Prozent. Der Preis für Deutsche Markenbutter wurde um 14 auf 99 Cent je 250-Gramm-Stück angehoben. Auch Quark wurde teurer. Über bevorstehende Preisanhebungen bei Milch und anderen Molkereiprodukten hatte in den vergangenen Tagen bereits die "Lebensmittel Zeitung" berichtet.

"Alle werden nachziehen"

An den Preisen von Aldi orientieren sich erfahrungsgemäß auch andere Discounter und große Supermarktketten. So kündigte Edeka bereits an, verschiedene Molkereiprodukte zu verteuern. "Wir werden in gleichem Maße dem folgen, was im Markt abgebildet ist", sagte ein Sprecher Das beziehe sich auf Trinkmilch, Butter und einige andere Molkereiprodukte. Die Preise bei diesen Artikeln würden schrittweise ab sofort in dieser Woche erhöht.

"Innerhalb weniger Tage werden alle nachgezogen haben", sagte Discount-Experte Matthias Queck vom Handelsinformationsdienst Planet Retail der DPA. Hintergrund der höheren Preise bei Aldi Süd seien erste Abschlüsse in der aktuellen Verhandlungsrunde zwischen Handelskonzernen und Molkereien.

Vor drei Wochen noch hatte Aldi zum zehnten Mal in diesem Jahr bei Lebensmitteln den Rotstift angesetzt und 30 Artikel auf einen Schlag verbilligt. Wie üblich zogen die Konkurrenten umgehend nach. Netto verbilligte 30 Artikel, Penny reduzierte bei über 50 Artikeln die Preise. Lidl reagierte ebenfalls.

DPA DPA

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