Steueraffäre Liechtensteiner LGT verdient glänzend


Die Liechtensteiner Bank LGT steht im Kreuzfeuer der Kritik - schließlich steckt sie mitten in der jüngsten Steueraffäre. Die reichen Kunden aus Deutschland haben der Bank eine deutliches Gewinnplus im vergangenen Jahr beschert.

Die im Mittelpunkt der Diskussionen um Steuerhinterziehungen und Stiftungen stehende Liechtensteiner Fürstenbank LGT erwartet kurzfristig eine Wachstumsverlangsamung. Mittelfristig seien aber keine substanziellen Auswirkungen auf den Geschäftserfolg zu erwarten, teilte die Bank im Jahresabschluss mit.

Im Jahr 2007 steigerte die im Besitz des Fürstenhauses stehende Bank die verwalteten Vermögen um 14,8 Milliarden Franken auf 102,8 Milliarden Franken (rund 65 Milliarden Euro). Der Konzerngewinn stieg um 41 Prozent auf 255 Millionen Franken.

Kein Substanzverlust

Der deutsche Bundesnachrichtendienst BND hatte gestohlene Daten von Kunden der LGT Treuhand AG gekauft und an die deutsche Steuerfahndung weitgegeben. Im Zuge der Ermittlungen musste auch Post-Chef Klaus Zumwinkel wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung zurücktreten.

Seitdem ist vor allem in deutschsprachigen Raum eine Diskussion darüber im Gange, ob das Liechtensteinische Bankgeheimnis und die Stiftungen Steuerhinterziehungen in anderen Ländern Vorschub leistet.

LGT-Chef Prinz Max von und zu Liechtenstein erklärte, die Bank wehre sich gegen ungerechtfertigte Vorwürfe und Vorurteile, "die unsere Kunden oder unser Unternehmen betreffen".

2007, als die Steueraffaire noch nicht virulent war, konnte die Bank Neugeld von netto elf Milliarden Franken hereinholen. 2006 hatte der Zufluss netto 7,5 Milliarden Franken betragen. Der grösste Teil des Zuflusses stamme aus Asien und aus dem Asset Management für institutionelle Kunden, teilte die Bank weiter mit.

Reuters/nic Reuters

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