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Versicherungstipps: Tipps zum Versicherungswechsel

Wer seine Autoversicherung wechseln will, hat bis zum 30.11. Zeit um "ordentlich" zu kündigen. Was Sie beachten müssen, wo Sie sparen können und welche Rechte Sie haben.

Wer seine Kfz-Versicherung wechseln will, sollte ein paar Tipps beachten, welche die Stiftung Warentest zusammengestellt hat. Danach kann im Regelfall bis zum 30. November "ordentlich" gekündigt werden - am besten per Einschreiben mit Rückschein, wie die Verbraucherschützer empfehlen. Andernfalls verlängert sich der Vertrag jeweils um ein weiteres Jahr. "Ein außerordentliches Kündigungsrecht mit einer Frist von einem Monat haben Sie, wenn der Beitrag gestiegen oder ein Schaden eingetreten ist. Ein Monat Kündigungsfrist gilt auch, wenn Sie einen Gebrauchtwagen kaufen und den Versicherungsvertrag nicht übernehmen wollen."

Kündigungsfrist beachten

Für einen stressfreien Versicherungswechsel sollte außerdem die Kündigungsfrist peinlichst genau eingehalten werden. Der 30. November, an dem sie normalerweise endet, fällt manchmal - wie im Vorjahr - auf einen Sonntag, an dem keine Post zugestellt wird. Deshalb sollte das Kündigungsschreiben der Versicherung spätestens bereits am 28. November vorliegen. Rechtskraft entfaltet die Kündigung immer erst am Tag ihrer Zustellung - deshalb auch der Rückschein als Beweis dafür.

Verhandlungen über einen Treuebonus könnten sich zudem lohnen: "Wenn Sie weitere Verträge bei Ihrem Kfz-Versicherer haben, konfrontieren Sie ihn mit einem günstigeren Angebot, das Sie bei einer anderen Gesellschaft eingeholt haben. So bekommen Sie womöglich doch einen günstigen Preis."

Bagatellschäden sollten die Versicherungskunden laut Stiftung Warentest besser selbst zahlen. "So vermeiden Sie, dass Sie Ihren Schadenfreiheitsrabatt verlieren. Wenn Sie in der Schadenfreiheitsklasse zurückgestuft werden, kann das insgesamt viel teurer werden, als wenn Sie einen Bagatellschaden selbst bezahlt hätten."

Erst mit neuem Vertrag kündigen

Wer den Versicherer wechseln will, sollte erst kündigen, wenn er den Vertrag der neuen Versicherung schon in der Tasche hat, raten die Verbraucherschützer. Denn: Die Versicherer sind nicht verpflichtet, jeden Antrag auf eine Kaskoversicherung anzunehmen. Wer seinen Vertrag von Voll- auf Teilkasko umstellen will, sollte darauf achten, dass die sonstigen Bedingungen in vollem Umfang bestehen bleiben. "Einige Versicherer nutzen die Umwandlung des Vertrages, um ihm schlechtere Bedingungen zu Grunde zu legen."

Wer den Kündigungstermin Ende November versäumt, kann den laufenden Vertrag nur noch im Fall einer Prämienerhöhung, nach einem Schadensfall oder auf Grund eines Fahrzeugwechsels kündigen. (DPA, AP)

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