12. Dezember 2012, 11:34 Uhr

Griechenland erfüllt Soll bei Schuldenrückkauf

Griechenlands Schuldenrückkauf war ein Erfolg - quantitativ gesehen. Da den Haltern der Staatsanleihen jedoch höhere Preise als erwartet geboten wurden, braucht Athen nun noch mehr Geld.

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Ein Symbol der griechischen Schuldenkrise: die Nationalbank in Athen. Der Schuldenrückkauf war ein Erfolg. Allerdings braucht das Land für die Umsetzung weitere finanzielle Unterstützung.©

Das griechische Programm für den Rückkauf von Staatsanleihen hat nach offiziellen Angaben 31,9 Milliarden Euro erzielt. Im Schnitt wurde den Gläubigern dabei pro Euro ein Preis von 33,8 Cent geboten worden. Ein Erfolg des Schuldenrückkauf-Programms galt im Vorfeld als elementarer Baustein der neuen Rettungsmaßnahmen für Athen.

Allerdings wirft der an sich geglückte Schuldenrückkauf Finanzierungsfragen auf. Denn um die Halter der Staatsanleihen zu locken, hat Athen höhere Preise angeboten als erwartet wurde. "Technisch ist das ein Erfolg. Nun müssen die Geldgeber das Ganze politisch absegnen", sagte ein Mitarbeiter des Athener Finanzministeriums. Die internationalen Geldgeber haben für die Transaktion zehn Milliarden Euro zur Seite gelegt. Es würden aber 11,29 Milliarden Euro benötigt, um alle Angebote annehmen zu können, hieß es aus Griechenland.

Athen reduziert Schuldenberg

Statt die Papiere für 28,2 Prozent der ursprünglichen Werte zu kaufen, bot Griechenland im Schnitt 33,8 Prozent der Nominalwerte. Um den Rückkauf zu vollenden, braucht Athen nun etwa 1 Milliarde Euro mehr. Die Finanzminister der Eurogruppe sollen nun am Donnerstag entscheiden, woher das zusätzliche Geld kommen soll. Ursprünglich sollten mit einem Einsatz von 10,2 Milliarden Euro insgesamt 30 Milliarden Euro an Schulden zurückgekauft werden.

Mit dem Rückkauf wird Athen seinen Schuldenberg um etwa zehn Prozent des Bruttoinlandproduktes reduzieren. Geplant waren elf Prozent. Die Kassenhüter des Eurolandes werden am Donnerstag endgültig die nächste Riesentranche der zugesagten Hilfe in Höhe von knapp 44 Milliarden Euro freigeben. Zumindest geht man davon in Athen aus.

swd/DPA/AFP/Reuters
 
 
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