Quartalszahlen Hoher Ölpreis beschert Shell Gewinnsprung


Der Energiekonzern Royal Dutch Shell hat von den steigenden Ölpreisen kräftig profitiert. Der Nettogewinn stieg im ersten Quartal um 57 Prozent. Damit übertraf das Unternehmen die Erwartungen von Analysten.

Der britisch-niederländische Ölkonzern Royal Dutch Shell hat am Mittwoch für das erste Quartal eine 57-prozentige Steigerung des Nettogewinns ausgewiesen. Der Gewinn betrug demnach 5,48 Milliarden Dollar, nach 3,49 Milliarden im selben Vorjahresquartal. Als Gründe nannte das Unternehmen höhere Ölpreise, Wachstum und Kosteneinsparungen. Der Umsatz stieg von 52,2 Milliarden im Vorjahr auf 86,0 Milliarden Dollar. Die Ölproduktion wurde um sechs Prozent auf 3,59 Millionen Barrel ausgeweitet. Mit dem Gewinnsprung übertraf Shell auch die Erwartungen von Analysten.

Der Ausblick für das Gesamtjahr sei allerdings "gemischt", sagte Shell-Chef Peter Voser. Einerseits sei der Ölpreis bei steigender Nachfrage bisher stabil, andererseits stünden die Margen im Raffineriegeschäft und die Erdgaspreise weiter unter Druck. Grund für das Wachstum im ersten Quartal seien vor allem "eigene Aktivitäten" wie die Erschließung neuer Ölfelder und eine höhere Produktion.

Shell hatte im Schlussquartal 2009 ein verhältnismäßig schlechtes Ergebnis eingefahren und darauf sein Sparprogramm nochmal verschärft. Bis Ende nächsten Jahres sollen 2000 Stellen wegfallen. In diesem Jahr will Shell eine Milliarde Dollar sparen. Bereits 2009 hatte der Konzern 5000 Jobs gestrichen.

Voser betonte, nicht auf eine wirtschaftliche Erholung weltweit zu vertrauen. Das Unternehmen mache Fortschritte bei der Umsetzung der für dieses Jahr geplanten Sparmaßnahmen. Durch den Ausbau der Förderung in Russland und Brasilien habe die Produktion um sechs Prozent zugelegt. Die Investitionen betrugen 6,6 Milliarden Dollar.

Shell will nun für das erste Quartal eine Dividende von 0,42 Dollar je Aktie zahlen. Die Aktie zog im frühen Handel an der Londoner Börse um 1,13 Prozent an.

Von dem gestiegenen Ölpreis hat auch der britische Ölkonzern BP auch der Konzern BP profitiert. Am Vortag hatte er einen Gewinn unterm Strich von 6,2 Milliarden Dollar verkündet - das waren 138 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Shell lag auch hinter dem Konkurrenten zurück, weil sich das Unternehmen neue Quellen für Öl und Gas sichern musste.

DPA/APN DPA

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