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"Burlesque" mit Cher und Aguilera Dürftige Story, große Stimmen


Es ist das Filmdebüt von Popstar Christina Aguilera: Für "Burlesque" stand die US-Sängerin an der Seite von Cher zum ersten Mal für einen Kinofilm vor der Kamera - und obwohl die Story eher dürftig ist, macht Aguilera eine recht gute Figur.

Sie sind zwei echte Diven und auf der großen Showbühne zu Hause. Jetzt standen die US-Sängerinnen Cher und Christina Aguilera erstmals gemeinsam vor der Filmkamera: "Burlesque" heißt das Musical, das mit den großen Stimmen seiner Hauptdarstellerinnen punktet, aber leider keine reizvolle Story bietet.

Die 64-jährige Cher hat schon reichlich Leinwand-Erfahrung, und für ihre Rolle in "Mondsüchtig" bekam sie 1988 den Oscar als beste Hauptdarstellerin. Aguilera aber gibt mit ihrem Auftritt als Burlesque-Tänzerin ein respektables Kinodebüt, auch wenn man ihr eindeutig ein besseres Drehbuch und weniger hölzerne Dialoge gewünscht hätte.

Die Story von "Burlesque" ist übersichtlich, eher dürftig und absolut vorhersehbar: Regisseur Steven Antin erzählt die Erweckungsgeschichte einer "Unschuld vom Lande". Ali (Aguilera) flüchtet aus ihrem Provinzkaff in die Großstadt Los Angeles. Sie träumt von einer Karriere als Sängerin und Tänzerin.

In der "Burlesque Lounge" - einem etwas heruntergekommenen Revuetheater - bekommt sie einen Job als Kellnerin. Aber natürlich will Ali auf die Bühne - dorthin, wo junge, präsentable Tänzerinnen zu ausgeklügelten Choreographien lasziv einen Teil ihrer Hüllen fallen lassen. Doch der Weg auf die Bühne ist steinig, das Etablissement der glamourösen Clubbesitzerin Tess (Cher) von der Schließung bedroht.

Bis alles zu einem guten Ende kommt und Ali auf der großen Showbühne steht, gibt es noch ein bisschen Zickenterror mit der Tanz-Konkurrentin (Kristen Bell) und Aufmunterung durch den charmanten schwulen Bühnenmanager (Stanley Tucci). Und in eine Liebesgeschichte wird Ali natürlich auch verwickelt.

Selbstverständlich ist es erstaunlich, dass Ali alias Aguilera schon am Beginn ihrer Karriere diese ausgereifte Stimme hat. Doch der Popstar macht seine Sache in seinem Kinodebüt ansonsten schauspielerisch ordentlich. Und von Aguileras sexy Bühnenshows und Videoclips ist der Weg nicht weit zur Expertin für Burlesque - einer im 19. Jahrhundert entwickelten, erotischen Tanzkunst, die in jüngster Zeit von Dita von Teese wieder bekanntgemacht wurde.

Eindeutige Höhepunkte sind deshalb die singenden Burlesque- Auftritte von Aguilera und Cher. An zeitgenössische große Musicalfilme wie "Moulin Rouge" mit Nicole Kidman oder "Chicago" mit Renée Zellweger und Catherine Zeta-Jones reicht "Burlesque" aber vor allem wegen seiner dünnen Geschichte nicht heran.

Elke Vogel, DPA DPA

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