In Hamburg leben nach Angaben des Deutschen Jagdverbandes immer mehr Feldhasen. Innerhalb des vergangenen Jahres sei die Population der Tiere im Vergleich zwischen Herbst und Frühjahr um zwölf Prozent gestiegen, erklärte Franziska Baudach, Referentin für Wildtierökologie und Wildtiermonitoring. Während die Populationsdichte im Frühling bei im Schnitt 39 Hasen pro Quadratkilometer lag, waren es im Herbst desselben Jahres knapp 58 Hasen. Damit war Hamburg deutlich über dem Bundesschnitt. Dieser ist bei 19 Hasen pro Quadratkilometer Feld und Wiese.
Die Populationsdichte hänge unter anderem vom Wetter ab, sagte Baudach. Bei nassem Wetter sei es für junge Hasen beispielsweise schwieriger zu überleben. Warmes, trockenes Wetter helfe ihnen hingegen. Außerdem hätten die Menge an natürlichen Feinden wie Füchse, Dachse oder Waschbären sowie die Landwirtschaft einen Einfluss auf den Bestand der Tiere. Je mehr Blühstreifen es beispielsweise gibt, desto besser finden die Hasen Nahrung, die Milch der Hasenweibchen verbessert sich und die Tiere können sich besser vor Feinden verstecken, sagte Baudach.
Bundesweit mehr als ein Viertel mehr Hasen als vor rund 20 Jahren
Der Bundesschnitt von 19 Hasen pro Quadratkilometer ist der dritte Höchstwert in Folge. In den vergangenen 20 Jahren stieg die Zahl der Hasen um mehr als ein Viertel, wie der Deutsche Jagdverband mitteilte.
Grundlage sind Auswertungen von Zählungen in mehr als 400 Referenzgebieten im Frühjahr des vergangenen Jahres. 2025 lag der Zuwachs bundesweit mit etwa sieben Prozent auf ähnlichem Niveau wie im Jahr zuvor. In einigen Regionen fiel er sogar deutlich höher aus: Im Westdeutschen Mittelgebirge war er etwa doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt.