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Preisstudie: Discounter schneiden überraschend schlecht ab

Überraschendes Ergebnis einer Studie: Die günstigsten Sonderangebote gibt es nicht bei Aldi, Lidl oder Netto sondern bei Kaufland - zumindest im Non-Food-Bereich. Viele Discounter landeten bei der Untersuchung abgeschlagen auf den Plätzen.

Kaufland hat einer Studie zufolge die günstigsten Sonderangebote bei Produkten aus dem Nicht-Lebensmittelbereich. Discounter wie Aldi, Lidl oder Netto hätten dagegen "überraschend schlecht" abgeschnitten, heißt es in einer am Dienstag von der Branchenzeitschrift "Der Handel" veröffentlichten Studie der Gesellschaft für Markt- und Handelsforschung.

Das Beratungsunternehmen untersuchte demnach in den ersten neun Monaten dieses Jahres 400.000 Preise für 125 Produkte - vom Herrenslip über Motoröl bis zum Grillanzünder. 62 Händler, unter ihnen auch Real, Sky, Plaza und Famila, wurden unter die Lupe genommen.

Aldi nur auf Platz 17 und 18

Mit 24 günstigsten Angeboten auf dem ersten Platz der Untersuchung landete Kaufland - die Warenhäuser gehören zur Schwarz-Gruppe, die auch die Lidl-Märkte betreibt. Auf den zweiten Rang mit elf Niedrigstpreis-Produkten schafften es demnach die Ratio-Großmärkte im Westen Deutschlands. Vierter wurden die Anbieter Plaza, Poco, Domäne und Globus. Lidl landet in der Untersuchung auf dem achten Platz, Aldi Süd auf Rang 17 und Aldi Nord auf Platz 18.

Die Marktforscher verglichen den Preis für identische oder vergleichbare Produkte, nahmen aber auf unterschiedliche Qualität oder Marken keine Rücksicht. "Uns ging es ausschließlich darum, die niedrigsten Einstiegspreise zu ermitteln", sagte der Geschäftsführer des Marktforschungsunternehmens, Klaus Jürges, der Fachzeitschrift.

AFP / AFP
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