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ZEISS Photography Award: Parallelwelt in der Wüste, grauer Alltag in Armenien und eisige Traditionen in Russland

"Seeing Beyond – Untold Stories" lautete dieses Jahr das Thema des Fotowettbewerbs ZEISS Photography Award. 12.000 Fotografen aus über 140 Ländern reichten ihre Fotos ein. Gewonnen hat der belgische Fotograf Nick Hannes.

Mann steht auf schwimmender Villa

Gewinner des 2018 ZEISS Photography Award: Nick Hannes. Mit seiner Serie "Garden of Delight" stellt Nick Hannes die Konsumgesellschaft in Dubai dar und gewinnt damit den Fotopreis. Das Bild zeigt einen Butler vor einer schwimmenden Luxusvilla. 

Zum dritten Mal wurde im April der ZEISS Photography Award verliehen. "Seeing Beyond – Untold Stories" lautete dieses Mal das Thema. Im Fokus der Fotostrecken sollen Geschichten stehen, die noch nicht (zu Ende) erzählt wurden. 12.000 Fotografen aus über 140 Ländern reichten rund 90.000 Fotos. Der belgische Fotograf Nick Hannes konnte mit seiner Fotoserie "Garden of Delight" die Jury überzeugen und gewann den Award. Fünf Mal bereiste er für seine Fotoserie die Wüstenstadt Dubai und hielt die absurde Parallelwelt des Luxus fest. Mit seiner Arbeit wollte er die Frage nach Authentizität und Nachhaltigkeit aufwerfen.

"Die Gewinnerserie stach hervor, weil jedes Bild einen realen Moment eingefangen hat und eine eigene Geschichte erzählt", kommentierte Chris Hudson, Mitglied der Jury und Art Director des Magazins "National Geographic Traveller", die Wahl des Siegers. "Und doch sind die Bilder so gut miteinander verknüpft, dass sie einen guten Einblick in das Leben der Bewohner der Metropole Dubai geben."

ZEISS zeichnet neun weitere Fotografen aus

"Ich fühle mich sehr geehrt und bin dankbar, diesen Preis erhalten zu haben", sagte der Fotograf Nick Hannes. "Meine Fotoserie 'Garden of Delight' ist ein selbst initiiertes und selbst finanziertes Projekt. Ich bin froh, dass ich durchgehalten habe."

Als Gewinner des ZEISS Photography Award erhält Hannes ZEISS Objektive im Wert von 12.000 Euro und 3.000 € zur Deckung der Reisekosten.

Außer dem Belgier wurden neun weitere Fotografen ausgezeichnet: Toby Binder aus Deutschland, Sarah Blesener aus den USA, Snezhana von Buedingen aus Russland, Stephanie Gengotti aus Italien, Tadas Kazakevicius aus Litauen, Mark Leaver aus Großbritannien, Gowun Lee aus Südkorea, Stefano Morelli aus Italien und Kicia Randagia aus Polen. Die Motive waren vielfältig: Alltagsleben in Armenien, Eisschwimmen in Russland, Homosexualität in Südkorea, Identitätssuche in Indien oder das Leben in der Zirkus-Manege. 

ivi
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