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Ukraine: Auge in Auge mit Mördern: "Um ehrlich zu sein, geht es mir hier ganz gut"

Sie brachten ihre Ehemänner um, ermordeten Polizisten oder begingen brutale Raubüberfälle. Der Fotograf David Tesinsky porträtierte in der Ukraine Menschen, die bis zum Ende ihres Lebens im Gefängnis sitzen werden. Weil sie Leben auslöschten. Der stern zeigt seine Bilder.

Kateryna Schuka

Kateryna Schuka, 35: Verurteilt 2010 wegen Mordes und Beihilfe zum Mord

Valentyna Luchaninova, 47, hat ihren Ehemann während eines Familienstreits umgebracht. Ruslan Khudoliy, 39 Jahre alt, konnten Richter 29 Morde nachweisen. Sie beide sind Mörder und sitzen im Gefängnis von Charkiw ihre Strafe ab. Lebenslänglich. So wie alle anderen 15 Gefangenen, die der tschechische Fotograf David Tesinsky in der Haftanstalt der Millionenstadt im Nordosten der Ukraine porträtierte.

Die Strafe eint die Verurteilten, doch ihre Taten und ihre Geschichten unterscheiden sich. Kateryna Schukam, 35, hat drei Menschenleben auf ihrem Gewissen. Der Journalist Olksiy-Nestor Naumenko, der sie interviewte, sagte nach dem Gespräch, er könne nicht glauben, dass diese Frau, die so schüchtern lächelt, zu solch brutalen Taten fähig war. Sie sagt, sie habe nur Beihilfe geleistet, das Gericht sah das anders. Und trotzdem hofft sie, dass es eine Chance für sie gibt, das Gefängnis noch lebend verlassen zu können, vielleicht durch eine Gesetzesänderung. Im vergangenen Jahr hat sie mit Juri telefoniert, obwohl sie ihn nur aus Erzählungen einer Besucherin kannte. "Außerhalb des Gefängnisses gibt es viele Mädchen, und sie haben viele Chancen, aber du hast nur die eine, und höchstwahrscheinlich bin ich deine Chance", soll er gesagt haben. Das reichte. Die beiden heirateten. Welche Möglichkeiten hat man, wenn man den Rest des Lebens weggesperrt ist?

Fotos von Mörderinnen und Mördern in der Ukraine

Aider Rehoitov war Mitte 20, als er seine Freiheit verlor. Eigentlich habe er zur Armee gewollt, erzählt er. Doch er glitt immer weiter ab: Diebstähle, Drogen, Betrügereien, Straßenraub. Dass er wirklich kriminell ist, realisierte erst, als er seine Strafe bekam. Auch er brachte drei Menschen um. Jetzt ist Aider Rehoitov 42. Eigentlich wollte er auch sein eigenes Leben schon beendet haben. Die Rasierklinge hatte er schon am Hals. Doch dann habe er eine Stimme gehört, die ihn abhielt. Inzwischen sagt er über sein Leben hinter Gittern: "Um ehrlich zu sein, geht es mir hier ganz gut." Und trotzdem hofft auch er, irgendwann noch einmal freizukommen. Er will seine Tochter umarmen, er will wieder arbeiten, er will gebraucht werden. Vielleicht als Schneider? Im Knast lernte er nähen. Er hat den Weg zum Glauben gefunden und bereitet sich auf ein Leben die Freiheit vor, die er wohl nicht mehr erlangen wird. Jeden Tag. Was soll man erwarten, wenn man den Rest des Lebens weggesperrt ist?

Olksiy-Nestor Naumenko hat im Gefängnis von Charkiw viele Geschichten der Mörderinnen und Mördern gehört. Der tschechische Fotograf David Tesinsky porträtierte die Menschen mit der Kamera, war Auge in Auge mit ihnen, getrennt durch Gitterstäbe oder Sicherheitsglas. Was sagen ihre Blicke? Hoffnung? Resignation? Reue?

Der Betrachter sieht nicht: das Leid der Opfer, die Augen der Angehörigen. Sie dürften traurig aussehen. Ihr Leben lang.

Mehr Arbeiten von David Tesinsky gibt es unter http://tesinskyphoto.com, auf seiner Facebook-Seite und seinem Instagram-Profil.

Themen in diesem Artikel
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.