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Zimtstern-Geschichten, Teil 2 Bloß nicht rosa!


Was soll unsere Zweijährige zu Weihnachten bekommen? Ein leicht absurder Dialog aus unserer Küche.
Von Ulrike Klode

Das Töchterchen sitzt auf dem Küchenboden und kocht - mit Plastikschälchen und einem riesigen Holzkochlöffel. Seit Wochen macht sie das mehrmals täglich. Mein Mann und ich räumen den Tisch ab.

Er: "Ich glaube, da ist für Weihnachten ein Spielzeugherd fällig."

Ich grummele etwas Unverständliches.

Er: "Ich bin auch kein Fan von Gender-Spielzeug. Aber sie liebt Kochen derzeit."

Ich: "Ja. Neulich bei Marie hat sie auch mit so einem Herd gespielt. Und in der Kita kocht sie auch dauernd. Ach."

Er: "Na. Wenn sie sich so sehr damit beschäftigt, können meine Eltern den ja schenken. Ist wohl 'ne Phase."


Ich grummele noch ein bisschen weiter vor mich hin: "... der Herd darf aber auf keinen Fall irgendwo rosa sein! Und muss aus Holz sein. Ohne irgendwelche kitschigen Verzierungen oder Blümchen oder so einen Quatsch."

Er: "Wo ist sie denn jetzt?"

Ich: "In Richtung Flur gelaufen."

Vom Flur her ist Geklapper zu hören.


Wir gehen hin und sehen ein Töchterchen, das mit einem Hausschlüssel an den Schrauben des Treppengeländers spielt und ununterbrochen "Srauben, srauben, srauben" sagt.

Ich: "Okay. Sie kann einen Herd von deinen Eltern bekommen. Und von uns kriegt sie einen Werkzeugkasten."

Ulrike Klode, stern.de-Teamleiterin Unterhaltung, hat ein zweijähriges Töchterchen, das neben dem Kochen derzeit Puppe ins Bett legen und weißen Käse liebt. Sich morgen aber sicher schon wieder für etwas anderes begeistert.

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