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Operation Muttermal

Sieht ein Muttermal so aus, als ob sich daraus Hautkrebs entwickeln könnte, schneidet der Arzt es heraus - mit einem Skalpell oder einer Stanze.

Pigmentflecken, Entfernung, Muttermal

Von der Schnippelei spüren Sie nichts, die Stelle wird betäubt.© Klaus Rose/DPA/Picture-Alliance

Muttermale sind nicht gefährlich. Nur wenn die Pigmentflecken schnell wachsen, ihre Form sich bizarr verändert oder wenn sie mehrfarbig werden, sollten Sie einen Hautarzt drauf schauen lassen. Möglicherweise bahnt sich im Muttermal ein kleiner Hautkrebs an. Falls der Dermatologe Ihren Krebsverdacht teilt, wird er Ihnen empfehlen, die Stelle chirurgisch entfernen zu lassen. Erstens sind Sie den heiklen Fleck dann los und zweitens kann der Arzt das entfernte Gewebe ins Labor schicken, um es auf Tumorzellen testen zu lassen.

Keine Angst, von der Operation bemerken Sie nichts: Die Stelle wird zuvor betäubt. Dann schneidet die Chirurgin die verdächtige Hautstelle mit einem Skalpell oder einer Hautstanze heraus. Das tut sie großzügig, damit keine der verdächtigen Zellen in Ihrem Körper bleiben.

Nach der Operation näht sie die Wunde wieder zu: je nach Größe mit einem oder mehreren Stichen. Um die Narbe so klein wie möglich zu halten, kann sie eine Unterhautnaht machen. Gerade an Stellen im Gesicht oder im Dekolleté sieht das besser aus. Ist das Muttermal nur klein und hat die Chirurgin es ausgestanzt, muss sie die kleine Wunde gar nicht nähen.

Expertenmeinung Thomas Diepgen, ärztlicher Direktor der Abteilung klinische Sozialmedizin, Berufs- und Umweltdermatologie des Universitätsklinikums Heidelberg:

Eine Hautveränderung heraus zu operieren, ist immer dann sinnvoll, wenn das Gewebe im Labor weiter untersucht werden soll. Bei Krebsverdacht ist das Herausschneiden die Methode der Wahl: Zerstörte man das Gewebe nur, könnte man keine Diagnose mehr stellen.

Maren Wernecke
 
 
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