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Deutscher Buchpreis: Diese sechs Autoren haben es auf die Shortlist geschafft

200 Romane lagen dem Gremium beim Deutschen Buchpreis vor, auf der Shortlist bleiben nur noch sechs davon übrig. In den ausgewählten Werken sieht die Jury vor allem eines: "Kühnes Denken".

Deutscher Buchpreis: Die fünf Werke der Shortlist liegen übereinander gestapelt auf einem Tisch

Eines dieser Werke wird den Deutschen Buchpreis 2017 gewinnen und seinen Schöpfer um 25.000 Euro reicher machen

Nach einem langen Rennen und viel Lesestoff für die Juroren stehen sie nun fest, die großen sechs Autoren des diesjährigen Buchpreises: Gerhard Falkner, Franzobel, Thomas Lehr, Robert Menasse, Marion Poschmann und Sasha Marianna Salzmann.

"Kühnes Denken: das ist es, was die Texte der miteinander verbindet", sagte Jury-Sprecherin Katja Gasser am Dienstag. Nach der Lektüre bestehe kein Zweifel: die Idee Europa stehe auf dem Spiel.

Deutscher Buchpreis wird im Oktober verliehen

"Das Floß der Medusa" des Österreichers Franzobel erzählt vom Überlebenskampf auf See, Lehrs "Schlafende Sonne" entwirft ein Geschichts-Labyrinth, Menasse erzählt in "Die Hauptstadt" von Europa als Institution, Salzmanns Debütroman "Außer sich" begleitete eine Familie auf der Flucht von Moskau nach Deutschland. Auch auf der Liste stehen Poschmanns poetische "Kieferninseln" und Falkners Schriftsteller-Abenteuer "Romeo oder Julia".

Aus 200 Romanen hatte die Jury zunächst 20 auf die Longlist gesetzt. Viele bekannte und erfolgreiche Autoren sind in der zweiten Runde ausgeschieden, darunter Ingo Schulze, Sven Regener und Feridun Zaimoglu. Vergeben wird der Buchpreis am 9. Oktober zu Beginn der Frankfurter Buchmesse. Der Sieger erhält 25.000 Euro, die übrigen fünf Autoren der Shortlist je 2500 Euro.


sve/DPA
Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo