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Positive Sprache 15 Formulierungen, mit denen du deinem Kind Gutes tust

Mutter spielt mit ihrem Sohn und hat Eis in der Hand
Positive Sätze stärken positives Verhalten – und man kann mehr Spaß zusammen haben
© eclipse_images / Getty Images
Unsere Wortwahl ist vielfältig, doch oft sagen wir in stressigen Situationen unüberlegte Dinge zu unseren Kindern. Wie positive Sprache gelingt und was sie bewirkt, wollen wir erklären … 

Dieser Text erschien zuerst an dieser Stelle auf brigitte.de.

Positive Sprache gegenüber Kindern ist eigentlich das A und O. Leider ist das nicht immer einfach im stressigen Alltag. Schnell sagen wir Dinge, die Kinder missverstehen, verletzen oder sogar blockieren können. Darum ist es wichtig, achtsam mit seinen Worten zu sein.

Wir sollten negative Sprache so gut es geht vermeiden und gewisse Aussagen umformulieren. Denn negative Sprache führt zu negativem Denken und Handeln! Damit ist gemeint, dass sich viele Eltern auf das konzentrieren, was ihr Kind nicht kann, statt den Blick auf dessen Fähigkeiten zu richten.

Nicht sagen, was das Kind nicht soll

Folgende Situation könnte dir bekannt vorkommen: Du bist an einem sonnigen Nachmittag mit deinem Kind auf dem Spielplatz. Es ist voll. Kinder lachen, schreien, weinen und toben wild herum. Dein Kind möchte auf das Klettergerüst, auf dem bereits viele Kinder klettern. Bisher ist es nie bis nach ganz oben geklettert, doch heute will es höher. Du siehst, es könnte eng werden und sagst, in der Aufregung: "Achtung! Fall nicht vom Klettergerüst!"

Dein Kind wird vermutlich verwirrt sein. Der Grund dafür könnte deine verneinende Formulierung sein. Denn zu sagen, was es nicht tun soll, fällt Eltern (besonders in brenzligen Situationen und wenn der Stressfaktor hoch ist) oft leicht. Dabei kann das kindliche Gehirn positive Sätze viel besser aufnehmen. Was viele nicht wissen: Die Verarbeitung von "nein" oder "nicht" ist für das menschliche Gehirn viel aufwendiger als bei positiven Aussagen.

Eine gute Alternative für das nächste Mal wäre zu sagen, was dein Kind machen soll, anstatt zu betonen, was es nicht machen sollte.

Positive Sprache fördert positives Handeln

Mit großer Wahrscheinlichkeit kennst du solche Situationen selbst. Sagt man dir beispielsweise: "Du sollst nicht an eine Kuh oder die Farbe Rot denken", wirst du genau daran denken. Positive Sprache fördert positives Handeln und den Glauben an sich und sein eigenes Können. Und genau das ist es doch, was du dir für dein Kind wünschst, oder?

Besonders im Sport gibt es dazu ein gutes Beispiel: Denkst du auf den letzten Metern beim Joggen immer wieder daran, dass deine Beine schlapp machen – oder konzentrierst du dich auf deine Energiereserven und das Ziel? Mit großer Wahrscheinlichkeit wirst du eher durchhalten, wenn du den negativen Gedanken keinen Raum gibst.

Die frohe Botschaft: Positive Sprache lässt sich trainieren, indem du neue Formulierungen in deinem Alltag mit Kind integrierst.

15 Formulierungen, wie positive Sprache mit Kindern gelingt:

1. Anstatt so: "Nicht das Baby hauen!"

Besser so: "Vorsichtig das Baby anfassen. Du kannst es zärtlich streicheln!"

2. "Wirf nicht mit dem Sand!"

"Mit dem Sand können wir Kuchen backen, eine Sandburg bauen oder einfach nur buddeln!"

3. "Fall nicht vom Klettergerüst!" 

"Halte dich bitte gut fest. Wenn du höher möchtest, nimm gerne meine Hand!"

4. "So redest du nicht mit mir!"

"Bitte benutze freundlichere Worte!"

5. "Ist doch gar nicht so schwer!"

"Du schaffst das, ich glaube an dich!"

6. "Hör auf zu weinen!"

"Es ist okay, wenn du weinst! Du kannst mir sagen, was dich bedrückt! Ich bin da und höre dir zu."

7. "Hört auf zu quatschen! Ihr sollt jetzt schlafen!"

"Wenn ihr eingeschlafen seid, komme ich und schaue nach euch. Macht die Augen zu und sammelt Kraft für den morgigen Tag. Dann könnt ihr weiterspielen!"

8. "Drinnen wird nicht mit dem Ball gespielt!"

"Spiel bitte draußen mit dem Ball!"

9. "Schrei nicht so laut!"

"Kannst du bitte leiser sprechen!"

10. "Stell dich nicht so an, es ist doch schön hier!"

"Guck mal, da ist dein Lieblingsspiel! Wollen wir es gemeinsam holen?"

11. "Spiel nicht so laut!"

"Ich möchte jetzt ein ruhiges Spiel spielen! Wollen wir Mäuschen sein?"

12. "Ihr sollt nicht streiten!"

"Versucht, das Problem freundlich zu lösen!"

13. "Lass deine Schuhe bitte nicht im Flur stehen!"

"Stell deine Schuhe bitte in das Schuhregal!"

14. "Mach die Cornflakes-Schüssel nicht komplett voll!"  

"Mach die Schüssel doch erst mal halb voll und nimm dir nach, wenn du dann noch Hunger hast!"

15. "Fahr nicht so schnell mit dem Fahrrad!"

"Könntest du bitte etwas langsamer fahren?"


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