Kurioses Zu langes Lineal: Schüler entdeckt Polizei-Panne

Lineale stecken in vielen Federtaschen von Schülerinnen und Schülern. (Symbolfoto) Foto: Hendrik Schmidt/dpa
Lineale stecken in vielen Federtaschen von Schülerinnen und Schülern. (Symbolfoto) Foto
© Hendrik Schmidt/dpa
Nach einem Hinweis untersucht die Berliner Polizei eine Ungenauigkeit bei ihren Werbe‑Linealen und zieht sie aus dem Verkehr. Sie seien ohnehin nicht für mathematisch genaue Arbeiten gedacht.

Die Berliner Polizei verteilt Lineale als Werbegeschenke an Schüler - und stoppt dies nun. Einem Schüler war aufgefallen, dass das 15 Zentimeter-Lineal gar keine 15 Zentimeter lang ist. Die "Bild" hatte berichtet, dass das Polizei-Lineal drei Millimeter zu viel misst - zumindest in einem Fall. 

Hinweis kam von Eltern des Jungen

Am 11. Dezember 2025 sei ein Hinweis von Eltern eines Jungen bei der Polizei eingegangen, sagte Polizeisprecher Martin Halweg der Deutschen Presse-Agentur. "Es gibt eine Abweichung in dem einen Fall. Ob das jetzt alle Lineale betrifft oder ein Einzelfall ist, ist Gegenstand der weiteren Prüfung", so Halweg. "Gegebenenfalls behalten wir uns vor, Regressansprüche zu stellen", erklärte der Sprecher mit Blick auf den Hersteller der Lineale, eine Werbeartikel-Firma. 

Im November 2023 hatte die Polizei 10.000 Lineale mit Verkehrszeichen angeschafft, die ab 2024 bei Veranstaltungen verteilt wurden. Kosten: rund 3.500 Euro. 

Polizei: Nicht für mathematisch genaue Tätigkeiten gedacht 

Peinlich? Eher nicht, findet die Polizei. "Wir haben sogenannte Streuartikel bestellt", betonte Halweg. Diese seien "nicht in erster Linie zum Zwecke der wissenschaftlichen Arbeit oder für mathematisch genaue Tätigkeiten" gedacht. Es gehe vielmehr um Präsenz an Schulen, Werbung für die Polizei Berlin und um Verkehrsunfallprävention. "Es sind Werbeartikel", sagte Halweg.

dpa