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Turner-Preis: Oscar der Gegenwartskunst für Starling

Der Turner-Preis ist die wichtigste Auszeichnung, den man für zeitgenössische Kunst in Großbritannien bekommen kann. Dieses Jahr ging er an den Installationskünstler Simon Starling.

Der mit 37.000 Euro dotierte Preis für zeitgenössische Kunst wurde am Montagabend in London verliehen. Wie die BBC berichtete, konnte der 38 Jahre alte Starling Mitbewerber wie den Maler Gillian Carnegie und den Video-Künstler Darren Almond aus dem Rennen werfen. Aber zunächst war Starling selbst umgeworfen von der Ehre: Auf dem Weg von seinem Platz zum Honorationenpult rutschte er beinahe auf dem Fußboden aus.

Starling lebt und arbeitet in Berlin und Glasgow. Einen Namen machte er sich vor allem mit seinen Installationen, für die er Objekte recycelt und verformt. Bekannt wurde Starling unter anderem durch den Umbau eines Schuppens in ein schwimmendes Boot und dessen anschließende Rückverwandlung. Ein anderes Projekt führte ihn in die etwa 30 Kilometer nördlich von Almería gelegene spanische Tabernas Wüste, die er mit einem selbst konstruierten und mit Wasserstoff betriebenen Fahrrad durchquerte.

Der Turner-Preis wird seit 1984 jährlich an einen britischen Künstler unter 50 "für eine hervorragende Ausstellung oder andere Präsentation seines Werks" verliehen. Für seinen Film über die Heimatstadt von US-Präsident George W. Bush in Texas war der Preis im vorigen Jahr an Jeremy Deller vergeben worden. Zu den Turner- Preisträgern gehören Künstler wie Rachel Whiteread, Anish Kapoor oder Damien Hirst.

DPA / DPA
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