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Debatte um Papst-Äußerung: Kann man Kinder "richtig" bestrafen?

Einen Klaps auf den Po hält Papst Franziskus für eine passende Erziehungsmaßnahme. Eine Ansicht, für die er hoffentlich nur noch wenig Unterstützung erhält. Doch wie bestraft man seine Kinder richtig?

Auseinandersetzungen zwischen Eltern und Kindern lassen sich leider nicht immer vermeiden

Auseinandersetzungen zwischen Eltern und Kindern lassen sich leider nicht immer vermeiden

Er hat ja nicht ins Gesicht geschlagen: Die Reaktion von Papst Franziskus auf Gewalt in der Kindererziehung hat für Aufregung gesorgt. Strafen hält das Oberhaupt der katholischen Kirche nämlich für eine gute Idee und solange das Kind nicht ins Gesicht geschlagen werde, sei auch körperliche Züchtigung in Ordnung. Denn anders als bei einem Schlag ins Gesicht, werde ein Kind bei einem Klaps auf den Po ja nicht gedemütigt.

Ein österreichischer Journalist, der das Ohrenziehen als Erziehungsmaßnahme preist, ein Fernsehkoch, der seine Tochter als Strafe für ungeliebtes Verhalten mit extra scharfen Chilis quält - immer wieder verteidigen einzelne Eltern Erziehungsmaßnahmen, die ihren Kindern ganz klar schaden.

Doch wie reagiert man richtig, wenn in der Erziehung nicht alles rund läuft? Ulrich Gerth, Vorsitzender der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung und Leiter des Caritas Beratungs- und Jugendhilfezentrum Sankt Nikolaus in Mainz, hat täglich mit überforderten Eltern zu tun: "Körperliche Strafen, seelische Verletzungen, das Bloßstellen und Erniedrigen von Kindern, das alles ist ein absolutes No-Go."

Folgen spüren statt sinnlos strafen

Sind Strafen in der Kindererziehung überhaupt sinnvoll? Nein, sagt Ulrich Gerth. "Man weiß aus der Lernpsychologie, dass die Strafe das ungeeignetste Mittel ist, um Verhalten zu steuern." Oft würden Eltern Strafen verhängen, weil sie sauer seien oder sich an den Kindern rächen wollten. Diese Aktionen hätten in der Regel keinen großen Effekt. "Viel wirksamer sind zum Beispiel Belohnungen", so Gerth. Wenn Kinder also etwas richtig machen, ist es gut, sie dafür zu loben - besonders wenn man sich genau dieses Verhalten öfter wünscht.

Doch was können Eltern tun, wenn die Kinder sich so gar nicht vorbildhaft verhalten? "Das Eintretenlassen von natürlichen Handlungsfolgen ist eine gute Alternative zu klassischen Strafen", sagt Gerth. Zum Beispiel könne man mit einem kleinen Kind, wenn es sein Spielzeug kaputt gemacht hat, nicht schimpfen, sondern stattdessen sagen: Es ist kaputt und du hast jetzt keins mehr, ich werde dir nicht direkt ein neues kaufen. Diese Situation müsse das Kind dann aushalten, so der Experte.

Bei Jugendlichen, die nicht zur ausgemachten Zeit nach Hause kommen, rät Gerth zu offenen Gesprächen. "Statt lange Reden zu halten, ist es logischer zu sagen: Ich habe dich bis elf Uhr rausgelassen, weil ich dir vertraut habe. Aber jetzt vertraue ich dir nicht mehr so und wir gehen wieder auf zehn Uhr zurück. Und dann musst du dich wieder hocharbeiten." Das sei dann keine willkürliche Strafe, sondern eine logisch nachvollziehbare Konsequenz.

Natürlich ist das für Eltern um einiges anstrengender, als Stubenarrest zu verhängen oder die Internetverbindung zu kappen. Daher rät Gerth dazu, sich zu überlegen, wann man sich durchsetzen will und wann man vielleicht auch einmal nachgeben könnte."Bei den wichtigen Dingen muss ich dranbleiben. Das ist anstrengend." Gerade bei diskutierwütigen Teenagern, die sich nur schwer von einer anderen Meinung als ihrer eigenen überzeugen lassen, sei es also verständlich, wenn Eltern auch mal inkonsequent seien. Sie sind schließlich auch nur Menschen.

vim
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.