Lackschäden, Leckspuren, Dellen - und rundum Kuhfladen: Als die Wanderer zum Parkplatz ihrer Unterkunft am Spitzingsee im oberbayerischen Landkreis Miesbach zurückkehrten, soll dort eine Kuhherde gestanden haben - die den Autobesitzern zufolge Autos beschädigte.
Mehrere Fahrer haben den Betreiber des Hotels, zu dem der Parkplatz gehörte, auf Schadenersatz verklagt. Heute (10.00 Uhr) geht es in einem Zivilprozess vor dem Landgericht München II erneut um einen solchen Fall. Der Kläger macht Schäden an mehreren Stellen seines Wagens geltend.
Der Mann gehörte zu einer Wandergruppe aus Unterfranken, die im Juni 2022 in dem Hotel in der malerischen Berglandschaft einquartiert war. Mindestens vier Klagen von Autobesitzern sind bereits mit Vergleichen in Höhe von etwa 3.000 bis 6.000 Euro abgeschlossen worden.
In früheren Fällen war laut Medien auch die Rede davon, dass die Kühe die Autos abgeleckt hätten und die Fahrzeuge mit Speichelspuren verunreinigt waren. Einem Auto sollen die Rinder sogar aufs Dach gestiegen sein. Teils wurde in den Prozessen ein auf Wildunfälle spezialisierter Gutachter zugezogen.