Mietern flattert im Frühjahr wieder die alljährliche Betriebskostenabrechnung ins Haus. Doch nur die wenigsten prüfen nach, ob der Vermieter korrekt abgerechnet hat. Ein Fehler, der Geld kostet. Von Tanja Vedder und Gernot Kramper
Zwischen 1800 und 2400 Euro zahlen die deutschen Haushalte jährlich an Betriebskosten. Ein ganz schöner Batzen, der die Monatsmiete kräftig aufbläht. Schon allein deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf die Betriebskostenabrechnung. Mehr noch: Nach Angaben des Deutschen Mieterbundes ist jede zweite Abrechnung falsch. Nachprüfen kann also Bares wert sein.
Vor allem steigende Energiekosten haben in den vergangenen Jahren dafür gesorgt, dass die "zweite Miete" immer höher ausfiel. 2,19 Euro pro Quadratmeter und Monat mussten die deutschen Haushalte laut dem Betriebskostenspiegel des Mieterbunds an Nebenkosten wie Heizung, Wasser, Abwasser, Grundwasser, Hausmeister, Versicherungen und ähnliches zahlen. Für eine Beispiel-Wohnung von 80 Quadratmetern macht das rund 175 Euro im Monat oder 2100 Euro im Jahr.
Wenn bei einer Wohnung alle denkbaren Betriebskostenarten vom Hausmeister bis zur Gartenpflege in die Abrechnung eingehen, kommen sogar monatlich 2,94 Euro pro Quadratmeter zusammen. Beides sind reine Durchschnittswerte, die zwar nichts über die eigene Rechnung aussagen, an denen sich Mieter aber orientieren können. Auch für 2012 müssen sich die Mieter auf weitere Steigerungen gefasst machen, weil Öl, Gas und Fernwärme teurer werden.
stern.de erläutert, was Vermieter abrechnen dürfen – und wie sich Mieter bei eventuellen Unstimmigkeiten wehren können.