"Die 100 – Was Deutschland bewegt"
Zamperoni will's wissen

  • von Rupert Sommer
Die "Tagesthemen" sind das Umfeld, in dem sich Ingo Zamperoni normalerweise bewegt, doch jetzt sucht er wieder den direkten Kontakt zum Publikum.
Die "Tagesthemen" sind das Umfeld, in dem sich Ingo Zamperoni normalerweise bewegt, doch jetzt sucht er wieder den direkten Kontakt zum Publikum.
© NDR/Hendrik Lüders
Die von Nachrichtenprofi Ingo Zamperoni moderierte Sendereihe "Die 100" macht politische Streitfragen greifbar und zeigt, dass demokratische Debatte mehr sein kann als Schlagabtausch. Es geht im besten Fall um einen Austauschprozess, in dem Argumente zählen und Haltungen sich verändern dürfen.

Wie diskussionsbereit ist das Land wirklich? Das interaktive ARD-Politformat "Die 100 – Was Deutschland bewegt" stellt auch in der neuen Folge genau diese Frage und macht sie zum Prinzip. "Tagesthemen"-Moderator Ingo Zamperoni führt durch eine Sendung, in der nicht Politikerinnen oder Experten im Mittelpunkt stehen, sondern 100 Bürgerinnen und Bürger aus ganz unterschiedlichen Lebensrealitäten.

Die Grundidee ist ebenso einfach wie wirkungsvoll: Zu Beginn konfrontiert Zamperoni das Publikum mit einer zugespitzten, aktuellen Streitfrage aus der Politik. Wer ist dafür? Wer ist dagegen? Die 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer positionieren sich sichtbar im Raum. Anschließend ordnen zwei Journalistinnen oder Journalisten das Thema ein, liefern Fakten, Hintergründe sowie Pro- und Kontra-Argumente.

Überraschungsfaktor: Niemand kann sich vorbereiten

"Die 100" ist eine Sendung mit Show-Elementen, bei der Meinungen in Bewegung kommen können. Genau darum geht es: Argumente prallen nicht nur aufeinander, sie werden überprüft. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stimmen mehrfach ab, wägen neu ab, bringen persönliche Erfahrungen ein und reagieren auf die Beiträge der jeweils anderen Seite. So entsteht ein dynamischer Dialog, der nicht auf schnelle Empörung, sondern auf Auseinandersetzung setzt.

Zu Wort kommen 100 Menschen, quer durch alle Schichten der Bevölkerung. Sie erfahren erst kurz vor Beginn der Aufzeichnung, welches Thema diskutiert wird. Diese Überraschung ist Teil des Konzepts: Niemand kann vorab Argumentationslinien einstudieren, gefragt ist die spontane, ehrliche Haltung. In vergangenen Ausgaben standen unter anderem Migration, Klimaschutz, die AfD, die Schuldenbremse und die Wehrpflicht im Fokus – alles Themen, die das Land polarisieren und bewegen.

Die 100 – Was Deutschland bewegt – Mi. 25.03. – ARD: 21.45 Uhr

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