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Schadstoffe statt Wundermittel: Öko-Test: Shampoos gegen Haarausfall taugen alle nichts

Die Zeitschrift "Öko-Test" hat 20 Shampoos gegen Haarausfall getestet und kommt zu dem Ergebnis: ziemliche Geldverschwendung. Kein Mittel konnte den Nutzen ausreichend belegen, einige wiesen sogar bedenkliche Inhaltsstoffe auf.

Shampoos gegen Haarausfall

Shampoos gegen Haarausfall helfen wenig, enthalten aber oftmals bedenkliche Inhaltsstoffe: "Öko-Test" vergab viermal die Note "befriedigend", sieben Mal "ausreichend" und neun Mal "ungenügend".

Shampoos gegen sind reine Geldverschwendung. Zu diesem Urteil gelangt die Zeitschrift "Öko-Test" in ihrer neuen Ausgabe. Von 20 getesteten Shampoos bekamen nur vier ein "Befriedigend", sieben ein "Ausreichend" und die restlichen gar ein "Ungenügend", wie "Öko-Test" mitteilte. Das preisgünstigste Shampoo kostete 1,35 Euro, das teuerste 57,85 Euro.

"Öko-Test" fragte bei den Herstellern nach Beweisen für die Wirksamkeit. Nur zwei legten wissenschaftliche Studien vor, die den Nutzen der belegen sollten. Diese Studien hätten aber nicht überzeugt, schrieb das Magazin: Effekte seien "allenfalls" im Reagenzglas nachweisbar. Nach aktuellem Forschungsstand gebe es keine überzeugenden Wirkbeweise für Kosmetika gegen Haarausfall, zitierte "Öko-Test" aus einer Auswertung von Studien seitens europäischer Dermatologen aus dem Jahr 2013.

Schadstoffe in Shampoos gefunden

Die Tester kritisierten zudem, dass die Shampoos "verschiedenste Schadstoffe" enthalten. Fünf der 20 getesteten Mittel etwa duften nach Maiglöckchen - dies werde durch den künstlichen Geruch Lilial möglich, der vom wissenschaftlichen Beratergremium der EU als generell nicht sicher in Kosmetika eingestuft worden sei. Im Tierversuch schädige dieser Stoff bereits in niedriger Dosis das Fortpflanzungssystem. Einige der Haarwaschmittel sind laut "Öko-Test" mit künstlichen Moschusdüften parfümiert, die sich im menschlichen Fettgewebe und im Abwasser anreichern könnten und "eventuell auch hormonell wirken". Nur zwei der getesteten Shampoos waren ohne Schadstoffe.

Männern, die unter Haarausfall leiden, rät die Zeitschrift zum Hautarzt zu gehen. Gegen genetisch vererbten Haarausfall würden allein die Arzneimittelwirkstoffe Finasterid und Minoxidil helfen.

bak / AFP
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