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Editorial: Länger gesünder leben

Liebe stern-Leser! Endlich kommt Bewegung in unser Gesundheitssystem, das jährlich 220 Milliarden Euro verschlingt und trotzdem vor dem Kollaps steht.

Liebe stern-Leser!

Endlich kommt Bewegung in unser Gesundheitssystem, das jährlich 220 Milliarden Euro verschlingt und trotzdem vor dem Kollaps steht. Die Barmer Ersatzkasse möchte Mitgliedern, die sich aktiv für ihre Gesundheit einsetzen, Rabatte gewähren. Die DAK will nachziehen, und auch die AOKs denken über Vorsorgeprogramme nach. Einige Betriebskrankenkassen erstatten ihren Mitgliedern schon heute den halben Jahresbeitrag eines Fitnessstudios, wenn sie dort regelmäßig Kurse machen.

Viele Details des geplanten Bonus-Systems sind noch ungeklärt, aber die Richtung stimmt. Es muss sich für die Menschen auch finanziell lohnen, gesund zu leben, Vorsorge zu betreiben und unnötige Risiken zu vermeiden. Denn unbestreitbar ist: Viele teure Krankheiten sind kein unabwendbares Schicksal, sondern ließen sich verhindern, wenn die Menschen vernünftiger wären.

Mit unserer großen Gesundheits-Serie wollen wir erklären, was jeder zur Vorsorge tun kann. Gesundheit gehört zu den Bereichen, die wir 2003 im stern ausbauen und verlässlich jede Woche bringen werden. Wir haben Millionen in Technik und Druck investiert, um noch aktueller berichten zu können, mehr Themen und Vielfalt ins Heft zu bekommen. So bringt der stern künftig jede Woche zusätzlich auch Reise-Tipps, Berichte über Mode und Design, eine Bestseller-Liste und "sternchen", die neuen Kinderseiten - mit legendärem Vorgänger.

"sternchen" gab es von 1953 bis 1961 als Extra-Beilage, dann als Rubrik im Heft. Millionen Leser wuchsen auf mit "Jimmy das Gummipferd" oder - von Loriot gezeichnet - "Reinhold das Nashorn". 1992 wurden die Kinderseiten eingestellt, weil sie nicht mehr zeitgemäß erschienen. Heute aber ist klar: Wir können nicht darüber jammern, dass viele Kinder lieber vorm Fernseher oder Computer sitzen, anstatt zu lesen, und selbst im Heft nichts dafür tun. stern-Redakteurin Andrea Schaper und ihre Kollegin Karolin Leyendecker - beide haben Kinder - entwickelten die neuen Seiten für Fünf- bis Zwölfjährige, testeten die verschiedenen Elemente in Kindergärten und Schulklassen. Nun hoffen sie (und wir), dass es so wird wie früher, als Henri Nannen reimte: "Kinder haben sternchen gern - sternchen ist das Kind vom stern."

Herzlichst Ihr Thomas Osterkorn