Unternehmen Neue Länder verlieren Investoren


Tschechien hat nach einem Bericht der Tageszeitung "Die Welt" als Standort für ausländische Unternehmen die Neuen Länder überholt.

Ostdeutschland verliert nach einem Bericht der Tageszeitung "Die Welt" als Standort für ausländische Investoren erheblich an Bedeutung. Die Zeitung beruft sich in ihrer Montag-Ausgabe auf die schwindenden Ansiedlungserfolge des Industrial Investment Council (IIC): Die vom Bund und den sechs ostdeutschen Ländern finanzierte Agentur habe im vergangenen Jahr einen Einbruch hinnehmen müssen.

Konkurrenz Tschechien

Die Gesellschaft habe 2002 lediglich 10 (2001:17) Ansiedlungen unter Dach und Fach bringen können. Das damit verbundene Investitionsvolumen habe sich mit 0,885 (1,659) Milliarden Euro fast halbiert. Noch dramatischer falle die IIC-Bilanz bei den Arbeitsplätzen aus. Die internationalen Investoren hätten nur 1239 (8726) neue Stellen geschaffen.

Die tschechische Konkurrenz Czechinvest habe den IIC erstmals klar überrundet. Der Prager Gesellschaft sei es gelungen, im vergangenen Jahr 64 ausländische Vorhaben mit einem Volumen von 1,041 Milliarden Dollar (1,10 Milliarden Euro) zu vermitteln. Damit würden in Tschechien mindestens 12.525 direkte Arbeitsplätze geschaffen. Die ungarische ITD Hungary wiederum habe im vergangenen Jahr bis November 5635 Arbeitsplätze ins Land holen können - fast fünf Mal so viel wie der IIC.


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