Während seiner Studienzeit verdiente er sich als Snowboardlehrer bei Schulskikursen etwas dazu. Nun überzeugt der 49-jährige Schauspieler Jakob Seeböck, den viele aus "SOKO Kitzbühel" kennen, bereits in der dritten Staffel der Serie "School of Champions" in der Rolle des Leiters einer Ski-Akademie im Gasteinertal. Die "School of Champions" (Samstag, 7. Februar, ab 23.25 Uhr, und Montag, 9. Februar, ab 0.30 Uhr, ARD) gilt als Talentschmiede von weltweitem Ansehen – ihre Absolventinnen und Absolventen prägen den Profisport seit Jahren. An der Spitze der Einrichtung steht der von Seeböck gespielte Mark Auer, einst selbst Olympiastarter, der sich heute unter anderem mit finanziellen Herausforderungen konfrontiert sieht. Denn es droht die Schließung der Schule.
Pünktlich zum Start der Olympischen Winterspiele in Italien (am Freitag, 6. Februar) geht die Erfolgsserie von BR und ORF in die dritte Runde – mit gewohnten Publikumslieblingen wie Ferdinand Hofer (32) als Coach Albin, der dank seiner Rollen im Münchner "Tatort" und in den "Eberhofer"-Krimis eine treue Fangemeinde um sich schart. Als erfahrener Trainer ist es Albin vorbehalten, die Jugendlichen trotz der Hiobsbotschaft zu beruhigen. Das gelingt ihm allerdings nur semi-gut.
Es herrscht aus diversen Gründen jede Menge Aufregung im Ski-Internat. Luca (Mikka Forcher) etwa ist von der Krise besonders stark betroffen. Und ihm hat es die Freeriderin Fabienne (Nadja Sabersky) angetan: Ihr unkonventioneller Lebensstil, der ganz der Suche nach der perfekten Powderline gewidmet ist, übt eine besondere Faszination auf ihn aus – mit Folgen ...
Zwischen Ruhm und Ruin
Die ersten beiden Staffeln waren mit über neun Millionen Abrufen in der ARD-Mediathek ein voller Erfolg. Mit ihrer sportiven Coming of Age-Serie trafen die Produzenten und Autoren um Headwriter Samuel Schultschik den Zeitgeist. Themen wie Erfolgs- und Leistungsdruck sowie die Gradwanderung zwischen eigenen und von der Gesellschaft aufgezwungenen Erwartungen beschäftigen Millennials und womöglich noch mehr die Gen Z in den Jahren, in denen man sich am meisten verändert, sehr. "Leistungssport ist mit unglaublich vielen Entbehrungen und Opfern verbunden", weiß auch Hauptdarsteller Seeböck.
"Haben junge Menschen einen Traum, den sie auch verfolgen wollen, müssen wir als Eltern das unbedingt unterstützen", erklärte der zweifache Vater im Interview mit teleschau anlässlich des Starts der ersten Staffel. "Es gibt nichts Schlimmeres, als nicht zu wissen, was man mit seinem Leben anstellen will." Wie die Serie zeigt, lassen sich Freundschaften, Familie und Freiheit allerdings nicht immer vereinbaren. Die Drehbuchautoren Schultschik, Volker Schmitt, Karin Koller und Thomas Christian Eichtinger haben nun wieder einmal spannende Geschichten rund um Kämpfe mit inneren Schweinehunden, finanziellem Druck und sozialen Stolperfallen geschrieben.
Unter der Regie von Jakob Fischer und Johanna Moder begeben sich in acht Folgen à 45 Minuten zahlreiche Stunt-Doubles auf die Piste, um für authentische Rennen mit Nervenkitzel zu sorgen. Auf diese Weise wird das sportliche Treiben im Skigebiet in all seiner Schönheit auch für die "Flachlandtiroler" unter den Zuschauern ein Stück weit erlebbar. "Die Menschen vor Ort sind alle sehr wohlwollend und haben uns wirklich gut beherbergt", schwärmte Seeböck. "So ein Filmteam – ich weiß – ist nicht immer ganz einfach."
Seit November finden sogar schon die Dreharbeiten für die vierte Staffel statt. Mit dabei als ehrgeizige PR-Strategin Naima Winkler ist Hilde Dalik, bekannt aus "Vorstadtweiber, einer anderen Hit-Serie aus Österreich.
"School of Champions" – Sa. 07.02. – ARD: 23.25 Uhr