Krisenvorsorge Knappe Mehrheit hat Vorräte für Krisen angelegt

Behörden raten dazu für Krisensituationen vorzusorgen. (Archivbild) Foto: Ira Schaible/dpa
Behörden raten dazu für Krisensituationen vorzusorgen. (Archivbild) Foto
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Tagelang waren rund 100.000 Menschen in Berlin bei Frost ohne Strom und Heizung. Die Befürchtungen sind groß, dass Ähnliches öfter passieren wird.

Nach dem Brandanschlag und dem tagelangen Stromausfall in Berlin ist die Befürchtung der Bürger groß, dass solche Ereignisse in den nächsten Jahren häufiger auftreten werden. Zwei Drittel der Wahlberechtigten (66 Prozent) gaben in einer YouGov-Umfrage für die Deutsche Presse-Agentur an, dass sie mit einer Zunahme von Stromausfällen in Folge von Sabotage oder Anschlägen in den kommenden fünf Jahren rechnen.

Das Vertrauen in die Stabilität der sogenannten kritischen Infrastruktur - also Stromnetze, Wassernetze, Telekommunikation oder Krankenhäuser - ist demnach gering. 73 Prozent halten diese für nicht gut geschützt. Gut die Hälfte (51 Prozent) hat nach eigenen Angaben einen Vorrat für Krisensituationen angelegt, um eine Versorgung mit Wasser, Essen oder Medikamenten für mindestens drei Tage sicherzustellen. 45 Prozent haben nicht entsprechend vorgesorgt. 

2.080 Wahlberechtigte wurden von YouGov zwischen dem 9. und 12. Januar repräsentativ befragt.

Kurz nach dem Jahreswechsel erlebte Berlin nach einem vermutlich von Linksextremisten verursachten Brandanschlag den größten Blackout in der Nachkriegsgeschichte. Betroffen waren rund 100.000 Menschen im Südwesten der Hauptstadt. Am vergangenen Mittwoch konnte der Schaden behoben werden.

dpa