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12. Juni 2001, 10:36 Uhr

Die Ahnen des Schreckens

Bis zum 24. September können sich Besucher des Pariser Centre Pompidou ein Bild davon machen, wie sich Alfred Hitchcock von der bildenden Kunst hat inspirieren lassen.

Dem Meister war es peinlich. Und dem Regisseur wohl auch. Doch als das Mal-Genie Pablo Picasso sich bei Alfred Hitchcock dessen Picasso ansah, musste er erkennen, dass der falsch war. Denn er hatte dieses Bild nun einmal nicht gemalt.

Dumme Sache für einen, der die Kunst so liebte und eifrig sammelte wie Alfred Hitchcock. Zum Glück konnte er sich noch mit einigen Werken Klees, Rodins und einem Dalí trösten. Alle echt übrigens.

Dass sich Hitchcock in der bildenden Kunst nicht nur auskannte, sondern sich auch im Fundus von Expressionismus bis Moderne für viele unvergessliche Filmszenen bediente, zeigt nun die Ausstellung »Alfred Hitchcock und die Kunst« im Pariser Centre Pompidou.

Die hoch gelobte Schau des Montreal Museum of Fine Art gibt damit ihr Europa-Debüt: eine originelle Spurensuche mit über 200 Exponaten ? von Gemälden über »Storyboards« bis zu Reliquien aus Hitchcock-Filmen (z. B. dem Teleskop aus »Fenster zum Hof«). Und immer wieder der Vergleich, das Gegenüberstellen von Filmszenen und »Vorbildern«. Ergebnis: Die Ahnen des Suspense hängen häufig an den Wänden von Museen.

Alfred Hitchcock et l?art: coïncidences fatales. Paris, Centre

Pompidou. Bis zum 24. September.

 
 
 
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