HOME

Telekommunikation: Telekom verbesserte das operative Ergebnis deutlich

Im ersten Quartal zwar mit höherem Vorsteuerergebnis, aber immer noch 36 Prozent unter dem Vorjahreswert. Zukunftsaussichten trotzdem besser.

Die Deutsche Telekom hat mit den am Mittwoch vorgelegten endgültigen Quartalszahlen ihre vorläufigen Aussagen über eine deutliche Verbesserung des operativen Ergebnisses im laufenden Jahr untermauert. Im ersten Geschäftsquartal liegt das Vorsteuerergebnis auf vergleichbarer Basis ohne verzerrende Sondereinflüsse mit 3,622 Milliarden Euro um 6,6 Prozent über dem Wert des Vorjahreszeitraums und 17 Prozent über dem des vierten Quartals 2000. Einschließlich der Sondereffekte liegt das Vorsteuerergebnis (Ebitda) aber immer noch um 36 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Endlich Trendumkehr

Das Unternehmen bestätigte den vorläufig genannten Zuwachs beim Quartalsumsatz. Hier gab es einen Anstieg um 16,2 Prozent auf 11,1 Milliarden Euro. Der Konzernfehlbetrag fiel mit 358 Millionen Euro indes geringer als bislang berichtet aus. Bislang war die Telekom von einem Defizit im Quartal in Höhe von 400 Millionen Euro ausgegangen. Vor Jahresfrist hatte der Fehlbetrag auf bereinigter Basis 975 Millionen Euro betragen. Der Kurs der Telekom-Aktie stieg am Mittwoch gegen den Börsentrend um rund ein Prozent an, hatte diesen Zuwachs allerdings bereits vor Veröffentlichung der Zahlen erreicht.

T-Com umsatzstärkste Sparte

Mit dem Quartalsbericht wurde erstmals eine Übersicht anhand der vier Geschäftsbereiche des Konzerns gegeben. In der umsatzstärksten Sparte T-Com mit der Netzkommunikation, dem Breitbandkabel, Mehrwertdiensten und Carrierdiensten erhöhte sich das Ebitda (Ergebnis vor Steuern, Abschreibungen, Zinsen und Amortisationen) auf 2,136 Milliarden Euro von 1,891 Milliarden Euro vor Jahresfrist. Bei moderat ausgeweitetem Umsatz ist damit ein Aufwärtstrend des operativen Geschäfts zu erkennen.

Bedingt durch einen verzerrenden Beteiligungsverkaufserlös von 2,864 Milliarden Euro im Vorjahresquartal fiel das Ebitda in der neuen Konzernsparte T-Systems im ersten Quartals dieses Jahres mit 187 Millionen Euro deutlich geringer aus. Die Sparte besteht aus Debis Systemhaus, DeTe-System, Datenkommunikation, Rundfunk und internationalem Großkundengeschäft und verdoppelte binnen zwölf Monaten den Umsatz nahezu auf 3,3 Milliarden Euro.

Mobilfunk belastet Ergebnis

Beim Mobilfunk stieg das Ebitda auf 590 Millionen Euro nach 350 Millionen Euro im Vorjahr. Unter Berücksichtigung der Amortisationen ergab sich allerdings ein gegenüber dem Vorjahreszeitraum kräftig ausgeweiteter Vorsteuerverlust von 662 Millionen Euro nach 291 Millionen Euro. Das Quartalsergebnis des Telekom-Konzerns wurde vor allem durch die Investitionen für die dritte Mobilfunkgeneration UMTS belastet. Die Abschreibungen für UMTS wurden mit 180 Millionen Euro und für die Zinszahlungen mit 266 Millionen Euro angegeben. Ohne diese Posten liege das Vorsteuerergebnis um knapp 23 höher als im Vorjahr, hieß es. Der Umsatz im Mobilfunk stieg auf 2,681 nach 2,203 Millionen Euro.

Online macht Verluste

Die Online-Sparte, zu der neben T-Online auch die Brancheninformationen gehören, rutschte im ersten Quartal dieses Jahres mit 27 Millionen Euro in die Verlustzone. Im Vorjahr war noch ein positives Ergebnis von 39 Millionen Euro erwirtschaftet worden. Der Umsatz der kleinsten Konzernsparte stieg auf 361 von zuvor 257 Millionen Euro. Die in der Sparten Sonstiges zusammengefassten Immobilien, zentrale Dienstleistungen und ausländische Beteiligungen in Ungarn und der Slowakei wiesen mit 686 Millionen Euro ein deutlich höheres Ebitda als noch vor Jahresfrist mit 149 Millionen Euro auf.

Einen Ausblick auf die weitere Geschäftsentwicklung gab die Telekom in ihrem Quartalsbericht nicht. Bei der Bekanntgabe der vorläufigen Zahlen hatte das Unternehmen mitgeteilt, dass das Vorsteuerergebnis Ebitda bis zum Jahresende um einen zweistelligen Prozentsatz gegenüber dem Vorjahreswert von bereinigt 12,9 Milliarden Euro steigen soll.