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Zeitraffer-Video mit Miniatureffekt: Dieser Film bringt Paris groß raus

Blick mit dem Teleobjektiv vom Arc de Triomphe und Eiffelturm auf die Plätze und Avenuen: Dieser Zeitrafferfilm zeigt Paris aus einer neuen Vogelperspektive und basiert auf einem technischen Trick.

Die französische Metropole im Eiltempo: Vorortzüge rasen über Seine-Brücken, Menschen wuseln am Fuße der Notre Dame und Wolkenschatten huschen über das Häusermeer. Dieser gut dreiminütige Film ist eine audiovisuelle Liebeserklärung an Paris des Filmemachers Sean Collins.

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"Wenn du das Glück hattest, als junger Mensch in Paris zu leben, dann trägst du die Stadt für den Rest deines Lebens in dir, wohin du auch gehen magst, denn Paris ist ein Fest fürs Leben", schrieb einst Ernest Hemingway. Dieses Zitat gilt Collins als Leitmotiv seines Zeitraffers, denn auch er lebte in seiner Jugend in der französischen Hauptstadt, ehe er nach Los Angeles zog, wo er als Produzent mit seiner Firma Bodhi Films für große Fernsehanstalten und Werbekunden arbeitet.

Collins hat sich seit Längerem auf Zeitrafferfilme spezialisiert. Doch in Paris hat er eine besondere Technik angewendet: Seine Kamera ruhte mit Brennweiten von bis zu 800 Millimetern auf einem Stativ und war bei den Aufnahmen auf Serienbilder im Miniaturformatmodus geschaltet. Durch die extrem geringe Schärfentiefe ergibt sich dadurch der Effekt, als sei Paris zu einer Spielzeuglandschaft zusammen geschrumpft.

Die kurzen Filmsequenzen unterlegte er mit dem elektronischen Sound "Raindrops" von Cillo, obwohl es bei seinen Videoaufzeichnungen nie regnete. Auch verzichtet Collins auf Nachtaufnahmen und Sequenzen in der Dämmerung, die heute bei jedem Zeitraffer-Video obligatorisch zu sein scheinen.

tib
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