Ehrung in Aachen
Bürgerrechtlerin Kolesnikowa nimmt Karlspreis in Empfang

Die Bürgerrechtlerin Maria Kolesnikowa aus Belarus nimmt in Aachen nachträglich den Karlspreis in Empfang. (Archivbild) Foto: Ka
Die Bürgerrechtlerin Maria Kolesnikowa aus Belarus nimmt in Aachen nachträglich den Karlspreis in Empfang. (Archivbild) Foto
© Kay Nietfeld/dpa
Jahrelang war Maria Kolesnikowa politische Gefangene in Belarus. In dieser Zeit wurde ihr der Karlspreis verliehen, den sie aber nicht entgegennehmen konnte. Jetzt wird alles nachgeholt.

Die belarussische Bürgerrechtlerin Maria Kolesnikowa nimmt am Samstag (11.00 Uhr) in Aachen den Karlspreis in Empfang. Sie hatte den Preis 2022 bekommen, doch damals konnte sie ihn nicht selbst entgegennehmen, weil sie in Belarus in Haft war. Im vergangenen Dezember kam sie frei: Machthaber Alexander Lukaschenko ließ auf US-Druck hin mehr als 120 politische Gefangene frei, darunter auch sie.

Die 43-Jährige gehörte zu den Anführerinnen der Massenproteste in Belarus nach der Präsidentenwahl von 2020. Sie war im September 2020 festgenommen worden.

Zwei Jahre später wurde ihr zusammen mit zwei anderen Bürgerrechtlerinnen aus dem autoritär regierten Belarus der Karlspreis zuerkannt. Bei der damaligen Verleihung wurde sie von ihrer Schwester vertreten. Wie die Stadt Aachen mitteilte, wird die Preisverleihung nun in einem Festakt im Krönungssaal des Rathauses nachgeholt. Dies sei "ein starkes Signal an alle, die in Europa für Freiheit und Demokratie eintreten", sagte der Vorsitzende des Karlspreisdirektoriums, Armin Laschet. Kolesnikowa lebt seit ihrer Freilassung in Berlin.

dpa